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Teil 5:
Spiele / Updates

Microsoft
Windows NT 4.0 Workstation:
Windows NT
4.0 erschien im August 1996 und ist der Nachfolger
von
Windows NT 3.5. Die Version 4.0 wurde optisch
komplett überarbeitet und hat nun auch die Oberfläche
wie
Windows 95. Die Version 4.0 ist ein eigenständiges
Betriebssystem und benötigt kein
DOS
oder
Novell als Unterbau. Der Entwicklungsname
von Win NT 4.0 war "Cairo".
Die Eigenschaften
von Windows NT 4 Workstation:
- Desktop
(Oberfläche) wie bei Windows 95
- RISC und
Alpha - kompatibel
- Unterstützung
mehrerer Prozessoren
- Internet
Explorer 2.0
- Windows
Exchange für E-Mails
- NTFS in
der Version 4.0
- keine
FAT 32
Unterstützung
- TCP/IP
Standardprotokoll
- Keine
Plug und Play Unterstützung
- Multitasking
- 32 Bit
System
- Speichermanagement
- RAS (Remote
Access Service)
- Neue Treiber
Nicht unterstützt wird etwa "Plug & Play",
"Firewire",
FAT
32 oder auch USB.
Windows NT 4.0 ist nicht geeignet, um Spiele
zu Spielen, sondern wurde in erster Linie entwickelt,
um damit sinnvoll zu arbeiten. Wer Spiele spielen
möchte, sollte besser zur Windows 9x - Schiene
greifen. Windows NT zeichnet sich aus durch
hohe Stabilität, gutes Speichermanagement und
Zugriffssicherheit. Wer den Anmeldebildschirm
sieht und das entsprechende Kennwort nicht kennt,
hat schlechte Karten. Der Druck auf die "ESC-Taste"
hilft nicht weiter.
minimale Systemvoraussetzung:
- 486 DX 50 CPU
- 16 MB RAM
- 110 MB Festplattenspeicher
- CD-Rom Laufwerk
- Diskettenlaufwerk
Das Setup:
- "winnt32.exe"
- Wird nur verwendet, um ein Upgrade einer
bereits installierten Windows NT Version
(3.51 oder 4.0) durchzuführen.
- winnt.exe
- Zur regulären NT-Installation, auch
von DOS oder Windows 95 aus.
- Beide Dateien befinden sich auf der
CD im Verzeichnis \i386.
|
Optionen |
| /b |
Bootdateien
werden auf die Festplatte geschrieben,
statt Bootdisketten zu benutzen. Benötigt
zusätzliche 4-5MB Plattenplatz.
|
| /s |
Pfad
der NT-Quelldateien definieren. Mehrere
Pfade beschleunigen die Installation.
|
| /u |
Pfad
der Antwortdatei zur unbeaufsichtigten
Installation. Muss zusammen mit /s verwendet
werden. (/u:Antwortdatei)
|
| /udf |
ID des
UDF-Abschnittes, der vom Setup anstelle
des entsprechenden Abschnittes der Antwortdatei
verwendet wird. (/udf:id[,UDF-Datei])
|
| /t |
Laufwerk
für temporäre Dateien festlegen. (/d:temp)
|
| /ox |
Boot-Disketten
werden erstellt. Zum Ersetzen beschädigter
bzw. zum Erstellen neuer Boot-Disketten.
|
| /f |
Dateien
werden beim Kopieren nicht überprüft.
Kann die Installation beschleunigen.
|
| /c |
Beim
Erstellen der Boot-Disketten wird nicht
geprüft, ob genug Platz ist.
|
| /i |
Namen
(kein Pfad) der Setup-Informationsdatei
angeben. Standard ist "dosnet.inf".
Steuert die Ausführung des Setup-Programms.
(/i:inffile) |
| /l |
Protokolldatei
$winnt.log erstellen. Enthält Fehler,
die während des Kopiervorgangs in den
temporären Ordner festgestellt wurden.
|

Geliefert wird Windows NT 4.0 mit drei Disketten
und einer CD. Gestartet werden kann die Installation
auch von einem bestehenden Windows. Was vorher
klar sein sollte: NT 4.0 benötigt (für die aktuelle
Hardware von 1996) möglichst viel Speicher und
auf jeden Fall einen 486er Prozessor. Eine 386er
CPU akzeptiert NT 4.0 nicht mehr. 12 MB Speicher
ist das Minimum, 48 MB sollten es aber schon
sein. Auch die Festplatte sollte viel Kapazität
bereit halten. Zur Installation wird die Diskette
in das Laufwerk gelebt und von der Rechner wird
von der CD gestartet. Die Installation verläuft
ein wenig anders als bei Windows 9x. Entscheidend
ist die Frage nach dem
Dateisystem.
Ist eine DOS/Windows - Kombination installiert
oder ein Windows 95, muss das Laufwerk C: auf
jeden Fall FAT16 sein. FAT32 kennt NT
4.0 nicht. DOS/Windows oder Windows 9x erkennt
kein NTFS. Ein FAT - Laufwerk darf auch nicht
größer als 2 GB sein. Soll nur NT 4.0 installiert
werden, sollte die Festplatte mit dem neuen
NTFS formatiert werden. NTFS (New
Technologie File System) ist
wesentlich schneller als FAT und sicherer. Dateien
und Verzeichnisse können komprimiert oder geschützt
werden. Außerdem können Festplatten oder logische
Laufwerke wesentlich größer als 2 GB sein. Außerdem
fragmentiert NTFS nicht so stark wie FAT. Aber
leider liefert Microsoft kein Tool zum Defragmentieren
mit. Auch ein Scandisk fehlt.

Nach verschiedenen Eingaben werden aus dem
Verzeichnis i386 des CD-Rom Laufwerkes die Dateien
auf die Festplatte kopiert.

Während der Installation kann das System
in ein Netzwerk angebunden werden. Vorhandene
Netzwerkarten können installiert und erforderliche
Protokolle eingebunden werden. Die Hardwareerkennung
ist nicht sehr gut. Vor allem Grafikkarten werden
schlecht erkannt.
►
Hier geht es zum kompletten Setup von Windows
NT 4.0 - Bild für Bild
Der Bootvorgang:

Nach erfolgreicher Installation stehen zwei
Boot-Möglichkeiten zur Verfügung. Windows NT
"normal" oder im "VGA"-Modus zu starten. Im
VGA-Modus wird das System mit einer Auflösung
von 640 x 480 Pixel bei 16 Farben geladen.

Nach der Auswahl kommt das nächste Fenster
im DOS-Modus. Mit der "Leer"-Taste gelangt man
zur nächsten Auswahl. Drückt man nicht die Leertaste,
bleibt das Bild einige Sekunden stehen bis Windows
den Bootvorgang fortsetzt.

Hier kann zum Beispiel die letzte funktionierende
Konfiguration aufgerufen werden, sofern Windows
einmal nicht mehr richtig oder fehlerhaft startet.
Startsound:
| Der Startsound
-> |
 |
Anmeldung:

Der Anmeldevorgang beginnt mit einer Tastenkombination.
Warum auch immer. Mit dem "Affengriff"
"Strg-Alt-Enf" gelangt der User zur Anmeldung.

Der Anmeldebildschirm. Eine Anmeldung ist
zwingend erforderlich. Ein Druck auf die "ESC"-Taste
wie bei Windows 9x hilft hier nicht weiter.
Ohne Kennwort kein Windows.
Der Desktop:

Der Willkommensgruß. Deaktivieret werden
kann das Fenster erst nach dem zweiten Start.

Auf den ersten Blick könnte man meinen, es
handelt sich um ein
Windows 95. Nur wenige Symbole (Icons) befinden
sich auf dem Desktop. Da die meisten Grafikkarten
nicht erkannt werden, muss erst einmal die Grafikkarte
manuell nachinstalliert werden. Daher erscheint
das NT 4.0 erst einmal mit einer VGA-Auflösung.
640 x 480 Pixel bei 16 Farben. Neu sind der
Arbeitsplatz und der Papierkorb. Der Papierkorb
zeigt auf dem Desktop an, ob er leer war oder
gefüllt. Die gelöschten Dateien kamen erst einmal
in den Papierkorb. Dort konnten sie dann endgültig
gelöscht oder wieder an den ursprünglichen Ort
kopiert werden.

Auch nach einem Klick auf den Start-Button
ist eigentlich alles wie bei Windows 95.

Nach einigen Mausklicks wird der Unterschied
zu Windows 95 aber schnell sichtbar. Es gibt
zwei Mal ein Autostart. Neu ist auch die Verwaltung.
Bei einem Klick auf den -> Start
-> Programme öffnen sich die Menüs. Kurios:
Um Windows zu beenden, klickt man erst auf ->
.
Ein Kontextmenü gibt es hier noch nicht.

Die Taskleiste von Windows NT 4.0. Geöffnete
Programme werden in der Taskleiste angezeigt.
Die Taskleiste kann auch mit der Maus verschoben
und etwa die rechte oder linke Desktopseite
positioniert werden.

Geöffnete Fenster können nun minimiert, maximiert
oder geschlossen. Werden sie minimiert, so werden
sie in der Taskleiste abgelegt. Auf dem Desktop
befindet sich der Arbeitsplatz und ein Papierkorb.
Die Verzeichnisse heißen nun Ordner.
Programme:
Die meisten Programme werden von Windows
NT 4.0 gestartet, ob als 16-bit oder als 32-bit.
Nicht gestartet werden Programme, die direkt
auf die Hardware zugreifen möchte, zum Beispiel
Spiele. Programme stürzen in der Regel unter
Windows NT nicht ab, egal, ob sie 16- oder 32-bittig
sind. Denn hier übernimmt das Betriebssystem
das Kommando über die Speicherverwaltung und
weist jedem Programm einen eigenen Speicherbereich
zu. Jedes Programm ist damit isoliert und kann
nicht eigenständig auf Speicherbereiche zugreifen.
Sollte ein Programm einmal abstürzen oder "sich
aufhängen", so werden andere Programme nicht
in Mitleidenschaft gezogen. Das entsprechende
Programm kann über den Task-Manager (wird später
erläutert) beendet werden. Der Speicherbereich
wird nach Beendigung des Programms wieder freigegeben.
So kommt es auch recht selten zu einem so genannten
Bluescreen (siehe auch:
Was ist ein Bluescreen).
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