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Setup von Windows NT 4.0 Server

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Microsoft Windows NT 4.0 Server:

Windows NT 4.0 Server

Windows NT 4.0 Server erschien im August 1996 und ist ein Betriebssystem zur Verwaltung großer Netzwerke. Die Server-Version soll die Workstations verwalten. Die Verwaltung funktioniert aber nicht nur mit Windows Clients (Workstations), sondern auch mit Rechnern, die ein anderes Betriebssystem beherbergen, etwa Novell, OS/2 oder Linux.

Optisch wurde die Server Version der Workstation angepasst und ist auf den ersten Blick identisch. Windows NT 4.0 Server ist ein eigenständiges Betriebssystem und ist frei von einem DOS-Kern.

Unterschiedliche Server-Versionen:

  • Server
  • Enterprise Server
  • Terminal Server

Die Eigenschaften von Windows NT 4 Server:

  • Desktop (Oberfläche) wie bei Windows 95
  • RISC und Alpha - kompatibel
  • DHCP-Server
  • Netzwerk und Server-Tools
  • Tools zur Systemüberwachung
  • Benutzerverwaltung
  • Backupfähigkeiten
  • verschiedene Serverfähigkeiten (PDC oder BDC Primary- oder Backup Domain Controller)
  • Unterstützung bis 32 Prozessoren
  • Multiprocessing (Verteilen von Programmteilen auf mehrere CPU's)
  • Internet Explorer 2.0
  • Windows Exchange für E-Mails
  • NTFS in der Version 4.0
  • keine FAT 32 Unterstützung
  • TCP/IP Standardprotokoll
  • Anbidung an Novell, OS/2, Linux
  • Keine Plug und Play Unterstützung
  • Multitasking
  • 32 Bit System
  • IIS (Internet Information Server) (Webserver)
  • Speichermanagement
  • RAS (Remote Access Service)
  • RRAS (Routing  and Remote Access Service)
  • Neue Treiber

Nicht unterstützt wird etwa "Plug & Play", "Firewire", FAT 32 oder auch USB.

Vergleich NT 4.0 Workstation mit Server:

Eigenschaft Workstation Server
Systemparamter optimiert für interaktive Programme Serverbetrieb
zulässige Netzwerkverbindungen beschränkt durch Lizenz
auf ein Peer-to Peer Netzwerk
unbeschränkt,
entsprechend der erworbenen
Client-Lizenzen
NTFS-Features Stripe-Set Spiegelsatz, Stripe-Set,  
Stripe-Set mit Parität
Multiprozessor-Unterstützung 2 Standard 4, auch mehr möglich
Remote-Access Server eine Einwahlmöglichkeit unbeschränkt
Remote-Access Client unbeschränkt unbeschränkt
Web-Server/FTP-Server Personal Web Server Internet Information Server
Apple-Connectivity Verwendung von AppleTalk-Druckern Services for the Macintosh (SFM), Druckserver für Macintosh, Fileserver für Macintosh, inklusive Umsetzung der Programmverknüpfung zwischen Macintosh und Windows
Netware-Connectivity Client Services für Netware Gateway für Netware (Transparenter Zugriff auf Netware-Server für Clients)

minimale Systemvoraussetzung:

  • Pentium 90 CPU
  • 12 MB RAM (Intel) und 16 MB (RISC)
  • 200 MB Festplattenspeicher
  • CD-Rom Laufwerk
  • Diskettenlaufwerk

Das Setup:

"winnt32.exe"
Wird nur verwendet, um ein Upgrade einer bereits installierten Windows NT Version (3.51 oder 4.0) durchzuführen.
winnt.exe
Zur regulären NT-Installation, auch von DOS oder Windows 95 aus.
Beide Dateien befinden sich auf der CD im Verzeichnis \i386.
Optionen
/b Bootdateien werden auf die Festplatte geschrieben, statt Bootdisketten zu benutzen. Benötigt zusätzliche 4-5MB Plattenplatz.
/s Pfad der NT-Quelldateien definieren. Mehrere Pfade beschleunigen die Installation.
/u Pfad der Antwortdatei zur unbeaufsichtigten Installation. Muss zusammen mit /s verwendet werden. (/u:Antwortdatei)
/udf ID des UDF-Abschnittes, der vom Setup anstelle des entsprechenden Abschnittes der Antwortdatei verwendet wird. (/udf:id[,UDF-Datei])
/t Laufwerk für temporäre Dateien festlegen. (/d:temp)
/ox Boot-Disketten werden erstellt. Zum Ersetzen beschädigter bzw. zum Erstellen neuer Boot-Disketten.
/f Dateien werden beim Kopieren nicht überprüft. Kann die Installation beschleunigen.
/c Beim Erstellen der Boot-Disketten wird nicht geprüft, ob genug Platz ist.
/i Namen (kein Pfad) der Setup-Informationsdatei angeben. Standard ist "dosnet.inf". Steuert die Ausführung des Setup-Programms. (/i:inffile)
/l Protokolldatei $winnt.log erstellen. Enthält Fehler, die während des Kopiervorgangs in den temporären Ordner festgestellt wurden.

Windows NT 4.0 Server - Setup

Geliefert wird Windows NT 4.0 Server mit drei Disketten und einer CD. Gestartet werden kann die Installation auch von einem bestehenden Windows oder von der ersten Diskette, mit der das System gebootet wird. Was vorher klar sein sollte: NT Server benötigt (für die aktuelle Hardware von 1996) möglichst viel Speicher und auf jeden Fall einen 486er Prozessor. Eine 386er CPU akzeptiert NT 4.0 nicht mehr. 12 MB Arbeitsspeicher ist das Minimum, 48 MB sollten es aber schon sein. Auch die Festplatte sollte viel Kapazität bereit halten. Zur Installation wird die Diskette in das Laufwerk gelebt und von der Rechner wird von der CD gestartet. Die Installation verläuft ein wenig anders als bei Windows 9x. Entscheidend ist die Frage nach dem Dateisystem. Ist eine DOS/Windows - Kombination installiert oder ein Windows 95, muss das Laufwerk C: auf jeden Fall  FAT16 sein. FAT32 kennt NT 4.0 nicht. DOS/Windows oder Windows 9x erkennt kein NTFS. Ein FAT - Laufwerk darf auch nicht größer als 2 GB sein. Soll nur NT 4.0 installiert werden, sollte die Festplatte mit dem neuen NTFS formatiert werden. NTFS (New Technologie File System) ist wesentlich schneller als FAT und sicherer. Dateien und Verzeichnisse können komprimiert oder geschützt werden. Außerdem können Festplatten oder logische Laufwerke wesentlich größer als 2 GB sein. Außerdem fragmentiert NTFS nicht so stark wie FAT. Aber leider liefert Microsoft kein Tool zum Defragmentieren mit. Auch ein Scandisk fehlt.

Wenn NT-Server von einem bestehenden Windows installiert wird, wird nachgefragt, von welcher Quelle aus die Daten auf die Festplatte kopiert werden soll.

Die ganzen Dateien werden auf die Festplatte kopiert.

Wenn die Installation ohne Bootdisketten vorgenommen wird, wird nach dem Kopieren der Dateien der Rechner neu gestartet, um die Installation fortzusetzen.

Wenn Bootdisketten erstellt wurden, startet der Rechner nochmal, um die Installation dann von den Bootdisketten fortzusetzen.

Nach verschiedenen Eingaben werden aus dem Verzeichnis i386 des CD-Rom Laufwerkes die Dateien auf die Festplatte kopiert.

Während der Installation kann das System in ein Netzwerk angebunden werden. Vorhandene Netzwerkarten können installiert und erforderliche Protokolle eingebunden werden. Die Hardwareerkennung ist nicht sehr gut. Vor allem Grafikkarten werden schlecht erkannt.

Nach erfolgreicher Installation stehen zwei Boot-Möglichkeiten zur Verfügung. Windows NT "normal" oder im VGA-Modus zu starten.

â–º Hier geht es zum kompletten Setup von NT 4.0 Server - Bild für Bild

Startsound:

Der Startsound -> Der Startsound - Hier anhören

Der Bootvorgang:

Winnt 4.0 Server - booten

Vor dem eigentlichen Bootvorgang kann gewählt werden, ob die "normale" Version geladen werden soll oder das System im "VGA"-Modus. Im VGA-Modus wird das System mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixel bei 16 Farben geladen.

Nach der Auswahl kommt das nächste Fenster im DOS-Modus. Mit der "Leer"-Taste gelangt man zur nächsten Auswahl. Drückt man nicht die Leertaste, bleibt das Bild einige Sekunden stehen bis Windows den Bootvorgang fortsetzt.

DOS Menü beim Bootvorgang von Windows NT 4.0 Server

Hier kann zum Beispiel die letzte funktionierende Konfiguration aufgerufen werden, sofern Windows einmal nicht mehr richtig oder fehlerhaft startet.

Anmeldung:

der Anmeldebildschirm von Windows NT 4.0 Server

Eine Anmeldung am System ist zwingend erforderlich.

Eingabe des Kennwortes

Nach dem hochfahren des Systems erscheint der Anmeldebildschirm. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich.

Der Desktop:

Der Willkommensgruß. Deaktivieret werden kann das Fenster erst nach dem zweiten Start.

der Desktop von Windows NT 4.0 Server

Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handelt sich um ein Windows 95. Nur wenige Symbole (Icons) befinden sich auf dem Desktop. Da die meisten Grafikkarten nicht erkannt werden, muss erst einmal die Grafikkarte manuell nachinstalliert werden. Daher erscheint das NT 4.0 erst einmal mit einer VGA-Auflösung. 640 x 480 Pixel bei 16 Farben. Neu sind der Arbeitsplatz und der Papierkorb. Der Papierkorb zeigt auf dem Desktop an, ob er leer war oder gefüllt. Die gelöschten Dateien kamen erst einmal in den Papierkorb. Dort konnten sie dann endgültig gelöscht oder wieder an den ursprünglichen Ort kopiert werden.

das Startmenü von Windows NT 4.0 Server

Auch nach einem Klick auf den Start-Button ist eigentlich alles wie bei der NT Workstation. Nur der Hinweis links verrät den Unterschied

Nach einigen Mausklicks wird der Unterschied zur Workstation aber schnell deutlich. Es gibt zwei Mal ein Autostart. Mit der Verwaltung kann das System überprüft und eingestellt werden. Allerdings fehlen noch die Serverdienste.

Nach Installation der Serverdienste wurde die "Verwaltung" durch einige Bereicht erweitert. Die Serverdienste werden kurz erläutert in Teil 4.

Bei einem Klick auf den  -> Start  -> Programme öffnen sich die Menüs. Kurios: Um Windows zu beenden, klickt man erst auf -> . Ein Kontextmenü gibt es hier noch nicht.

die Startleiste ist neu bei Windows 95a

Die Taskleiste von Windows NT 4.0 Server. Geöffnete Programme werden in der Taskleiste angezeigt. Die Taskleiste kann auch mit der Maus verschoben und etwa die rechte oder linke Desktopseite positioniert werden.

die neuen Fensteroptionen bei Windows 95a

 

Geöffnete Fenster können nun minimiert, maximiert oder geschlossen. Werden sie minimiert, so werden sie in der Taskleiste abgelegt. Auf dem Desktop befindet sich der Arbeitsplatz und ein Papierkorb. Die Verzeichnisse heißen nun Ordner.

Programme allgemein:

Die meisten Programme werden von Windows NT 4.0 Server gestartet, ob als 16-bit oder als 32-bit. Nicht gestartet werden Programme, die direkt auf die Hardware zugreifen möchte, zum Beispiel Spiele. Programme stürzen in der Regel unter Windows NT nicht ab, egal, ob sie 16- oder 32-bittig sind. Denn hier übernimmt das Betriebssystem das Kommando über die Speicherverwaltung und weist jedem Programm einen eigenen Speicherbereich zu. Jedes Programm ist damit isoliert und kann nicht eigenständig auf Speicherbereiche zugreifen. Sollte ein Programm einmal abstürzen oder "sich aufhängen", so werden andere Programme nicht in Mitleidenschaft gezogen. Das entsprechende Programm kann über den Task-Manager (wird später erläutert) beendet werden. Der Speicherbereich wird nach Beendigung des Programms wieder freigegeben. So kommt es auch recht selten zu einem so genannten Bluescreen (siehe auch: Was ist ein Bluescreen).


â–º weiter zu Teil 2



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