
Bluetooth
Funk - Netzwerk Bluetooth:
Bluetooth ist ein Industriestandard gemäß IEEE 802.15.1 für die drahtlose (Funk-)Vernetzung von Geräten über kurze Distanz. Bluetooth bietet eine drahtlose Schnittstelle, über die sowohl mobile Kleingeräte wie Mobiltelefone und PDAs als auch Computer und Peripheriegeräte miteinander kommunizieren können. Ein solches Netzwerk wird auch als Wireless Personal Area Network (WPAN) bezeichnet.
Den Namen Bluetooth (Blauzahn) wählte die schwedische Firma Ericsson als Initiator dieser Technologie in Erinnerung an den vor rund 1000 Jahren in Dänemark herrschenden König Harald II, der diesen Beinamen trug. Wegen des durch ihn eingeleiteten, erfolgreichen Zusammenschlusses einzelner Gebietsteile zu einem einheitlichen Königreich genießt der Name dieses Herrschers auch heute noch einen guten Ruf und steht als Synonym für fortschrittliches Denken auf Basis eines großen Grundgedankens. Ähnlich gilt auch für die Bluetooth-Technologie, die einen weltweit einheitlich akzeptierten Standard nutzt und für die mittlerweile rund 1900 Elektronik-Firmen im Rahmen der Bluetooth-SIG (Special Interest Group) Interesse gezeigt haben. All diese Firmen beabsichtigen - zumindest zum großen Teil - diese Funk-Kurzstrecken-Netzwerk-Technologie in eigenen Designs einzusetzen oder Produkte darum herum zu entwickeln.
| Eigenschaften: |
| Frequenzband | 2,400-4,4835 GHz ISM (83,5Mhz Bandbreite) |
| Modulationsart | Frequenzmodulation |
| Anzahl der Kanäle | jeder Kanal ist 1Mhz breit, abzüglich von den Sicherheitsabständen ergeben sich damit 78 Kanäle |
| Übertragungsrate | max. 1MBit |
| größtes übertragbares Packet | 339 Byte (ohne Header) |
| Reichweite | 100 m |
| Anzahl der Clients pro Netz | 127 max. |
| Ausgangsleistung | 1-2mW normal, 100mW max. |
| Adressierung | 12 Hexadezimale Zeichen (wie MAC Adresse) z.B.: 00:CE:AC:11:2B:8F Gerätename zuordbar , z.B. 'Digitalkamera' |
| Verschlüsselung | 128bit-Key |
Die häufigste Verwendungsart für Bluetooth ist derzeit eine Bluetooth Verbindung zwischen einem Computer (oder Notebook) und dem Handy. Mit einem Bluetooth fähigem Handy und einem Bluetooth - Stick können Daten (Bilder, Klingeltöne, Videos) auf einfache Art und Weise ausgetauscht werden. Um Unterwegs gefahrlos telefonieren zu können, gibt es spezielle Bluetooth - Headsets. Diese werden einfach über die Bluetooth - Schnittstelle des Handys verbunden.
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| Bluetooth und IrDA im Vergleich | ||
| Standard | IrDA | Bluetooth |
| Verbindungsart | Point-to-Point | Point-to-Point, Point-to-Multipoint |
| Datenübertragungsrate | 4 Mbps, 16 Mbps in Zukunft | 1 Mbps |
| Übermittlungsdistanz | 1 m Sichtkontakt | bis 100 m ohne Sichtkontakt |
| Übertragungsumkreis | 30-Grad-Winkel | Omnidirektional |
| Anzahl unterstützte Geräte | 2 | 8 pro Piconet |
| Sicherheitsfeatures auf | Softwareebene | Hardwareebene |
| Bidirektionalität | Symmetrisch | Symmetrisch und asymmetrisch |
| Hardware- und Softwareunterstützung | Breit | Breit |
Bluetooth - Hardware:
Audio: Headset - tragbare Freisprecheinrichtung mit Mikro, Lautsprecher, Funkteil und Akku. Diese Bluetooth-Geräte sind zum Beispiel für Autofahrer empfehlenswert, die während der Fahrt gesetzestreu freihändig telefonieren wollen.
Audio: Kopfhörer - drahtlose Stereokopfhörer mit Funkteil und Akku für den Empfang von MP3-Musik. Je nach Ausführung kann auch eine Fernbedienung für die Audio-Quelle eingebaut sein.
Audio: Player - Abspielgerät für Musik im MP3-Format, der Audio-Streams zum Empfänger, etwa Kopfhörer, sendet. Der Kopfhörer benötigt deshalb einen MP3-Dekoder.
Audio: Car-Kit/Freisprecheinrichtung - fest oder provisorisch in Fahrzeugen eingebautes Sprechfunkgerät. Es fungiert mit eigenem Lautsprecher und Mikrofon als Brücke zwischen Nutzer und Handy.
Drucker-Erweiterung: - rüstet herkömmliche Drucker mit drahtgebundener Schnittstelle mit Bluetooth-Funk auf. Es gibt sie in Varianten für USB- und für Parallelport-Anschlüsse.
Eingabe: Joystick - wird per Bluetooth-Funk an PCs oder Spielekonsolen angekoppelt. Bisher (Mitte 2003) ist noch kein Gerät am Markt verfügbar.
Eingabe: Maus - wird per Bluetooth-Funk an PCs angekoppelt. Bisher gibt es nur ein geringes Angebot.
Eingabe: Tastatur - wird per Bluetooth-Funk an PCs angekoppelt und lässt sich bisher erst dann verwenden, wenn das Betriebssystem vollständig gebootet wurde; die Auswahl von Boot-Partitionen oder auch BIOS-Einstellungen sind damit nicht möglich. Theoretisch eignen sich Bluetooth-Tastaturen auch für den Betrieb mit PDAs oder Spielekonsolen. Bisher gibt es nur ein geringes Angebot.
Fernbedienung - bisher nur auf dem Papier spezifiziert. Bluetooth-Fernbedienungen sollen künftig die mit Infrarot-Technik ausgerüsteten Geräte bei der Steuerung von zum Beispiel Fernsehern oder Musik-Anlagen ablösen.
Handy - Bluetooth- Handys eigneten sich nur zum mobilen Surfen und Faxen. Inzwischen können Handys auch Visitenkarten und Termine via Bluetooth befördern oder über herstellerspezifische Software PCs fernsteuern.
Notebook - fungiert neben dem PC als Bluetooth-Zentrale, deckt also einen Großteil der Anwendungen ab, etwa surfen, drucken, Daten abgleichen und Bilder übertragen. Bei den meisten Notebooks ist Bluetooth nicht auf der Hauptplatine integriert, sondern nur als internes USB-Modul angesteckt. Bisher gibt es aber nur wenige Notebooks, die ab Werk mit Bluetooth ausgestattet sind.
PC - fungiert als Bluetooth-Zentrale, deckt also einen Großteil der Anwendungen ab, etwa surfen, drucken, faxen, Daten abgleichen, Bilder übertragen, et cetera. Bei den meisten PCs ist Bluetooth bisher nur als internes USB-Modul angesteckt. Auch ist das Angebot an PCs mit eingebautem Bluetooth noch klein -- wohl deshalb, weil USB-Erweiterungen sehr preisgünstig sind.
PC-Erweiterung: CF-Card - nur umständlich einzubauen, da kaum ein PC einen CF-Card-Steckplatz hat, also zunächst ein CF-Card-Adapter angeschafft und installiert werden muss. Software-seitig sind Bluetooth-Funker in CF-Card-Bauform aber ebensogut wie USB-Adapter geeignet.
PC-Erweiterung: PC-Card - umständlich einzubauen und für die meisten PCs nur dann geeignet, wenn sie mit einem PC-Card-Adapter ausgerüstet sind. Software-seitig ist ein PC-Card-Blaufunker aber ebensogut wie ein USB-Adapter geeignet.
PC-Erweiterung: PCI - bisher nur geringes Angebot und in PCs ähnlich umständlich einzubauen wie PC- oder CF-Cards, denn man muss das Gehäuse öffnen und ein Abschlussblech entfernen. Software-seitig sind PCI-Adapter ebensogut geeignet wie USB-Adapter.
PC-Erweiterung: seriell - Steckmodul für die serielle RS232-Buchse. Kommt paarweise als transparenter Kabelersatz zum Beispiel für die Kopplung mit herkömmlichen, nur per Kabel angebundenen Modems in Frage.
PC-Erweiterung: USB - bisher am meisten verbreitete Bluetooth-Aufrüstung für PCs. Gibt es recht preiswert schon ab 30 Euro mit Reichweiten von 10, 50 und 100 Metern. Die USB-Funker decken einen Großteil der Bluetooth-Anwendungen ab, etwa surfen, drucken, Daten abgleichen, Bilder, Visitenkarten und Termine übertragen, et cetera.
PDA - immer mehr PDAs werden inzwischen von Haus aus mit Bluetooth gefertigt, hauptsächlich aber Geräte der oberen Kategorie. Sie eignen sich beispielsweise zum drahtlosen Surfen über Handys oder auch ISDN-Adapter, aber auch zur kabellosen Synchronisierung des Datenbestands mit dem PC.
PDA-Erweiterung: CF-Card - kommt bisher nur mit Treiberunterstützung für PDAs mit Pocket-PC-Betriebssystem. Prinzipiell gleichwertig mit eingebauten Bluetooth-Funkern, belegt aber den CF-Card-Steckplatz.
PDA-Erweiterung: PC-Card - kommt bisher nur mit Treiberunterstützung für PDAs mit Pocket-PC-Betriebssystem. Software-seitig gleichwertig mit eingebauten Bluetooth-Funkern, ist aber recht voluminoös und belegt den PC-Card-Steckplatz.
PDA-Erweiterung: SDIO-Card - kommt mit Treiberunterstützung für PDAs mit PalmOS- und mit Pocket-PC-Betriebssystem. Prinzipiell gleichwertig mit eingebauten Bluetooth-Funkern, belegt aber den SDIO-Card-Steckplatz.
PDA-Erweiterung: Springboard - wird nicht mehr gefertigt; gab es von Red-M für PalmOS-PDAs von Handspring.
Peripherie: Drucker - sind noch selten, kommen aber in mehreren Bluetooth-Varianten vor: Die erste Generation wurde über das serielle Profil wie ein serieller Drucker angebunden. Jüngere Geräte kommen mit dem mächtigeren HCRP oder dem schlankeren BIP. Letzteres ist zum Beispiel für die Bildausgabe von Digitalkameras gedacht.
Peripherie: Fax - bisher in Deutschland nicht am Markt. Dürfte aber für kleine Arbeitsgruppen interessant sein, die ein Faxgerät von mehreren PCs aus nutzen wollen.
Peripherie: Projektor - bisher nur auf dem Papier spezifiziert. Dürfte insbesondere im Zusammenspiel mit Bluetooth-Fernbedienungen für Präsentationen interessant sein.
Peripherie: Scanner - bisher nur auf dem Papier spezifiziert. Bluetooth dürfte für die meisten Scann-Anwendungen in der gegenwärtigen Auslegung zu langsam sein.
Schnurlos-Telefonie: Basisstation - fungiert ähnlich einer DECT-Basisstation als Funkbrücke zum Telefonnetz, kann auch Analog- oder ISDN-Modem zum surfen via Bluetooth enthalten. Noch wenig verbreitet.
Schnurlos-Telefonie: Telefon - entspricht einem DECT-Telefon. Könnte aber auch Bestandteil von Handys werden, mit denen man in der Nähe einer Bluetooth-Basisstation zu Festnetztarifen telefonieren kann und außerhalb zu Mobil-Tarifen.
Sonstiges - in dieser Rubrik sind alle übrigen Bluetooth-Funker untergebracht, zum Beispiel GPS-Empfänger. Aber auch Bluetooth-Software-Stacks für die einzelnen Betriebssysteme sind darunter.
Surf-Geräte/Access-Points: analog - damit sind Modems mit V.90- oder V.92-Technik für das analoge Telefonnetz gemeint. Bisher gibt es nur wenige am Markt.
Surf-Geräte/Access-Points: DSL - das sind Bluetooth-Basisstationen, die Internet-Verbindungen über nachgeschaltete DSL-Modems herstellen. Bisher nur auf dem Papier spezifiziert.
Surf-Geräte/Access-Points: ISDN - Basisstationen für das ISDN-Telefonnetz. Je nach Auslegung koönnen sie auch Ports für den Anschluss von Analogtelefonen, Anrufbeantwortern oder Faxgeräten enthalten.
Surf-Geräte/Access-Points: LAN - Basisstationen für die Verbindung mit Ethernet-Netzen. Sie setzen das inzwischen veraltete LAN Access Profile ein, das TCP/IP-Verbindungen über PPP vermittelt.
Surf-Geräte/Access-Points: PAN - Basisstationen für die Verbindung mit Ethernet-Netzen über das ökonomische Personal Area Network Profile, PAN. Manche PAN-Access-Points beherrschen auch noch das veraltete LAN Access Profile.
Video: Camcorder - stellen Internet-Verbindungen über Handys oder Basisstationen her, um Video-Clips per Mail zu versenden. Manche enthalten auch Web-Browser, deren Bedienung aber wegen der kleinen LC-Displays schwer fällt.
Video: Digi-Cam - senden aufgenommene Bilder zum PC oder zum Drucker. Umgekehrt können PCs Digi-Cams auch fernsteuern. Bisher gibt es nur wenige Digi-Cams im Handel.
Video: Player - sollen laut Spezifikation Video-Streams senden können und auch per Bluetooth-Fernbedienung gesteuert werden. Bisher (Mitte 2003) sind noch keine Geräte am Markt.
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