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ISDN / DSL-Technik
GSM
GSM‑Netze sind hierarchisch
aufgebaut. Das zentrale Netz bilden miteinander verbundene Vermittlungsstellen, SSS (Switching Subsystem) genannt. Einige davon übernehmen auch die Verknüpfung
zur Außenwelt, sprich zum stationären Telefonnetz und zu anderen GSM‑Netzen.
Eine SSS enthält eine
verteilte Datenbank der Mobilfunkteilnehmer und übernimmt die Authentifizierung
der Teilnehmer. Die wichtigste Komponente ist jedoch die eigentliche
Vermittlungssteuerung, die als Mobile Switching CenteC (MSC) bezeichnet wird.
An einer SSS sind jeweils
mehrere Basisstationssteuerungen (Base Stations Controller, BSC) angeschlossen.
Diese wiederum steuern mehrere Basisstationen (Base Transceiver Station, BTS),
die die eigentliche Funkübertragung zu den Mobilgeräten übernehmen. Die Struktur
eines GSM‑Netzes sieht also folgendermaßen aus:

Basisstationsteuerung:
Jede SS
ist für die Benutzerdaten zuständig. Die Auswahl erfolgt über die ersten beiden
Stellen. Der Rufnummer. Diese Daten befinden sich in einer DB (HCR: Home
Location Register).
VLR =
Visitor Location Register
Die BSC
verwalten die Basisstationen. Dabei können mehrere Basisstationen zu einem LA
(Location area) zusammengefasst werden.
Basisstationen:
-
arbeiten mit einer fest zugewiesenen Frequenz.
Eine Funkzelle kann je nach
Topographie und Bebauung eine Ausdehnung zwischen 500 m und 35 km haben. Bei der
Planung eines Netzes werden daher umfangreiche Messungen durchgeführt, damit mit
möglichst wenigen Basisstationen eine möglichst gute Netzabdeckung erreicht
wird.
GSIVI – Funktionsweise:
Anmeldung am Netz und
Sicherheit:
Ein Kunde im GSM‑Netz enthält
eine Codekarte, die SIM (Subscriber Identity Module). Diese enthält vor allem
eine international eindeutige Kennung, mit der das Mobilgerät sich ausweisen
kann. Zudem ist eine Codenummer, die PIN, gespeichert, mit der der Benutzer sich
zunächst bei der SIM ‑ Karte identifiziert. Die PIN kann selbst gewählt werden
und hat mit der Anmeldung am Netz noch nichts zu tun.
Wird ein Mobilgerät neu
eingeschaltet und die PIN eingegeben, versucht es sich einzubuchen. Dazu hört es
alle GSM‑Frequenzen ab und sucht nach Signalen des eigenen Netzbetreibers. Hat
es die stärkste Basisstation ausfindig gemacht, schickt es dieser eine
Einbuchungsaufforderung. Diese wird an jene SSS weitergeleitet, die die
Heimdatei des Mobilgeräts unterhält. Die darin enthaltene Beglaubigungszentrale
ermittelt nun eine Zufallszahl und sendet sie an das Mobilgerät. Nun wird mit
Hilfe von Algorithmen, die sowohl in der Heimdatei der SSS als auch in der SIM
des Mobilgeräts hinterlegt sind, eine Zahl als Ergebnis bestimmt ‑ und zwar
unabhängig voneinander in der Beglaubigungszentrale und im Mobilgerät. Letzteres
sendet sein Ergebnis an die SSS. Stimmt es mit dem dortigen Ergebnis überein,
ist die SIM – Karte.
gültig. Nun wird in der
nächstgelegenen SSS ein Eintrag in der VLR vorgenommen und in der HLR der Heim ‑
SSS ein Verweis darauf hinterlegt. Gleichzeitig wird aus der obigen Zufallszahl
ein Schlüssel berechnet, der in der nachfolgenden Verbindung zur Verschlüsselung
(Ciphering) der Sprachdaten verwendet wird. Das Mobilgerät erhält zudem eine
temporäre Teilnehmerkennung als Adresse für den weiteren Datenaustausch mit der
Basisstation. Sie wird mit jedem Gespräch neu bestimmt. Dadurch kann ein
"Lauscher" weder das Gespräch mithören, noch anhand der Verbindungsdaten etwas
über die Gesprächsteilnehmer erfahren. Nun erst ist das Mobilgerät erfolgreich
eingebucht.
Sind keine Signale des
eigenen Netzbetreibers zu empfangen, wird nach einem Anbieter gesucht, mit dem
ein sogenanntes Roamingabkommen besteht. Dies erlaubt den Kunden eines
Netzanbieters, die Infrastruktur eines anderen Netzanbieters zu nutzen und
umgekehrt. Das funktioniert sowohl national als auch international. Dadurch
können GSM‑Handys in fast allen Staaten genutzt werden, in denen ebenfalls
GSM‑Netze existieren. Technisch wird dazu in der HLR des Kunden einfach ein
Verweis auf die VLR der SSS gemacht, bei der er angebunden ist.
Verbindungsaufbau:
Wird ein Handy angerufen, so
kann aus der Vorwahl ermittelt werden, welchem Mobilnetz es angehört. Daher wird
zunächst eine Verbindung mit dem nächstgelegenen SSS des gewählten
Mobilfunkbetreibers hergestellt und diesem die restliche Rufnummer übergeben.
Dieser ermittelt aus den ersten beiden Stellen, in welcher Heimdatei er die
Benutzerdaten finden kann. Diese fragt er dann ab und erhält dabei die
Information, in welcher Location Area sich der Angerufene aufhält. Nun wird der
Anrufer mit der zugehörigen Vermittlungsstelle verbunden und die stellt dann
über ihre BSC und BTS die Verbindung zum Angerufenen her.
Wenn ein Mobilgerät eine
Verbindung herstellen möchte, wird ebenfalls anhand der Vorwahl ermittelt, in
welches Netz die Verbindung gehen soll und dann der nächstgelegene
Verbindungspunkt (sprich eine SSS mit Verbindung ins Zielnetz) angesteuert. Soll
die Verbindung mit einem Gerät des eigenen Netzes aufgebaut werden, ist der
Ablauf wie oben beschrieben.
Übertragungscodierung:
Eine Funkübertragung ist
zwangsläufig starken Störeinflüssen unterworfen. Zudem sollten im GSM möglichst
viele Funkkanäle in das verfügbare Frequenzspektrum passen, weswegen die
Bandbreite eines einzelnen zu übertragenen Signals möglichst gering ausfallen
muss. Deswegen wird zur Übertragung der Sprachdaten ein recht großer Aufwand
betrieben
GSM – Funkverbindung:
GSM arbeitet mit gepaarten
Frequenzbereichen. Für die Verbindung vom Mobilgerät zur Basisstation ist der
Bereich 890 ‑ 915 MHz vorgesehen, für die Gegenrichtung der Bereich 935 ‑960
MHz. Die beiden Bereich haben damit einen Abstand von 45 MHz. Ein Handy das z.B.
auf 907,2 MHz sendet, empfängt folglich auf 952,2 MHz. Bei DCS 1800 (E‑Netze)
sind die Bereiche 1710 ‑ 1785 MHz und 1805 ‑ 1880 MHz. Die Frequenzen sind
aufgeteilt in Kanäle, die jeweils eine Bandbreite von 200 kHz haben. Im 900
MHz‑Band haben damit 124 Kanäle Platz ‑ davon gehören 57 zum Dl ‑Netz, 57 zum
D2‑Netz und 10 wurden in Reserve gehalten.
Jeder Kanal wird im
Zeitmultiplexverfahren (TDMA, Time Division Multiple Access) achtfach belegt.
Dazu werden pro Zeitschlitz 142 Bits als so genannter "Burst" übertragen. Acht
dieser Bursts bilden einen TDMA ‑ Frame. Die Basisstation überträg solche Frames
in ununterbrochener Folge. Ein Mobilgerät, dessen Daten in jedem Frame im 6.
Zeitschlitz stecken, muss nun aus seinen Empfangsdaten nur die richtigen
Informationen heraussuchen und erhält so einen kontinuierlichen Datenstrom.
8 Zeitschlitze ä 142
Bit:
Nicht alle Zeitschlitze
dienen der Übertragung von Nutzdaten, ein Teil wird auch für die Signalisierung
im Netz verwendet oder versorgt die Mobilgeräte mit notwendigen Informationen
wie z.B. den anderen Frequenzen der selben Basisstation oder den Frequenzen der
Nachbarzellen. Ein anderer Kanal enthält Rufinformationen, d.h. darüber erhält
ein Mobilgerät die Mitteilung, dass es gerade angerufen wird. Auch
SMS‑Nachrichten erreichen das Mobilgerät über einen Signalisierungs‑Kanal.
Das Zeitmultiplexverfahren
wird auch für die Obertragung von der Mobilstation zur Basisstation verwendet.
Jedes Mobilgerät erhält dafür einen Zeitschlitz und eine Sendefrequenz fest
zugewiesen, d.h. auf jeder Frequenz wechseln sich bis zu acht Mobilgeräte mit
dem Senden ab.
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