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Bluescreen

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Bluescreen:

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Was ist ein Bluescreen?:

Ein so genannter Bluescreen (Blue Screen of Death - Blauer Bildschirm des Todes) ist eine Fehlermeldung bei Microsoft Windows. Dabei wird eine Fehlermeldung auf den Bildschirm ausgegeben. Diese Meldung wird ausgegeben in weißer Schrift auf blauem Hintergrund. Anfällig für Bluescreens sind vor allem die Windowsversionen der Reihe 9x, also 95, 98, 98 SE, ME. Feststellen musste dies auch Bill Gates bei einer Präsentation von Windows 98.

Bluescreen bei der Präsentation von Bill Gates bei Windows 98 Bluescreen bei der Präsentation von Bill Gates bei Windows 98

Nach der Installation eines USB Treibers für einen Drucker kam es vor laufenden Kameras zu einem Bluescreen. Dabei war auch schon vorher bekannt, dass genau dieser Treiber nicht sauber programmiert war und einen Bluescreen verursacht.

Auch bei der NT-Reihe (NT, Windows 2000, XP, Vista) kann es zu Bluescreens kommen, etwa durch falsch installierte oder schlecht programmierte Treiber. Allerdings sind  softwarebedingten Bluescreens ziemlich selten.

Bluescreen

Ursachen für Bluescreens:

Speicherverwaltung vom Betriebssystem:

Bei der Windows 95er-Reihe (95, 98, 98 SE, ME) übernimmt das Betriebssystem nicht konsequent die Speicherverwaltung. So kommt es vor, dass einige Programme auf den gleichen Speicherbereich des Arbeitsspeichers zugriffen.

Wird eines der Programme (hier im Beispiel Programm 3) beendet, gibt dieses Programm den gesamten Speicherbereich wieder frei, den es belegt, auch wenn ein anderes Programm (Programm 2) einen Teil dieses Speichers mitbenutzt. Programm 2 kann durch den fehlenden Speicher nicht mehr korrekt ausgeführt werden und stürzt dann ab.

Das Problem taucht vor allem bei schlecht programmierten 16Bit-Programmen oder 16-BitTreibern auf. 32 Bit-Programme greifen nur auf freie Speicherbereiche zu.

Bei der Windows NT-Serie (NT, Windows 2000, XP, Vista) übernimmt das Betriebssystem komplett die Speicherverwaltung. Windows weist jedem Programm einen eigenen Speicherbereich zu. Jedes Programm ist damit isoliert und kann nicht eigenständig auf Speicherbereiche zugreifen. Sollte ein Programm einmal abstürzen oder "sich aufhängen", so werden andere Programme nicht in Mitleidenschaft gezogen. Das entsprechende Programm wird dann vom Betriebssystem isoliert oder beendet. Der Speicherbereich wird nach Beendigung des Programms wieder freigegeben. So kommt es sehr selten zu einem Bluescreen.

Weitere Ursachen für einen Bluescreen:

Auch ein Virus kann einen Bluescreen verursachen. Manche Viren löschen oder manipulieren bestimmte Systemdateien, so dass diese nicht mehr richtig ausgeführt werden können. Oder Viren manipulieren den Arbeitsspeicher.

Ein Bluescreen muss aber nicht nur von einer Software verursacht werden. Ein Bluescreen kann auch bei einer defekten Hardware angezeigt werden, etwa bei defektem Arbeitsspeicher oder der Überhitzung des Prozessors, wenn die Temperaturkontrolle den Prozessors in den Halt-Modus setzt.

Auch eine defekte Festplatte kann Ursache für einen Bluescreen sein. Wenn etwa eine Festplatte defekte Sektoren aufweist und entsprechende dll-Dateien nicht gestartet werden können.

Was tun bei einem Bluescreen:

In den Windows-9x-Versionen sind diese Meldungen zur Problemlösung ungeeignet, da dem User kaum richtige Informationen mitgeteilt werden. Mit der Einführung von Windows NT 4.0 wurde eine Fehlernummer und Fehlerbezeichnung angezeigt plus vier Zahlenwerte. Mit deren Hilfe kann ein erfahrener oder fachkundiger User unter Zuhilfenahme der Microsoft-Internetseite meist Fehlerursachen ausmachen. Windows kann auch so konfiguriert werden, dass der Inhalt des Arbeitsspeichers auf die Festplatte geschrieben wird.

Bei den Windows 9x-Versionen erfordert diese Meldung häufig, bei den NT-Versionen immer einen Neustart des Systems. In den „Home“-Versionen von Windows XP (Service Pack 1 und 2) wurde der erforderliche manuelle Neustart in der Standard-Konfiguration durch einen automatischen Neustart ersetzt; in kritischen Situationen kann dies jedoch zur Verklemmung (deadlock) des Systems führen. Dies gilt auch für Windows 2000. Erhält man auf einem NT-Windows einen Bluescreen, so wurde das System noch sauber beendet.

Redscreen - Red Screen Of Death:

Der Red Screen Of Death (RSoD) ist eine Variante des Blue Screen Of Death, der im kommenden Betriebssystem Microsoft Windows Vista eingeführt wird. Als "Red Screen Of Death" werden manchmal aber auch fatale Fehler in neueren Versionen von Lotus Notes bezeichnet. Diese Fehlermeldung erscheint aber nicht wie bei Microsoft Windows Vista im Vollbildmodus, sondern als rote Box mit schwarzem Rahmen.

Entgegen erster Meinungen wird der "Red Screen Of Death" den Blue Screen Of Death in Microsoft Windows Vista nicht ersetzen, sondern ihn in Fällen von "wirklich schlimmen Fehlern" ergänzen, wie z. B. bei Bootloader-Fehlern.



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