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Politik
Chronik Jahr 2006
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die Chronik Deutschlands: Jahr 2006 |
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1. Januar: Österreich übernimmt den Ratsvorsitz der
Europäischen Union (EU).
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2. Januar: Im bayerischen Bad Reichenhall stürzt nach
heftigem Schneefall das Dach einer Eis- und Schwimmhalle
ein. 15 Menschen sterben, 34 werden teilweise schwer
verletzt. Die meisten Unfallopfer sind Kinder und
Jugendliche.
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4. Januar: Der israelische Ministerpräsident Ariel
Sharon erleidet einen schweren Schlaganfall und liegt nach
einer Notoperation im künstlichen Koma. Sein Stellvertreter
Ehud Olmert übernimmt bis zu den Knessetwahlen am
28. März die Regierungsgeschäfte.
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5. Januar: In der Türkei sterben zwei Kinder an der
Vogelgrippe. Die Behörden ordnen die vorsorgliche Tötung
jeglichen Hausgeflügels an.
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7. Januar: Der österreichische Bergsteiger Heinrich
Harrer (geb.1912) stirbt in Friesach/Kärnten. Harrer war
insbesondere durch seine Erstbesteigung der Eiger-Nordwand
1938 sowie durch seine Freundschaft mit dem Dalai Lama
(geb.1935) bekannt geworden.
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10. Januar: Der Iran nimmt trotz internationaler Proteste
sein umstrittenes Atomforschungsprogramm wieder auf.
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12. Januar: Bundeskanzlerin
Angela Merkel
(CDU) macht ihren
Antrittsbesuch in den USA und trifft mit dem amerikanischen
Präsidenten George W. Bush zusammen.
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13. Januar: Bei einem amerikanischen Luftangriff auf
ein Dorf im Norden Pakistans werden mindestens 18 Menschen
getötet, darunter mehrere Frauen und Kinder.
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15. Januar: Die NASA-Sonde "Stardust" kehrt nach sieben
Jahren von ihrer Weltraummission zur Erde zurück. Sie bringt
erstmals Staub eines Kometen mit, der Aufschluss über die
Entstehung des Sonnensystems geben soll.
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16. Januar: Erstes offizielles Treffen von
Bundeskanzlerin Merkel mit dem russischen Präsidenten
Wladimir W. Putin in Moskau.
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22. Januar: Bei der Präsidentschaftswahl in Portugal
erhält der konservative Kandidat Aníbal Antonio Cavaco Silva die absolute Mehrheit. Silva war von 1985 bis
1995 Premierminister seines Landes.
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23. Januar: Bei einem Zugunglück in der Nähe der
montenegrinischen Hauptstadt Podgorica sterben 45
Menschen,198 werden verletzt.
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25. Januar:
Papst
Benedikt XVI. veröffentlicht seine erste Enzyklika "Deus
Caritas Est". In diesem Lehrschreiben betont er die
Bedeutung des christlichen Glaubens für die Welt im 21.
Jahrhundert.
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27. Januar:
Johannes Rau, von 1978 bis 1998 Ministerpräsident des
Landes Nordrhein-Westfalen und
Bundespräsident von 1999 bis 2004, stirbt nach langer
Krankheit im Alter von 75 Jahren. Deutschland nimmt mit
einem Trauergottesdienst und einem Staatsakt im Berliner Dom
Abschied von Rau.
Anlässlich des 250. Geburtstages von Wolfgang Amadeus Mozart
(1756-1791) wird in Augsburg das Mozartjahr mit einem
Festakt eröffnet.
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1. Februar: Zwölf Karrikaturen des islamischen Propheten
Mohammed, die im September 2005 in einer dänischen Zeitung
veröffentlicht wurden, führen in vielen muslimischen Ländern
zu starken antidänischen Demonstrationen und gewaltsamen
Protesten.
Das Bundeskabinett beschließt, das Renteneintrittsalter bis
zum Jahr 2029 von 65 auf 67 Jahre anzuheben.
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2. Februar: Rudi Carell, Quizmaster und
Entertainer, wird bei der Verleihung der Goldenen Kamera in
Berlin für sein Lebenswerk geehrt. Am 7.7. erliegt Carell in
einer Bremer Klinik einem Krebsleiden.
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3. Februar: Eine mit 1.400 Passagieren besetzte
ägyptische Fähre sinkt im Roten Meer. 293 Menschen überleben
das Unglück. Über 1.000 Menschen werden tot geborgen oder
gelten als vermisst.
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6. Februar: In Baden-Württemberg beginnt der erste Streik
im öffentlichen Dienst seit 14 Jahren.
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7. Februar: In Sonthofen beginnt der Prozess gegen den
so genannten "Todespfleger". Durch seine Hand starben in
einem Sonthofener Krankenhaus 29 Patienten.
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10. Februar: In Turin werden die 20. Olympischen
Winterspiele eröffnet. 2.500 Sportler aus 80 Ländern kämpfen
in 84 Wettbewerben um die Medaillen.
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14. Februar: Auf der Ostsee-Insel Rügen wird bei zwei
toten Schwänen das Vogelgrippevirus H5N1 entdeckt. Bis
Anfang März werden in sechs Bundesländern weitere
Infektionen registriert.
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15. Februar: Die vom früheren Bundesinnenminister
Otto
Schily (SPD) initiierte Ermächtigung, Flugzeuge, die als
Waffe eingesetzt werden, notfalls abzuschießen, wird vom
Bundesverfassungsgericht für grundgesetzwidrig erklärt.
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17. Februar: Ein durch starke Regenfälle verursachter
Erdrutsch begräbt das Dorf Guinsaugon auf den Philippinen
unter meterhohen Schlammmassen. Fast alle der 1.800
Dorfbewohner kommen ums Leben.
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23. Februar: In Moskau stürzt eine große Markthalle ein.
Mindestens 56 Menschen sterben.
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26. Februar: In Turin werden die XX. Olympischen
Winterspiele mit einer Abschlussveranstaltung beendet.
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1. März: Die USA und Indien schließen einen
Atomvertrag: Indien erhält vollen Zugang zur amerikanischen
Nukleartechnologie und gestattet im Gegenzug die Überprüfung
seiner Atomkraftwerke durch internationale Behörden.
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2. März: Die Kultusministerkonferenz der Länder
stimmt den Empfehlungen des Rates für deutsche
Rechtschreibung zur Reform der Rechtschreibreform zu. Die
neuen Regeln sollen ab dem 1. August an allen Schulen
gelten.
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16. März: An einigen deutschen Universitätskliniken
beginnen Ärztestreiks. Die Mediziner fordern bessere
Arbeitsbedingungen und 30 Prozent höhere Einkommen.
Nordrhein-Westfalen beschließt nach Baden-Württemberg und
Niedersachsen als drittes Bundesland die Einführung von
Studiengebühren ab dem Wintersemester 2006/2007.
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26. März: In Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und
Sachsen-Anhalt finden Landtagswahlen statt. In
Rheinland-Pfalz erreicht die
SPD unter Ministerpräsident
Kurt Beck (geb.1949) mit 45,6 Prozent die absolute Mehrheit.
Die
CDU kommt auf 32,8 Prozent und die
FDP auf 8 Prozent.
Bündnis90/Die Grünen schaffen mit nur 4,6 Prozent den Einzug
in den neuen Landtag nicht mehr.
In
Baden-Württemberg können die
CDU (44,2 Prozent) unter
Ministerpräsident Günther Oettinger (geb.1953) und die FDP
(10,7 Prozent) ihre Regierungskoalition fortsetzen. Die
SPD
erreicht 25,2 und
Bündnis90/Die Grünen 11,7 Prozent der
Wählerstimmen.
In
Sachsen-Anhalt bleibt die
CDU
unter Ministerpräsident Wolfgang Böhmer mit 35,6 Prozent stärkste Partei
und bildet mit der
SPD (23,4 Prozent) eine Koalition. Die
bislang mitregierende
FDP muss starke Verluste hinnehmen und
erreicht nur 7,6 Prozent. Die Linkspartei.PDS erzielt 25,2
Prozent,
Bündnis90/Die Grünen 4,4 Prozent der Stimmen.
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28. März: Ein Tornado richtet in Hamburg schwere
Schäden an, zwei Menschen sterben.
Durch starke Regenfälle und Tauwetter kommt es in weiten
Teilen Deutschlands, Mittel-, Ost- und Südosteuropas zu
Überschwemmungen.
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31. März: Im Iran fordert ein schweres Erdbeben mehr
als 70 Tote und über 1.200 Verletzte.
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1. April: Die Parteibasis der "Wahlalternative Arbeit
und soziale Gerechigkeit" (WASG) votiert in einer
Urabstimmung mit 78,3 Prozent für eine Fusion mit "Die Linke.PDS" bis 2007.
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10. April: Der
SPD-Vorsitzende Matthias Platzeck
(geb.1953) tritt aus gesundheitlichen Gründen nach nur fünf
Monaten von seinem Amt zurück.
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11. April: Die europäische Raumsonde "Venus Express"
erreicht nach fünfmonatiger Reise die Umlaufbahn der Venus.
Hauptziel der 220 Millionen Euro teuren Mission ist die
Erforschung der Atmosphäre dieses Planeten, um Erkenntnisse
für die Entwicklung des Klimas auf der Erde zu gewinnen.
Die EU-Jury wählt Essen neben Pécs/Ungarn und
Istanbul/Türkei zur europäischen Kulturhauptstadt 2010.
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24. April: Bei einem Bombenanschlag im ägyptischen
Badeort Dahab auf der Sinai-Halbinsel sterben 24 Menschen,
mehr als 80 werden verletzt.
Bundeskanzlerin
Merkel und Indiens Premierminister Manmohan
Singh eröffnen die Hannover Messe. Indien ist in diesem Jahr
Partnerland der Messe.
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3. Mai: Zacarias Moussaoui, angeklagt
wegen der Terroranschläge vom 11. September 2001, wird vom
Bezirksgericht in Alexandria/Virginia, zu einer lebenslangen
Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt.
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6. Mai: Der FC Bayern München erringt durch ein 1:1
gegen den 1. FC Kaiserslautern vorzeitig die deutsche
Fußballmeisterschaft und sichert sich somit zum 20. Mal
diesen Titel.
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14. Mai: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident
Kurt Beck wird mit 95 Prozent der Delegiertenstimmen zum
neuen Vorsitzenden der
SPD gewählt.
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19. Mai: Nach mehr als drei Monaten endet der
bislang längste Arbeitskampf im Öffentlichen Dienst. Die
Gewerkschaft ver.di und die Tarifgemeinschaft deutscher
Länder einigen sich auf einen neuen Tarifvertrag für die
rund 800.000 Beschäftigten mit Kompromissen zur Arbeitszeit
und zu Sonderzuwendungen.
Der Bundestag verabschiedet das Haushaltsbegleitgesetz, das
eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent, die
Kürzung von Sparerfreibetrag und Pendlerpauschale sowie die
Erhebung einer so genannten Reichensteuer ab 2007 vorsieht.
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20. Mai: Fertigstellung des
Drei-Schluchten-Staudamms in China. Für die weltweit größte
Wasserkraft-Anlage wurden eineinhalb Millionen Menschen
umgesiedelt.
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21. Mai: Die Bevölkerung Montenegros entscheidet
sich in einer Volksabstimmung für die Unabhängigkeit vom
Staatenbund mit Serbien. Am 3.6. wird die Unabhängigkeit
durch das Parlament bestätigt und ausgerufen.
27. Mai: Die indonesische Insel Java wird von einen
Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala erschüttert.
Über 6.000 Menschen sterben, mehr als 130.000 werden
obdachlos.
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31. Mai: Die Agentur für Arbeit gibt bekannt, dass
im Mai die Zahl der Erwerbslosen um eine Viertelmillion auf
unter 5,3 Millionen gesunken ist. Dies ist der stärkste
Rückgang in diesem Monat seit 1990.
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8. Juni: Der meistgesuchte Terrorist im Irak, Abu
Mussab al-Sarkawi, wird bei einem US-Luftangriff nördlich
von Bagdad getötet.
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9. Juni: In München findet die
Eröffnungsveranstaltung zur
Fußballweltmeisterschaft
2006 statt.
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13. Juni: Bei Anschlägen im Norden Afghanistans
werden zwei deutsche Soldaten der Internationalen
Schutztruppe (ISAF) verletzt.
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29. Juni: Der
Bundestag verabschiedet das
Verbraucherinformationsgesetz und das Allgemeine
Gleichbehandlungsgesetz.
Das Oberste Gericht der USA erklärt die von der US-Regierung
eingerichteten Militärtribunale für die Häftlinge im
Gefangenenlager Guantánamo für verfassungswidrig.
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30. Juni: Der
Bundestag beschließt mit
Zweidrittelmehrheit die Reform zur Neuordnung des
Föderalismus. |





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1. Juli: Die Ratspräsidentschaft der EU geht
turnusgemäß von Österreich auf Finnland über.
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3. Juli:
CDU/CSU und
SPD einigen sich auf einen
Kompromiss bei der Gesundheitsreform. Ein wesentlicher
Eckpunkt ist die Anhebung der Beitragssätze der gesetzlichen
Krankenkassen um ca. 0,5 Prozentpunkte, Steuererhöhungen
werden ausgeschlossen.
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4. Juli: Bei einem schweren U-Bahn-Unglück in
Valencia/Spanien sterben 35 Menschen, mehr als 47 werden
verletzt.
Die US-Raumfähre "Discovery" startet zur Internationalen
Raumstation (ISS). Der Astronaut Thomas Reiter
ist als erster Deutscher an Bord.
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5. Juli: Nordkorea löst durch eine Serie von
Raketenversuchen scharfe internationale Proteste aus.
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7. Juli: Der Bundesrat stimmt mit den Stimmen von 14
Ländern für die Föderalismusreform. Schleswig-Holstein
enthält sich, Mecklenburg-Vorpommern stimmt gegen die
Grundgesetzänderung.
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9. Juli: Ein Airbus 310 der russischen Fluglinie
Sibir stürzt bei der Landung in der sibirischen Stadt
Irkutsk in eine Wartungshalle. Mehr als 120 Insassen
sterben, 58 Personen werden verletzt.
Die italienische Mannschaft besiegt mit 6:4 Frankreich und
wird damit zum vierten Mal Fußballweltmeister. Deutschland
belegte am Vortag mit einem 3:1 Sieg gegen Portugal den 3.
Platz.
(Fußball-WM
2006)
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10. Juli: Russische Spezialeinheiten töten den
tschetschenischen Terroristenführer Schamil Bassajew
(geb.1965). Er gilt als Hauptverantwortlicher der blutigen
Geiselnahmen in einem Moskauer Theater im Oktober 2002 und
in einer Schule in Beslan im September 2004.
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11. Juli: UN-Generalsekretär
Kofi Annan eröffnet in Bonn den neuen Campus der Vereinten
Nationen (UN).
Bei einer Anschlagserie auf den Nahverkehr der indischen
Metropole Bombay sterben mehr als 185 Menschen, ca. 800
werden verletzt.
Der Kölner Dom bleibt Weltkulturerbe und wird von der Liste
der gefährdeten Denkmäler gestrichen. Der geplante Neubau
von Hochhäusern, die die Sicht auf das Bauwerk erheblich
beeinträchtigt hätten, wurde ausgesetzt.
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12. Juli: Israel greift mit Boden- und Lufttruppen
den Süden Libanons an, nachdem zwei israelische Soldaten von
der radikal-islamischen Hisbollah entführt wurden. Im
Verlauf der erst14. August mit einem Waffenstillstand
endenden Kämpfe sterben mehr als 1.200 Libanesen und mehr
als 120 Israelis.
Der amerikanische Präsident George W. Bush trifft bei seinem
Deutschlandbesuch Bundeskanzlerin Merkel in ihrem Wahlkreis
in Mecklenburg-Vorpommern.
Jürgen Klinsmann tritt als Trainer der
Fußball-Nationalmannschaft zurück. Nachfolger wird sein
Assistent Joachim Löw.
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13. Juli: Das Weltkulturerbe-Komitee der UNESCO erklärt
die mittelalterliche Regensburger Altstadt zur
Weltkulturerbestätte.
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15. Juli: In St. Petersburg beginnt das dreitägige
Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der
G-8-Staaten. Zentrale Themen sind der Libanonkrieg und die
Atomkonflikte mit Nordkorea und dem Iran.
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17. Juli: Nach einem schweren Erdbeben an der
Südküste Indonesiens reißt eine Flutwelle mehr als 600
Menschen in den Tod. Mehr als 54.000 Menschen werden
obdachlos. Es ist die vierte große Natur-Katastrophe in dem
asiatischen Land innerhalb von 18 Monaten.
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23. Juli: Der Amerikaner Floyd Landis siegt bei der 93. Tour de France. Bester Deutscher wird
Andreas Klöden auf Platz drei. Einige Tage später
erweist sich eine Doping-Probe von Landis als positiv.
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25. Juli: Bei einem israelischen Luftangriff werden
im Südlibanon vier Blauhelmsoldaten getötet. Eine
Verurteilung Israels durch den UN-Sicherheitsrat kommt wegen
des Vetos der USA nicht zustande.
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31. Juli: Unter Führung der NATO übernimmt die
internationale Schutztruppe (ISAF) im Süden Afghanistans das
Kommando von den amerikanischen Streitkräften.
In Dortmund und Koblenz werden in zwei Regionalzügen
Bomben entdeckt, die aufgrund eines technischen Fehlers
nicht explodierten. Die Bundesanwaltschaft übernimmt die
Ermittlungen. Knapp drei Wochen später wird ein
Tatverdächtiger in Kiel gefasst, der zweite stellt sich
wenige Tage später im Libanon.
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1. August: Der kubanische Staats- und Parteichef Fidel
Castro übergibt seine Ämter aus gesundheitlichen
Gründen vorübergehend an seinen jüngeren Bruder Raúl.
Die Rechtschreibreform tritt in Deutschland verbindlich in
Kraft.
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6. August: In Budapest/Ungarn gehen die 28.
Schwimm-Europameisterschaften zu Ende. Deutschland erreicht
im Medaillenspiegel mit zwölf Gold-, zehn Silber- und fünf
Bronzemedaillen Rang zwei.
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10. August: In London vereitelt die britische Polizei
eine Serie von Bombenanschlägen radikaler Islamisten auf
Flugzeuge mit dem Ziel USA. Die Sicherheitsmaßnahmen im
Luftverkehr werden daraufhin in Europa und in den USA
verschärft.
An der ostchinesischen Küste fordert ein schwerer Taifun
mehr als 400 Menschenleben.
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11. August:
Günter Grass, Literaturnobelpreisträger von 1999,
gesteht in seiner Autobiografie ein, in den letzten beiden
Kriegsjahren Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein.
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19. August: Aufdeckung eines Giftmüllskandals: In
Abidijan/Elfenbeinküste wurden tausende Tonnen hochgiftigen
Mülls einer niederländischen Firma auf verschiedenen
Mülldeponien in den Armenvierteln gelagert. Zehn Menschen
sterben, mehr als 10.000 erkranken. Erst zwei Monate später
werden die Giftmüllbehälter durch eine Spezialfirma nach
Europa gebracht und fachgerecht entsorgt.
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21. August: In Bagdad beginnt der zweite Prozess gegen
den gestürzten Diktator Saddam Hussein.
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22. August: Bei dem Absturz einer Tupolev 154 in der
Ukraine kommen 170 Menschen ums Leben. Als Unglücksursache
wird ein Blitzeinschlag vermutet.
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23. August: In Österreich gelingt der 18jährigen
Natascha Kampusch nach acht Jahren Gefangenschaft die
Flucht. Ihr Entführer begeht am gleichen Tag Selbstmord.
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24. August: Die Internationale Astronomische Union (IAU)
erkennt "Pluto" mangels Masse den Status eines Planeten ab.
Somit existieren im Sonnensystem nur noch acht Planeten.
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10. September: Start der US-Raumfähre "Atlantis" zur
Internationalen Raumstation (ISS). An Bord befindet sich die
erste "Weltraumtouristin", die Amerikanerin Anousheh Ansari.
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14. September:
Bei den Landtagswahlen in
Mecklenburg-Vorpommern erreicht
die SPD 30,2 Prozent der Wählerstimmen. Die
CDU erhält 28,8,
die Linkspartei.PDS 16,8 Prozent. Die
FDP zieht mit 9,6 Prozent und die
NPD mit 7,3 Prozent erstmals in den Schweriner Landtag
ein. Bündnis90/Die Grünen erreichen 3,4 Prozent der Stimmen.
Unter dem bisherigen Ministerpräsidenten Harald Ringstorff
(geb.1939) wird eine Regierungskoalition aus SPD und
CDU
gebildet.
Bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus kann die SPD
mit 30,8 Prozent ihre Führung ausbauen. Auf die
CDU entfallen 21,3, Die Linkspartei.PDS 13,4, Bündnis90/Die
Grünen 13,1 und die FDP 7,6 Prozent der Wählerstimmen.
Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit
setzt die Koalition mit der Linkspartei.PDS fort.
Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft erringt nach einem
4:3-Finalerfolg gegen Olympiasieger Australien den
Weltmeistertitel.
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19. September: Bei einem Militärputsch in Thailand wird
der umstrittene Ministerpräsident Thaksin Shinawatra
abgesetzt.
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20. September: Der Bundestag beschließt mit einer Mehrheit
von 442 Stimmen den Einsatz bewaffneter deutscher Soldaten
im Nahen Osten im Rahmen der UNIFIL (United Nations Interim
Forces in Lebanon)-Mission der UNO. Bis zu 2.400
Marinesoldaten sollen zur Aufklärung und Überwachung des
Seegebietes vor der libanesischen Küste eingesetzt werden.
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22. September: Auf der Transrapid-Teststrecke bei Lathen/Niedersachsen
rammt ein Zug mit rund 170 Stundenkilometern einen
Werkstattwagen. Bei dem schwersten Unfall in der Geschichte
der Magnet-Schwebebahn sterben 23 Menschen, zehn werden
verletzt. |
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5. Oktober: Der Industrielle und Milliardär Karl Flick
stirbt nach langer Krankheit in Österreich. Flick
war Anfang der 1980er Jahre in einen der größten
Politskandale der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte
verwickelt.
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6. Oktober: Der Biologe und Tierfilmer Heinz Sielmann stirbt in München.
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14. Oktober: Der UNO-Sicherheitsrat verhängt wegen
eines Atomwaffentests Sanktionen gegen Nordkorea.
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15. Oktober: Die deutsche Marine übernimmt das Kommando
des UNO-Friedenseinsatzes vor der libanesischen Küste.
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22. Oktober:
Michael Schumacher, erfolgreichster Formel-Eins-Pilot
aller Zeiten, beendet nach 16 Jahren seine
Karriere als Rennfahrer.
Der Renault-Fahrer Fernando Alonso gewinnt die
Formel-Eins-Weltmeisterschaft 2006.
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25. Oktober: Die Veröffentlichung von Fotografien, auf
denen Bundeswehrsoldaten in Afghanistan in obszöner Weise
mit Totenschädeln posieren, führt zu Empörung und starken
öffentlichen Protesten. Gegen die beteiligten Soldaten
werden Ermittlungen eingeleitet.
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29. Oktober: Beim Absturz eines Passagierflugzeugs in
Nigeria sterben mehr als 100 Menschen.
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5. November: In Bagdad wird der ehemalige irakische
Präsident Saddam Hussein zum Tode durch den
Strang verurteilt. Hussein wird am 30.12. hingerichtet.
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9. November: In München wird mit einem Festakt die neue
Hauptsynagoge "Zelt Jakobs" eröffnet. Der Bau ist Teil eines
jüdischen Zentrums mit Museum und Gemeindeeinrichtungen,
dessen Fertigstellung 2007 geplant ist.
Der ehemalige DDR-Geheimdienstchef
Markus Wolf stirbt in Berlin.
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12. November: In der Justizvollzugsanstalt Siegburg wird
ein 20jähriger Häftling von Mitgefangenen gefoltert und zum
Selbstmord gezwungen.
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16. November: Der Bundesgerichtshof spricht den
Marrokaner Mounir el-Motassadeq, der wegen der Anschläge vom
11. September 2001 angeklagt wurde, der Beihilfe zum Mord in
246 Fällen für schuldig.
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20. November: In der Geschwister-Scholl-Realschule in
Emsdetten/Nordrhein-Westfalen stürmt ein 18jähriger Schüler
bewaffnet auf den Schulhof, verletzt mehrere Personen und
tötet sich selbst.
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27. November:
Bundeskanzlerin
Merkel wird in Dresden mit 93
Prozent der Stimmen zum dritten Mal zur
CDU-Bundesvorsitzenden gewählt.
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28. November: Papst Benedikt XVI. beginnt unter starken
Sicherheitsvorkehrungen einen viertägigen Besuch in der
Türkei.
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30. November: Ein Taifun löst auf den Philippinen
schwere Schlammlawinen aus vulkanischem Geröll aus. Mehr als
1.000 Menschen sterben.
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5. Dezember: Militärputsch auf den Fidschi-Inseln. Trotz
internationaler Proteste ernennt sich Armeechef Voreqe
Bainimarama zum Präsidenten und verhängt das
Ausnahmerecht. Einen Monat später gibt er die Macht wieder
an den rechtmäßigen Präsidenten Ratu Josefa Iloilo ab.
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10. Dezember: Im Bundesstaat Victoria/Australien
vernichten verheerende Brände mehr als 210.000 Hektar Wald
und Buschland.
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18. Dezember: Der amerikanische Zeichentrickpionier
Joseph Barbera (geb.1911), Schöpfer von "Tom und Jerry",
"Die Jetsons" und "Familie Feuerstein", stirbt.
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25. Dezember: Die Soul-Legende James Brown,
Begründer von Rap, Funk und Disco, erliegt in
Atlanta/Georgia einem Herzversagen.
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26. Dezember: Der ehemalige US-Präsident Gerald Ford
(geb.1913) stirbt in Rancho Mirage/Kalifornien.
Zwei Jahre nach dem verheerenden Tsunami in Südostasien
gedenken die Menschen in den betroffenen Staaten mit
zahlreichen Gedenkfeiern der mehr als 230.000 Toten.
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30. Dezember: Die bewaffnete baskische Untergrundorganisation (ETA) bricht
mit dem Sprengstoffanschlag auf ein Parkhaus des Madrider
Flughafens Barajas einen neunmonatigen Waffenstillstand.
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