|
Sie sind Hier:
Startseite
Netzwerke
IP-Klassen
Netzwerk-Kabel:
Kupferkabel (Koax):
 
|
Kabeltyp |
Impedanz |
Anwendung |
| RG-58/U |
53,5 Ohm |
Ethernet |
| RG-58A/U |
50 Ohm |
10Base2 |
| RG-58C/U |
50 Ohm |
10Base2 |
| RG-59 |
75 Ohm |
Kabelfernsehen |
| RG-62 |
93 Ohm |
ARCnet |
Kupferkabel (Twistet Pair):
  
|
Kabeltyp |
Spezifikation |
max. Frequenz |
Impedanz |
Anwendung |
|
STP |
IBM Typ
1/9 |
20 MHz |
150 Ohm |
4 und
16 MBit Token Ring |
|
UTP-1 |
EIA/TIA-568
Kat.1 |
100 kHz |
100 Ohm |
analoge
Sprachübertragung |
|
UTP-2 |
EIA/TIA-568
Kat.2 |
100 kHz |
100 Ohm |
IBM-Verkabelung
Typ 3 (Sprache) |
|
UTP-3 |
EIA/TIA-568
Kat.3 |
16 MHz |
100 Ohm |
10BaseT,
100BaseT4, 100VG-AnyLAN, ISDN |
|
UTP-4 |
EIA/TIA-568
Kat.4 |
20 MHz |
100 Ohm |
16 MBit
Token Ring |
|
UTP-5 |
EIA/TIA-568
Kat.5 |
100 MHz |
100 Ohm |
100BaseT,
SONET, SOH |
|
UTP-6 |
Kat.6 |
200 MHz |
- |
155-MBit-ATM,
keine verabschiedete Spezifikation |
|
UTP-7 |
Kat.7 |
600 MHz |
- |
622-MBit-ATM,
Gigabit-Ethernet, keine verabschiedete
Spezifikation |
Glasfaserkabel:

|
Kabeltyp |
Durchmesser (Kern/Gesamt) |
Bandbreite (1 km) |
Anwendung |
|
Multimode
mit Stufenprofil |
100 bis
400 µm/200 bis 500 µm |
100 MHz |
Entfernungen
unter 1 km |
|
Multimode
mit Gradientenprofil |
50 µm/125
µm |
1 GHz |
LAN, Backbone,
ATM (655 MHz) in Europa |
|
Multimode
mit Gradientenprofil |
62,5 µm/125
µm |
1 GHz |
LAN, Backbone,
ATM (655 MHz) in den USA |
|
Monomode
(Singlemode) mit Stufenprofil |
8 µm/125
µm |
100 GHz |
Telefon-
gesellschaften |
Belegung RJ45-Stecker
für Ethernet:
- Token
Ring Adernpaar 1 und 3
- 10BaseT
Adernpaar 2 und 3
- 100BaseT
Adernpaar 2 und 3
- 100BaseT4
Adernpaar 1, 2, 3 und 4
- VG-AnyLAN
Adernpaar 1, 2, 3 und 4
Belegung und Kabel-Farbcode für RJ45-Stecker:
|
Adernpaar |
Pins |
EIA/TIA |
IEC |
REA |
DIN 47.100 |
| 1 |
4/5 |
blau/weiß |
weiß/blau |
weiß/blau |
weiß/braun |
| 2 |
3/6 |
weiß/orange |
rot/orange |
türkis/violett |
grün/gelb |
| 3 |
1/2 |
weiß/grün |
schwarz/grau |
weiß/orange |
grau/rosa |
| 4 |
7/8 |
weiß/braun |
gelb/braun |
türkis/violett |
blau/rot |
Belegung RJ45-Stecker für Ethernet:
|
Signal |
Pin |
Farbe |
| TX+ |
1 |
weiß/grün |
| TX- |
2 |
grün |
| RX+ |
3 |
weiß/orange |
| |
4 |
blau |
| |
5 |
weiß/blau |
| RX- |
6 |
orange |
| |
7 |
weiß/braun |
| |
8 |
braun |
Belegung des RJ45-Steckers:
|
Kontakt |
Telefon
analog |
ISDN |
Ethernet |
Token
Ring |
TP-PMD |
AS400 |
3270 |
ATM |
|
1 |
|
|
TX+ |
|
TX+ |
|
|
X |
|
2 |
|
|
TX- |
|
TX- |
|
|
X |
|
3 |
|
a2 |
RX+ |
RX+ |
|
|
RX+ |
|
|
4 |
a |
a1 |
|
TX- |
|
TX+ |
TX+ |
|
|
5 |
b |
b1 |
|
TX+ |
|
TX- |
TX- |
|
|
6 |
|
b2 |
RX- |
RX- |
|
|
RX- |
|
|
7 |
|
|
|
|
RX+ |
|
|
X |
|
8 |
|
|
|
|
RX- |
|
|
X |
Crossover-Kabel
für (Gigabit-)Ethernet:
Das Crossover-Kabel
überkreuzt die zwei Empfangs- und Sendeleitungen
zweier miteinander verbundener Netzwerkkomponenten.
 |
 |
|
Pin |
Belegung |
|
1 |
TX+ |
|
2 |
TX- |
|
3 |
RX+ |
|
6 |
RX- |
|
Crossover-Kabel
für Gigabit-Ethernet (1000BaseT):
 |
 |
|
Pin |
Signal |
|
1 |
TX D1 + |
|
2 |
TX D1 - |
|
3 |
RX D2 + |
|
4 |
BI D3 + |
|
5 |
BI D3 - |
|
6 |
RX D3 - |
|
7 |
BI D4 + |
|
8 |
BI D4 - |
|
Normale
Crossover-Kabel für Ethernet können
für das Gigabit-Ethernet (1000BaseT)
nicht verwendet werden. Gigabit-Ethernet
über Twisted-Pair-Kabel benutzt alle
vier Adernpaare. Deshalb müssen auch
alle Adernpaare gekreuzt werden. Siehe
dazu die Zeichnung
Müssen mit einem solchen Patchkabel
mehr als 5 Meter überbrückt werden,
dann empfiehlt sich eine Leitung, die
CAT5e oder CAT6 entspricht. |
Anwendungsfall:
- Wenn zwei
Netzwerk-Komponenten verbunden werden sollen,
aber kein Uplink-Port vorhanden ist.
- Wenn zwei
Netzwerk-Karten direkt miteinander verbunden
werden sollen.
Koaxialleitung:
Bei einer Koaxialleitung befindet sich ein Kupferleiter
im Innern des Zweitenleiters(Außenleiter). Durch
eine Isolation werden beide voneinander getrennt,
und dem Kabel mechanische Stabilität gegeben.
Das elektrische Feld, das sich beim Anlegen
einer Spannung aufbaut, entsteht nur zwischen
Außen- und Innenleiter. Außerhalb des Kabels
tritt keine magnetisches Feld auf.
Vorteil
der Koaxialleitung gegenüber des Paralleldrahtkabels:
- Es können
keine Störspannungen durch Influenz in das
Kabel gelangen.
- Die im
Kabel fließenden Ströme erzeugen keine magnetischen
Störfelder.
Damit die elektrische
Feldverteilung wirksam wird, muss der Außenleiter
(Abschirmung, Abschirmmantel) an Erde gelegt
werden. Hierdurch sind beide Leiter gegenüber
der Erde spannungsmäßig ungleich.
Deshalb sind Koaxialleitungen unsymmetrische
Leitungen (Paralleldrahtleitungen sind erdsymmetrisch).
Netzwerkkabel
- Twisted Pair:
Die hier beschriebenen
Twisted-Pair-Kabel sind Verlegekabel der Kategorie
5. Sie werden hauptsächlich in Strukturierten
Verkabelungssystemen (Netzwerk und Telefonie)
eingesetzt.
U/UTP - Unscreened Unshielded Twisted Pair
U/UTP-Kabel sind sehr einfach aufgebaute ungeschirmte
Twisted-Pair-Kabel. Dadurch sind sie sehr einfach
herzustellen und günstig zu kaufen.
Das Kabel besteht aus einem Kunststoffmantel,
in dem sich die verdrillten Adernpaare befinden.
Das Kabel ist sehr flexibel und einfach zu verlegen.
S/UTP - Screened Unshielded Twisted Pair:
Das S/UTP-Kabel hat zwischen Kunststoffmantel
und den verdrillten Adernpaaren eine Schirmung
aus Kupfergeflecht oder Aluminiumfolie. Die
Qualität dieser Kabel ist wesentlich höher.
Sie stellen das Mindestmaß an Qualität für die
Netzwerkverkabelung sicher.
S/STP - Screened Shielded Twisted Pair:
Das S/STP-Kabel ist das hochwertigste Twisted-Pair-Kabel,
das man bekommen kann. Zusätzlich zum Schirmgeflecht
sind die einzelnen Adernpaare mit einer Aluminiumfolie
geschirmt.
Dieses Kabel ist wenig flexibeler, und daher
mühsam zu verlegen.
Hinweis zu Twisted-Pair-Kabel:
Im Gegensatz
zu den geschirmten Kabeln (STP) weisen die ungeschirmten
Kabel (UTP) eine deutlich schlechtere Übertragungsqualität
auf, die sich bei hohen Übertragungsraten negativ
bemerkbar macht.
Übertragungsqualität von Twisted-Pair-Kabeln:
Nahnebensprechen
(NEXT):
Das Nahnebensprechen ist der Signalpegel, der
bei einer Signalübertragung über ein Adernpaar,
in einem benachbarten Adernpaar durch Induktion
auftritt. Je schwächer dieses induzierte Signal
ist, desto weniger stören sich die Signalübertragungen.
Das Nahneben- oder übersprechen wird als Verhältnis
von Orginalsignal und induziertes Signal in
Dezibel (dB) angegeben.
Bei einer Kabellänge von 100 Meter sollte dieser
Wert bei mindestens -32 dB liegen. Jeweils -6
dB entspricht einer Verdoppelung der Signalabschwächung
(dB = 20 * log Ausgangssignal / Eingangssignal).
Störspannungsabstand (STN):
Der Störspannungsabstand ist der Abstand des
Signalspannungspegels im Verhältnis zu Störsignalen
(Übersprechen, Störeinstrahlung von Netzwerkkabeln).
Von der Höhe des Störabstandes hängen Empfängerempfindlichkeit,
die daraus resultierende Reichweite und die
Fehlerrate der Datenübertragung ab.
Signaldämpfung:
Mit zunehmender Übertragungsfrequenz nimmt die
Dämpfung der Signale zu. Mit höheren Frequenzen
können deshalb nur geringere Entfernungen überbrückt
werden. Bei einer Kabellänge von 100 Metern
sollte eine Signaldämpfung von 22 dB (Dämpfung
um das 158-fache) nicht überschritten werden
(dB = 10 * log Ausgangsleistung / Eingangsleistung).
Die unterschiedlichen Qualitäten von UTP-Kabeln
(ungeschirmt) sind in fünf Kategorien definiert.
Die Übertragungsgeschwindigkeit variiert von
100 kHz bis 100 MHz.
Geschirmte Kabel (STP) erfüllen in jedem Fall
die Übertragung bis zu 100 MHz.
Leitungen
und Kabel:
Die nebenstehende Schaltung ist das Ersatzschaltbild
einer gleichmäßig aufgebauten (homogenen) Leitung.
Jede 2-adrige Leitung entspricht diesem Ersatzschaltbild.
Sie ist nicht nur mit einem Widerstand, sondern
auch mit einer Induktivität und Kapazität behaftet.
Demzufolge ist dieser Leitungsvierpol frequenzabhängig.
Zusätzlich werden die elektrischen Eigenschaften
durch die Leitungskonstruktion beeinflusst (Verseilungsart,
Feuchtigkeit, etc.).
Twisted Pair (TP) Kabel (symmetrisches Kabel):
Twisted Pair
Kabel ist die englische Bezeichnung für gekreuzte
oder verdrillte Adernpaare.
Die Bezeichnung symmetrisches Kabel bezieht
sich auf die dadurch erreichten elektrischen
Eigenschaften des Kabels.
Betrachtung
des Koaxial-Kabels:
Das Koaxial-Kabel ist ein unsymmetrisches Kabel.
Bei der Übertragung von digitalen Signalen über
eine Koaxial-Leitung (BNC) wird ein Potentialunterschied
zwischen Innenleiter (Kern) und dem, als Bezugserde
dienenden, Außenleiter erzeugt. Der Außenleiter
wirkt als Antenne. Er strahlt elektromagnetische
Strahlen ab. Zusätzlich beeinflussen Störungen
von außerhalb den Signalfluss im Innenleiter.
Theorie
des symmetrischen Kabels:
Durch spezielle Übertragungstechniken und die
gezielte Verdrillung der Doppeladern erhält
das symmetrische Kabel seine elektrischen Eigenschaften.
In das Kabel werden gleiche Signale mit gegensätzlicher
Polarität eingespeist. Im Idealfall heben sich
die symmetrischen Amplituden auf. Der Potentialunterschied
zur Bezugserde beträgt 0V.
Die meisten Störspannungen sind asymmetrisch
und diese haben wegen der Gleichtaktunterdrückung
keinen Einfluss auf die symmetrischen Signalleitungen.
Das symmetrische
Kabel in der Praxis:
In der Praxis variiert die verbleibende Störspannung
je nach Übertragungstechnik auf wenige µV.
Um die Störquellen weiter zu entschärfen, werden
die einzelnen Kabeladern verdrillt. Dadurch
schneiden sich Ihre Feldlinien im 90°-Winkel.
Die gegenseitige Beeinflussung wird dadurch
unmöglich.
Die Datenübertragung über das symmetrische Kabel
benötigt in jede Übertragungsrichtung mindestens
zwei Adern (also 4 Adern, oder 2 Doppeladern).
Beispielsweise beim ISDN oder LAN.
Lichtwellenleiter
(LWL)/Glasfaser:
Die Lichtleitertechnik
ist ein alt bewährtes Prinzip, bei der elektrische
Signale in Lichtsignale umgewandelt werden.
Mit Hilfe von Glas-, Quarz- oder Kunststofffasern
kann das Licht über lange Strecken transportiert
werden. Am Ende der Übertragung werden die Lichtimpulse
wieder in elektrische Signale umgewandelt.
Der Betriff Glasfaser ist ein Lichtwellenleiter,
dessen Fasern aus dem Grundstoff Glas bestehen.
Er wird häufig mit dem Begriff Lichtwellenleiter
(LWL) verwechselt.
 |
Sender
oder
Quelle |
Analog-
Digital-
Wandler |
Treiber-
Stufe |
Leucht-
diode |
Licht-
wellen-
leiter |
Foto-
Trs. |
Digital-
Analog-
Wandler |
Treiber-
Stufe |
Empfänger |
Während die
elektrischen Signale in Kupferleitungen als
Elektronen von einem zum anderen Ende wandern,
übernehmen in Glasfaserkabeln Photonen (Lichtteilchen)
diese Aufgabe.
Licht kommt in beliebig vielen spektralen Farben
vor. Jede Farbe des Lichtes wird einer bestimmten
Frequenz der elektromagnetische Welle zugeordnet.
Durch die Verwendung unterschiedlicher Farben
(Frequenzen) lassen sich auf einem Lichtwellenleiter
mehrere Datenkanäle unabhängig betreiben. Das
macht die Lichtwellenleiter zum Übertragungsmedium
der Gegenwart und Zukunft.
Als Übertragungstechnik dient DWDM (Dense Wavelength
Division Multiplexing), ein rein optisches Multiplexsystem.
Es arbeitet, ähnlich wie Farbfilter, die nur
genau definierte Wellenlängen des Lichtes (Farbspektrum)
durchlassen.
Lichtwellenleiter aus Kunststoff haben einen
Durchmesser von etwa 0,1 mm und sind äußerst
flexibel.
Der Kern ist der zentrale Bereich eines LWL,
der zur Wellenführung des Lichts dient. Der
Mantel ist das optisch transparente Material
eines LWL an dem die Reflexion stattfindet.
Der Kern besteht aus einem Material mit einem
höheren Brechungsindex als der darüber liegende
Mantel. An den Wänden im Innern des Lichtwellenleiters
findet eine Reflexion statt, so dass der Lichtstrahl
nahezu verlustfrei um jede Ecke geleitet wird.
Um eine Verbindung zwischen zwei Lichtwellenleitern
herzustellen, müssen die beiden Enden verschmelzt
(Schmelzspleiß) oder verklebt (Klebespleiß)
werden.
|
Multimodefaser
mit Stufenprofil |
Multimodefasern
mit Stufenprofil haben einen Durchmesser
von 200 µm.
Durch sie werden mehrere Lichtwellen
gleichzeitig geschickt. An den Wänden
der Faser wird das Signal hart reflektiert.
Das Ausgangssignal wird dadurch schlechter.
Sie werden z.B. als Verbindungskabel
im Patchschrank verwendet. |
|
Multimodefaser
mit Gradientenprofil |
Multimodefasern
mit Gradientenprofil haben einen Durchmesser
von 50 µm.
Durch sie werden mehrere Lichtwellen
gleichzeitig geschickt. An den Wänden
der Faser wird das Signal weich reflektiert.
Das Ausgangssignal ist noch sehr gut.
Sie werden für Verbindungen von Gebäuden
oder Etagen eingesetzt. |
|
Monomodefaser |
Singlemodefasern
oder Monomodefasern haben einen Durchmesser
von 10 µm.
Durch sie werden die Lichtwellen gerade
hindurchgeleitet.
Sie werden für weite Strecken eingesetzt. |

Lichtwellenleiter bieten gegenüber dem Kupferkabel
entscheidende Vorteile:
- Lichtwellenleiter
können beliebig mit anderen Versorgungsleitungen
parallel verlegt werden. Es gibt keine elektromagnetische
Störeinflüsse.
- Wegen
der optischen Übertragung sind Störstrahlungen,
Kontakt- und Masseprobleme nicht vorhanden.
- Entfernungsbedingte
Verluste des Signals wegen Induktivitäten,
Kapazitäten und Widerständen treten nicht
auf.
- Möglichst
frequenzunabhängige Leitungsdämpfung der
zu übertragenen Signale.
- Übertragungsraten
sind durch mehrere Trägerwellen mit unterschiedlichen
Wellenlängen (Farbspektrum) fast unbegrenzt
erweiterbar.
Allerdings
sind Lichtwellenleiter teurer als Kupferleitungen
(Material- und Montagekosten). Dafür haben sie
eine erheblich geringere Dämpfung und eignen
sich auch für weitere Strecken.
|