
Microsoft Windows 98
Windows 98:

Im Juni 1998 erschien Windows 98 und ist eine Weiterentwicklung von Windows 95c. Der Entwicklungsname von Win98 war "Memphis". Windows 98 ist auch ein 16Bit/32Bit-System. Win 98 unterstützt ansatzweise präemptives Multitasking der NT-Reihe. Das Betriebssystem kontrolliert dabei zu einem gewissen Teil die Speicherverwaltung der aktiven Programme. Probleme gibt es bei der Stabilität. Windows 98 erzeugt schon mal gerne einen Bluescreen (Fehlermeldung mit weißer Schrift auf blauem Hintergrund) und stürzt ab und zu ab.
Veränderungen gegenüber Windows 95:
- FAT32 (hatte Windows 95a nicht)
- verbesserte Hardwareerkennung
- bessere USB Anbindung
- verbesserte AGB Anbindung
- Mehrmonitor Betrieb
- Eurounterstützung
- Internet Explorer Version 4.0 integriert
- Verschmelzung von Betriebssystem und Internet
- Kontextmenü im Startmenü
minimale Systemvoraussetzung:
- 486 DX 66 CPU
- 16 MB RAM
- 300 MB Festplattenspeicher
- CD-Rom Laufwerk
- Diskettenlaufwerk
Setup:
Es gab zwei Möglichkeiten, Windows 98 zu installieren. Einmal als Update von Windows95 oder als eigenständige Version. Die Installation dauert, je nach verwendeter Hardware, etwa eine halbe Stunde. Die für 1998 gängige Hardware wird gut erkannt und während des Setups eingebunden. Wir eine Hardware nicht sofort erkannt, kann auf den Treiber des jeweiligen Herstellers während der Installation zurück gegriffen werden.


Das Setup ist gegenüber Windows 95 ein wenig modifiziert worden und bietet eine bedienfreundlichere Oberfläche.
â–º Hier geht es zum kompletten Setup von Windows 98 - Bild für Bild
Der Bootvorgang:

Der Bootvorgang findet teilweise noch im "DOS-Modus" statt. Allerdings kann Windows, wie alle NT- und 9x-Versionen, in einem abgesicherten Modus gestartet werden

Das "Start-Menü". Um sich das Start-Menü anzeigen lassen zu können, drückt man die Taste "F8", bevor das eigentlich Windows gestartet wird. Also nach Durchlauf des BIOS. Wurden verkehrte Treiber installiert oder falsche Einstellungen vorgenommen, so dass Windows nicht mehr ordnungsgemäß startet, können diverse Fehler behoben bzw. Treiber deinstalliert werden, wenn Windows im abgesicherten Modus gestartet wird.
Die Anmeldung:

Auch unter Windows 98 können mehrere Benutzer eingerichtet werden. Nach dem Start des Betriebssystems wird der Benutzer aufgefordert, sich einzuloggen. Sicherheit gibt es aber weiterhin nicht. Weiterhin ist es möglich, den Anmeldebildschirm mit Druck auf die "ESC-Taste" zu umgehen.
Startsound:
| Der Startsound -> |
![]() |
Desktop:

Der Willkommensgruß. Von hier aus kann man auf eine Entdeckungsreise durch Windows 98 gehen.

Interaktiv kann Windows auch entdeckt werden. Ein entsprechendes Programm wird von der Windows 98-CD aufgerufen.

Dank des integrierten Internet Explorers wird beim ersten Start eine so genannte Channel Leiste angezeigt. Von dieser Leiste hat man direkten Zugriff auf verschiedene Webseiten. Im alltäglichen Arbeiten mit Windows 98 stört diese Leiste allerdings. Die Einbindung von Favoriten im Internet Explorer ist wesentlich effektiver.

Die Menüleiste von Windows 98. Mit einem Klick - oder "Windows-Taste" auf der Tastatur wird es gestartet.

Mit der Maus oder den Pfeiltasten werden die einzelnen Programme gestartet.
![]()
Lediglich die Taskleiste sieht im Gegensatz zu Windows 95 ein wenig anders aus. Sie ist um einige Symbole erweitert worden. Nun können Verknüpfungen in die Startleiste eingebunden und direkt aufgerufen werden.

Der Desktop von Windows 98 kann in einen aktiven Desktop (Aktive Desktop) verwandelt werden. Webseiten können aktiv auf den Desktop abgelegt und direkt vom Desktop aus aufgerufen werden.

Windows kann nun individuell gestaltet werden. Verschiedene Desktop Themen stehen zur Auswahl. Verschiedene dieser Themen sind allerdings äußerst Farbintensiv und belasten die Grafikkarte enorm. Zum Desktop werden auch sofort passende Bildschirmschoner, Sounds und Symbole eingebunden. Die Farben der Fenster können natürlich auch noch manuell verändert werden.

Hier ein Beispiel für einen Aktive-Desktop. Das Hintergrundbild, die Fenster und die Icons wurden dem entsprechenden Motiv geändert.

Sind mehrere Benutzer installiert, kann ein Benutzer abgemeldet und ein anderer angemeldet werden. Mehrere Benutzer können nicht gleichzeitig angemeldet sein. Das gibt es erst ab Windows XP.

Unter Windows 98 steht eine umfangreiche Hilfe zur Verfügung. Wenn zu einem Thema keine Hilfe angezeigt werden kann, besteht auch die Möglichkeit, über das Internet nach dem entsprechenden Thema zu suchen.
Programme:
Die meisten Programme werden 1998 als 32 Bit Software programmiert. Allerdings gibt es immer noch viele Freeware und Shareware Software, die in 16 Bit programmiert sind, was zur Folge hat, dass Windows 98 auch mal gerne einen Bluescreen auf den Bildschirm zaubert. Die meisten Bluescreens sind die Folge von Software, die auf den gleichen Speicherbereich zugreifen wie andere Software. Beim schließen dieser Software wird der genutzte Speicherbereich wieder freigegeben, egal, ob ein anderes Programm diesen Speicherbereich noch verwendet oder nicht. Aber auch Treiber können einen Bluescreen verursachen. Feststellen musste dies auch Bill Gates bei einer Präsentation von Windows 98.

Nach der Installation eines USB Treibers für einen Drucker kam es vor laufenden Kameras zu einem Bluescreen. Dabei war auch schon vorher bekannt, dass genau dieser Treiber nicht sauber programmiert war und einen Bluescreen verursacht (siehe auch: Was ist ein Bluescreen).
Rechner neu starten:

Neu installierte Software forderte meistens einen Neustart. Das Gleiche war bei einer veränderten Konfiguration oder bei veränderten Systemeinstellungen notwendig. Und jedes Mal muss die Windows 98 CD bereitliegen, weil irgendwelche Treiber oder sonstige Dateien von der CD benötigt werden.
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