Computerwissen

Sie sind Hier: Startseite Betriebssysteme Linux/Unix   allgemein

Linux Allgemein:

der Linix-Pingiun - Linux-Logo Linux ist ein frei kopierbares 32-Bit UNIX Betriebssystem für PC's mit einem 80386 (oder besser) kompatiblen Prozessor und Macintosh.. Das 1991 aus einem Freizeit-Projekt von dem damals 21-jährigen Linus Thorvald initiierte Projekt , der schon in einem frühen Entwicklungsstadium des Betriebssystems, den Quellcode allgemein verfügbar machte und so mit einem engen Kreis von enthusiastischen Programmierern die Grundversion eines UNIX-Betriebssystemkerns entwickelte. Linus Thorvald arbeitet auch heute noch aktiv mit. Er gibt die neuen Kernel Versionen für die Veröffentlichung frei. Linus Torvalds hat für Linux 2.0 den Linux Pinguin Tux als offizielles Maskottchen gewählt. Der Schöpfer des knuddeligen Pinguins Larry Ewing hat diesen Sympathieträger mit dem Mal- und Zeichenprogramm GIMP geschaffen und sein Werk der Linux Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt

Eigentlich ist "Linux" nur der Betriebssystem Kernel. Linux wird heute von knapp 10 Millionen Anwendern auf fast 8 Millionen Rechner weltweit genutzt. Da Linux vor allem über das Internet entwickelt wurde und wird ist es kaum verwunderlich das gerade auf der Netzwerkseite ausgeprägte Stärken von diesem Operatingsystem zu finden sind. Das komplette Linux System wird inzwischen von einer großen Anzahl an freiwilligen Programmierern zeitversetzt 24 Stunden am Tag rund um den Erdball in seiner Entwicklung vorangetrieben. Abgesehen von seinen Fähigkeiten hebt sich Linux schon durch sein Konzept ab, nach dem es entwickelt wird. Linux ist frei. Entsprechend der Lizenz, der GPL, darf Linux ohne Lizenzgebühren weitervertrieben werden, wenn gleichzeitig der Quellcode für jedermann verfügbar gehalten wird. Das hat seit der Entstehung von Linux den Effekt, das es frei von firmenpolitischen Interessen weiterentwickelt wird und sich mehr an den Bedürfnissen seiner Benutzer orientiert als viele andere kommerzielle Betriebssysteme. Jeder kann sich mit in die Entwicklung einbringen und neue Fähigkeiten basierend auf dem frei verfügbaren Quellcode in das System implementieren. Daher ist Linux in der Unterstützung internationaler Standards einzigartig. Fehler, die bei der Entwicklung jedes Betriebssystems entstehen, werden zum Teil innerhalb von 24 Stunden bereinigt.

Merkmale:

  • Multitasking
  • Multithreading
  • Symmetric Multiprocessing
  • Multi User
  • IPC (Inter Process Communication)
  • kostengünstig
  • Stabilität
  • Datensicherheit
  • Einblick in den Quellencode
  • Transparentes System
Linux Geschichte:
1991:
Der 21 jährige Student Linus Benedict Torvalds aus Finnland beschließt, ein auf Minix basierendes OS für AT-368-Computer zu schreiben. Er postet am 1. August in der Newsgroup comp.os.minux folgenden Eintrag:

"...As I mentioned a month ago, I'm working on a free version of a Minix-look-alike for AT-386 computers. It has finally reached the stage where it's even usable (though may not be, depending on what you want), and I am willing to put out the sources for wider distribution. It is just version 0.02...but I've successfully run bash, gcc, gnu-makee, gnu-sed, compress, etc. under it." (linux.com)

1992:
Linus Torvalds verteilte die Version 0.12 per anonymous FTP im Internet, was zu einem sprunghaften Anstieg der Testerzahl führte. Da dieser Anstieg so groß wurde, dass die nötige Kommunikation nicht mehr per Email zu bewältigen war, wurde in den Usenet News die Gruppe alt.os.linux ins Leben gerufen. Dies hatte zur Folge, daß eine explosionsartige Weiterentwicklung des Systemes in ganzen Internet stattfand und von Linux Torvalds koordiniert wurde.

1993:
Es arbeiten bereits über 100 Programmierer am Linux-Code mit. Durch Anpassung des Linuxkernels an die GNU Umgebung der Free Software Foundation (FSF) im Jahre 1993 wuchsen die Möglichkeiten von Linux erneut stark an, da man nun auf eine große Sammlung an vorhandener Software und Tools zurückgreifen konnte die unter Linux liefen.

1994:
Mit der ersten stabielen Linux Version wurde der Kernel netzwerkfähig und die User-Zahl steigt auf 100.000 an. Ein wichtiger Schritt geschah 1994 war auch die Adaption eines Graphical User Interfaces (GUI). Diese wurde von einer weiteren non-profit Gruppe, dem Xfree86 Projekt, beigesteuert.
Linus Torvalds stelle nun den Quelltext des Linuxkernels offiziell unter die GPL. Somit war die freie Existens von Linux gesichert.

1995:
Linux wird auf die Plattformen Intel (i386) , Digital (DEC) und Sun Sparc portiert. Das Linux kann sich nun mit vollem Schwung auf den vielen Plattformen ausbreiten.

1996:
Mit der neuen Version 2.0 des Linux-Kernels können nun mehrere Prozessoren gleichzeitig angesteuert werden. Linux verliert langsam seinen Bastlerstatus und wir zu einer ernst zu nehmenden Alternative für Firmen.

1997:
Nun erscheinen wöchentlich neue, aktualisierte Linux Kernel Versionen. Verschiedene namhafte Firmen beginnen ihre Software auf Linux zu portieren. Netscape ihren Webbrowser, Applixware ihre Office Anwendung und die Software AG Ihre Datenbank Adabas D. Damit gibt es immer mehr professionelle Software Packete für Linux.

1998:
1998 wird das X-Windowmanager Projekt mit dem Namen KDE gestartet. Es arbeiten etwa 10.000 Programmierer am Quellcode dieser heute meist verbreiten Desktopumgebung.

Kernel Versionen Zeitlinie:
- September 1991: Ver. 0.01
- Oktober 1991: Ver. 0.02
- Oktober 1991: Ver. 0.03
- November 1991: Ver. 0.10
- Dezember 1991: Ver. 0.11
- Januar 1992: Ver. 0.12
- März 1992: Ver. 0.95
- April 1992: Ver. 0.96
- Oktober 1992: Ver. 0.98.2
- Oktober 1992: Ver. 0.98.3
- Dezember 1993: Ver. 0.99.14
- März 1994: Ver. 1.00
- April 1994: Ver. 1.10
- März 1995: Ver. 1.20
- Juni 1995: Ver. 1.30
- Juni 1996: Ver. 2.00
- September 1996: Ver. 2.10
- April 1997: Ver. 2.1.35
- März 1998: Ver. 2.1.90
- Januar 1999: Ver. 2.20
- Mai 1999: Ver. 2.30
- Januar 2001 Ver. 2.4

Links:

verschiedene Unix / Linux - Versionen:

LINUX:

UNIX-Variante, die von dem Finnen Linus Torvalds initiiert wurde und inzwischen von sehr vielen begeisterten Programmierern weiterentwickelt wird. Linux wird als GPL (General Public License) vertrieben - d.h.: nur der Vertrieb selber kostet Geld, die eigentliche Lizenz des Betriebssystems bzw. der Software ist kostenlos.

In Fachkreisen wird Linux als das stabilste und flexibelste Betriebssystem für PCs und Server mit dem besten Preis-/Leistungs-Verhältnis und dem größten Entwicklungspotential gelobt. Im Gegensatz zu herkömmlicher Software hat der Anwender bei Open Source-Software oftmals die Option, sie individuell zu verändern und willkürlich weiterzugeben, mit der Bedingung, stets den Quellcode zugänglich zu machen. Und dabei ist sie auch noch sehr kostengünstig.

LDPS:

Abkürzung für "Linux Development Platform Specification"

• Mit LDPS wurde ein erster einheitlicher Standard für Software-Entwicklungen für die Linux-Plattform geschaffen. Die LDPS wird von Unternehmen wie Caldera Systems, Corel, Red Hat, SuSE, TurboLinux und VA Linux Systems unterstützt. Der Standard soll es Software-Entwicklern ermöglichen, ihre Software schneller Distributions-übergreifend zu portieren.

"LDPS ist die erste von vielen geplanten Spezifikationen die sowohl Open Source-Entwicklern als auch Unternehmen Linux-Portierungen erleichtern soll", erläuterte Dan Quinlan, President der Free Standards Group. Die Referenz der LDPS vereinfache den gesamten Software-Entwicklungsprozess.

 Multics / Unics:

1969 wurde bei Bell Laboratories an einem neuen Betriebssystem gearbeitet. Es enthielt u.a. ein aus damaliger Sicht revolutionäres "hierariches Dateisystem" - also eine baumartige Verzeichnis-Struktur wie sie 1983 auch in der MS-DOS-Welt eingeführt wurde. Dieses System sollte den Namen Multics bekommen.

Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt war Bell Laboratories allerdings finanziell in Bedrängnis. Um das Unternehmen zu retten, wurden branchenfremde Manager eingestellt, die das Multics-Projekt stoppten.

Ken Thompson. einer der Multics-Entwickler konnte es nicht ertragen, dass dieses vielversprechende Projekt gestoppt worden war, und implementierte ein Multics-artiges System auf einer DEC PDP 7. Dieses System taufte er auf den Namen Unics - in Anlehnung an das Vorbild Multics. Später wurde der Name von "Unics" in "Unix" umgetauft:

Solaris:

Sun-Version des Betriebssystems Unix

• ab der Version 7 von 1998 / 1999 mit 64-bit-Adressierungen.

Solaris läuft auf dem Sparc-Mikroprozessor von Sun sowie auf Servern mit Prozessoren von INTEL. Ed Zandler, der Geschäftsführer von Sun, glaubt im Oktober 1998, daß Sun gegenüber Microsoft in Vorsprung von drei Jahre habe; er vertritt die Ansicht, dass das schlankere Solaris, das nur aus 12 bis 13 Millionen Zeilen Code besteht, stabiler läuft als Windows NT4, dessen Programm-Code aus mehr als 35 Millionen Zeilen bestehen soll. Außerdem haben sich IBM, Sequent sowie Santa Cruz Operation (SCO) darauf verständigt, gemeinsam ein Unix-Betriebssystem zu entwickeln, das sowohl auf Intel- als auch auf IBM-Mikroprozessoren laufen soll.

Die Tatsache, dass Microsoft über ein Jahr die Veröffentlichung der neuesten Version seines Betriebssystems Windows NT verschoben hat (Windows NT 5 bzw. Windows 2000), hat Sun die Gelegenheit gegeben, Solaris 7 einzuführen.

UNIX:

1971 schrieben Ken Thompson (siehe Multics) und Denis Ritchie das komplette Multics-/ Unics-System neu, diesmal in der von Denis Ritchie entwickelten und von Brian Kernighan verbesserten Programmiersprache C, die seitdem untrennbar mit Unix verbunden ist. Es entstand damit ein Betriebssystem, das auf verschiedenen Computern eingesetzt werden kann (auch PCs). Außerdem gibt es UNIX in unterschiedlichen Versionen von unterschiedlichen Herstellern. Besonders interessant ist das UNIX-Derivat "LINUX", das als Open Source-Betriebssystem konzipiert ist und kostenlos übers Internet bzw. sehr preiswert über sogenannte "LINUX-Distributionen" bezogen werden kann.

Im Mai 1998 hat die "Open Group" die Spezifikationen fuer den Unix-98-Standard veröffentlicht. Ziel dieser Spezifikation war es, die verschiedenen Unix-Umgebungen zu harmonisieren. Unix 98 definiert beispielsweise Schnittstellen für den Zugriff auf große Dateisysteme, die Kompatibilität mit 64-Bit-Rechnern oder die Unterstützung für das Jahr 2000. Außerdem werden die drei Unix-Produkttypen Base, Workstation und Server spezifiziert. Ein Unix-98-Server etwa muss unter anderem die aktuellen Internet-Protokolle sowie Java, DNS und SNMP unterstützen. AIX von IBM und SOLARIS von Sun sind z.B. auch Unix-98-kompatibel

siehe auch:

 

 

 
 
 
 
Copyright © 2008 Compu-Seite. Alle Rechte vorbehalten.

 

 
 
     
 
  Nachrichten:  Aktuelles  |  Börse  |  Computer |  deutsche Politik  |  Wetter  |  Wirtschaft 
Service:
Aldi & CO  |  Auto & Verkehr  |  Gesetze/Urteile  |  Jobsuche  |  Routenplanung  |  Telefonnummern  |  Betriebssysteme  |  Hardwarekunde  |  Netzwerke
Downloads:
  Software von A - Z  |  Service Packs  |  Treiber  |    Virenscanner
Sport:
  Formel 1  |  Fußball  |  Snooker  |  aktuelle Meldungen 
Sonstiges:
    Handys  |  Html / CSS  |  Javascripte  |  suchen nach ...
  |  Impressum