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Linux im Netz:
Der KDE Standardbrowser
„Konqueror“ bietet viele Möglichkeiten zum Datenaustausch
über ein Netzwerk. Unterstützt werden dabei
Verbindungen mittels FTP, HTTP, NFS, SMB und
FISH. Dieser Artikel beschreibt einige Möglichkeiten
diese Verbindungen einzurichten und zu nutzen.
| 1.
LISa |
Konquerors
LAN-Browser |
| 2.
FTP |
Very
Secure FTP - vsFTP |
| 3.
Http |
Zugriff
auf WWW-Seiten |
| 4.
NFS |
SUNs
Network File System |
| 5.
SMB |
Zugriffe
von anderen Betriebssystemen
|
| 6.
Fish |
Zugriff
mittels Secure Shell |
LISA – Large Installation System Administration:
Wer im Konqueror
das LAN-Browsen benutzen möchte, muss vorher
aus
SYSTEM/GUI/KDE
das Paket „kdenetwork3-lisa“
nachinstallieren. In der Datei
/etc/rc.config
ist der Eintrag "USE_LISA=server"
hinzuzufügen, damit andere Rechner auf diesen
Rechner zugreifen können. Es sind zwei Parameter
für USE_LISA
möglich "server" und "local". Diese Eingaben
können auch mittels dem Systemeditor unter
etc/use_lisa
vorgenommen werden.
Wer über dieses
Projekt mehr Informationen haben möchte, sei
auf die Homepage
lisa-home.sourceforge.net verwiesen. Um
den Browser einzurichten müssen Sie Kontrollzentrum
den Pfad Netzwerk/LAN-Browser auswählen.



Das hier dargestellte
Netzwerk hat mehrere Subnetze. Deswegen haben
die Rechner die IP-Adressen 10.24.10.1 bis 63
bei einer Subnetmask von 255.255.255.192. Im
letzten Registerblatt können die Optionen „Verfügbarkeit
prüfen“, „immer“ und „niemals“ eingestellt werden.
|
Verfügbarkeit
prüfen |
Nur
wenn dieser Dienst im Netzwerk vorhanden
ist, wird diese Option auch angezeigt. |
|
Immer |
Diese
Option wird immer angezeigt, auch
wenn sie nicht zur Verfügung stehen
sollt. |
|
Niemals |
Diese
Option wird auch dann nicht angezeigt,
wenn sie vorhanden sein sollte. |

Obwohl der
NFS-Dienst vorhanden ist, wird er nicht im Konqueror
dargestellt. Die linke Seite können Sie entweder
mit der Taste F9 oder im Konqueror über „Fenster/Navigationsbereich
anzeigen“ aktivieren. Es ist nicht möglich die
Portnummern, die dieses Programm prüft, zu ändern.
VsFTP – Very
Secure File Transfer Protocol:
Als FTP-Server
wurde das Programm vsFTP ausgewählt. Diesen
Server müssen Sie nachinstallieren, da er nicht
standardmäßig installiert wird. Die Konfiguration
des Servers wird in der Datei
/etc/vsftpd.conf
vollzogen. Eine Beschreibung der einzelnen Parameter
finden Sie unter
www.linuxfibel.de/ftp_srv.htm
und die aktuellsten Informationen im Manual
(man vsftpd.conf).
In diesem Beispiel
soll mittels Ftp auf die gleichen Daten zugegriffen
werden, die auch über NFS zu erreichen sind.
Ohne die User/Gruppen-IDs dabei zu verändern.
Des weiteren sollen nur Benutzer darauf zugreifen
dürfen, die auch einen localen Account auf dem
Server besitzen. Das heißt es werden keine anonymen
Zugänge zu den Daten gewährt, was eine erhöhte
Sicherheit des Intranets darstellt. Daraus ergibt
sich eine sehr übersichtliche Konfigurationsdatei.
|
/etc/vsftpd.conf - File |
#Anonymen Zugang gestatten?
anonymous_enable=NO
#
#Anmeldung von lokalen Benutzern?
local_enable=YES
#
#Schreibkommandos erlauben?
write_enable=YES
#
#Default umask für lokale Benutzer
local_umask=022
#
#Anmeldetext ausgeben?
dirmessage_enable=NO
#
#uploads/downloads protokollieren?.
xferlog_enable=NO
#
#Connection Port 20 für ftp?
connect_from_port_20=YES
#
#Rekursive Verzeichnisauflistung erlauben?
ls_recurse_enable=YES
#
#Bei Anmeldung in folgendes Verzeichnis wechseln
local_root=/nfs
#
#Sollen statt der User/Gruppen-IDs die Namen angezeigt werden?
text_userdb_names=YES
#
#PAM Service Name
pam_service_name=vsftpd
|
Um diesen Dienst
zu starten muss die Datei
/etc/inetd.conf
wie folgt abgeändert werden, und der Dienst
inetd muss gestartet sein (rcinetd restart).
#ftp stream tcp nowait root /usr/sbin/tcpd in.ftpd
ftp stream tcp nowait root /usr/sbin/tcpd vsftpd
Damit steht
der FTP-Server zur Verfügung, und wechselt immer
in das Verzeichniss
/nfs,
sowie sich ein Benutzer anmeldet. Da anonyme
Zugänge nicht gestattet sind, ist es nicht möglich
sich mit Programmen wie z.B.
mc
auf dem Server einzuloggen.

Aus diesem
Grunde erhalten Sie auch eine Fehlermeldung
des Konquerors, wenn Sie versuchen sich mittels
FTP anzumelden. Bestätigen Sie den Button „Erneuter
Versuch“ und Sie können Sich dann normal als
Benutzer anmelden.
HTTP – Hyper
Text Transfer Protocol:
Wenn Sie in
Ihrem Intranet einen Web-Browser betreiben,
muss dieser auf dem Port 80 erreichbar sein.
Nur wenn Sie im Navigationsbereich den entsprechenden
Rechner auswählen, wird Ihnen im rechten Fenster
angezeigt, ob hier eine Verbindung über dieses
Protokoll möglich ist.
NFS – Network
File System:
In diesem Beispiel
soll mittels NFS auf die gleichen Daten zugegriffen
werden (wie bereits oben bei FTP beschrieben)
ohne die User/Gruppen-IDs dabei zu verändern.
Desweiteren sollen nur Benutzer darauf zugreifen
dürfen, die sich im lokalen Intranet befinden.
Das heißt es werden keine anonymen Zugänge zu
den Daten gewährt, was eine erhöhte Sicherheit
des Intranets darstellt.
Auf der Seite
des NFS-Clients sind die zu mountenden Laufwerke
in die Datei
/etc/fstab
aufgenommen worden:
cdwriter.earth.de:/nfs/daten /nfs/daten nfs defaults 0 0
cdwriter.earth.de:/nfs/install /nfs/install nfs defaults 0 0
Auf der Rechner
„cdwriter.earth.de“ sind zwei Partitionen eingehängt.
Die Verzeichnisse sind
/nfs/daten
und /nfs/install.
Um zu gewährleisten, dass der Benutzer „admin“
immer darauf zugreifen kann, wurde die Anonymous-Verbindung
in Zusammenhang mit geänderten IDs installiert.
Damit ergeben sich für die Datei
/etc/exports
auf dem NFS-Server folgende Einträge:
# gid=100 -> users, uid=501 -> admin
/nfs/daten/ *.earth.de(rw,all_squash,anongid=100,anonuid=501,sync)
/nfs/install/ *.earth.de(rw,all_squash,anongid=100,anonuid=501,sync)
Weiterführende
Informationen sind im Internet unter
www.linuxfibel.de/nfs_srv.htm
und
www.linux-user.de/ausgabe/2002/03/082-nfs/linux-user-nfs-7.html
verfügbar.
Beachten Sie
bitte, das auf dem NFS-Server cdwriter.earth.de
die Verzeichnisse
/nfs/daten
und /nfs/install
existieren müssen. Auf dem Clientrechner kann
jedes beliebige Verzeichnis genommen werden.
In diesem Beispiel sind die gleichen Verzeichnisse
wie auf dem Server angelegt worden.
Da auf dem
Rechner „cdwriter.earth.de“ auch ab und zu einmal
Änderungen direkt vorgenommen werden, empfiehlt
es sich, die IDs mit dem Befehl
>> chown -R admin:users /nfs/*
zeitgesteuert
neu zu setzen.
Bei dem vorliegenden
Netzwerk ist der NFS-Server nicht immer eingeschaltet,
wenn sich die Clients mit diesem verbinden wollen.
Deswegen wurde eine möglichkeit geschaffen,
diese Verbindung jederzeit herzustellen. Auf
den Clients wurden Icons installiert, die die
NFS-Verbindung so herstellen, als wäre es eine
lokale Platte die gemountet wird.

Ausserdem gelang
es nicht, mittels Konqueror eine NFS-Verbindung
herzustellen. Bei jedem Versuch erschien die
obige Fehlermeldung.
Um die Verbindung
zu verwirklichen muss sichergestellt sein, das
alle Benutzer auch die Möglichkeit besitzen,
diese Laufwerke zu mounten. Das darf eigentlich
nur root oder das System. Deswegen werden mit
dem Programm „visudors“
diese Rechte vergeben.
|
sudors-File |
# sudoers file.
#
# This file MUST be edited with the 'visudo' command as root.
#
# See the sudoers man page for the details on how to write a sudoers file.
#
# Host alias specification
# User alias specification
# Cmnd alias specification
Cmnd_Alias NFSMOUNT = /usr/sbin/rcnfs
Cmnd_Alias MOUNT = /bin/mount
Cmnd_Alias UMOUNT = /bin/umount
# Defaults specification
# User privilege specification
root ALL=(ALL) ALL
admin ALL=NOPASSWD:NFSMOUNT
admin ALL=NOPASSWD:MOUNT
admin ALL=NOPASSWD:UMOUNT
# Uncomment to allow people in group wheel to run all commands
# Same thing without a password
|
Ob man hierbei
auf die Passworteingabe verzichtet (NOPASSWD),
wie in dieser Datei eingestellt, sollte sich
jeder Administrator genau überlegen. Weiterführende
Informationen zu dem Programm „sudo“ sind unter
www.linux-user.de/ausgabe/2002/05/084-zubefehl/sudo.html
zu erhalten.
Damit sind
die Vorraussetzungen zum Betrieb der NFS-Verbindung
erfolgt. Die nachfolgenden drei Skripte sorgen
nun dafür, dass der aktuelle Stand der NFS-Verbindung
auf dem KDE-Desktop dargestellt wird.
Beim Anmelden
eines Benutzers an KDE wird der Link im Verzeichnis
„$HOME/.kde/Autostart“
ausgeführt, und zeigt somit bereits beim Anmelden
den Verbindungsstatus an. Je nach Status wird
das Icon auf dem Desktop – oder besser die Desktopdatei
– neu erstellt. Beim Anmelden wird nur der Status
der Verbindung geprüft, aber nicht verändert!
Wenn das Icon auf der KDE-Oberfläche hingegegn
direkt aktiviert wird, wird auch der Status
der Verbindung geändert.
|
Startscript nfs-zugang |
#! /bin/sh
#
# Name: nfs-zugang
#
# Laden und entladen des NFS-Systems
# (c) Günther Zander, g.zander@hamburg.de, 7/2003, GPL
#
NAME=NFS # Name des DesktopsIcons
DAT=$HOME/Desktop/$NAME # Pfad zum Desktopverzeichniss
PRG=/usr/local/bin # Pfad zu diesem Programm
TMP=/tmp/$NAME # Pfad für tempräre Datei
#
# Desktop Icons Erstellung
#
desktop ()
{
echo
"[Desktop Entry]" > $DAT
if
[ $1 == "laden" ];then
echo "Comment=NFS-Filesystem laden" >> $DAT
echo "Comment[de]=NFS-Filesystem laden" >> $DAT
echo "Icon=nfs_unmount" >> $DAT
else
echo "Comment=NFS-Filesystem entladen" >> $DAT
echo "Comment[de]=NFS-Filesystem entladen" >> $DAT
echo "Icon=nfs_mount" >> $DAT
fi
echo "Encoding=UTF-8" >> $DAT
echo "Exec=$PRG/nfs-zugang kde" >> $DAT
echo "MimeType=" >> $DAT
echo "Name=$NAME" >> $DAT
echo "Name[de]=$NAME" >> $DAT
echo "Path=" >> $DAT
echo "ServiceTypes=" >> $DAT
echo "SwallowExec=" >> $DAT
echo "SwallowTitle=" >> $DAT
echo "Terminal=false" >> $DAT
echo "TerminalOptions=" >> $DAT
echo "Type=Application" >> $DAT
echo "X-KDE-SubstituteUID=false" >> $DAT
echo "X-KDE-Username=" >> $DAT
}
#
# Scriptanfang
#
cat /etc/mtab | grep nfs > $TMP
if
test -s $TMP; then
{
if [ "$1" == "kde" ]; then
$PRG/nfs-stop
# Test Stop
cat /etc/mtab | grep nfs > $TMP
if ! test -s $TMP; then
rm $DAT
desktop laden
fi
else
rm $DAT
desktop entladen
fi
}
else
{
if [ "$1" == "kde" ]; then
$PRG/nfs-start
# Test Start
cat /etc/mtab | grep nfs > $TMP
if test -s $TMP; then
rm $DAT
desktop entladen
fi
else
rm $DAT
desktop laden
fi
}
fi
rm $TMP
|
Und die
beiden Hilfsdateien:
|
Hilfsscript nfs-start |
#! /bin/sh
#
# Name: nfs-start
#
# Laden des NFS-Systems
# (c) Günther Zander, g.zander@hamburg.de, 7/2003, GPL
#
sudo /usr/sbin/rcnfs start
|
|
Hilfsscript nfs-stop |
#! /bin/sh
#
# Name: nfs-stop
#
# Entladen des NFS-Systems
# (c) Günther Zander, g.zander@hamburg.de, 7/2003, GPL
#
sudo /usr/sbin/rcnfs stop
|
Um die Installation
der Programme auch für alle eingetragenen Benutzer
vorzunehmen, wurde folgendes Installationsskript
geschrieben:
|
Installationsscript install-nfs |
#! /bin/sh
#
# Name: install-nfs
#
# Installation der NFS-Scripte
# (c) Günther Zander, g.zander@hamburg.de, 7/2003, GPL
#
PRG=/usr/local/bin # Programmverzeichnisse
AUTO=/.kde/Autostart # Autostartverzeichnis
# User-Verzeichnisse ermitteln
TUSER=`ls /home`
for a in $TUSER
do
VER=$VER" /home/"$TUSER
done
VER=$VER"/root"
# Dateien kopieren
cp -p nfs-zugang $PRG/nfs-zugang
cp -p nfs-stop $PRG/nfs-stop
cp -p nfs-start $PRG/nfs-start
chmod 755 $PRG/nfs-zugang
chmod 755 $PRG/nfs-stop
chmod 755 $PRG/nfs-start
# Einträge für Autostart
for a in $VER
do
ln -s $PRG/nfs-zugang $a$AUTO/nfs-zugang
done
|
Nach der Installation
müssen Sie sich entweder einmal neu an KDE anmelden
oder das Programm „/usr/local/bin/nfs-zugang“
in einem Terminal einmal ausführen, um das Icon
zu erzeugen. Anschließend können Sie die NFS-Verbindung
benutzen, als ob es sich um eine lokale Platte
handelt.
SMB – Server
Message Block:
Es stand kein
Rechner mit dem anderen Betriebssystem zur Verfügung.
FISH:

Auch mit dieser
Verbindungsart können Sie mittels ssh (Secure
Shell) auf Dateien anderer Rechner zugreifen,
als ob es sich um lokale Dateien handelt. Die
Verbindung wird dabei mittels ssh gegen fremdes
Mithören abgesichert.
|