- 4.00.950: Windows 95
(Ur-Version) (FAT16)
- 4.00.950a: Windows 95a
(OEM-Servicerelease 1) (FAT16)
- 4.00.1111: Windows 95b
(OEM-Servicerelease 2) (FAT32)
- 4.03.1212: Windows 95b
(OEM-Servicerelease 2.1)
(FAT32)
- 4.03.1214: Windows 95c
(OEM-Servicerelease 2.5)
(FAT32)
Setup:
 |
Windows 95 kann auf mehrere Arten
installiert werden. Entweder als
Neuinstallation oder als Update für
ein bereits installiertes Windows
3.x. Hierzu musste allerdings ein
CD-ROM Laufwerk vorhanden sein, um
das Update ausführen zu können. Vom
bestehenden Windows wurde im
Dateimanager auf das CD-Rom Laufwerk
gewechselt und die Datei "Setup.exe"
aufgerufen. Während der Installation
von Windows 95 konnte DOS/Windows
komplett gesichert werden, für den
Fall, dass Windows 95 später wieder
entfernt werden sollte.
|

Das Setup von Windows 95. Den typischen ersten
Teil im DOS-Modus gibt es nicht mehr.

Es kann
zwischen von einer Standardinstallation
bis zu
einer benutzerdefinierten Installation
gewählt werden.

Aus verschiedenen Komponenten kann gewählt
werden. Sollten nach der Installation einige
Komponenten nicht installiert worden sein, können
sie auch nachträglich manuell eingebunden oder
auch wieder entfernt werden.
►
Hier geht es zum vollständigem Setup von Windows
95 - Bild für Bild
Das Setup von Windows 95 dauert insgesamt
etwa 1/2 Stunde (mit der Hardware von 1995)
und verläuft weitestgehend automatisch. Soll
der Computer allerdings in ein Netzwerk eingebunden
werden, müssen einige manuelle Einstellungen
vorgenommen werden. Das Protokoll
TCP/IP ist nicht das Standardprotokoll und
muss nachinstalliert werden. Die Hardwareerkennung
versucht, alle eingebauten und angeschlossenen
Komponenten zu erkennen und einzubinden. Sofern
ein Treiber einer Komponente nicht von Windows
eingebunden werden kann, etwa bei einigen PCI
Netzwerkkarten oder ISA - Karten, kann er manuell
während des Setups installiert werden. Auch
ISA Soundkarten werden erkannt und stehen nach
erfolgreicher Installation zur Verfügung.
Der Bootvorgang:

Windows 95 startet teilweise noch mit einem
"DOS-Modus", bevor Windows in einem grafischen
Modus weitergeladen wird (siehe Bild ganz oben).

Windows 95 bietet auch die Möglichkeit, mit
einem abgesicherten Modus starten zu können.
Bevor das eigentliche Windows gestartet wird,
also nach dem Durchlaufen des BOS, drückt man
die Taste "F8". So gelangt man in ein DOS-Startmenü.
Die Anmeldung:

Nach dem Start des Betriebssystems wird der
Benutzer aufgefordert, sich einzuloggen. Sicherheit
gibt es aber nicht. Es ist möglich, den Anmeldebildschirm
mit Druck auf die "ESC-Taste" zu umgehen.
Startsound:
| Der Startsound
-> |
 |
Der Desktop:

Der Willkommensgruß. Wenn gewünscht, erscheint
dieses Fenster nach jedem Start und zeigt einen
Tipp an.

Der Startbildschirm. Der Desktop sieht aufgeräumt
auf. Neu sind der Arbeitsplatz und der Papierkorb.
Der Papierkorb zeigt auf
dem
Desktop an, ob er leer war oder gefüllt. Die
gelöschten Dateien kamen erst einmal in den
Papierkorb. Dort konnten sie dann endgültig
gelöscht oder wieder an den ursprünglichen Ort
kopiert werden. Die gleiche Oberfläche
fand auch den Weg zu
Windows NT 4.0. Allerdings war es dann auch
schon mit den Gemeinsamkeiten. Der Systemaufbau
und der Kern waren völlig anders. Windows 95
war eher das Produkt für den "normalen" Anwender.

Nach einem Klick auf den Start-Button öffnet
sich das Startmenü. Von hier aus können Programme
gestartet, nach Dateien gesucht oder Einstellungen
vorgenommen werden.

Bei einem Klick auf den -> Start
-> Programme öffnen sich die Menüs. Kurios:
Um Windows zu beenden, klickt man erst auf ->
.
Ein Kontextmenü gibt es hier noch nicht.

Die Taskleiste von Windows 95. Geöffnete
Programme werden in der Taskleiste angezeigt.
Die Taskleiste kann auch mit der Maus verschoben
und etwa die rechte oder linke Desktopseite
positioniert werden.
Geöffnete Fenster können nun minimiert, maximiert
oder geschlossen. Werden sie minimiert, so werden
sie in der Taskleiste abgelegt. Auf dem Desktop
befindet sich der Arbeitsplatz und ein Papierkorb.
Die Verzeichnisse heißen nun Ordner.

Unter Windows 95 steht eine umfangreiche
Hilfe zur Verfügung. Wenn zu einem Thema keine
Hilfe angezeigt werden kann, besteht auch die
Möglichkeit, über das Internet nach dem entsprechenden
Thema zu suchen.

Zum ersten Mal gab es die Möglichkeit, Windows
beim Beenden herunterzufahren. Dabei wurden
Prozesse und Dienste beendet. Nicht mehr benötigte
Dateien (temporäre) werden gelöscht. Außerdem
gibt es die Möglichkeit, in den DOS-Modus zu
wechseln. Windows wird dabei beendet und es
steht eine reiner DOS-Bildschirm zur Verfügung.

Windows kann auch im DOS-Modus bedingt verwaltet
werden. So funktioniert etwa "scandisk", um
Fehler auf einer Festplatte zu suchen und zu
beseitigen oder "fdisk" zur Partitionierung.
Dateien:
Ein großer Vorteil war es, dass auch unter
Windows lange Dateinamen verwendet werden konnten.
Die 8+3 Beschränkung viel nun weg. Dateien konnten
nun "MeineBilder1995" heißen statt "meibil95".
Damit wird auch die Dateiverwaltung übersichtlicher.
Programme:
Programme, die in 32 Bit programmiert werden,
wird ein eigener Adressraum im Speicher zugewiesen.
Leider gab es aber auch noch sehr viele Programme,
die nur mit 16 Bit programmiert waren. Die 16
- Bit Programme liefen genau wie unter Windows
3.1x in einem gemeinsamen Adressraum. Beim beenden
der Programme kam es häufiger zu Kollisionen
im Arbeitsspeicher und das gesamte System stürzte
ab. Dabei kam es zu einem so genannten Bluescreen
(siehe auch: Was ist
ein Bluescreen). Da 32 - Bit Programme einen
eigenen Adressraum zugewiesen bekamen, liefen
sie wesentlich schneller und stabiler, da es
zu keinen Speicherplatzüberlagerungen kam. Der
Absturz eines 32-Bit-Programmes hat keinen Einfluss
auf die anderen Anwendungen.
Bei Windows 95 gibt es die Möglichkeit, einen
DOS-Modus zu starten. Geht man auf. Windows
95 wird heruntergefahren, es steht quasi ein
normales DOS zur Verfügung. Beendet wird der
DOS-Modus mit der Eingabe von ->
exit
. Der DOS-Modus wird beendet und Windows 95
erneut gestartet.
Weiterhin können auch noch die Dateien Autoexec.bat
und Config.sys manuell bearbeitet werden. Die
meisten Einstellungen können jedoch in der Systemsteuerung
vorgenommen werden.
Von entscheidender Bedeutung innerhalb der
Struktur von Windows 95 ist die Registry, die
zentrale Datenbank in Windows 95. In ihr werden
alle system- und benutzerbezogenen Daten gespeichert.
Sie ersetzt die von Windows 3.x bekannten *.INI
Dateien.
Die Registrierung besteht aus
den Dateien SYSTEM.DAT (Systemdaten) und USER.DAT
(Nutzerdaten). Sie kann mit Hilfe des Programmes
REGEDIT.EXE eingesehen und bearbeitet werden.

Jedes neu installierte Programm oder Treiber
erfordert einen Neustart. Auch wenn die Konfiguration
geändert wird, ist ein Neustart des Systems
erforderlich, damit die Einstellungen wirksam
werden.

Eine Tour durch Windows gibt es auch.
►
weiter zu Teil 2