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Linux/Unix
Entwicklung von Linux
Entwicklung
Linux:
|
|
Vorname,
Name Geburtsort Geburtsdatum
Betriebssystem Maskotchen
|
Linus
Benedict Torvalds Finnland 28.
Dezember 1969 Linux, mit 21 Jahren
begonnen TUX der Pinguin
|
|

1986
programmierte Linus Torvalds einen eigenen Treiber
für seinen Floppy-Controller.
Dabei setzte er sich intensiv mit hardwarenaher
Programmierung auseinander und lernte so seinen
Sinclair Computer mit Q-DOS besser kennen. Zusätzlich
erstellte er seine eigenen Programmier-Tools.
Als 1991 die 386-Intel PCs modern wurden,
schaffte er sich ebenfalls ein solches Gerät
an um sich mit der Programmierung von 386 CPUs
auseinander zusetzen. Als Betriebssystem wurde
das Unix-verwandte MINIX eingesetzt,
Unix kannte er bereits 1990 aus seiner Universität.
Minix wurde von Andrew Tannenbaum als
Lehrsystem entwickelt und kam besonders an Universitäten
zum Einsatz. Das von A. Tannenbaum verfasste
Buch " Operating Systems: Design and Implementation"
handelt von Konzepten und Minix, das zu seiner
Lieblingslektüre wurde. Der Quellcode von Minix
ist offen, jegliche Modifikationen daran aber
den Lizenzbedingungen unterworfen.
Weil
er das mitgelieferte Terminal-Emulatorprogramm
in Minix nicht akzeptabel fand, begann er sein
Projekt um einen eigenen, besseren Terminal
Emulator mit mehr Funktionen auf Hardwareebene
zu programmieren. Dazu erstellte er u.a. in
Assembler Treiber für den Datenträgerzugriff
und das Dateisystem. Mit diesen wurde es möglich
mit dem Programm Uploads und Downloads aus dem
Internet vorzunehmen. Im Laufe der Entwicklung
mehrten sich die Funktionen des Terminal-Programm
und er musste die Entscheidung treffen, aus
dem Programm ein eigenständiges Betriebssystem
zu programmieren. Sein von Minix abgewandeltes
Betriebssystem wurde vom Kernel aus vollkommen
neu programmiert, für ihn sinnvolle Konzepte
aus Minix wurden übernommen. Nach langen Programmierabenden
war es soweit. Am 17. September 1991 wurde
Freax in der Version 0.01 fertiggestellt,
als Entwicklungsumgebung kam noch das MINIX
für 386er zum Einsatz. Darin enthalten war bereits
die GNU Shell bash und der GNU C-Compiler
gcc von Richard Stallman, die
zu den Standard Programmen für das inzwischen
in Linux umgenannte Betriebssystem zählen. Weil
Linux vor allem aus dem GNU Software Pool profitiert,
wird es allgemein GNU/Linux genannt.
|
Dateistruktur (1. Ebene) von Linux
und Derivaten |
|
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/ /bin /boot /cdrom
/dev /etc /floppy
/home /lib /mnt
/opt /proc /root
/sbin /tmp /usr
/var |
Root-Verzeichnis Systemprogramme
Kernel, Bootmanager
Mount-Point für CD-ROM
(optional) Gerätedateien
Konfigurationsdateien
Mount-Point für FDD
(optional) Benutzerverzeichnis
Shared Libraries
Mount Verzeichnis Zusätzliche
Installationen, GUI
Systeminformationen
root - Benutzerverzeichnis
Systemprogramme für
root Temporäre Dateien
Anwendungsprogramme
für GUI, Quellcode, etc.
Verschiedenes, einige
Logdateien |
|
|
Nach
etwa 6 Monaten wurde Freax eher beiläufig in
Linux umgetauft. Schon am 3. Juli 1991 hatte
er in der Minix-Newsgroup nach den POSIX
Standards gefragt, am 25. August 1991
stellte er sein Projekt öffentlich vor und bat
um Vorschläge für weitere Funktionen und Erweiterungen.
Der Sourcecode wurde per FTP frei zugänglich
gemacht. Über die Mailinglist "Linux-activists@niksula.hut.fi"
und der Newsgroup "comp.os.minix" wurde am Anfang
Kontakt zu Interessierten und Programmierern
gehalten um Fortschritte mitzuteilen. Später
wurden eine eigene Mailinglist und Foren gegründet.
Im Lauf der Entwicklung erhielt er gewünschte
Postkarten aus aller Welt mit Dankesworten.
Das Projekt entwickelte in der Internet Community
eine starke Eigendynamik und trug sich praktisch
selbst. Die Rechte an dem Markennamen Linux
wurde nach einem rechtlichen Zwischenfall Linus
Torvalds übertragen und später auf mehrere Personen
verteilt, so das die Weiterentwicklung gewährleistet
ist und eine "feindliche Übernahme" ziemlich
unmöglich wird. Die Symbolfigur " Tux der
Pinguin" wurde gewählt, weil Torvalds in
einem finnischen Zoo von einem Pinguin gebissen
wurde. Das eigenwillige Tier hatte ihn so beeindruckt,
das er seinem Betriebssystem diese Leitfigur
gab. Für Linux gab es am Anfang kein Installationsskript
geschweige den ein grafisches Installationsmenü.
Um die Installation von Linux zu erleichtern
und automatisieren stellte Owen LeBlanc vom
Manchester Computing Centre
die MCC Interim Releases öffentlich bereit-
der Vorreiter der heutigen Distributionen.
Die Vorteile einer freien Entwicklung
und Verteilung liegen u.a. in der Benutzerorientierung
weil keine unnötigen Features integriert werden,
die keiner benötigt. Das geschieht durch die
dynamische Entwicklung, bei der im Prinzip aus
1.000 aktuellen Ideen nur die am meisten benötigten
Features akzeptiert und in den offiziellen Systemkern
aufgenommen werden. Um allen Anforderungen gerecht
zu werden, existiert die Kernel Serie 2.2.x
(max. 2 GByte RAM adressierbar) neben der neueren
2.4.x (max. 64 GByte RAM adressierbar) in Koexistenz.
Durch die dynamische Entwicklung ist ein starrer
Marketingplan an dem man verbissen hängt unwichtig.
Außerdem werden neue Versionen erst bei bewährter
Zuverlässigkeit herausgegeben und nicht
wenn der Zeitplan den verkaufsgünstigsten Zeitpunkt
bestimmt. Während Linux 0.01 mit den grundlegendsten
Bestandteilen und Befehlen aus 10.000 Code-Zeilen
bestand, ist der Quellcode nun in Version 2.4.9
auf etwa 3,7 Millionen Code-Zeilen inklusive
vieler Hardware Treiber angewachsen. Linux hält
Spezifikationen für System V und BSD Unix Programme
ein.ein
Einige Betriebssystem Firmen
nutzen die Offenheit um neue Eigenschaften hinzuzusteuern
wie bei der Dateisystemunterstützung durch
SGI mit XFS. Linux und verwandte
Betriebssysteme sind erst durch die Arbeit der
Internet Community, der weltweiten Entwicklergemeinde,
entstanden und zunehmend durch IT-Firmen unterstützt.
Deswegen gibt es sogenannte Entwicklerkernel
mit ungeraden Versionsnummer wie 2.3 und Stable
Releases mit geraden Nummern wie 2.4 für den
stabilen Endnutzer/Unternehmenseinsatz.
Schätzungen zufolge gibt es Anfang 2001
mindestens 10 Millionen Benutzer weltweit- Tendenz
stark steigend. Seit etwa 1997/1998 wird Linux
von der IT-Branche verstärkt als Alternative
angesehen. In den Jahren 2000/2001 wird die
Vermutung geäußert, das Linux auch die bestehenden
kommerziellen Unix Varianten nach und nach ablösen
könnte und weiterhin an Zustimmung gewinnt.
Im heterogenen Netzwerk arbeitet Linux durch
die native Unterstützung der Protokolle hervorragend
mit Macintosh, Novell und Windows zusammen.
Das Lizenzmodell GPL dem Linux
unterliegt, bietet dem Entwickler weitreichende
Freiheiten und breite Technologietransfers da
Wissen offen weitergegeben wird. Durch die offene
Entwicklung verbessern CodeAudits stetig die
Qualität des Quellcodes. Durch gegenseitige
Code Sichtungen erhöht sich zudem die Software
Sicherheit und es besteht keine Abhängigkeit
von einem propitären Hersteller. Viele Linux
Derivate sind auf den Websites der Distributoren
und Projekte mit FTP oder HTTP zum kostenlosen
Download verfügbar, es fallen nur die Internetkosten
an. Über redundant ausgelegte Mirror Server
lassen sich die meist als ISO Image vorliegenden
Software ebenfalls erreichen.

[ Weblink
www.gnu.org ] [
www.minix.org ] [
ftp.kernel.org ]
Ziele
- besseres
MINIX als MINIX schaffen (war damit unzufrieden)
- Unix-verwandtes
Betriebssystem auf normalen PCs geschaffen
- Open Source
Entwicklung
- Programmierung
mit vielen Entwicklern aus aller Welt
- Entwicklung
nach den Bedürfnissen der Benutzer
Heute lebt
Linus Torvalds in San Jose, Kalifornien und
arbeitet für den Chiphersteller Transmeta (CPU
Crusoe). Nebenbei kümmert er sich um die Öffentlichkeitsarbeit
und entwickelt zusammen mit anderen den Systemkern
weiter.
Update:
17. Juni 2003 Linus
Torvalds wechselt zu OSDN (Open Source Development
Lab) um sich hauptsächlich um die Weiterentwicklung
des Linux Kernels 2.6.x zu kümmern.
Versionen
1991
Sep. 17.: 0.01
- benötigt noch Minix und speziellen gcc Kompiler
- 230kb Source Code, inkl. Skripten und
Header Dateien - minimale Version, mit Floppy-,
Keyboard und Serial-Treiber, ext Dateisystem
- 386-CPU Unterstützung, Unix-Shell bash
1991 Sep.: 0.02 - bash und
gcc wurden von MINIX portiert - benötigt
4 MByte RAM für das Kompilieren von Software
1991 Okt.: 0.03 - kleiner
Anwenderkreis - gcc kann sich selbst
auf Linux kompilieren - benötigt nur noch
2 MByte RAM für das Kompilieren von Software
1991 Nov.: 0.11 - internationales
Entwickler Team - Erster Festplatten-Treiber,
mkfs/fsck/fdisk Programm - Hercules/MDA/CGA/EGA/VGA
Grafik, US/German/French/Finnish Keyboard
- Piepende Console, Linux ist jetzt seine
eigene Entwicklungsumgebung
1992
Jan.: 0.12 - erstmals Page-to-Disk Funktion
eingebaut - Linux wird unter die GPL gestellt
- Virtual Memory, Disk-Caching, POSIX Job-Control
- mehrere Personen beteiligen sich an Programmierung
- Multi-Threading Dateisystem,
1992 Apr.: 0.96 - Programmierer und
Benutzer Zahl steigt an - X-Window System
vom MIT wird erstmals eingesetzt
1994 März: Linux 1.0 - 4.500 KByte Source
Code, inkl. Skripten und Header Dateien
- mehr als 170.000 Zeilen Quellcode - ca.
100 Entwickler, ca. 100.000 Anwender - erste
SCSI und Sound Treiber - erstmals netzwerkfähig
- ext2 Dateisystem
1995 März:
Linux 1.2 - 250.000 Zeilen Quellcode,
etwa 50% sind Hardwaretreiber - Portierung
auf Alpha-, Mips-, und SPARC-CPUs - erweiterte
Netzwerkfunktionen wie IP-Forwarding und NFS,
IPX, AppleTalk
1996 Juni: Linux 2.0
- 20.300 KByte Source Code, inkl. Skripten und
Header Dateien - ca. 800.000 Zeilen Quellcode
- Portierung auf m68k und PowerPC CPUs
- Multiprozessorfähig bis 16 CPUs (Experimentell)
- Symbolfigur " Tux der Pinguin"
wird geboren
1997 Apr.: Linux 2.1.32
- Torvalds lässt nach Rechts-Streit Linux als
Warenzeichen registrieren
1999 Jan.:
Linux 2.2.0 - 269 Entwickler arbeiten
an Linux - ca. 10 Millionen Anwender
- verbesserte SMP Unterstützung - IPv6 Unterstützung
als erstes Betriebssystem - breite Softwareunterstützung
durch Firmen - StarOffice, Netscape Navigator
2000 Juni: Linux 2.2.16
2001 Jan.: Linux 2.4.0 - 375 Entwickler
arbeiten an Linux - ca. 15 Millionen Anwender
- läuft auf insgesamt 13 Hardware-Plattformen
- bessere Netzwerkunterstützung - bessere
Performance in der Speicherverwaltung -
höhere Hardware Unterstützung
2003
Juni: Linux 2.4.21 - Kernel 2.4.20 zu
2.4.21 : 1738 Code Änderungen
Distributoren
Ein Distributor
ist meist ein Entwicklerteam, dass aufbauend
vom Linux- Systemkern (Kernel) ein Installationsfertiges
Softwarepaket anbietet. Enthalten sind neben
dem individuell anpassbaren Systemkern zahlreiche
zusätzliche Anwendungen, Treiber und Assistenten,
die mit der eigens entwickelten Installationsroutine
bequem installiert und konfiguriert werden können.
Diese Distribution wird per Internet in form
von ISO Images oder auf CD-ROM kostengünstig
zur Verfügung gestellt. Das eingenommene Geld
wird für die Entwickler und den Support benötigt.
Oft sind Firmen die eine auf Linux basierende
Distribution anbieten ebenfalls in anderen Open
Source Projekten tätig. Um eine Linux-Distribution
zu installieren, existiert jede mögliche Installationsweise.
Das Booten der Installationsroutine von CD-ROM
nach dem El-Torito Standard, DVD, von Diskette
(komplett inzwischen eher selten), per Netzwerk
oder FTP-Server werden nach dem Bootvorgang
direkt unterstützt. Von den großen Anbietern
von Linux-Distributionen haben sich neue entwickelt,
die auf sehr spezielle Einsatzgebiete ausgerichtet
sind, etwa Data-Recovery oder Software-Router.
Update: 30.
Mai 2002
Erstmals haben
sich mehrere große Distributoren sich zu einer
großen Gemeinschaft vereinigt. Unter dem Namen
UnitedLinux wurde eine gemeinsame Basis
für die einheitliche Entwicklung einer Linux-Distribution
gegründet. Elemente davon sind Richtlinien der
Linux Standard Base. Alle Teilnehmer
der Partnerschaft lassen ihre Erfahrungen im
Businessbereich und Technisches Wissen mit einfließen
um im Serverbereich den Marktanteil auszubauen.
Desktop Versionen für Endkunden werden die Distributoren
separat bereitstellen. Zur Comdex im November
2002 haben die Initiatoren gemeinsam die fertige
Version 1.0 vorgestellt. United Linux 1.0 ist
damit LSB 1.2 und OpenI18N konform und fließt
in den zukünftigen Versionen als Standard ein.
Slackware
Am 17. Juli 1993
kündigte Patrick Volkerding die Fertigstellung
von Slackware Version 1.0 in der Newsgroup comp.os.linux
an, Interessierte konnten per FTP die Installationspakete
herunterladen. Von Anfang an wurden die öffentlichen
Linux Standards berücksichtigt. Als Paketformat
für Programme werden TGZ Archive eingesetzt,
die bevorzugte Oberfläche ist KDE. Bisher gibt
es nur ein textbasierendes Setup. Slackware
wurde für Sparc, Alpha und x86 Systeme portiert.
Slackware richtet sich eher an den versierten
Benutzer und Entwickler.

[ Weblink
slackware.org ]
|
Datum
|
Version
|
|
1993,
Juli |
1.0,
|
|
1994,
Juli |
2.0,
|
|
1994,
Okt. |
2.1,
|
|
1995,
März |
2.2,
|
|
1995,
Mai |
2.3,
|
|
1995,
Aug. |
3.0,
|
|
1996,
Juli |
3.1,
|
|
1997,
Apr. |
3.2,
|
|
1997,
Juli |
3.3,
Kernel 2.0.30 |
|
1997,
Okt. |
3.4,
Kernel 2.0.33 |
|
1998,
Okt. |
3.6,
Kernel 2.0.35 |
|
1999,
Mai |
3.9,
Kernel 2.0.37pre10 |
|
1999,
Mai |
4.0,
Kernel 2.2.7 |
|
1999,
Okt. |
7.0,
Kernel 2.2.13 |
|
2000,
Juni |
7.1,
Kernel 2.2.16 |
|
2001,
Juni |
8.0,
Kernel 2.2.19 |
|
2002,
Juni |
8.1,
Kernel 2.4.18 |
|
2002,
Aug. |
9.0beta,
Kernel 2.4.19, basiert auf gcc 3.2
|
- mehr über
diesen Distributor:
» S.u.S.E.
- mehr über
diesen Distributor:
» Lindows
- mehr über
diese Distribution:
» LFS
Red Hat
Die Firma Red
Hat mit Firmensitz in den USA/ North Carolina
wurde 1994 von Bob Young und Marc Ewing gegründet.
Von Anfang an war das OpenSource Betriebssystem
das Leitbild für das Unternehmenskonzept. Als
Einsatzgebiet sind sowohl Kleinstgeräte über
Arbeitsstationen bis hin zum Servereinsatz auf
Intel x86, Dec Alpha und Sun SPARC Systemen
vorgesehen. Verstärkt wird Red Hat für Internet
und Intranet Anwendungen eingesetzt. Umfangreicher
Support, Trainings- und Ausbildungsangebote
sowie die breite Unterstützung von IT-Firmen
tragen zum Wachstum von Red Hat stetig bei.
Mit der Red Hat Linux-Distribution werden etwa
15 % vom Gesamtumsatz erzielt, ein Großteil
wird durch kompetente Dienstleistungen erwirtschaftet
wie dem Redhat Network - RHN. Mit dem Software-Paket
Format RPM hat Red Hat einen Standard etabiliert,
dem viele Distributionen folgen.
1998:Partnerschaften
mit Intel und Netscape 1999:Partnerschaften
mit SAP, Oracle, IBM, Compaq, Dell und Novell
|
Datum
|
Version
|
|
1995,
|
1.0
(mother's day), Kernel ?
|
|
1995,
|
2.0
(?), Kernel ? |
|
1996,
Mai |
3.0.3
(picasso), Kernel ? |
|
1996,
Okt. |
4.0
(colgate), Kernel ? |
|
1997,
April |
4.2
(biltmore), Kernel 2.0.30
|
|
1997,
Nov. |
5.0
(hurricane), Kernel 2.0.32
|
|
1998,
Mai |
5.1
(manhattan), Kernel 2.0.34
|
|
1998,
Okt. |
5.2
(apollo), Kernel 2.0.36
|
|
1999,
Apr. |
6.0
(hedwig), Kernel 2.2.5
|
|
1999,
Sep. |
6.1
(cartman), Kernel 2.2.12
|
|
2000,
März |
6.2
(zoot), Kernel 2.2.14
|
|
2000,
Aug. |
7.0
(guiness), Kernel 2.2.16
|
|
2001,
Apr. |
7.1
(seawolf), Kernel 2.4.2
|
|
2001,
Okt. |
7.2
(enigma), Kernel 2.4.7
|
|
2002,
Mai |
7.3
(vallhalla), Kernel 2.4.18, ext3
|
|
2002,
Sept. |
8.0
(psyche), gcc 3.2, Kernel 2.4.18
|
|
2003,
April |
9.0
(shrike), gcc 3.2.1, Kernel 2.4.20
|
Mandrake Linux
MandrakeSoft wurde
1998 in Frankreich gegründet. Mit der auf Linux
basierenden Distributon Mandrake Linux und eigenen
Konfigurationswerkzeugen sowie angepasster KDE
Oberfläche wurde das Ziel gesetzt, möglichst
einfach bedienbar und problemlos installierbar
zu sein. Als Paketformat für Software wird RPM
verwendet, an dem im Paketnamen enthaltenen
Code 'mdk' erkennt man die vorkompilierte Software
für Mandrake Linux. Verfügbar ist es als Desktop-
und Server Version.
Test: Juli 2003
Die Installation von Mandrake verläuft unkompliziert.
Per Dialogverfahren wird das System eingerichtet,
die Installationsart mit oder ohne Oberfläche(n),
Entwicklungs-, Konsolenwerkzeuge sowie Serveranwendungen
lässt sich bequem selektieren. Als typischer
Arbeitsplatz mit OpenOffice beansprucht die
Installation ca. 1,1 GByte Festplattenspeicher,
als vollständiger Server 490 MByte und als Entwicklungsumgebung
nur 370 MByte. Wählt man alle Komponenten aus,
installiert das Setup 1,7 GByte von den insgesamt
3 CD-ROMs. Als Bootmanager wird lilo installiert,
nach dem grafischen Bootvorgang ermöglicht der
First Time Assistent die Konfiguration der Oberfläche
und des EMail Programmes.
[ Weblink
linux-mandrake.com ]
|
Datum
|
Version
|
|
1998,
Juli |
5.1
(venice), Kernel 2.0.35
|
|
1998,
Dez. |
5.2
(leeloo), Kernel 2.0.36
|
|
1999,
Feb. |
5.3
(festen), Kernel 2.0.36
|
|
1999,
Mai |
6.0
(venus), Kernel 2.2.9
|
|
1999,
Sep. |
6.1
(helios), Kernel 2.2.13
|
|
2000,
Jan. |
7.0
(air), Kernel 2.2.14
|
|
2000,
Juni |
7.1
(helium), Kernel 2.2.15
|
|
2000,
Okt. |
7.2
(ulysses), Kernel 2.2.17
|
|
2001,
Apr. |
8.0
(traktopel), Kernel 2.4.3, ext3,
JFS, ReiserFS, XFS |
|
2001,
Sept. |
8.1
(vitamin), Kernel 2.4.8
|
|
2002,
März |
8.2
(bluebird), Kernel 2.4.18
|
|
2002,
Sept. |
9.0
(dolphin), gcc 3.2, Kernel 2.4.19,
XFree86 4.2.1 |
|
2003,
März |
9.1
(bamboo), Kernel 2.4.21
|
Turbolinux
Die auf Red Hat
basierende Distribution hat ihr Haupteinsatzgebiet
in Asien. Seit der Gründung von Turbolinux Inc.
1992 wurde das Angebot um komerzielle Produkte
und Dienstleistungen ergänzt. Durch die breite
Unterstützung großer IT-Unternehmen hat sich
Turbolinux stark entwickelt und etabiliert.
Turbolinux legte seit Anfang großen Wert auf
die Internationalisierung der Software und wird
vor allem in der Industrie auf Servern, aber
auch auf Workstations eingesetzt. Als grafische
Oberfläche wurde bis einschließlich Version
6.0 Gnome als Standard installiert, die nachfolgenden
Versionen setzen auf KDE. Als Installationsformat
wird primär RPM eingesetzt.
[ Weblink
turbolinux.com ]
|
Datum
|
Version
|
|
1998,
Juni |
1.0
(kyoto), Kernel 2.2.9
|
|
1999,
Mai |
2.0
(okinawa), Kernel 2.2.13
|
|
1999,
Juni |
3.0
(karatsu), Kernel 2.2.14
|
|
1999,
Aug. |
4.0
(--), Kernel 2.2.15 |
|
2000,
März |
4.2
(--), Kernel 2.2.17 |
|
2001,
Aug. |
6.0
(--), Kernel 2.4.3 |
|
2001,
Nov. |
7.0
(monza), Kernel 2.4.8
|
|
2002,
Mai |
7.0S
(esprit), Kernel 2.4.18
|
|
2002,
Juli |
8.0
(silverstone), Kernel 2.4.19, gcc
3.2 |
|
2002,
Okt. |
8.0S
(vitamin), gcc 2.96, Kernel 2.4.18
|
Debian GNU/Linux
Das Debian GNU/Linux
Project Team ist ein besonderes unter den Distributoren,
da es keine kommerziellen Ziele verfolgt. Seit
der Gründung durch Ian Murdock am 16 August
1993 wird Debian von freiwilligen Entwicklern
betreut und von der FSF unterstützt.
Ian Murdock leitete das Team bis 1996. Debian
setzt sich aus 'Deb' für Ian Murdock's
Frau Debra und seinem Vornamen zusammen.
In die Debian Distribution fließt nur Software
ein, die komplett unter der GPL veröffentlicht
wurde. Entwickelt in Deutschland liegt das Hauptfeld
mehr in Europa. Es existieren angepasste Versionen
für Intel x86 und ARM Systeme. Als Besonderheit
wird ein eigenes Format für die Installation
von Softwarepaketen (DEB) eingesetzt, ebenso
wie das Paketformat RPM löst es automatisch
die Abhängigkeiten auf, allerdings nach einem
anderen Prinzip. Als GUI wird Gnome bevorzugt
eingesetzt. Für die Installation steht bis jetzt
nur eine Variante im einfachen Textmodus zur
Verfügung. Debian ist inzwischen zum Synonym
für Qualität und Stabilität geworden. Die Codenamen
ab Release 1.1 stammen von Figuren aus dem digitalen
Zeichentrickfilm Toy Story.
Ian Murdock gründete 1993 mit Bruce Perens eine
neue Firma namens Progeny Linux Systems. Ziel
ist es, auf Basis von Debian GNU/Linux eine
Netzwerklösung namens Linux NOW (Network of
Workstations) zu entwickeln. Linux NOW soll
die Vorteile leistungsfähiger, flexibler und
skalierbarer Workstations mit einfach zu administrierenden
zentralisierten Lösungen verschmelzen. Die
vernetzten Systeme bilden dann ein einziges,
nahtloses System mit den Vorteilen aus beiden
Welten. Ein Software Produkt das diese Technik
nutzt, ist der Web-basierende Linux Plattform
Manager der die Erstellung, Verwaltung und das
Testen von Distributionen erheblich beschleunigt.
[ Weblink
debian.org ] [
progeny.com ]
|
Datum
|
Version
|
|
1993,
Aug. |
0.1
|
|
1994,
Jan. |
0.91
|
|
1996,
Juni |
1.1
(buzz); Kernel 2.0.0, 474 Softwarepakete,
.ELF Support, dpkg |
|
1996,
Dez. |
1.2
(rex); Kernel 2.0.27, 120 Entwickler,
848 Softwarepakete |
|
1997,
Juni |
1.3
(bo); Kernel 2.0.29, 200 Entwickler,
974 Softwarepakete |
|
1998,
Juli |
2.0
(hamm); Kernel 2.0.34, über 400
Entwickler, mehr als 1.500 Softwarepakete
enthalten. |
|
1999,
März |
2.1
(slink); Kernel 2.0.36, erstmals
auch für Sparc und Alpha, etwa 2.250
Softwarepakete |
|
2000,
Aug. |
2.2
(potato); Kernel 2.2.19, erfüllt
FHS, über 450 Entwickler,
mehr als 3.900 Softwarepakete, 55
Millionen SLOC |
|
2002,
Juli |
3.0
(woody); Kernel 2.2.20, erfüllt
LSB, gcc 2.95.4, erstmals
mit kryptografischer Software, über
900 Entwickler, etwa 8.900 Softwarepakete
|
SLOC=
source lines of code
Gentoo Linux
Gentoo bietet
ein besonderes und mächtiges Installationsprogramm
namens Portage. Dieses installiert nach
der Paketauswahl die Programme bzw. den Sourcecode,
optional auch aus dem Internet, eine schnelle
Internetanbindung ist daher angebracht. Vorteile
sind der Einsatz stets aktuellster Software
sowie die spezielle Anpassung und Optimierung
auf die bestehende Hardware und das Einsatzgebiet.
Portage erledigt dies automatisch. Dafür muss
die Software bei jeder Installation kompiliert
werden, vorkompilierte Softwarepakete wie bei
anderen Distributionen gibt es hier nicht. Ein
Geschwindigkeitsvorteil bei modernen Prozessoren
von 20 % gegenüber normal kompilierter Software
ist durchaus möglich. Gentoo Linux ist auf der
x86, PowerPC, UltraSparc und Alpha Architektur
einsetzbar. Es basiert auf dem neuen gcc 3.2
und aktuellen Linux Kernel 2.4.19, über 4.000
Softwarepakete stehen zur Auswahl.
[
Weblink
gentoo.org ]
Aktuelle Version: 1.4_rc4 (Juli
2003)
icepack Linux
icepack
Linux wurde von Adrian Hilgardth gegründet und
ist eine eigenständige Distribution, die mit
vorkonfiguriertem Desktop den Einstieg erleichtert.
[ Weblink
icepack-linux.de ] Aktuelle Version:
2.75 (Juli 2003)
Entwickler Version: 2.91 (Juli
2003)
Lycoris Desktop/LX
Lycoris wurde
im Jahr 2000 gegründet und residiert in Redmond/Washington.
Lycoris Desktop/LX basiert auf Linux und hat
seine Stärken vor allem in der vereinfachten
Installation und Benutzerführung, beim booten
deutet nur eine kleine Textzeile auf die Konsolen
Shell hin.
[ Weblink
lycoris.com ]
Aktuelle Version:
build 75 (beta) Test: Juli 2003 Die
Installationsroutine von Lycoris Desktop/LX
(amethyst, beta) ist ein Instant Setup, d.h.
es wird keine Paketauswahl oder Angabe des Anwendungsbereich
zugelassen. Daher werden mindestens 850 MByte
freier Festplattenspeicher benötigt. Die Installation
gestaltet sich sehr einfach, nach Angabe von
verwendeter Hardware (Maus, Tatsatur, Netzwerk,
Drucker, ...) startet die Installation nebenbei
und es wartet bis zum Abschluss ein Kartenspiel.Fenstermanager
ist KDE 2.2.2, als Linux Kernel wird Version
2.4.20 eingerichtet, Bootmanager ist Grub der
auch andere Partitionen zum booten einbindet.
Nach dem Neustart ist das System eingerichtet
und startet eine ausführliche ShockwaveFlash
Präsentation mit englischerSprachausgabe als
Einführung in Lycoris Desktop/LX. Der DMA Modus
war bei allen Laufwerken bereits aktiviert.
Es sind verschiedene Mängel festgestellt
worden, die aber wegen dem Beta Status wohl
noch behoben werden.
- nvidia
Grafikkarte ohne 3D Unterstützung eingebunden
- Sound
klingt verrauscht, mit Aussetzern
- DVD Wiedergabe
klappt nur selten
FAUmachine
FAUmachine
(vormals UMLinux) ist OpenSource und läuft vollständig
im User Mode (nicht privilegierter CPU Modus)
von Linux. Dabei kann es direkt auf die Hardware
zugreifen und ist transparent zum Host einsatzfähig.
Der Arbeitsspeicher wird virtuell in einem geschützten
Bereich bereitgestellt. Es können je nach Ressourcen
beliebig viele UMLinux Systeme gleichzeitig
laufen. [ Weblink
faumachine.org ]
Aktuelle Version: 2.5.3
Caldera Open Linux
Caldera, Inc.
wurde im Oktober 1994 von Bryan Sparks gegründet
und im January 1995 zur Gesellschaft umfirmiert.
Sommer 1998 gründete Caldera Inc. zwei Tochterfirmen,
Caldera Systems, Inc. hat als Hauptfeld die
Entwicklung und Verkauf von Linux basierenden
Linux-Produkten auf dem PC Markt für Desktop
und Server Computer wie OpenLinux Lösungen.
Caldera Thin Clients, Inc. zielte auf Lösungen
für Thin Clients und den Markt für Embedded
Systems wie Embedix (embedded Linux OS) und
DR DOS. Im Juli 1999 wurde letztere Firma in
Lineo, Inc. umbenannt.
Umbenennung im
August 2002 in SCO Group, bietet UnixWare und
OpenServer aus der Produktübernahme von SCO
an. [ Weblink
caldera.com ]
Corel Linux /
xandros
Corel Linux OS
basiert auf der Debian Distribution die weltweit
großen Zuspruch gefunden hat. Im August 2001
wurde die Linux Sparte von Corel an das Startup
Unternehmen Xandros inklusive der Entwickler
veräußert. Xandros hat seinen Hauptsitz in Ottawa,
Canada. Noch in diesem Jahr (2002) will Xandros
das Xandros Desktop OS 1.0in einer Standard,
Deluxe sowie Server Version veröffentlichen.
Besonderheit gegenüber anderen Distributionen
ist das integrierte CrossOver Office, eine spezielle
Anpassung vom Wine Projekt für die Ausführung
von etwa Microsoft Office 97/2000. [ Weblink
xandros.com ]
Red Flag Linux
Red Flag Software
Co., Ltd. wurde vom Software Forschungsinstitut
der "Chinese Academy of Sciences" und NewMargin
Venture Kapital im Juni 2000 gegründet. Red
Flag Software unterhält geschäftliche Beziehungen
mit IBM, Intel, HP, Oracle und weiteren. Red
Flag Software hat sich zum Ziel gesetzt, Einrichtungen
für Schulungen, technischen Support und Verkaufsstellen
zunächst in China und weltweit bei Bedarf und
Absatz einzurichten. In mehreren Server-Varianten
existiert der Function Server, Database Server,
Cluster Server und Webmail Server aktuell in
Version 3.0.
[ Weblink
redflag-linux.com ]
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Datum
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Version
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20.10.1999
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Vertrieb
von Redflag Linux Server 1.0 gestartet
|
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10.08.1999
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Redflag
Linux 1.0 |
|
18.10.2000
|
Redflag
Linux Server 2.0 in mehreren Sprachen
verfügbar |
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2002,
März |
Redflag
Linux Desktop 3.0 |
| |
Redflag
Linux Server 3.0 |
| |
Redflag
Linux Desktop 2.0 |
| |
Redflag
Linux Desktop 2.4 |
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Redflag
Linux Desktop 3.0 |
| |
Redflag
Linux Desktop 3.2 |
[ Weblink
tal.org ] [
yellowdoglinux.com ] [
libranet.com ] [
asplinux.org ]
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