
BIOS
Bios steht für Basic Input Output System. Das Bios ist für die Funktionalität eines Rechners unabdingbar. Es sitzt auf dem Motherboard und ist für die Grundeinstellungen des Rechners zuständig. Das BIOS wird beim Systemstart des Rech
ners durchlaufen. Es speichert alle Basis - Einstellungen. Zum Beispiel die Systemzeit, Art und Größe der Festplatte(n),
welche Komponente als Erste gestartet (gebootet) werden soll. Soll ein Rechner also zuerst von Diskette starten, von der Festplatte oder von einer CD.
Das BIOS wird meistens mit der Taste "DEL" (Entf) oder der Taste "F2" gestartet. Manchmal auch mit der Taste "F11". Sobald der Rechner eingeschaltet wird, wird angezeigt, mit welcher Taste das BIOS gestartet wird.
Fehlermeldungen bei AMI-Bios (Piep-Töne:)
1x kurz
Alles in Ordnung. Keine Fehler.
1x
DRAM - Refresh ausgefallen; den korrekten Sitz aller RAM-Module überprüfen; die Takteinstellungen im BIOS überprüfen (verwenden Sie mal die Auto Konfiguration -Werte); eventuell alle Speichemodule mal rausnehmen und wieder einstecken (Kontaktproblem); eventuell passen auch neu eingebaute Module nicht mit den alten zusammen; falls der Fehler weiter besteht, vom Händler die Module überprüfen lassen.
1x lang
POST erfolgreich beendet.
1x Dauer
Netzteilfehler: Schalten Sie den PC einfach mal aus, bei ATX-PCs schalten Sie über den Schalter auf der Rückseite aus, danach starten Sie neu; tritt der Fehler weiterhin auf, muss das Netzteil ausgetauscht werden.
1x lang, 1x kurz
Hauptplatinenfehler: schwerwiegender Fehler auf dem Motherboard; versuchen Sie die Überprüfung der Taktrate von CPU; bei ATX-Boards lässt sich der PC in der Regel nicht mehr über den Taster auf der Vorderseite ausschalten.
1x lang, 2x kurz
Grafikkartenfehler: Video-ROM-BIOS - Checksumme falsch; Monitoransteuerung defekt; keine Grafikkarte gefunden; Paritätsfehler
1x lang, 3x kurz
Videofehler: defekter RAM-DAC (Digital Analog Converter), der für die Umwandlung der Rechnerdaten in Videodaten zuständig ist, ist defekt; oder Monitorerkennungsprozess fehlerhaft oder Video-RAM fehlerhaft, eventuell ist der Monitor nicht angeschlossen bzw. das Kabel defekt; oder Fehler in den ersten 64KB des Speichers.
1x lang, 4x kurz
Timer-Baustein defekt
1x lang, 5x
kurz Prozessorfehler
1x lang, 6x kurz
Tastatur-Controller fehlerhaft
1x lang, 7x kurz
Virtual-Mode Probleme
1x lang, 8x kurz
Fehler im Videospeicher
1x lang, 9x kurz
ROM-BIOS Page Rankingüfsummenfehler
1x lang hoch 1x lang tief
Prozessorfehler
2x kurz
Parity Error: POST fehlerhaft (eine der Hardwaretestprozeduren ist fehlerhaft); den korrekten Sitz aller RAM-Module überprüfen; überprüfen ob Ihre Module ECC bzw. Paritätsprüfung unterstützen; falls der Fehler weiter besteht, vom Händler die Module überprüfen lassen.
2x kurz, 1x lang
Grafikartenkontakt nicht ok. (bei Gigabyte-Board (GA 7IX-4)
2x lang, 2x kurz
Videofehler: (entweder Checksummenfehler des Video-BIOS-ROM oder der installierte Videoadapter hat einen Fehler im Horizontalrücklauf).
3x kurz
Base 64 KB Memory Failure: Basis - Speicher defekt, RAM-Fehler innerhalb der ersten 64 KB; den korrekten Sitz aller RAM-Module überprüfen, falls der Fehler weiter besteht, vom Händler die Module überprüfen lassen; wer ein SDRAM Modul verwendet, muss gegebenenfalls das Ganze austauschen; überprüfen Sie vorher aber ob das Speichertiming korrekt eingestellt ist.
3x kurz, 3x lang, 3x kurz
Arbeitsspeicher defekt
4x kurz
Timer not Operational: System - Timer (Timer 1) eventuell Akku/Batterie defekt; tauschen Sie die Speicherbausteine und überprüfen Sie die RAM-Einstellungen; gegebenenfalls ist ein Mainboardtausch fällig.
5x kurz
Prozessor Error: Prozessor defekt; Video-Speicher; versuchsweise den PC aus/einschalten; eventuell übertakteter Prozessor; ungenügende Kühlung; eventuell Grafikkartenproblem; Prozessor vom Händler überprüfen lassen.
6x kurz
8042 Gate A20 Failure: Tastatur-Controller defekt (8042-Baustein/ A20 Gate). Prozessor kann nicht in den Protected Mode schalten; Chip auf dem Board überprüfen, ist er eingelötet müssen Sie das Board austauschen.
7x kurz
Prozessor Exception Interrupt Error: Virtual Mode Ausnahmefehler (CPU hat einen Interruptfehler generiert); Takteinstellung der CPU überprüfen und ggf. Übertaktung zurücknehmen; wegen eventueller Kontaktprobleme den Sitz der CPU im Sockel überprüfen; den Prozessor vom Händler überprüfen lassen.
8x kurz
Display Memory Read/Write Error: Videospeicher nicht ansprechbar; Grafikkarte defekt oder nicht eingebaut (kein fataler Fehler); gegebenenfalls austauschen; eventuell übertakteter ISA-Bus.
9x kurz
ROM-Checksum Error: ROM-BIOS-Checksumme nicht korrekt, EPROM, EEPROM oder Flash-ROM-Baustein defekt, BIOS defekt oder nicht korrekt updated; bei diesem Fehler hilft Ihnen nur der Boardhersteller; eventuell ist aber auch der Fehler im eigenen BIOS Ihrer Karten zu finden.
10x kurz
CMOS Shutdown Register Read/Write Error: CMOS kann nicht gelesen/geschrieben werden Hauptplatine ist defekt und muss getauscht werden. Eventuell kann man den Dallas-Chip wenn er denn netterweise gesockelt ist, durch einen baugleichen austauschen. Das fällt noch nicht so ganz ins Kapitel Reparatur.
11x kurz
Cache Error / external Cache Bad: L2 - Cache auf dem Mainboard defekt; gesockelte Module erst auf korrekten Sitz überprüfen; das Modul ist defekt und muss getauscht werden; Auf neueren Boards ist der Cache integriert und damit muss das Board ersetzt werden.
Kurzübersicht:
- AMI-BIOS:
1x: RAM defekt oder sitzt nicht richtig in der Halterung.
2x: Parity Error
3x: Base 64K RAM Failure
4x: System Timer Fehler
5x: Prozessor Fehler
6x: Gate-A20-Fehler - deutet meist auf eine defekte Tastatur hin.
7x: Virtual Mode Exception Error
8x: Grafikkarte defekt oder sitzt nicht richtig im Slot.
9x: ROM BIOS Checksum Failure
10x: CMOS Shutdown Register Read/Write Error
11x: Checksummen-Error. Prüfen Sie die Batterie des Motherboards. - Award-BIOS:
1x lang: Fehler des Arbeitsspeichers, Module sitzen nicht richtig in den Halterungen des Motherboards.
1x lang, 2x kurz: Grafikkarte fehlerhaft oder defekt.
1x lang, 3x kurz: Tastatur defekt oder nicht angeschlossen (ab BIOS-Version 4.5 deutet dies auf einen Grafikkartenfehler hin),
Dauerton: Arbeitsspeicher oder Grafikkarte nicht gefunden. - Phoenix-BIOS:
1x-1x-4x: BIOS fehlerhaft.
1x-2x-1x: Hauptplatine defekt.
1x-3x-1x: Problem mit dem Arbeitsspeicher, Module sitzen nicht richtig in der Halterung.
3x-1x-1x: Defekte Hauptplatine.
3x-3x-4x: Grafikkarte defekt oder sitzt nicht richtig in der Halterung.
DMA-Belegung:
Die DMA-Belegung dient zur Entlastung des Prozessors, bei Steckkarten und Mainboard-Bausteinen mit hohem Datendurchsatz, wie z.B. bei SCSI-Kontrollern. Rein theoretisch dürfen sich zwei Steckkarten einen DMA-Kanal teilen, aber nur dann wenn sie nicht gleichzeitig davon Gebrauch machen. Normalerweise sind aber die vorhandenen 8 Kanäle völlig ausreichend und man sollte nur im Notfall die Doppelbelegung verwenden.
| DMA | Kartentyp | Busbreite | Funktion | verwendbar |
| 0 | 16 Bit | 8 Bit | frei | ja |
| 1 | Mainboard | 8 Bit | frei | ja |
| 2 | 8/16 Bit | 8 Bit | Diskettenlaufwerke | nein |
| 3 | 8/16 Bit | 8 Bit | frei | ja |
| 4 | Mainboard | 16 Bit | kaskadiert für DMA 0 bis 3 | nein |
| 5 | 16 Bit | 16 Bit | frei | ja |
| 6 | 16 Bit | 16 Bit | frei | ja |
| 7 | 16 Bit | 16 Bit | frei | ja |
| Die DMA Kanäle werden nur noch von ISA-Karten benutzt. PCI Komponenten nehmen das Busmastering in Anspruch. Die dann freien DMAs können für die ISA-Karten verwendet werden. | ||||
|
Standardeinstellungen für LPT- und COM-Ports: |
|||
| Parallele Schnittstelle | Port-Adresse bei 2 LPTs | Port-Adresse bei 3 oder 4 LPTs | |
| LPT1 | 0378h | 3BCh | |
| LPT2 | 0278h | 378h | |
| LPT3 | 278h | ||
| LPT4 | 2BCh | ||
| Serielle Schnittstelle | Port-Adresse/Standard IRQ | ||
| COM1 | 03F8(hex) / IRQ4 | ||
| COM2 | 02F8(hex) / IRQ3 | ||
| COM3 | 03E8(hex) | ||
| COM4 | 02E8(hex) | ||
| COM5 | 02F0(hex) | ||
| COM6 | 03E0(hex) | ||
| COM7 | 02E0(hex) | ||
| COM8 | 0260(hex) | ||
| COM9 | 0368(hex) | ||
| COM10 | 0268(hex) | ||
| COM11 | 0360(hex) | ||
| COM12 | 0270(hex) | ||
| Die Schnittstellen COM1 und COM2 sind so genannte externe Schnittstellen. Früher kam die Maus meistens an COM1 und ein Modem wurde an COM2 angeschlossen. Die (internen) Schnittstellen COM3 oder COM4 wurden bei Internen Modems konfiguriert (egal ob ISA- oder PCI-Karte).
IRQ-Belegung anzeigen lassen:
Hier die Anzeige unter Windows XP.
Mit einem Doppelklick auf eine Hardwarekomponente (Hier die Grafikkarte) können sich die Ressourcen angezeigt werden. Bestehende Konflikte werden angezeigt und können manuell behoben werden. Die von Steckkarten am häufigsten verwendeten Ressourcen: |
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| Erweiterung | IRQ | DMA | Port |
| Grafikkarte | 9, 11, 12 | keiner | 03B0hex-03CFhex |
| Soundkarte | 3, 4, 5, 7, 9, 10, 11, 12, 15 | 1, 3 und 5, 6, 7 | 0220hex-022F, 0240hex-024Fhex, 0260hex-026F und 0300hex-0301, 0330hex-0331 und 0388-038B |
| Joystick-Port | fehlt | fehlt | 0200hex-0207hex |
| Netzwerkkarten | 3, 4, 5, 7, 9, 10, 11, 12, 15 | 1, 3, 5, 6, 7 | 0240hex-0243hex, 0260hex-0263hex, 0280hex-0283hex, 0sA0hex-02A3hex, 0300hex-0303hex, 0320hex-0323hex, 0340hex-0343hex, 0360hex-0363hex |
| NE2000- Netzwerkkarten | 3, 4, 5, 7, 9, 10, 11, 12, 15 | 1, 3, 5, 6, 7 | 0240hex-025Fhex, 0260hex-027Fhex, 0280hex-029Fhex, 02A0hex-02BFhex, 0300hex-031Fhex, 0320hex-033Fhex, 0340hex-035Fhex, 0360hex-037Fhex |
| SCSI-Controller | 9, 10, 11, 12, 14, 15 | 1, 3, 5 | 0130hex-014Fhex, 0140hex-015Fhex, 0220hex-023Fhex, 0330hex-034Fhex, 0340hex-035Fhex |
Die rot markierten IRQs, DMAs und Portadressen sollten möglichst bei Steckkarten ohne Plug & Play-Fähigkeit verwendet werden.
| Probleme bei Festplatten: | ||
| Problem | Ursache | Lösungsmöglichkeit |
| Festplatte läuft zu langsam | falscher PIO-Mode | richtige Einstellung vornehmen |
| von FDISK werden nur 540 MB der Festplatte erkannt | das BIOS unterstützt keine größeren Platten |
Diskmanager installieren |
| die BIOS-Erweiterung für große Festplatten ist nicht installiert. | Large/ECHS- oder LBA-Modus für das Laufwerk im System-BIOS aktivieren | |
| Festplatte wird überhaupt nicht erkannt | Anschlüsse nicht korrekt ( rot auf 0 ) | überprüfen von Stromkabel und Datenkabel |
| Einstellung Master/Slave nicht korrekt | an der Festplatte richtig jumpern | |
| Festplatten-Parameter fehlerhaft eingetragen | im BIOS überprüfen | |
| Auto-Erkennung deaktiviert | aktivieren | |
BIOS Einstellungen beim Einsatz von USB:
Wenn Sie USB Geräte oder USB Karten einsetzen wollen, ist es möglicherweise notwendig bestimmte Einstellungen im BIOS zu ändern.
Windows 95A unterstützt USB nicht
Windows 95 B OSR (Service Release) 2.1 unterstützt USB mit dem enstprechenden Update
Windows 95 C OSR (Service Release) 2.5 unterstützt USB mit dem entsprechenden Update
Windows 98 - ab hier wird USB automatisch installiert.
Wollen Sie ein USB Gerät installieren, so müssen Sie zuerst den USB Port aktivieren. Dies geschieht über die entsprechende Option. in ihrem BIOS.
Wollen Sie eine USB Karte einbauen und sich ein nicht verwendeter USB Chipset auf dem Board befindet, so muss dieser zuerst in ihrem BIOS deaktiviert werden. Nur dann kann Windows dem entsprechenden Gerät die notwendigen Ressourcen zuweisen.
Gibt es Ressourcenkonflikte, müssen Sie eventuell von anderen Geräten belegte Resourcen freigeben und den am USB Port angeschlossenen Geräten verfügbar machen.
Beim Einsatz von USB sollten Sie möglichst vorher nach einem BIOS Update schauen und es dann wenn nötig zu installieren.
Für die Installation von USB Geräten gilt, zuerst alle notwendigen Treiber und Programme zu installieren und dann das Gerät am USB Port anzuschließen.
BIOS-Einstellungen:
|
AMI |
AWARD |
||||
| Parameter | Bios-Menü |
Tip |
Parameter | Bios-Menü |
Tip |
| Quick Boot | Advanced Setup |
enabled |
Virus Warning | Advanced BIOS Features |
disabled |
| 1st Boot Device | Advanced Setup |
IDE-0 |
CPU Level1 und Level2 Cache | Advanced BIOS Features |
enabled |
| Try other Boot Devices | Advanced Setup |
No |
CPU Level2 Cache ECC Checking | Advanced BIOS Features |
disabled |
| SMART | Advanced Setup |
enabled |
Quick Power On Selftest | Advanced BIOS Features |
enabled |
| Floppy Drive Seek | Advanced Setup |
disabled |
First BootDevice | Advanced BIOS Features |
IDE0 |
| L1 Cache | Advanced Setup |
enabled |
Boot Up Floppy Seek | Advanced BIOS Features |
disabled |
| L2 Cache | Advanced Setup |
enabled |
Video BIOS Shadow | Advanced BIOS Features |
enabled |
| System BIOS Cacheable | Advanced Setup |
enabled |
Bank DRam Timing | Advanced BIOS Features |
Fast oder Turbo |
| Graphic Win Size | Advanced Setup |
64 M |
SDRAM Cycle Length | Advanced Chipset Features |
2 wenn möglich |
| DRAM Timing | Advanced Setup |
Fast oder Ultra |
Fast R-W Turnaround | Advanced Chipset Features |
enabled |
| System BIOS cacheable | Advanced Chipset Features |
enabled |
|||
| SDR/DDR RAS Active Time | Advanced Setup |
6 T |
AGP Aperture Size | Advanced Chipset Features |
64 MB |
| SDR/DDR RAS Precharge | Advanced Setup |
3 T |
AGP Mode | Advanced Chipset Features |
4x wenn möglich |
| Auto Detect DIMM/PCI Clock | Advanced Setup |
enabled |
PCI Dynamic Bursting | Advanced Chipset Features |
enabled |
| CLK Gen. Spread Spectrum | Advanced Setup |
enabled |
Super Bypass Mode | Advanced Chipset Features |
enabled bei Athlon |
| Power Managament | Power Management Setup |
disabled |
Memory Parity Check | Advanced Chipset Features |
disabled |
| RTC Alarm | Power Management Setup |
beliebig |
ACPI Suspend Type | Power Managament Setup |
disabled |
| PnP Aware OS | PCI PnP Setup |
on |
|||
| AGP Select | PCI PnP Setup | 4x | Modem Use IRQ | Power Managament Setup | beliebig |
| Primary Graphics Adapter | PCI PnP Setup | AGP | Soft-OFF by PWRBTN | Power Managament Setup | beliebig |
| Allocate IRQ to PCI VGA | PCI PnP Setup | no | Wake Up On LAN | Power Managament Setup | beliebig |
| RTC Alarm Resume | Power Managament Setup | beliebig | |||
| PnP/PCI Configuration | auto | ||||
























