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Router / DSL-Router / W-Lan-Router:  
DSL-Router - Vorderansicht und Rückansicht ISDN Router
Bild oben: ein alter ISDN-Router.

Bilder links: moderner DSL-Router Ansicht vorne und hinten

 

In den letzten Jahren gewannen Router immer mehr an Bedeutung. Der bekannteste Router ist dabei der so genannte "DSL-Router". Was genau ist ein Router?

Ein Router ist ein Verbindungselement zwischen unterschiedlichen Bereichen eines großen Netzwerks oder zwischen verschiedenen Netzwerken, das für sein Bereich die optimale Leitungswege für die versendeten Datenpakete ermittelt. Um Daten von einem Bereich in einen anderen zu schicken, tauschen die jeweiligen Router Informationen über die ermittelten Leitungswege untereinander aus.

Router arbeiten medienunabhängig aber protokollabhängig – bei einer Bridge ist dies genau umgekehrt.
  • Medienunabhängig bedeutet, dass die Schnittstellen eines Routers Teil unterschiedlicher Netztopologien (wie Token Ring, Ethernet, W-Lan – aber auch ISDN oder ATM) sein können. Ein Router kann jedoch auch über nur eine einzige Schnittstelle verfügen und vermittelt dann das Protokoll zwischen unterschiedlichen logischen Netzwerken auf dem selben physikalischen Medium.
  • Die Protokollabhängigkeit eines Routers ergibt sich daraus, dass ein Router nur ihm bekannte Protokolle der Schicht 3 des OSI-Referenzmodells weiterleiten kann. Ein Router, der mehrere Protokolle weiterleiten kann (z. B. IP und IPX), wird auch Multi Protocol Router genannt.

Router sind sehr flexibel einsetzbar, da sie innerhalb des OSI Schichtmodells auf derRouter arbeiten auf OSI-Schicht 3 dritten Ebene (siehe: OSI Schichtmodell) eingeordnet werden. Router sind auch unabhängig von der Netzwerkhardware. Sie können mit Netzwerkkarten beliebiger Architekturen ausgestattet werden und ermöglichen somit die Kopplung diverser Netzwerktypen. So können z.B. Ethernet-Netze mit Token Ring, einer WAN-Leitung oder FDDI und anderen Netzwerktypen verbunden werden.

Router müssen alle Netzwerkprotokolle kennen, die sie durchs Netz befördern. Das heißt nicht, das sie alle Übertragungsprotokolle die es in der Netzwerkwelt gibt übertragen. Grundsätzlich können nur routbare Netzwerkprotokolle verwendet werden.

Ein nichtroutbares Protokoll ist z.B. NetBIOS. Routbare Standardprotokolle dagegen, sind z.B. TCP/IP oder auch IPX/SPX (siehe auch: Netzwerkprotokolle).

Obwohl ein Router auch unterschiedliche Netzwerke verbinden kann, werden die Adressen der einzelnen Endgeräte nicht genannt, sondern die Adressen der beteiligten Netzwerke. Diese werden in einer Routing-Tabelle angelegt. Jeder Router, der im Netzwerk eingesetzt wird, kennt somit die Adressen der einzelnen Segmente. Somit kann ein Router schnell feststellen, ob ein angesprochenes Netzwerk verfügbar ist. Ist ein angesprochenes Netzwerk vorhanden, kann ein Router aufgrund der Roting-Tabelle, den kürzesten Weg für den Datenpfad festlegen. Die Entfernung des Zielrechners wird in Hops (Anzahl der Sprünge) über andere Router in die Router-Tabelle gespeichert. Aufgrund dieser Tabelle, kann ein Router denjenigen Weg zum Ziel wählen, mit den wenigsten Übergängen. Dieses Algorithmensystem wird Shortest Path First genannt, also den kürzesten Weg zuerst.

Open Shortest Path First stellt eine Erweiterung dar, die den kürzsteten offenen, also momentan bestehenden Weg verwendet. Hierdurch kann Ausfällen von Wegen vorgebeugt werden.

Der kürstete Weg, ist nicht immer der kostengünstigste. Hier wird Lowest Cost First verwendet. Im diesen Fall wird die Router-Tabelle analog gepflegt, in der die Kosten, die ein Transport über eine Strecke verursacht, gelistet sind.

Der Wechsel des Zugriffsverfahren im Routereinsatz wie z.B. zwischen CSMA/CD und Token Passing ist problemlos möglich. Somit bietet sich der Einsatz von Routern, wo kleine Datenmengen über mehrere Netzwerkbereiche mit unterschiedlichen Zugriffsverfahren und Protokollen übertragen werden sollen.

Da hier die rede von mehrere Protokolle gewesen ist, nennt man solch einen Router Multiprotokoll-Router. Multiprotokoll-Router, können somit mehrere Protokolle gleichzeitig bearbeiten. Diese Art von Router werden meist in Firmen Eingesetz, wo z.B. Windows NT/2000/XP, die IP verwendet, und Novell Netware das IPX. Wie wir hier erkennen können, kommen unterschiedliche Netzwerkbetriebssysteme und Protokolle zum Einsatz. Was im Gegensatz zum Einzelprotokoll-Router, der anhand nur eines einzigen Protokolls Verbindungen erzeugt. Die üblichsten Einzelplatz-Router sind IP-Router, die z.B. bei Internetverbindungen eingesetzt werden.

Router haben einen Nachteil, was die Geschwindigkeit betrifft. Da Router in Software ausgeführt werden, gibt es hohe Verzögerungszeiten. Um dieses Problem zu lösen, gibt es so genannte Router-Beschleuniger. Dies funktioniert so, das ein Switch vor und nach einen Router geschaltet werden. Routende Datenpakete, werden einfach am Router vorbeigeleitet die für ein benachbartes Netz bestimmt sind. Schwierige Aufgaben bleiben den Router überlassen.

Nicht routbare Protokolle:

Um nicht routbare Protokolle dennoch über einen Router zu schicken, existiert ein so genanntes Tunnelig-System. Diese nicht routbaren Protokolle, werden in IP-Pakete verpackt und in huckepack zum Zielrechner transportiert. Hybride Router, auch Bridge Router genannt, ermöglichen ebenfalls das Transportieren nicht Routing-fähiger Protokolle.

DSL und die Verwendung eines Routers:

W-Lan Router mit USB-StickEin so genannter DSL-Router, wird meist im Heimgebrauch sowie in Kleinfirmen eingesetzt. Diese Art von Router ist ein Einzelplatz-Router, der nur IP unterstützt. Durch einen Internetprovider, wird die Anbindung des LAN an das Internet zu Verfügung gestellt. Dabei werden alle Datenpakete aus dem Datenstrom des lokalen Netzes gefiltert, die für ein anderes Netz bestimmt sind. Eine vorher definierte gewählte Verbindung, leitet nun die Daten an das gewählte Netz weiter. Dies kann man z.B. durch die Internetfreigabe in Win98 als Softwarelösung realisieren. Router besitzen meist ein DHCP-Server, um die Vergabe von IP-Adressen für die einzelnen Rechner im Netz zu automatisieren. Gibt es keine automatische Konfiguration wie bei DHCP, muss die IP-Adresse und die des Default-Gateway, an deren Rechner die außerhalb eines Segments liegen, manuell mitgeteilt werden. Die Entscheidung, ob ein Daten-Frame im lokalen Subnetz oder an den Router geht, wird anhand der Subnetzmaske getroffen.

Aufgaben eines Routers:

- kürzesten Übertragungsweg finden
- Signalverstärkung
- Auswertung der Wege anhand der Protokolle
- keine Weiterleitung fehlerhafte Datenpakete
- Unterdrückung von unnötigen Datenverkehr in anderen Netzwerken
- Strukturierter Aufbau eines Netzwerks
- Routing-Funktionen zwischen Netzwerken unterschiedlicher Zugriffsverfahren.
- unabhängig von der Netzwerkhardware

 

 

 

 

 
 
 
 
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