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Politik
Chronik der 60er Jahre
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die Chronik Deutschlands: die 60er Jahre |
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1. Januar: Gesetz zur friedlichen Atomnutzung tritt in Kraft
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13. Januar: Bundestag beschließt "Gesetz über den zivilen
Ersatzdienst"
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16. März: Bundestag beschließt Privatisierung des VW-Werkes
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14. April: Zwangskollektivierung der
DDR-Landwirtschaft
beendet
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23. Juni: Gesetz über den Abbau der Wohnungszwangswirtschaft
verabschiedet
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9. August: Jugendarbeitsschutz-Gesetz erlaubt im Westen
Arbeit erst ab 14 Jahre
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24. Dezember: Kennzeichnungspflicht für Fremdstoffe in
Lebensmitteln ist auf Verpackungen und Speisekarten Pflicht |
Adolf
Eichmann, der Organisator der "Endlösung", zu Beginn seines
Prozesses in Jerusalem 1961 |
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8. Februar: Neues Arzneimittelgesetz in der BRD:
Bestandteile des Medikaments müssen auf der Packung stehen
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6. März: D-Mark wird um 4,75% Prozent aufgewertet
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23. April: Erster Verkehrsfunk über UKW
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1. Juni: Die Antibabypille "Anovlar" wird in der
Bundesrepublik zugelassen
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6. Juni: Das ZDF wird in Mainz gegründet
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17 Juni: Erstes Kernkraftwerk in Kahl am Rhein
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28 Juni: Der Bundestag beschließt das
Familienrechts-Änderungsgesetz, mit dem eine Ehescheidung
erschwert wird
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17. September: CDU/CSU
verlieren bei der
Bundestagswahl mit 45,3% die absolute Mehrheit (SPD
36,2%,
FDP 12,8%)
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Bundeskanzler
Adenauer und Staatspräsident de Gaulle während eines
Gottesdienstes in der Kathedrale von Reims |
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1. Januar: Deutschlandfunk startet sein Programm
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15. Januar: Abzug der in der West-Berliner Friedrichstraße
stationierten US-amerikanischen Panzer und der in Ost-Berlin
Unter den Linden stationierten sowjetischen Panzer
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22. Februar: Grundwehrdienst von 12 auf 18 Monate verlängert
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20. März: Erstes, nach dem 2. Weltkrieg von deutscher Werft
gebautes U-Boot ("U1") in Dienst gestellt
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15. Mai: Die alten 50-DM Banknoten aus den Jahren 48/49
verlieren ihre Gültigkeit
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19. Juni: DDR
lässt acht Meter hinter der Mauer in
Berlin eine zweite
Sperrmauer errichten
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27. November:
Verteidigungsminister
Franz Josef Strauß
tritt wegen der "Spiegel-Affäre" zurück
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14. Dezember: Kabinettsumbildung in Bonn: 6 neue Minister
werden vereidigt |
Kennedys Ansprache in Berlin: "Ich bin ein
Berliner"
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22. Januar: Adenauer
und de Gaulle unterzeichnen in Paris deutsch-französischen
Freundschaftsvertrag
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1. April: ZDF nimmt Sendebetrieb auf
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23. Juni: Staatsbesuch des amerikanischen Präsidenten John
F. Kennedy in der Bundesrepublik und in West-Berlin. Besonders
bei seinem Besuch in der geteilten Stadt wird Kennedy als
Symbolfigur der alliierten Garantie für die Freiheit
West-Berlins begeistert gefeiert. Seine Rede vor dem
Schöneberger Rathaus, in der Kennedy betont, dass alle freien
Menschen, wo immer sie leben mögen, Bürger Berlins seien,
beendet er auf deutsch mit den Worten: "Ich bin ein Berliner".
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15. Oktober:
Bundeskanzler
Konrad Adenauer
tritt zurück
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16. Oktober: Bundestag wählt mit 279 von 484 Stimmen
Ludwig Erhard zum
neuen
Kanzler
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14. November: Volkskammer der
DDR wählt
Ulbricht erneut zum Staatsvorsitzenden, Otto Grotewohl zum
Vorsitzenden des Ministerrats
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17. Dezember: Passierscheinabkommen beschlossen, das
West-Berlinern ermöglicht, erstmals nach dem Mauerbau Verwandte
im Ostteil der Stadt zu besuchen |
Warteschlange vor einer Passierscheinstelle in West-Berlin nach
Abschluss des 2. Passierscheinabkommens |
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16. Februar: Willy
Brandt wird
SPD-Vorsitzender
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26. Mai: Moselkanal wird eröffnet
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4. Juni: Bundestag verabschiedet neues Miet- und Wohnrecht
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21. August: die
DDR sichert
Bürgern, die vor dem Mauerbau geflohen sind, Straffreiheit zu
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9. September:
DDR-Rentner dürfen einmal im Jahr in den Westen zu
Verwandten reisen
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24. September: Das 2.
Passierscheinabkommen zwischen der DDR und dem Senat von
West-Berlin sieht erweiterte Besuchszeiten für West-Berliner in
Ost-Berlin vor
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1. Dezember:
DDR beginnt mit Mindestumtausch für alle Besucher aus dem
Ausland und West-Berlin
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4. Dezember: Gründung der "Stiftung Warentest" nach
einstimmigen Bundestagsbeschluss |
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27. Januar: Bundestag verabschiedet Hilfegesetz für
DDR-Flüchtlinge
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12. Februar: Bonn verabschiedet Gesetz für Ausländer - sie
erhalten mehr Rechte
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24. April: Bundeswehr erhält Truppenfahnen
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26. April: Bundesbank gibt die ersten 500 Mark-Noten aus
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18. Mai: Queen Elizabeth II. besucht die Bundesrepublik
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19. September:
CDU/CSU
gewinnen
Bundestagswahlen
mit 47,6% der Stimmen
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25. November: Passierscheinabkommen in
Berlin für Weihnachten und
Neujahr
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5. Dezember: Die rechtsradikale DRP löst sich auf |
die große Koalition zwischen CDU und SPD
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28. Januar: 46 Tote beim Absturz einer Convair der Deutschen
Lufthansa in Bremen
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7. Februar: Am Grenzübergang Staaken (Berlin)
wird ein Flüchtling von DDR-Grenzsoldaten erschossen
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28. Februar: DDR
beantragt Aufnahme in die Vereinten Nationen - abgelehnt
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9. Mai: DDR
nimmt erstes Atomkraftwerk in Betrieb
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19. Juli: Zweiter Senat des Bundesverfassungsgerichts
erklärt Parteifinanzierung aus Bundesmitteln für
verfassungswidrig - nur Erstattung der Wahlkampfkosten erlaubt
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1. Dezember:
Kurt
Georg Kiesinger (CDU) wird zum
Bundeskanzler der großen
Koalition gewählt |
Bei einer
Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien wird der
Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen
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6. Januar: Deutsche Bundesbank senkt Diskontsatz von 5 auf
4,5%, um den Konjunkturrückgang zu stoppen
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14. Februar: Erstes Treffen von Vertretern der
Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, des Bundeswirtschafts-
und Finanzministeriums, der Bundesbank und des
volkswirtschaftlichen Sachverständigenrats
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2. Juni: In West-Berlin kommt es zu Ausschreitungen bei
einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien. Auf
den Befehl des Berliner Polizeipräsidenten "Knüppel frei,
räumen" schlagen Polizisten wahllos auf Demonstranten und
Schaulustige vor der Deutschen Oper ein. In dem Tumult wird der
26jährige Student Benno Ohnesorg von einem Polizisten erschossen
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4. Juni: In
Niedersachsen zieht die NPD mit 10 Abgeordneten in den
Landtag ein
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14. Juni: Gesetz zur Förderung der Stabilität und des
Wachstums der Wirtschaft tritt in Kraft
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24. Juli: Parteiengesetz definiert die verfassungsrechtliche
Stellung und die Aufgaben der Parteien
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10. Dezember: Prof. Manfred Eigen aus Göttingen erhält den
Nobelpreis für Chemie |
Die große Koalition: Bundeskanzler Kiesinger und
Außenminister Brandt |
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1. Januar: Mehrwertsteuer von 10% ersetzt in der
Bundesrepublik das bisherige Umsatzsteuersystem
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9. April: Neue sozialistische Verfassung in der
DDR
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11. April: Studentenführer Rudi Dutschke wird bei einem
Attentat auf dem
Berliner
Kurfürstendamm lebensgefährlich verletzt
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30. Mai: Der Bundestag verabschiedet trotz heftiger Proteste
die Notstandsgesetze
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7. November: Auf dem
CDU-Parteitag
in West-Berlin ohrfeigt
Beate Klarsfeld
Bundeskanzler
Kurt-Georg Kiesinger
wegen seiner angeblichen Nazivergangenheit
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11. November: Der
Hamburger Fernsehturm wird eingeweiht |
Justizminister Heinemann und der SPD-Fraktionsvorsitzende
Schmidt während der Bundespräsidentenwahl im Berliner
Reichstagsgebäude |
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05. März: In West-Berlin wird der SPD-Politiker Gustav
Heinemann im dritten Wahlgang mit 512 Stimmen zum
Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Auf
den Kandidaten der CDU/CSU Gerhard Schröder entfallen 506
Stimmen
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29. April: VW-Tochter Autounion fusioniert mit NSU und wird
zu Audi
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12. Juni: Gesetz über 100% Lohnfortzahlung bis zu 6 Wochen
für Arbeiter im Krankheitsfall verabschiedet
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22. Juli: DDR-Fahne
und
DDR-Nationalhymne
werden in der Bundesrepublik bei Sportveranstaltungen geduldet
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28. September: Bundestagswahl:
CDU/CSU
46,1%,
SPD 42,7%,
FDP 5,8%
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24. Oktober: Die D-Mark wird um 8,5% aufgewertet
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8. November: Der erste deutsche Forschungssatellit "Azur"
startet in Kalifornien
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28. November: Der Botschafter der Bundesrepublik
unterzeichnet in Washington den Atomsperrvertrag |
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