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Windows 3.1

Windows
3.1:
Im
März 1992 wurde Windows in der Version 3.1 veröffentlicht.
Windows 3.1 ist, wie die Vorgängerversionen
auch, kein eigenständiges Betriebssystem. Um
es nutzen zu können, muss zuerst ein Betriebssystem
installiert werden, etwa DOS. Aktuell war 1992
DOS
5.0. DOS 5.0 kostete etwa 185 DM. Es gab
auch
OS/2
Versionen mit einem emulierten Windows 3.1.
OS/2 selber konnte keine Windows Programme ausführen.
Und so wurde ein Windows eingebettet, um Windows
Programme ausführen zu können.
Windows 3.1
besitzt wie seine Vorgänger eine grafische Benutzeroberfläche
und wurde per Disketten installiert. Gestartet
wurde entweder am DOS - Prompt C:\>win
oder der
Start von Windows wurde in der "AUTOEXEC.BAT"
festgelegt, so dass Windows nach dem Start von
DOS automatisch gestartet wurde.
Der
Windows - Bildschirm besteht dabei aus dem Hintergrund
(Desktop), Symbolen (Icons), Dialogfenstern
und Menüs. Windows wird mit der Maus bedient.
Außerdem können mehrere Anwendungen (Programme)
gestartet werden (kooperatives Multitasking).
Die Speicherverwaltung übernimmt Windows. Dabei
läuft ein Programm im Vordergrund, die anderen
im Hintergrund. Das Wechseln der laufenden Programme
geschieht über die Tastenkombination "ALT-TAB"
Neu bei der
Version 3.1 ist, dass es SVGA unterstützt. Höhere
Bildschirmauflösungen und Farbtiefen sind somit
möglich. Außerdem stehen verschiedene Bildschirmschoner
zur Verfügung.
Bei Windows
gibt es einheitliche Schnittstellen. So zum
Beispiel für den Drucker. Alle installierten
Programme können von Windows aus auf die Druckerschnittstelle
zugreifen.
Durch einen Doppelklick auf ein Programm-Symbol
(.EXE, .COM, .BAT oder .PIF) lässt sich das
betreffende Programm ähnlich wie aus dem Programm-Manager
starten. Es kann sich dabei um Windows-Anwendungen
oder um DOS-Programme handeln.
minimale Systemvoraussetzung:
- 286er CPU
- 1 MB RAM
- 8 MB Festplattenspeicher
- Diskettenlaufwerk
- DOS 3.1
Setup:

Die Installation von Windows dauert etwa
20 Minuten und ist recht einfach. Während des
Setups werden verschiedene Eingaben vorgenommen.
Das Setup besteht aus einem textorientierten
und einem grafischen Teil. Nach erfolgreicher
Installation muss der Rechner neu gestartet
werden. Anschließend wird Windows am DOS-Prompt
mit dem Befehl
win
aufgerufen.
►
Hier geht es zum vollständigem Setup von Windows
3.1 - Bild für Bild
Startsound:
| Der Startsound
-> |
 |
Desktop:


Der Programm-Manager ist die zentrale Stelle
bei Windows. Von hier aus können alle Anwendungen
installiert, gestartet und verwaltet werden.

In der Systemsteuerung kann der Desktop angepasst
werden. So kann ein Hintergrundbild ausgewählt
oder ein Bildschirmschoner ausgewählt werden.
Systemsteuerung:

Mit der Systemsteuerung kann Windows
3.1x zentral verwaltet werden.
- Farben: Einstellungen für die
Farbdarstellung der Bildschirmoberfläche
- Schriftarten installieren
- Anschlüsse: Einstellungen der
seriellen Schnittstellen
- Maus: individuelle Einstellungen
- Desktop: Gestaltung des Desktop
(Bildschirmhintergrund), Bildschirmschoner
- Drucker: Installation, Auswahl
und Einrichtung von Druckern
- Ländereinstellungen: Sprache,
Tastatur, Zahlen-, Datums-, Zeit- und Währungsformat
- Datum/Uhrzeit: einstellen
- Klang: Ein- oder Ausschalten
und Auswahl der Systemklänge
- 386 erweitert: Zeiteinteilung
bei Multitasking, Einrichtung bzw. Modifizierung
einer SWAP-Datei (Auslagerungsdatei)
- Treiber: Installation von Treibern
für Multimediageräte (z.B. Soundkarte)

Das Setup-Programm. Hier können weitere Einstellungen
vorgenommen werden. Bei entsprechen großen Monitor
kann auch eine Bildschirmauflösung von 1200x1024
gewählt werden, je nach Leistung der Grafikkarte.

Der Desktop kann nach eigenen Wünschen gestaltet
werden. Von einfach konventionell bis kitschig
bunt. Es steht auch eine Farbpalette zur Verfügung.

Die Eigenschaften der Maus können eingestellt
und getestet werden.

Auch verschiedene Ländereinstellung können
gewählt werden.

Ebenfalls über die Systemsteuerung kann der
virtuelle Speicher eingestellt und verwaltet
werden.

Verschiedene Schriftarten können eingestellt
werden.

Über den Druck-Manager können Drucker installiert
und konfiguriert werden.
Programme bei Windows 3.1:

Der Datei-Manager befindet sich in der Windows-Hauptgruppe.
Er dient zum Arbeiten mit Dateien (kopieren,
löschen, umbenennen), Verzeichnissen und Datenträgern.
Das zu einem Laufwerk gehörige Verzeichnis wird
in einem Verzeichnisfenster angezeigt, mehrere
Verzeichnisfenster können gleichzeitig geöffnet
sein. Die Art der Anzeige ist konfigurierbar;
in der Regel zeigt die linke Seite den Verzeichnisbaum,
die rechte Seite den Inhalt des gewählten Verzeichnisses.
Unterhalb der Titelzeile findet man eine Leiste
mit Laufwerkssymbolen.
Menüs:
Datei: Öffnen, Verschieben, Kopieren,
Löschen, Umbenennen, Eigenschaften, Ausführen,
Drucken, Verknüpfen, Verzeichnis erstellen,
Suchen, Dateien auswählen, Beenden.
Datenträger: kopieren, benennen, formatieren,
Systemträger erstellen, Laufwerk auswählen.
Verzeichnisse: Nächste Ebene einblenden,
Zweig einblenden, Alle Ebenen einblenden, Zweig
ausblenden, Verzweigungen kennzeichnen.
Ansicht: Struktur und Verzeichnis,
Nur Struktur, Nur Verzeichnis, Teilen, Name,
Alle Dateiangaben, Bestimmte Dateiangaben, Nach
Name, Nach Typ, Nach Größe, Nach Datum, Angaben
auswählen.
Optionen: Bestätigen, Schriftart,
Statuszeile, Symbol nach Programmstart, Einstellungen
beim Beenden speichern.
Fenster: Neues Fenster, Überlappend,
Nebeneinander, Symbole anordnen, Aktualisieren,
Fenster-Liste.
Hilfe: Inhalt, Suchen, Hilfe benutzen,
Info.

Das Suchen nach Dateien ist noch ein wenig
umständlich.

Das mitgelieferte Textverarbeitungsprogramm
"Write" ist kein ausgereiftes Textverarbeitungsprogramm.
Einfache Texte konnten verfasst werden. Die
Dateien erhalten die Dateiendung "wri"

Das Programm Paint. Es dient zum gestalten
einfacher Zeichnungen. für komplexe Grafiken
ist es nicht geeignet.

Ebenfalls steht ein Taschenrechner zur Verfügung.
Er ist einfach gehalten. Einen wissenschaftlicher
Rechner gibt es noch nicht. Die Uhr kann auch
so eingestellt werden, dass sie permanent im
Vordergrund angezeigt wird.

Der Kalender ist ziemlich nützlich für die
Terminverwaltung.

Ein kleines Lernprogramm gibt es auch.


Die beiden wichtigsten Dateien, um Windows
manuell zu verändern. Die SYSTEM.INI und die
WIN.INI
Multimedia:

Ist eine Soundkarte installiert und konfiguriert,
kann Windows mit Sound bestückt werden.
Spiele:

Auch ein Spielchen zwischendurch ist mit
Windows 3.1 möglich. Unter anderem gibt es Solitär.

Minesweeper steht ebenfalls zur Verfügung.

Windows kann auch mit der Tastenkombination
"ALT-F4" beendet werden.
Win32s:
Mit der "Schnittstelle" ist es möglich, 32
Bit-Programme mit dem eigentlich 16 Bit-Windows
zu benutzen.
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