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Digitalisierung von Daten
Informationen aus "natürlichen" Quellen liegen
grundsätzlich analog vor, sie sind also weder
zeitlich noch im Wert diskret. Ersteres bedeutet,
dass sie sich zu beliebigen Zeitpunkten ändern
können. Letzteres hat zur Folge, dass es weder
einen definierten Bereich für die Werte gibt,
noch dass innerhalb dieses Bereichs nur bestimmte
Werte möglich sind. Beides zusammen hat zur
Folge, dass der Informationsgehalt einer analogen
Information unendlich groß ist.
Die Kunst der Digitalisierung besteht nun darin,
die Ausgangsinformation zeitlich und wertmäßig
zu diskretisieren und dabei einerseits nicht
zu viele Daten zu produzieren (da diese ja gespeichert
oder übertragen werden müssen) und andererseits
eine möglichst gute Reproduktion der ursprünglichen
Information zu ermöglichen.
Eine besondere Form der Digitalisierung nehmen
Sie bereits vor, wenn Sie etwas aufschreiben
‑ die analogen Ausgangsdaten befinden sich dabei
zunächst in Ihrem Kopf Ihre Gedanken werden
nun zu Buchstaben, Worten, Sätzen. Es wird Ihnen
aber in den seltensten Fällen gelingen, Ihre
Gedanken so niederzulegen, dass beim Leser im
Kopf exakt das gleiche Bild entsteht. Durch
eine präzisere Schilderung kann der Leser Ihre
Gedanken zwar besser nachvollziehen, Sie verbrauchen
dafür aber auch mehr Worte.
Auf den folgenden Seiten wird es um automatisierbare
Formen der Digitalisierung gehen nämlich die
von Audio‑ und Videoinformationen. Abschließend
wird beschrieben, wie die Wandlung von Analog‑
in Digitalwerte (und umgekehrt) technisch funktioniert.
Digitalisierung von Audiosignalen:
Wenn Musik, Sprache oder Geräusche mit einem
Mikrofon aufgenommen werden, liegt als Ergebnis
zunächst ein Analogsignal vor, d.h. eine sich
im zeitlichen Verlauf verändernde elektrische
Spannung.
Um daraus eine Folge von Zahlen zu machen, die
dann digital übertragen werden kann, wird das
analoge Signal in regelmäßigen Abständen abgetastet.
Die Spannungswerte im Moment der Abtastung werden
über einen Analog–Digital-Wandler in einen Zahlenwert
umgewandelt. Dabei wird auf ganze Zahlen gerundet.
Digitalisieren:
-
diskrete Werte (Zahlen)
-
Formatierung der Daten (kodieren)
-
Aufteilung in Pakete
-
Suchen eines Weges zum Empfänger
-
Umsetzung der Information in elektrische bzw.
optische Impulse
-
Übertragung der Signale über ein Medium
Technik der Digitalisierung von Audiosignalen:
Ein Audiosignal wird zunächst mit einem Tiefpass
gefiltert, d.h. alle Frequenzanteile oberhalb
der halben Abtastfrequenz werden entfernt. Erst
jetzt erzeugt ein Analog-Digital-Wandler eine
Folge von Digitalwerten, und zwar gesteuert
durch einen externen zugeführten Takt.
Der umgekehrte Weg sieht ähnlich aus. Die digitalen
Werte werden einem Digital-Analog-Wandler zugeführt,
der daraus einen stufigen Spannungsverlauf erzeugt.
Durch einen nachgeschalteten Tiefpassfilter
werden alle Frequenzanteile oberhalb der halben
Abtastfrequenz gefiltert. Das Signal wird dadurch
geglättet.
Digitalisierung von Audiosignalen:
-
Ein abgetastetes Signal darf keine Frequenzanteile
oberhalb der halben Abtastfrequenz besitzen.
ISDN: 8000 Hz x Abtasten pro Sekunde= 4000 Hz
Abtastfrequenz.
-
Durch die Rundung entsteht bei jeder Abtastung
ein Fehler von Max +/- ½ Schritten. Das macht
sich durch Rauschen bemerkbar. Um so kleiner
die Schritte (um so höher die Abtastrate) desto
geringer das Rauschen.
Digitalisierung von Bildern:
-
Abtasten von Papiervorlagen (Scanner)
-
Aufzeichnen eines Objekts mit Video- oder Digitalkamera
In beiden Fällen ist das bildaufzeichnende Bauteil
ein so´genannter CCD ‑ Chip (Charge Coupied
Device). Diesen kann man sich als Matrix kleiner
Töpfchen für elektrische Ladungen vorstellen.
Zuerst werden alle Töpfchen gleichmäßig gefüllt.
Anschließend entleeren sie sich umso schneller,
je mehr Licht auf sie fällt (Photoeffekt). Am
Ende der Belichtungszeit wird nachgesehen, wie
viel Ladung in jedem Töpfchen vorhanden ist.
Daraus wird dann ein digitales Abbild erzeugt.
Die Bildauflösung wird beim CCD ‑ Chip von der
Größe und Anordnung der Ladungstöpfchen bestimmt.
Die Töpfchen sind abwechselnd mit roten, grünen
und blauen Farbfiltem versehen, so dass ein
Farbbild aufgezeichnet werden kann. Dazu wird
jeweils am Schnittpunkt von vier Töpfchen der
Rot‑, Grün‑ und Blauwert der angrenzenden Zellen
ermittelt. Da damit ein einziges Ladungstöpfchen
immer vier Bildpunkte beeinflusst, ist die Auflösung
des Farbbildes geringer als die physikalische
Auflösung des CCD ‑ Chips.
Beim Auslesen des CCD ‑ Chips werden die Ladungswerte
digitalisiert, woraus ein Quantisierungsfehler
entsteht. Dieser ist aber normalerweise vernachlässigbar,
weil erstens eine Auflösung von 8 Bit pro Farbanteil
meist ausreicht und weil zweitens CCD ‑ Chips
bereits ein relativ großes Grundrauschen verursachen,
in dem das Quantisierungsrauschen untergeht.
Das gilt insbesondere bei langen Belichtungszeiten
und hohen Umgebungstemperaturen.
Kodierung:
-
Vereinbarung zwischen Sender und Empfänger,
wie die Daten zu interpretieren sind (z.B. durch
Protokolle).
o
Abtastrate
o
Wie viele Bits bilden einen Abtastwert
o
Wurde komprimier? Wie stark? Mit welchem Format?
-
Datenverschlüsselung (Transport von Daten)
Datenschutz
-
Prüfziffern, Prüfbits
Datensicherung
Digitale
Signalisierung:
Die Methoden
der Benutzung elektrischer Energie zur Kommunikation
werden Signalisierung genannt. Der Prozess der
Umwandlung eines Signals zur Darstellung von
Daten wird häufig Modulation oder Verschlüsseln
genannt. In Computernetzwerken wird die digitale
Signalisierung durch Impulse aus Licht oder
elektrische Spannungen verwirklicht.
Aktueller
Status (current state): Beim aktuellen
Status wird das Vorhanden oder Nichtvorhanden
sein ein Status oder Signaleigenschaft gemessen.
In Glasfasernetzwerken werden Daten bspw. Durch
Ein oder Ausschalten von Licht dargestellt.
Die Netzwerkgeräte überwachen das Medium und
messen periodisch den Zustand.

Statusübergang
(state transition): Der Übergang von
einem Status in den nächsten kann ebenfalls
dazu benutzt werden Daten auf einen digitalen
Signal zu verschlüsseln. Z. B. können an Stelle
der absoluten Spannung auch der Übergang zwischen
zwei Spannungen in einem Kabel gemessen werden.

Vorteile:
- die Ausrüstung ist normalerweise einfacher
und preiswerter - normalerweise weniger Fehler
durch Rauschen und Interferenzen
Nachteile:
- mehr Dämpfung als bei analogen Signalen über
vergleichbare Entfernung
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Analoge
Signalisierung
|
|
Analoge
Signalisierung benutzt zur Signalmodulation
auch den aktuellen Status und den Statusübergang. |
Analoge
Signalisierungsmethoden: Analoge Signale
beruhen auf der periodischen Änderung von Wellen.
Elektromagnetische Wellen, wie sie in analogen
Signalen benutzt werden, werden häufig (s. Abb)
in Sinuswellen dargestellt.

AM
(Amplitudenmodulation): Die Amplitude
einer Welle gibt die Signalstärke im
Vergleich zu einem Referenzwert an.
Analoge Signale beruhen auf der Amplitudenänderung,
die sich fortlaufend vom positiven zu
negativen Werten ändert. Die Amplitude
wird häufig in Volt angegeben, wenn
die elektrische Spannung (u) gemessen
wird, in Ampere, wenn dir elektrische
Strom (I) gemessen wird, in Watt, wenn
die elektrische Leistung (P) gemessen
wird, und in Dezibel, wenn der Unterschied
der Leistung zwischen zwei Signalen
gemessen wird
|
FM
(Frequenzmodulation): Die Frequenz
einer Welle ist der Zeitraum den sie
für die Vollendung einer Schwingung
benötigt. Mit anderen Worten: Benötigt
ein Signal eine Sekunde für den Übergang
von der hohen zur niedrigen und zurück
zur hohen Amplitude, dann ist die Frequenz
(f) der Welle eine Sekunde bzw. ein
Hertz (Hz)

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PM
(Phasenmodulation): Die Phase
eines Signals bezieht sich auf den relativen
Stand eines Signals zu Beginn der Zeitmessung.
Die Phase eines Signals wird in Grad
(°) gemessen.

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Aktueller
Status (current state) in der analogen
Signalisierung Die am häufigsten
eingesetzten Methoden zur Messung des
aktuellen Status verwenden unterschiedliche
Signalamplituden – oder Frequenzen um
Daten darzustellen. Analoge Signalverschlüsselungsmethoden
sind:
· Amplitudenverschiebung
(ASK- Amplitude Shift Keying) siehe
Abb.ASK
· Frequenzverschiebung (FSK- Frequency
Shift Keying) siehe Abb.FSK

Netzwerkgeräte, die analoge Signalisierung
benutzen, messen periodisch die Amplitude
oder die Frequenz des Signals oder beides
gleichzeitig. |
Vor / Nachteile
der analogen Signalisierung
Vorteile:
Weniger Dämpfung bei Digitalen Signalen über
vergleichbare Entfernung Ermöglicht Multiplexen,
was die Ausnutzung des Mediums maximiert
Nachteile:
Mehr Fehler durch Rauschen und Interferenzen
als bei digitaler Signalisierung
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Bitsynchronisierung: |
Die Steuerung
der Meßzeitgeber für die Signalabtastung
(s.o.) kann Bitsynchronisierung genannt
werden. Es gibt zwei Arten von Bitsynchronisierung:
-
Synchrone Bitsynchronisierung
-
Asynchron Bitsynchronisierung
|
Synchrone
Bitsynchronisierung Synchrone
Bitströme benutzen folgende Methoden
um einen Gleichtakt zwischen übertragenden
Geräten herzustellen:
-
Garantierte Statusänderung
-
Separates Taktsignal
-
Oversampling
|
Garantierte
Statusänderung: Bei dieser Methode
wird ein Taktsignal in das Datensignal
eingebettet. Sie garantiert, das ein
Übertragungssignal nach einem festgelegten
Zeitintervall eine Statusänderung durchmacht.
Der Empfänger erwartet diese Änderung
und stellt fortlaufend seine interne
Taktrate nach. Die garantierte Statusänderung
wird häufig bei digitalen Signalen benutzt. |
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Separates
Taktsignal: Einige Kommunikationssysteme
benutzen zwei separate digitale oder
analoge Medienkanäle, um einen einzigen
Datenstrom zu übertragen. Ein Kanal
transportiert die echten Datenbits,
während der andere Kanal den Takt übernimmt.
Das Taktsignal informiert den Empfänger
darüber, wann er das Taktsignal messen
soll. (z.B. ISDN; LPT)
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Oversampling:
Der Takt kann auch ohne irgendwelche
zusätzliche Takte durch Oversampling
bestimmt werden. Oversampling bedeutet,
daß der Empfänger das Signal mit einem
viel höheren Takt als der Datentakt
abtastet. Beispiel.: Wenn das Datensignal
mit einer Rate von 10 Millionen Bit/s
(10 Mbps) gesendet würde, würde der
Empfänger das Signal 100 Millionen mal
pro Sekunde messen. Von jeweils 10 Messungen
enthält eine die Datenbitinformation,
während die anderen neun dazu benutzt
werden, um festzustellen, ob der Signaltakt
und der Empfangstakt noch synchron sind.
Da die Taktraten von Sender und Empfänger
dazu tendieren, langsam auseinander
zu laufen, zeigt das Oversampling, wann
die Taktrate des Empfängers wieder angepasst
werden muss.
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Asynchron
Bitsynchronisierung: Asynchrone
Bitsysteme benutzen unterbrochene Signale
um Bits zu übertragen. Wenn keine Daten
übertragen werden, gibt es auch keine
Signale oder Statusänderungen im Medium.
Wenn Daten übertragen werden, benutzen
die Geräte einen internen oder Hardwaretakt
um zu wissen wann das Signal gemessen
werden muss. Beispiel serielle Schnittstelle:
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Benutzung
der Bandbreite: |
Breitband
(Broadband) Bei Aufteilung der
multiplen Elektromagnetischen Frequenzen
die ein Medium übertragen kann in Kanäle
oder durch Aufteilung der gesamten Bandbreite
in Einheiten spricht man von Breitband.
Ein Kanal ist einfach ein Teil der gesamten
Bandbreite eines Übertragungsmediums. |
Basisband
(Baseband) Bei Nutzung der gesamten
elektromagnetischen Frequenzen die ein
Medium übertragen kann,(ohne Aufteilung
in Kanäle spricht man von Basisband

Die
Übertragungskapazität des Mediums hängt
davon ab, welche Bandbreitenmethode
sie benutzen.
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Multiplexen: |
In einem
einzigen Mediensegment können durch
Multiplexen mehrere Kanäle erzeugt werden.
Multiplexen bezeichnet verschiedene
Technologien, die mehreren Geräten erlauben,
gleichzeitig über ein einziges Mediensegment
zu kommunizieren. Die Ausrüstung die
multiplext bzw. demultiplext wird häufig
Multiplexer oder auch MUX genannt.Multiplexer
benutzen die folgenden Methoden um mehreren
Geräten die gleichzeitige Kommunikation
zu erlauben.
-
Multiplexen durch Frequenzteilung
(FDM) (Frequency Divising Multiplexing
)
-
Multiplexen durch Taktteilung
(TDM) (Time Division Multiplexing,)
-
Multiplexen durch statistische
Taktteilung (statTDM) (statistical
Time Division Multiplexing,)
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Multiplexen
durch Frequenzteilung (FDM)
FDM benutzt separate Frequenzen um mehrere
Kanäle innerhalb eines Breitbandmediums
zu erzeugen. Dazu erzeugt der MUX besondere
Breitband-Trägersignale, die mit verschiedenen
Frequenzen arbeiten. Die Datensignale
werden dem Trägersignal hinzugefügt
und am anderen Ende des Mediensegments
durch den anderen MUX ausgewertet.
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Multiplexen
durch Taktteilung (TDM) Beim
TDM wird ein einziger Kanal in kurze
Taktabschnitte unterteilt. In jedem
Taktabschnitt können Bits, Bytes, Blöcke
oder Rahmen untergebracht werden, vorausgesetzt
das der festgelegte Zeitintervall nicht
überschritten wird.

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Multiplexen
durch statistische Taktteilung (statTDM)

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