
Modem ISDN
| Modem / ISDN: |
Modem:


Analoge Modems und ISDN-Karten dienen dazu, einzelne Rechner oder kleinere Netzwerke mit dem Internet und dem Rest der Computerwelt zu verbinden. Während bei Modems die digitalen Daten des Computers in analoge Daten für die Telefonleitung umgewandelt werden, entfällt bei ISDN dieser Schritt. Allerdings ist die Übertragungsgeschwindigkeit beider Techniken im Vergleich mit "richtigen" Netzwerken extrem niedrig: Während in einem anständigen Netzwerk Übertragungsraten von 4 MB/sec normal sind, kann man sich bei ISDN über Geschwindigkeiten von 8 kB/sec glücklich schätzen, Modems sind noch langsamer.


Modems gibt es prinzipiell in zwei Ausführungen: Externe Geräte, die an eine Serielle Schnittstelle am Computer angeschlossen werden (COM1 oder COM2-Schnittstelle), oder interne Geräte, wobei vom jeweiligen Treiber entweder die interne COM3 oder COM4-Schnittstelle initialisiert wird. Die ersten internen Steckkarten waren Modems für den ISA-Steckplatz, später gab es PCI-Steckkarten.
Modem ist die Abkürzung für "MODulator/DEModulator" und ist ein Gerät zur Datenfernübertragung, das
- eine Verbindung zu einer Gegenstation aufbaut,
- Signale, die vom Computer kommen, in Töne umsetzt,
- diese zur Gegenstation sendet,
- und - auf der anderen Seite der Leitung eingesetzt - die empfangenen Töne wieder in maschinenverständliche Signale zurückübersetzt (moduliert).
Es gibt unzählige Standards - Protokolle - für Modems, um deren Kommunikation untereinander sicherzustellen. Diese Standards werden vom CCITT festgelegt.
Nach dem Streit um eine Spezifikation für 56-Kbit/s-Modems einigten sich die rivalisierenden Herstellerlager um 3Com und U.S. Robotics (X2-Technologie) sowie Rockwell und Lucent (K56flex) Ende 1997 auf einen Kompromiss, der die Interoperabilität der verschiedenen Gerätetypen gewährleisten soll. Diese erreichen (theoretisch) eine Übertragungsleistung beim Download (Empfangen) von 56.000 Bit pro Sekunde, beim Upload (Senden) wird die Maximal-Leistung auf 33.600 Bit pro Sekunde genannt.
Der neue internationale Standard, der Anfang 1998 von der ITU bestätigt wurde, beinhaltet Elemente beider Übertragungstechniken und ermöglicht es so beiden Seiten, den Sieg für sich zu beanspruchen. Der Standard mit der Bezeichnung V.90 (vorübergehende Arbeitsbezeichnung "V.pcm" - "pcm" steht für Pulse Code Modulation) wurde im September 1998 endgültig verabschiedet, was allerdings nur noch eine Formalität war.
Hersteller wie 3Com, Diamond oder Cirrus Logic haben für das erste Quartal 1998 bereits entsprechende Software-Upgrades für ihre Modems angekündigt. T-Online will ab September 1998 V.90-Zugänge anbieten.
(Bei den Standards zwischen V.20 und V.39 handelt es sich um Modulationen, V.40 aufwärts bis V.49 dienen der Fehlerkorrektur und Datenkomprimierung.)
| V.21/V.23 | Datenübertragung unterhalb der 1200 BPS-Grenze |
| V.22 | Datenübertragungsstandard für 1200 BPS |
| V.22bis | Datenübertragungsstandard für 2400 BPS |
| V.24 | Norm für die serielle Schnittstelle |
| V.32 | Datenübertragungsstandard für 9600 BPS |
| V.32bis | Datenübertragungsstandard für 14.400 BPS |
| V.34 | Datenübertragungsstandard für 28.800 BPS |
| V.34bis | Datenübertragungsstandard für 33.600 BPS |
| V.42 | Übertragungsprotokolle entsprechend MNP1 bis MNP5 |
| V.42bis | Übertragungsprotokoll mit Datenkompression, ähnlich MNP5 |
| V.90 | Datenübertragungsstandard (Downstream) für 56.600 BPS |
| V.92 | analoger Modem-Standard: |
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Kabelmodem:
Weltweit gibt es etwa seit 1993 (in Deutschland seit 1995) kommerzielle Angebote von Kabelnetzbetreibern, um über das TV-Kabelnetz ins Internet zu gelangen. Dazu werden Kabelmodems benötigt. Sie sind in den Augen einiger Marktforscher die beste Möglichkeit für einen günstigen und schnellen Zugang zu Multimedia-Inhalten im Internet: Eine US-Studie aus dem Jahr 1998 erwartet z.B. bis zum Jahr 2005 weltweit 20 Millionen Anschlüsse.
Allerdings gibt es bislang nur proprietäre Systeme auf dem Markt. Einen freien Wettbewerb gibt es bis heute nicht. Das könnte sich jedoch bald ändern. 1997 wurde der US-Standard MCNS verabschiedet (Multimedia Cable Network System), der sich vermutlich zum Weltstandard entwickeln wird. Führende Hersteller für Kabelmodems, darunter 3Com, Bay Networks, Zenith, Terayon und Motorola, aber auch Elsa in Deutschland wollen nach den MCNS-Spezifikation fertigen.
Kabelmodems lassen sich an Unix-Workstations, PCs oder Macs über Ethernet-Netzwerkkarten anschließen. Im Vergleich mit analogen Modems funktionieren Kabelmodems teilweise wie Router und sind mit Tuner, Netzwerkmanagement- und Diagnosesoftware ausgestattet. Manche Modems integrieren sogar Verschlüsselungs- und Autorisierungsverfahren. Sie sind ferner frequenzagil, das heißt, sie suchen in einem zugewiesenen Frequenzbereich den saubersten Kanal heraus und stellen sich darauf selbständig ein.
Die mit der neueren Kabelmodemgeneration erreichbaren Datenraten betragen bis zu 38 MBit/s im Downstream (zum Teilnehmer) und maximal 2 MBit/s im Upstream (zum Netz, auch Rückkanal genannt). Ältere Kabelmodems bieten downstream 32 MBit/s und 10 MBit/s im Rückkanal. Für Privatkunden sind solche Größenordnungen uninteressant (und sicherlich unbezahlbar): Er sendet beim Surfen nur wenige Bytes, um Seiten anzufordern und allenfalls gelegentlich eine E-Mail mit Attachment. Beim Laden einer durchschnittlichen Web-Seite fallen rund 50 bis 100 Kilobyte Daten an. Und selbst für das Abspielen von MPEG-1-Videos in Echtzeit reichen 1,5 MByte/s aus.
Außerdem hängt die Geschwindigkeit, mit der die Daten beim PC des Anwenders ankommen, nicht nur von der Bandbreite des Zugangs ab, sondern auch von der Anbindung des Kabel-Providers an das Internet und den dort vorhandenen Kapazitäten. Diese werden nur nach und nach auf eine weite Verbreitung von schnellen Endkundenzugängen ausgelegt. Auf einer überlasteten Verbindung etwa zu einem Web-Server in den USA, der zudem noch stark frequentiert ist, erreicht man selbst mit einem Kabelmodem keine höhere Geschwindigkeit als mit ISDN und T-Online - man bezahlt jedoch beim volumenabhängigen Gebührenmodell auch keine Gebühren für die Wartezeiten. Für besseren Durchsatz können Proxies beim Kabel-Provider sorgen, die häufig abgerufene Seiten lokal beim Provider zwischenspeichern und bei erneuter Anfrage schneller zur Verfügung stellen als aus dem Internet.
Softmodem:
Beim Softmodem geht man davon aus, dass moderne Prozessoren über genügend Leistungsreserven verfügen (würden), um neben den normalen Aufgaben auch die Datenströme zu erzeugen, die nach der D/A-Wandlung wie Modemtöne klingen. Ähnlich arbeiten übrigens auch ISDN-Treiber, um beispielsweise V.32-Modems zu emulieren.
TAE - Stecker:
Abkürzung für "Telefon Anschluss Einheit"
• Stecker, mit dem Geräte wie ein Telefon oder Modem an das Telefonnetz angeschlossen werden können. Man unterscheidet zwei Codierungen:
- F-Codierung: Abk. für "Fernsprecher-Codierung"
- Durch Nasen am TAE-Stecker (siehe Pfeil "F-Codierung") passen die Stecker von Telefonen immer nur in F-Buchsen der Anschlussdose. Geräte mit einem F-Stecker müssen in der Schaltungskette immer am Ende sitzen.
- N-Codierung: Abk. für "Nachrichtenendgerät-Codierung". Durch Nasen am TAE-Stecker passen die Stecker von entsprechenden Geräten nur in N-Buchsen.
Verbindung ins Internet:

Die Verkabelung zwischen einem Modem und dem Internet ist nicht schwierig. Das Modem wird lediglich mit einem Telefonkabel mit der TAE-Dose (N-Stecker) verbunden. Anschließend wird eine DFÜ-Verbindung eingerichtet, mit der die Einwahl in das Internet erfolgen kann.
ISDN:
Anders als ein Modem gibt es ISDN-Technologie nur als interne Steckkarten. Anfangs als ISA, später als PCI-Steckkarte. Allerdings sind ISDN-Karten wesentlich teurer als "normale" Netzwerkkarten.

Anders als bei einem analogen Modem ist der Weg in das Internet über ISDN nicht so einfach möglich. ISDN muss von einem Provider (Telekom, Arcor oder Versatel) freigeschaltet werden. Außerdem muss ein NTBA mit der TAE-Dose verbunden werden. NTBA wird und ISDN-Karte werden mit einem ISDN-Kabel miteinander verbunden. Anschließend wird der Treiber der ISDN-Karte sowie die entsprechende Software installiert. Die Einwahl zum Internet erfolgt schneller als mit einem Modem. Grundsätzlich beträgt die Geschwindigkeit 64 K/Bit. Da mit ISDN zwei Leitungen zur Verfügung stehen, kann auch der zweite Kanal zur Einwahl mitgenutzt werden. Dies nennt man Kanalbündelung. Allerdings steht der zweite Kanal für den Zeitraum der Internetverbindung dann nicht für die Telefonie zur Verfügung.

Eine der meistverkauften ISDN-Karten: Die FritzCard Classic von AVM






















