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Scanner

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Ein Scanner ist ein Gerät zur Digitalisierung. Es dient zum Einlesen von analogen Vorlagen in einen Rechner. Handscanner Vorlagen sind Grafiken, Texte oder Tabellen.
Scannen ist also das Umwandeln von analogen in digitale Informationen. Das sind zumeist Texte, Grafiken und Tabellen. Das Ergebnis kann in einer Datei gespeichert werden. Diese Datei kann danach mit entsprechenden Programmen weiterbearbeitet werden, beispielsweise kann ein Text mit einem Textverarbeitungsprogramm weiterbearbeitet, gespeichert und gedruckt werden.

 

FlachbettscannerDie ersten Scanner für den "Hausgebrauch" waren Handscanner, die mit der Hand über eine Vorlage geführt werden mussten. Außerdem lieferten sie die Scanergebnisse nur in Graustufen. Später gab es dann die ersten Farbscanner. Sie schafften 256, später dann 4096 Farben. Der Nachteil der Handscanner war, dass ein Dokument, welches Din-A-4 Größe hatte, in zwei Durchgängen gescannt werden musste. Eine Software vDrucker-Scanner Kombierband die beiden Hälften anschließend. Für einen Handscanner gab es mit eine eigene ISA- oder PCI Steckkarte. Diese Karte wurde in den Rechner eingebaut. Über diese Karte wurde der Handscanner betrieben. Die Anschlussmöglichkeiten heutiger Scanner sind etwas vielseitiger. Ältere Flachbettscanner wurden über eine SCSI-Karte an einem SCSI-Port angeschlossen. Die meisten heutigen Flachbettscanner werden am Parallelport des Druckers angeschlossen. Der Scanner verfügt dann über einen Parallelporteingang und -ausgang. Der Drucker, sofern er nicht an einen USB Port angeschlossen wird, wird dann am Scanner angeschlossen. Inzwischen gibt es auch Kombigeräte ("4 in one" oder "all in one"), die Scanner und Drucker in einem Gerät sind. Bei solch einer Kombilösung sind zum Beispiel auch Kopien direkt am Gerät möglich.

Scannerarten:

  • Flachbett-Scanner:
    Hier liegt die Vorlage plan auf einer Glasplatte auf und wird von unten eingescannt. Dabei kann die Vorlage mechanisch über den Einlesemechanismus bewegt werden oder aber der Mechanismus bewegt sich und die Vorlage bleibt wie sie ist. Diese Scanner sind die einfachsten und daher oft sehr preisgünstig. Hochwertige Flachbett Scanner verfügen über SCSI, FireWire oder USB Anschluss. Veraltet sind Scanner für den Parallel Port.
  • Hand-Scanner:
    Dieser Scanner wird von Hand über die einzulesende Oberfläche geschoben oder gezogen. Da sich durch die Handbewegung Ungenauigkeiten einschleichen können sind solche Scanner zumeist im Spielbereich anzusiedeln. Es gab wenige Hand Scanner die auch höheren Ansprüchen genügten. Heute sind sie fast vom Markt verschwunden.
  • Overhead-Scanner:
    Diese Overhead-Scanner gleiten über die einzulesende Oberfläche hinweg und lesen diese ein. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Größen, vom Tischgerät bis hin zu ortsfesten Geräten, die in einer Halle stehen. Diese Art Scanner sind daher auch für das Einlesen von 3-D Objekten geeignet. Häufig wird ein Laser als Lichtquelle eingesetzt. Overhead-Scanner sind Profigeräte.

  • Rollen-Scanner:
    Bei Rollen-Scannern wird die Vorlage mechanisch durch zwei Andruckplatten hindurchgeführt. Rollen-Scanner sind in den meisten Fällen reine Profigeräte und werden zusammen mit sehr leistungsfähigen Rechnern eingesetzt. Fast immer verfügen sie über einen SCSI Anschluss. Da es sich um Profigeräte handelt sind die Preise oft entsprechend hoch.

Begriffe rund um den Scanner:

A/D Konverter:
Analog/Digital-Konverter. Setzt analoge Spannungswerte in digitale Informationen um, die vom Computer verarbeitet werden können.

Auflösung:
Die maximale, horizontale Auflösung eines Scanners ist bestimmt durch die Anzahl der Elemente in der Scanzeile und die maximale Vorlagenbreite. Sie wird meist in DPI (dots per inch) angegeben. Die Auflösung in vertikaler und horizontaler Richtung kann unterschiedlich sein, da die vertikale Auflösung von der Vorschubschrittgröße des Scankopfes bestimmt wird. Je höher die Auflösung, desto größer ist die zu verarbeitende Datenmenge.

Aufsichtsvorlage:
Aufsichtsscanner lesen das von einer Vorlage reflektierte Licht. Aufsichtsvorlagen sind z. B. Photos.

Barcode:
Strichcode zur vereinfachten elektronischen Erfassung von z. B. Lager- oder Seriennummerinformationen.

Bildbearbeitung:
Anpassung, Veränderung und Auswertung der Informationen eines gescannten Dokumentes.

Bilddatei:
Datei, die die Informationen zum Aufbau einer Grafik enthält. Bilddateien speichern in der Regel Bitmap Informationen.

Bilevel oder Binary:
Wenn jeder Punkt in einem Bild nur den Wert 0 oder 1 annehmen kann, d. h. Schwarz oder nicht Schwarz. Der Scanner liest dann nur 1 Bit pro Pixel.

Bitmap-Grafik:
Abbildung eines Dokumentes als Bilddatei in digitaler Form.
Bei Schwarzweißbildern entspricht jedes Bit einer Informationseinheit. Hierbei steht die logische 1 für die Farbe schwarz und die logische 0 für die Farbei weiß (bitonal). Diese Zuordnung kommt aus der Druckertechnik, bei der 1 = wahr = drucke schwarz bedeutet. Es gibt auch andere Zuordnungen.
Auch Graustufen- und Farbinformationen werden so abgebildet, wobei der Grau- oder Farbwert eines Pixel durch mehrere Bitmaps definiert wird.

Bitonal:
Bitmaps (Bezeichnung für bitonal) bestehen nur aus schwarzweiß Informationen.

Blindfarben:
Farben, die nicht oder nur unzureichend mit einem Graustufen-Scanner erkannt werden. Beispiel: Eine Vorlage mit einem roten Auto auf einer grünen Wiese wird dann nicht richtig gelesen, wenn die Farbintensität von Rot und Grün einen ähnlichen Wert hat, da beide Werte ja in Grauwerte umgesetzt werden müssen. Mit einem Farbscanner kann dagegen das Bild erst in Farbe gescannt und anschließend in Graustufen umgewandelt werden.
Dieser "Duplex"-Prozeß erzielte eine wesentlich bessere Bildqualität.

CCD:
Charge-Coupled Device. CCDs werden häufig in Flachbett- und Kamera-Scannern eingesetzt. Die auf der Scanzeile sitzenden, lichtempfindlichen Bildelemente setzen analog zur eingehenden Lichtmenge einen Spannungszustand frei, der an den A/D-Wandler übermittelt wird.

Datenkompression:
Verfahren zur Verkleinerung von Dateigrößen ohne Verlust der enthaltenen Informationen. Häufiger Anwendungsfall ist die Reduzierung der Größe von Bilddateien.

DPI:
Die Abkürzung dpi steht für Dots Per Inch, also Zeichen pro Zoll. Ein Zoll sind 2.54 cm. Scanner und Drucker werden mit dieser Angabe bewertet. Je höher der wirkliche dpi Wert (also die Auflösung), desto besser ist das Gerät. Dieser Wert ist auch bei der Bildbearbeitung und bei Dateien wichtig.

Durchlichtvorlage:
Durchlicht- oder auch Durchsichtsscans erfordern einen Lichtweg von der Lichtquelle durch die Vorlage zur Abtastung.
Durchlichtvorlagen sind z. B. Dias oder Röntgenbilder. Sie können mit Flachbettscannern ohne entsprechende Zusatzvorrichtung nicht verarbeitet werden.

Farbe:
Das menschliche Auge kann unter natürlichen Bedingungen (Sonnenlicht) ungefähr 350.000 unterschiedliche Farbtöne erkennen, aber nur 128 Graustufen.
Unterscheiden sich die Farbtöne lediglich in ihrer Sättigung, dann kann das Auge nur 16 Gelbtöne und 23 unterschiedliche Rot- oder Violett-Schattierungen erkennen. Ein Farbscanner liest jeden Punkt einer Farbvorlage mit jeweils 256 Abstufungen für Rot, Grün und Blau. Das entspricht 16,8 Millionen mögliche Farbnuancen (3 x 8 Bit 256 x 256 x 256).

Farbtiefe:
Maßeinheit für die Anzahl der Bits an gespeicherter Information pro Pixel. Sie legt fest, wie viele Farbinformationen in der Datei / im Scanner zur Verfügung stehen. Eine größere Farbtiefe bedeutet, dass mehr Farben im digitalisierten Bild korrekter dargestellt werden können. Ein Pixel mit der Farbtiefe 1 hat zwei mögliche Werte: ein oder aus (Schwarz oder Weiß). Ein Pixel mit der Farbtiefe von 8 Bit hat 25 oder 256 mögliche Werte und ein Pixel mit einer Farbtiefe von 24 Bit hat 24 oder 16 Millionen Farben.

Farbton:
Wellenlänge des Lichts, das von einem Objekt reflektiert oder absorbiert wird. Im allgemeinen wird der Farbton durch den Farbnamen wie Rot, Orange oder Grün identifiziert.

Graustufen:
Graustufen werden von photographischen oder graphischen Vorlagen gemacht, die mehr Helligkeitsunterschiede aufweisen als Schwarz und Weiß. Gängiges Format ist die 8-bit Graustufen-Bitmap.
Hierbei steht 0 als kleinster Wert für Schwarz und 256 als größter Wert für Weiß. Alle Zwischenwerte liegen linear verteilt in diesem Wertebereich.

Helligkeit:
Gibt an, wie hell oder dunkel eine Farbe ist, und wird normalerweise in Prozent zwischen 0% (Schwarz) und 100% (Weiß) gemessen.

Hiscan:
Scanner-Interface-Karte.
Entwickelt zur schnellen Übernahme von gescannten Dokumenten, inkl. Datenkompression in Echtzeit, in eine Bildbearbeitungs-Software.

Imaging:
Oberbegriff für die Erfassung und Weiterverarbeitung von Dokumenten in digitaler Form.

ISIS:
Eine standardisierte Softwareschnittstelle der Firma Pixel Translations zur Ansteuerung von Scannern und zur Übernahme der Bilddaten eines erfassten Dokumentes.

JPEG:
(Joint Photographers Experts Group) Komprimierungsstandard für digitale Bilder.

Kalibrieren:
Anpassung eines Gerätes an einen Standard durch Messung seiner Abweichung und Korrektur der Maßwerte anhand einer Abweichungstabelle während des Betriebes des Gerätes. Für eine genaue (Farb-) Wiedergabe der Vorlage sollten alle Ein- und Ausgabeerte wie Scanner, Monitor, Drucker, Offset-Drucker kalibriert sein.

Komprimierung:
"Zusammenpressen" einer Datei, um den Speicherbedarf zu verringern. Bei Farbbildern kommt es dabei zu einer Verminderung der Bildqualität.

Kontrast:
Spezifikation des Helligkeitsanteils der Primärfarben eines Bildes von minimal (Grau = kein Kontrast) bis zu maximal (alle 256 Abstufungen) und auch bis zur Negation der Farbe.

Mitteltöne:
bereich oder Graustufen im mittleren Bereich eines Bildes. (ca. 25-75%).

Moirée:
Unerwünschtes Druckmuster in einer gescannten Vorlage das entsteht, wenn eine bereits gedruckte Vorlage gescannt wird.

OCR:
OCR steht für Optical Character Recognition.
Optische Zeichenerkennung. Ein Verfahren zur Erkennung von Textinformationen aus gescannten Dokumenten.

Pixel:
Picture Element - also Bildpunkt einer Scandatei. Je höher die Auflösung eines Scanners ist desto kleiner sind die Pixel.

Plug and play:
Ein standardisiertes Verfahren zur automatischen Erkennung und Einbindung von Erweiterungskarten in den PC.

Scannen:
Die optoelektronische Erfassung von Dokumenten oder Bildern zur digitalen Speicherung oder Weiterverarbeitung.

Schwellwert:
Graustufe, ab der der Scanner ein Pixel als Weiß liest. Dieser Umschaltpunkt kann für Schwarz-Weiß-Vorlagen im Bereich 1-254 gewählt werden. Wichtig besonders für Strichzeichnungen und OCR-Anwendungen, um die Vorlage besser erkennbar zu machen.

Specle:
"Rauschen" in der Abbildung eines gescannten Dokumentes. Einzelne, zufällig erteilte Pixel erzeugen den Eindruck eines Grauschleiers. Die Methode zur automatischen Entfernung von Specle heißt "despec".

Skew:
Die schiefe Darstellung eines Dokumentes nach dem Scannen.
Die Methode zur automatischen Korrektur von Skew heißt "deskew".

Thumbnail:
Englisch für "Daumennagel".
Bezeichnet die stark verkleinerte Darstellung einer Graphik oder eines Dokumentes. Thumbnails vereinfachen bei umfangreichen Dokumenten die Auswahl eines Dokumentenausschnittes.

TIFF:
Abkürzung für Tagged Image File Format
Beschreibendes Bilddatenformat.
Ein Standardformat zur Speicherung von Bilddaten auf Massenspeichern. Gebräuchliche Endungen für das TIFF-Format sind "TIF" oder "TIFF". Vorteil des TIFF-Formates ist die verlustfreie Komprimierung der Bilddaten.

Twain:
Eine standardisierte Softwareschnittstelle zur Ansteuerung von Scannern und zur Übernahme der Bilddaten eines erfassten Dokumentes.

 

 

 



 

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