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die Chronik Deutschlands: die 70er Jahre

 

1970
Kniefall Willy Brandts vor dem Denkmal für die Opfer des Warschauer Ghettoaufstandes
Kniefall Willy Brandts vor dem Denkmal für die Opfer des Warschauer Ghettoaufstandes

 

13. Januar: Brandstiftung im jüdischen Altersheim in München fordert 7 Tote
22. Januar: Bundeskanzler Willy Brandt schlägt der DDR-Regierung Verhandlungen über den Austausch von Gewaltverzichtserklärungen vor
27. Mai: Dritte Volkszählung: 60.650.599 Mio. Bundesbürger
6. August: Grundgesetzänderung: Das aktive Wahlalter wird von 21 auf 18 Jahre gesenkt
12. August: Der Moskauer Vertrag über Gewaltverzicht und Zusammenarbeit wird unterzeichnet
7. Dezember: Im Warschauer Vertrag wird die Normalisierung der Beziehungen zwischen Polen und der Bundesrepublik vereinbart
7. Dezember: Bundeskanzler Willy Brandt kniet in Warschau vor dem Ghetto-Denkmal

1971
Bundeskanzler Brandt erhält den Friedensnobelpreis
Bundeskanzler Brandt erhält den Friedensnobelpreis

 

24. Januar: Die ersten Spätaussiedler aus Polen treffen ein
12. Mai: Erster Datenschutzbeauftragter der Bundesrepublik in Hessen gewählt
24. Juni: Bundesgesetz zur Verminderung des Bleigehalts in Benzin tritt 1972 in Kraft
1. September: Bundesausbildungs-Förderungsgesetz (BAföG) für Schüler/Studenten tritt in Kraft
3. September: Unterzeichnung des Berlin-Abkommens durch die vier Siegermächte
4. November: Erste Organspenderausweise (in Hamburg)
10. Dezember: Bundeskanzler Willy Brandt erhält den Friedensnobelpreis

1972
Der Grundlagenvertrag zwischen der BRD  und der DDR
Der Grundlagenvertrag

 

 

 

27. April: Misstrauensvotum gegen Bundeskanzler Willy Brandt scheitert knapp
17. Mai: Bundestag ratifiziert Ost-Verträge
26. Mai: Verkehrsvertrag bringt Reiseerleichterung zwischen BRD und DDR
23. Juni: Wehrdienst in der Bundesrepublik von 18 auf 15 Monate verkürzt
26. August: Olympische Sommerspiele in München und Kiel eröffnet
22. September: Bundestag wird aufgelöst - vorzeitige Neuwahlen
19. November: Bundestagswahl: SPD 45,8%, CDU/CSU 44,9%, FDP 8,4%
21. Dezember: Der Bundesminister Egon Bahr und der Staatssekretär der DDR Michael Kohl unterzeichnen den Grundlagenvertrag: Darin wird die Anerkennung der Vier-Mächte-Verantwortung, die Unverletzlichkeit der Grenzen, die Beschränkung der Hoheitsgewalt auf das jeweilige Staatsgebiet, der Austausch "ständiger Vertreter", die Beibehaltung des innerdeutschen Handels und der Antrag beider Staaten auf Aufnahme in die UNO festgeschrieben

1973
 

1. Januar: Die Kriegsopferrenten steigen um 9,5%
12. Juni: Helmut Kohl wird CDU-Vorsitzender
29. Juni: Die D-Mark wird um 5,5% aufgewertet
18. September: Bundesrepublik und DDR in die UNO aufgenommen
1. Oktober: Bundeswehrhochschulen nehmen in München und Hamburg ihren Betrieb auf
15. November: DDR verdoppelt Mindestumtausch für Bundesbürger auf 20 Mark zum Kurs 1:1. Folge: 30% weniger Reisen
12. Dezember: Arbeitssicherheits-Gesetz tritt in Kraft
19. Dezember: DDR Bürger dürfen mit Devisen in "Intershops" einkaufen

1974
Helmut Schmidt erhält die Ernennungsurkunde zum Bundeskanzler

Helmut Schmidt wird zum Bundeskanzler ernannt

18. Januar: Der Bundestag verabschiedet das Immissionsschutz-Gesetz zur Luftreinhaltung
22. März: Der Bundestag senkt Volljährigkeit von 21 auf 18 Jahre (ab 1975)
6. Mai: Bundeskanzler Willy Brandt tritt zurück
7. Juli: Deutschland wird Fußballweltmeister
12. Dezember: Abkommen über Entsorgung von West-Müll in der DDR gegen Devisen
12. Dezember: Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge in der Bundesrepublik - ab 12 Jahren Betriebszugehörigkeit und einem Mindestalter von 35 Jahren

1975
 

10. Januar: Eröffnung des Hamburger Autobahn-Elbtunnels
16. März: Spike-Reifen in der Bundesrepublik verboten
7. Mai: Sonderabteilung "Terrorismus" im Bundeskriminalamt eingerichtet
8. Juni: Zugunglück bei München - 41 Tote
19. Juni: Neues Zivilgesetzbuch in der DDR löst Bürgerliches Gesetzbuch von 1896 ab
5. November:  Bundesverfassungsgericht: Abgeordneten-Bezüge (Diäten) müssen versteuert werden
31. Dezember: Kaufkraftverlust der Mark: 24% seit 1969

1976
Das 2. Kabinett von Kanzler Schmidt
Das 2. Kabinett von Kanzler Schmidt

 

3. Januar: Sturmflut an der Küste und in Hamburg, gewaltiger als 1962; erhöhte Deiche halten
23. April: Palast der Republik wird in Ost-Berlin eröffnet
18. Mai: Drucker und Setzer akzeptieren 6% mehr Lohn - nachdem wegen Streiks fast 2 Wochen lang keine Zeitungen mehr erschienen waren
22. Juni: Astronomen der Max-Planck-Gesellschaft entdecken Nachbar-Galaxie unserer Milchstraße
24. Juni: Volkskammer beschließt Senkung des passiven Wahlalters von 21 auf 18 Jahre
3. Oktober: SPD und FDP verlieren bei der Bundestagswahl Stimmen, aber Bundeskanzler Helmut Schmidt kann SPD/FDP Koalitionsregierung fortsetzen

1977
Der "Spiegel" über die Entführung von Hans-Martin Schleyer
Der "Spiegel" über die Entführung von Hans-Martin Schleyer

 

 

 

1. Januar: Gründung der Menschenrechtsgruppe "Charta 77" in der DDR
27. Mai: Gewissensprüfung für Wehrdienstverweigerer in der Bundesrepublik abgeschafft
8. Juni: Verleger Axel Springer erhält das große Bundesverdienstkreuz
5. September: Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hanns Martin Schleyer (1915-1977), wird in Köln von Terroristen entführt. Dabei werden Schleyers Fahrer und drei Sicherheitsbeamte erschossen. Die Entführer fordern die Freilassung von elf inhaftierten Terroristen, darunter Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan Carl Raspe
18. Dezember: Beginn des Imports von VW-Käfern aus Mexiko und Brasilien
21. Dezember: Arbeitslöhne in der Bundesrepublik erreichen Weltspitze: 18,50 pro Stunde (USA: 15,50; Frankreich 11,- Mark)
24. Dezember: Mehr als 15 Grad am Heiligabend in Hamburg und Berlin - wärmste Weihnachten seit über 100 Jahren

1978
 

27. Februar: Die US-Streitkräfte bestellen bei bundesdeutschen Firmen 8.641 Transportfahrzeuge für 100 Mio. Dollar
13. Juli: Die erste bundesdeutsche "grüne" Partei GAZ wird von Herbert Gruhl gegründet
7. August:
Hans Filbinger, Ministerpräsident Baden Württembergs, tritt zurück. Es gab Gerüchte, dass er als NSDAP-Mitglied Todesurteile beantragt bzw. gefällt hätte.
3. September: Schweres Erdbeben auf der schwäbischen Alb - 1.000 Menschen obdachlos
20. Dezember: Lebenslange Freiheitsstrafen können bei günstiger Sozialprognose nach 15 Jahren enden
20. Dezember: Regierungsbeschluss: Der achtwöchige Mutterschafts-Urlaub wird in der Bundesrepublik um vier Monate erweitert

1979
 

1. Januar: Mindesturlaub in der DDR steigt für alle Beschäftigten von 15 auf 18 Tage
20. März: Bundesgerichtshof: Wer im Auto nicht angeschnallt ist, hat verminderten Versicherungsschutz
23. Mai:
Karl Karstens (CDU) wird zum Bundespräsidenten gewählt.
2. Juli: CDU/CSU Bundestagsfraktion votiert für Franz Josef Strauß als Kanzlerkandidaten der Union
30. September: ZDF-Umfrage: 79% der Bundesbürger für die Wiedervereinigung - aber fast drei Viertel der Befragten glauben nicht, dass sie in den nächsten 30 Jahren kommt
3. November: Programmkongress der Grünen Listen beschließt, sich als Bundespartei "Die Grünen" zu nennen

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