
DVD ROM
In den letzten Jahren hat das DVD-Rom Laufwerk das CD-Rom Laufwerk den Rang abgelaufen. Seit Mitte 2004 werd
en keine CD-Rom Laufwerke mehr hergest
ellt. Mittlerweile werden Computer nur noch mit DVD-Rom Laufwerken ausgeliefert.
DVD steht dabei für Digital Versatil Disk. Ein DVD-Rom Laufwerk beherrscht alle Formate einer normalen CD (Compact Disk), egal ob Audio-CD, Daten CD oder wiederbeschreibbare CD. Auch die DVD-RW's (widerbeschreibbare DVD's) sind erschwinglich geworden. Mit einer Kapazität von 4,7 GB passen erheblich mehr Daten auf die DVD als auf eine CD (800 MB.)

Technisches:
Da DVDs eine große Ähnlichkeit mit CDs besitzen, funktionieren auch die Laufwerke ähnlich. Allerdings ist die Wellenlänge des DVD-Lasers eine andere als die des CD-Lasers. Außerdem müssen DVD-Rom Laufwerke den Laser exakt fokussieren können, damit die beiden Datenschichten einer Scheibe erfasst werden können. Im übrigen sind alle DVD-Rom Laufwerke zu CDs abwärtskompatibel, es befinden sich extra CD-Lese-Einheiten in den Laufwerken, damit die alten CD-Rom Laufwerke komplett ersetzt werden können.
Um sich DVD-Filme anschauen zu können, braucht man entweder einen DVD-Player zum Anschluss an den Fernseher oder einen PC mit DVD-Laufwerk. Da für die Dekodierung eine hohe Rechenleistung nötig ist, muss der Rechner entsprechend schnell sein. Ab einem Pentium-III-500-MHz oder einem Athlon-500-MHz ist man auf der sicheren Seite. Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt sind, benötigt man noch eine spezielle Erweiterungskarte, die das Dekodieren übernimmt. Dann reicht selbst ein alter Pentium-200-MHz.
DVD-Standards:
Auf dem Markt der beschreibbaren und widerbeschreibbaren DVD-Medien gibt es die DVD-R und DVD-RW. Beide haben das DVD-Forum auf ihrer Seite. DVD+R und DVD+RW sind Varianten, die zwar von einigen Mitgliedern des DVD-Forums entwickelt wurden, aber nicht von selbigen abgesegnet wurde.
Der fünfte im Rennen, die DVD-RAM, spielt keine besondere Rolle. Trotz des DVD im Namen ist es ein magnetooptisches Medium (MO) und hat technisch gesehen mit den anderen DVD-Formaten wenig zu tun. Die Rohling lassen sich aber bis zu 100.000 mal überschreiben. Sie eignen sich deshalb hervorragend als Backupmedium.
Die DVD-Formate der Plus-Minus-Fraktion sind sich technisch nicht allzu unähnlich. DVD-R und +R, DVD-RW und +RW, sogar DVD-RAM setzen in weiten Teilen auf die gleiche Technik. Alle DVD-Rohlinge arbeiten mit ähnlichen Farbstoffen und kommen sogar aus den selben Produktionsmaschinen. Der wesentliche Unterschied liegt in den Pressformen für die Spiralen denen der Laser beim Lesen und Schreiben folgt. Die Pressform bestimmt deshalb auch die Kapazität eines DVD-Rohlings. Einzig allein die DVD-RAM funktioniert anders. Die DVD-RAM hat jedoch den Nachteil, dass es nur wenige DVD-ROM-Laufwerke lesen können.
DVD-R ähnelt deutlich einer DVD-ROM. Sie dürfte deshalb am wenigsten Probleme in einem DVD-Player machen. Bei der DVD-RW gibt es jedoch manchmal Probleme. Einige Player können die RW-Schichten nicht lesen.
Der Auslöser für die Entwicklung der Plus-Formate (+R, +RW) waren die Lizenzkosten, die an das DVD-Forum für -R und -RW gezahlt werden müssen. Weiterhin ist es mit -R und -RW nicht möglich eine DVD-Video zu kopieren. Mit DVD+R und DVD+RW geht das hingegen schon.
Bei der Medien-Erkennung in DVD-Playern schenken sich die Medien fast nichts. Es kommt eher selten vor, das eine selbst gebrannte DVD nicht erkannt wird.
Kapazitäten:
Die DVD gibt es prinzipiell in vier verschiedenen Ausprägungen. Je nachdem, wie viel Schichten mit Daten belegt sind, stehen entweder 4,7 GByte (DVD 5), 8,5 GByte (DVD 9), 9,4 GByte (DVD 10), 13,2 GByte (DVD 14) bzw. 17 GByte (DVD 18) Kapazität zur Verfügung. Die einfachste Variante DVD 5 (single-sided, single layer) nutzt nur die Hälfte der möglichen Kapazität. Da aus Gründen der Lesbarkeit durch die verbesserte Laseroptik die Schutzschicht der DVD auf die Hälfte (0,06 mm) reduziert werden musste, ergaben sich dadurch mechanische Schwierigkeiten. Dem Flattermann wurde kurzerhand eine zweite 'leere' Schicht spendiert - die quasi aufgeklebt ist. Bei DVD 5 dient die zweite Scheibe lediglich der verbesserten Stabilität, sie kann aber in anderen Formaten ebenfalls mit Daten belegt werden. Bei Auslesen dieser teildurchlässigen Reflexionsebene können 8,5 GByte Speicherkapazität (DVD 9, single-sided, double layer) genutzt werden - etwas weniger als die doppelte Menge. Hier erfolgt das Auslesen der zweiten Schicht von außen nach innen - während die erste Schicht grundsätzlich, wie von CD gewohnt, von innen nach außen abgearbeitet wird. Die DVD 10 (double-sided, single layer) hat genau die doppelte Kapazität der DVD 5 (2x4,7 GByte = 9,4 GByte).
| DVD-Typ | Seiten | Schichten | Kapazität | Methode |
| DVD-5 | 1 | 1 | 4,7 GByte | - |
| DVD-9 | 1 | 2 | 8,5 GByte | - |
| DVD-10 | 2 | 1 | 9,4 GByte | - |
| DVD-14 | 2 | 2 | 13,24 GByte | - |
| DVD-18 | 2 | 2 | 17,00 GByte | - |
| DVD-R 1.0 | 1 | 1 | 3,95 GByte | beschreibbar |
| DVD-R 2.0 | 1 | 1 | 4,7 GByte | beschreibbar |
| DVD+R | - | - | - | beschreibbar |
| DVD-RW | 1 | 1 | 3,95 GByte | wiederbeschreibbar |
| DVD+RW | 2 | 1 | 6,0 GByte | wiederbeschreibbar |
| DVD-RAM 1.0 | 1 | 1 | 2,58 GByte | wiederbeschreibbar |
| DVD-RAM 1.0 | 2 | 1 | 5,16 GByte | wiederbeschreibbar |
| DVD-RAM 2.0 | 1 | 1 | 4,7 GByte | wiederbeschreibbar |
| DVD-RAM 2.0 | 2 | 1 | 9,4 GByte | wiederbeschreibbar |
DVD-Formate:
| DVD-Video | Mehrstündige Videos mit hochqualitativen, interaktiven Videosequenzen mit mehreren Soundspuren und Untertiteln. Die Video-Daten werden mit MPEG2 komprimiert. |
| DVD-Audio | Musik mit 24-Bit-Auflösung und 96 kHz Sampling-Frequenz. |
| DVD-ROM | Speichermedium für Computer, ähnlich der CD-Rom. |
| DVD-R | Einmalbeschreibbare DVD wie die CD-R. |
| DVD-RW | Wiederbeschreibbare DVD des DVD-Forums, ähnlich der CD+RW. |
| DVD+R | Einmalbeschreibbare DVD und Konkurrenz zur DVD-R. |
| DVD+RW | Wiederbeschreibbare DVD und Konkurrenz zur DVD-RW. |
| DVD-RAM | Wiederbeschreibbare DVD ähnlich wie DVD-RW und DVD+RW. |
Unterschiede zwischen CD und DVD:
| CD | DVD | |
| Durchmesser | 120 mm | 120 mm |
| Dicke | 1,2 mm | 1,2 mm |
| Ausleseseiten | 1 | 1 oder 2 |
| Schichten pro Seite | 1 | 1 oder 2 |
| Lochdurchmesser | 15 mm | 15 mm |
| kleinste Pit-Länge | 0,834 µm | 0,4 µm |
| Spurbreite | 3,058 µm | 0,74 µm |
| Laserwellenlänge | 780 nm | 635/650 nm |
| Struktur | aus einem Stück | aus zwei miteinander verklebten Teilen von je 0,6 mm Dicke |
| Numerische Öffnung der Fokussierlinse | 0,45 | 0,6 |
| Signalmodulation | 8 - 14 | 8 - 16 |
| Rotationsgeschwindigkeit minimal | 3,5 Hz | 10,5 Hz |
| Rotationsgeschwindigkeit maximal | 8 Hz | 25,5 Hz |
| Abtastgeschwindigkeit | 1,2 Meter/sec. (konstante Lineargeschwindigkeit) | 4,0 Meter/sec. (konstante Lineargeschwindigkeit |
| Abstand der Datenebenen | - | 40 - 70 µm |
| Korrigierbare Fehlerlänge | 2,5 mm | 6 mm |
| User-Datenrate | Mode 1: 153,6 KByte/sec. Mode 2: 176,4 KByte/sec. |
1108 KByte/sec. |
Laufwerksgeschwindigkeiten:
| Umdrehung x-fach |
Übertragungsrate in MBit/s |
Vergleichbar mit CD-Laufwerk x-fach |
| 1 | 11,08 | 9 |
| 2 | 22,16 | 18 |
| 4 | 44,32 | 36 |
| 5 | 55,40 | 45 |
| 6 | 66,48 | 54 |
| 8 | 88,64 | 72 |
| 10 | 110,80 | 90 |
| 16 | 177,28 | 144 |
Begriffe rund um die DVD:
AOD:
Abkürzung für "Advanced Optical Disc"
• Die Advanced Optical Disc ist eine Weiterentwicklung der "klassischen" DVD. Sie besteht aus zwei 0,6 mm dicken Layern, wodurch sie von ihrem Aufbau her der normalen DVD ähnelt. Dies komme laut NEC und Toshiba den Produktionskosten zu gute, da bisherige Infrastrukturen zur Herstellung von DVDs genutzt werden könnten. (Die Blu-Ray-Disc verwendet hingegen nur eine 0,1 mm dicke Schutzschicht.) Außerdem werde kein Cartridge zum Schutz der Discs benötigt. Beide Verfahren verwenden blaues Laserlicht mit 405 nm Wellenlänge.
Auf eine einlagige, einseitig beschreibbare AOD passen 20 GByte an Daten, zweilagige Discs sollen 40 GByte speichern können. Damit liegt die Kapazität etwas unterhalb der der Blu-Ray Disc, die einlagig 27 und zweilagig 54 GByte an Daten fassen kann. In herkömmlicher DVD-Auflösung von 720 x 576 Bildpunkten (PAL) sollen rund 25 Stunden Spielzeit auf die AOD-Discs passen, bei HDTV bis zu vier Stunden.
Nach den Informationen der japanischen Zeitung Nihon Keizai Shimbun wollen NEC und Toshiba erste Laufwerke für PCs 2003, komplette Geräte für die Heimkino-Anlage ab 2004 auf den Markt bringen, die anfangs zwischen 1700 und 2500 Euro kosten sollen (Stand: Nov 2002).
Ende 2002 beschloss das DVD-Forum, den von NEC und Toshiba entwickelten neuen DVD-Standard mit blauen Laser zu unterstützen. Das Konsortium wendet sich damit von der Blu-Ray Disc ab.
Blu-Ray-Disc:
Spezifikation eines DVD-Nachfolgers: Die neun Unternehmen Matsushita, Pioneer, Philips, Sony, Thomson, LG Electronics, Hitachi, Sharp und Samsung haben im Februar 2002 die Spezifikationen für eine beschreibbare, optische Disk vorgestellt, die bis zu 27 GByte auf einer Seite speichern kann. Dabei soll ein bei 405 nm arbeitender blau-violetter Laser die Daten wie bei CD und DVD auf Scheiben von zwölf Zentimeter Durchmesser speichern.
Ziel der gemeinsamen Entwicklung war es, einen einheitlichen Standard für einen nur lesbaren und einen (wieder)beschreibbaren DVD-Nachfolger zu schaffen. Zudem sollte die Speicherkapazität ausreichen, um auch Videos im HDTV-Format auf den Scheiben unterzubringen, die im Unterschied zu aktuellen DVDs rund dreimal soviel Speicherplatz belegen würden, also statt aktueller Video-DVDs nicht mehr auf DVD-9, sondern "DVD-27" passen würden. Entsprechend muss die Blu-ray Disc mit einer höheren Datentransferrate arbeiten als herkömmliche DVDs - nämlich mit maximal 36 MBit/s.
In herkömmlicher DVD-Auflösung von 720 × 576 Bildpunkten (PAL) sollen rund 13 Stunden auf die Blu-ray Disc passen. Zusätzlich soll eine eindeutige Identifikationsnummer für besseren Kopierschutz sorgen als bei herkömmlichen DVDs.
DVD (DVD-ROM, DVD-Video):
Abkürzung für "Digital Versatile Disc" (versatile = vielseitig bzw. vielseitig verwendbar; DVD hieß auch mal "Digital Video Disc") • DVD will als universeller Multimediastandard Compact-Discs, Videokassetten, CD-ROMs und PC-Wechselplatten ablösen. Äußerlich kaum von der etablierten Compact-Disc (CD) zu unterscheiden, beeindrucken die inneren Werte. Man unterscheidet ...
- DVD-5: einseitige Discs mit 1 Schicht: Kapazität 4,7 GB, MPEG-Video Spielzeit ca. 133 Minuten
- DVD-9: einseitige Discs mit 2 Schichten: Kapazität 8,5 GB, MPEG-Video Spielzeit ca. 241 Minuten
- DVD-10: zweiseitige Discs mit 1 Schicht: Kapazität 9,4 GB, MPEG-Video Spielzeit ca. 266 Minuten
- DVD-18: zweiseitige Discs mit 2 Schichten: Kapazität 17 GB, MPEG-Video Spielzeit ca. 482 Minuten
Diese Angaben gelten für DVD-ROMs bzw. DVD-Video - also DVDs, die nur gelesen werden können! Weitere Eigenschaften der DVD-Technologie sind:
- Bis zu 9 parallele Videospuren - "Blickwinkel" / "Angle":
Sofern Ausgangsmaterial und Abspielgerät es erlauben, kann der Zuschauer die Kameraperspektive mittels Fernbedienung (Multi-Angle-Funktion) selber wählen. - Bis zu 8 digitale Tonspuren mit jeweils 8 Kanälen und einer Auswahl von maximal 8 verschiedenen Sprachen.
Die drei primären Audio-Formate der DVD-Video sind PCM, Dolby Digital und MPEG. Auf bis zu 8 unabhängigen Tonspuren können diese Audio-Formate und/oder unterschiedlichen Synchronisations-Fassungen (englisch, deutsch etc.) des Films abgelegt werden. Der Zuschauer kann somit die gewünschte Sprachversion oder das gewünschte Audio-Format selbst wählen. Im Bereich des Mehrkanaltons für europäische PAL-DVDs gab es 1997 einige Unstimmigkeiten. Zunächst war bei der Verwendung von Mehrkanalton MPEG2 Pflicht. Aufgrund von Verzögerungen bei der Optimierung von MPEG2 ist seit Ende 1997 diese Bestimmung aufgehoben. Europäische Produzenten können ihre DVDs nun entweder mit Dolby Digital (AC3) oder mit MPEG2 versehen. - Wiedergabe von Spezialeffekten wie Zeitlupe, Standbild, Einzelbildvorlauf, Suchlauf etc.
- maximal 32 verschiedene Untertitel-Versionen
Die zum Abspielen des neuen Formats notwendigen DVD-Player (Abspielgeräte) wurden auf der Internationalen Funkausstellung 1997 von nahezu allen namhaften Herstellern erstmals vorgestellt und kamen 1998 auch in Deutschland für weniger als 1000 Mark auf den Markt.
DVD -Audio:
DVD eröffnet zudem die Perspektive, im heimischen Wohnzimmer nicht nur Filme, sondern auch reine Musikproduktionen in perfektem 6-Kanal-Sound erklingen lassen zu können. DVD-Audio ist mit der Audio CD (16 bit/44 kHz) vergleichbar, arbeitet jedoch mit höherer Auflösung und Sampling-Frequenz (bis zu 24 bit/192 kHz).
DVD -Multiplay:
Dieses Datenformat sollte 1998 eine Brücke zwischen DVD, PCs und CD-Playern schlagen. DVD-Multiplay war kein "echter" neuer Standard, sondern eine Kombination der bisherigen Spezifikationen. Mit rund 4,6 GByte bot eine Multiplay-DVD die siebenfache Kapazität einer CD-ROM. Multiplay unterstützte den Full-Screen-Modus sowie MPEG-2-Video und Dolby Digital Surround-Sound.
DVD -R:
Einmal beschreibbares Medium - zunächst max. 3,9 GB pro Seite, seit Herbst 1999 bis zu 4,7 GB. Im Mai 2001 brachte Mitsui dann eine DVD-R auf den Markt, die 9,4 Gigabyte speichern kann. Die doppelte Speicherkapazität wird durch Ausnutzung der zweiten Seite der DVD-R möglich. Dies bedeutet jedoch auch, dass die DVD umgedreht werden muss, wenn sie voll beschrieben werden soll.
DVD -RAM:
Beschreib- und löschbare DVD-Technik, die von Hitachi, Panasonic und Toshiba unterstützt wird - mit folgenden Spezifikationen:
- einseitige Discs mit 1 Schicht: Kapazität 2,6 GB
- einseitige Discs mit 2 Schichten: Kapazität 5,2 GB
Konfus stellt (stellte) sich die Situation bei der DVD als Speichermedium für Personal Computer dar. Zwar ist man sich über den Standard für das Nur-Lese-Medium DVD-ROM schnell einig gewesen, doch bei der wiederbeschreibbaren DVD wurde der Zukunftsmarkt vorerst in die drei Lager "DVD-RAM", "DVD+RW" und "DVD-RW" gespalten es droht(e) ein Systemkrieg wie ehedem zwischen VHS, Video 2000 und Betamax.
DVD +RW:
Ein Konsortium - die "DVD+RW Alliance" - aus Hewlett Packard (HP), Philips und Ricoh hat auf der Comdex im November 2000 Prototypen eines DVD+RW-Rekorders vorgestellt. Mit Laufwerken nach diesem Standard sollen sich wiederbeschreibbare DVDs erstellen lassen, die von nahezu jedem handelsüblichen DVD-ROM oder DVD-Player gelesen werden können. Sony, Mitsubishi/Verbatim und Yamaha sagten daraufhin die Entwicklung entsprechender Speichermedien zu.
Bereits auf der Cebit 2000 hatte das Konsortium einen ersten Prototypen eines Ricoh-Modells gezeigt. Die beteiligten Unternehmen hatten damals serienreife Produkte für Ende 2000 angekündigt. Dieser Termin wird sich jedoch um mehrere Monate verschieben.
Ähnlich wie CD-RW-Laufwerke sollen die neuen DVD-RW-Laufwerke sowohl mit Medien umgehen können, die nur einmalig beschreibbar sind, als auch mit solchen, die mehrmals beschrieben werden können. DVD-RWs bieten mit 4,7 GByte eine Speicherkapazität, die der von etwa sieben CD-ROMs entspricht.
Der Unterschied zum DVD-RAM-System besteht darin, dass solche DVDs auch in gängigen DVD-Rom Laufwerken und Standalone-Playern abspielbar sein sollen. (DVD-RAM-Laufwerke waren zwar früher auf dem Markt, konnten sich aber nicht auf dem Massenmarkt durchsetzen.)
Für den Nutzer bieten diese Laufwerke die Möglichkeit zum Überspielen und Archivieren von VHS-Videos, die Aufnahme eigener Videos per digitaler Videokamera oder das Abspeichern von Datenmengen, die für CD-ROMs zu groß sind. Das Kopieren urheberrechtlich geschützter Filme will die Allianz allerdings verhindern: In alle DVD-RW-Laufwerke soll ein elektronischer Mechanismus integriert werden, der Raubkopien von Werken verhindert, die mit dem Kopierschutz CSS versehen sind.
Damit Medien nicht durch einen Buffer-Underrun (einen Abriss des Datenstroms zum Brenner) zerstört werden, soll wie bei vielen CD-Brennern das Schutzsystem "Just Link" in die Geräte integriert werden.
DVD -RW:
Beschreib- und löschbare DVD-Technik, die von Pioneer und Sharp gefördert wird.
Kindersicherung:
auch "Parental Control"
• Die DVD-Option "Parental Control" ermöglicht es, einzelne Sequenzen oder einen ganzen Film nur definierten Altersgruppen zugänglich zu machen. DVD-Player können z.B. so eingestellt werden, dass alle Sequenzen oder auch ganze Filme, die erst ab 18 Jahren freigegeben sind, übersprungen oder komplett nicht gezeigt werden.
Kopierschutz:
Die DVD verfügt gleich über mehrere Schutzsysteme, die das illegale Kopieren, egal ob auf analoge oder digitale Medien, fast unmöglich machen:
- Der Kopierschutz der Firma Macrovision greift, wenn ein DVD-Video in ein analoges Signal umgewandelt wird. Damit geschützte Filme lassen sich zwar per Videorecorder sichern. Die Kopien flimmern aber so stark, dass sie unbrauchbar sind.
- Außerdem gibt es in allen DVD-Geräten das Serial Copy Generation Management System (CGMS), welches über ein spezielles Verfahren beim Videosignal das Kopieren unterbinden soll.
- Zusätzlich werden noch mit dem Content Scrambling System (CSS) ein Viertel der Daten auf einer DVD immer verschlüsselt gespeichert, so daß sie bei der Wiedergabe nur über einen speziellen Code entschlüsselt werden können. CSS basiert auf einem Schlüsselaustauschsystem: Jeder Hersteller eines DVD-Players erhält vom DVD-Forum einen geheimen Schlüssel (Player Key). Mit diesem weist sich der Player gegenüber der Disc aus. Nach erfolgreicher Überprüfung übergibt die Scheibe zwei Schlüssel, mit dem der DVD-Player die Daten der DVD dekodiert und verarbeitet (Disk und Title Key). Der Haken daran: Damit die Disc den Key des Players erkennen kann, liegen auf jeder CSS-verschlüsselten DVD in einem geschützten Bereich die Schlüssel aller erlaubten Player - 1999 waren das insgesamt 408 Schlüssel.
Ländercodes / Regionalcode (RPC):
Damit die hochwertigen DVD-Filme nicht als Vorlage für Video-Raubkopien mißbraucht werden können, sind die meisten Titel mit einem Kopierschutz versehen. Zudem besitzt jede DVD einen Regionalcode, der verhindern soll, dass ein Titel außerhalb seines vorgesehenen Verkaufsbereichs abgespielt wird. So kann man etwa einen für den US-Markt bestimmten Film (Regionalcode 1) auch nur auf einem in Nordamerika gekauften DVD-Gerät abspielen.
Die Regionalcodes teilen die Welt übrigens in folgende sechs Bereiche auf:
- Region 1: USA
- Region 2: Europa, Japan, Mittlerer Osten, Ägypten, Südafrika, Grönland
- Region 3: Taiwan, Korea, Philippinen, Indonesien
- Region 4: Mexiko, Südamerika, Australien, Neuseeland
- Region 5: Russland, Osteuropa, Indien, Afrika (außer Südafrika)
- Region 6: China
Auch DVD-Laufwerke für PCs, die seit Ende 1999 / Anfang 2000 ausgeliefert werden, verfügen über einen Regionalcode:
- Ein Modell mit Regionalcode nennt man RPC-2(Regional Protection Code)-Gerät ,
- die ältere Variante ohne Code RPC-1-Gerät
Hat man ein RPC-2-Modell, dann kann man sich also nur noch dann einen Film ansehen, wenn die Codes von Laufwerk, DVD-Video und Abspiel-Software (Decoder) übereinstimmen. Ob in einem Laufwerk ein Regionalcode integriert ist, lässt sich mit Hilfe von Software - wie z.B. der englischsprachigen Freeware Drive Region Info 1.02 (im Download-Bereich) - feststellen.






















