Sie sind Hier:
Startseite
Netzwerke
OSI-Schichten
Schicht 7: Application Layer --
Anwendungsschicht Teil 1
Merkmale der Anwendungsschicht:
Die Anwendungsschicht ist die Schicht, in der
dem Anwender die Daten der Datenübertragung und Datenfernverarbeitung
unmittelbar zur Verfügung stehen.
Funktionen innerhalb der Anwendungsschicht:
Zur Anwendungsschicht gehören alle
Funktionen, die bei der Kommunikation offener Systeme erfüllt werden müssen,
und die noch nicht von tieferen Schichten erfüllt wurden. Hierher gehören
Funktionen, die durch Programme durchgeführt werden als auch Funktionen, die
von Menschen ausgeführt werden.
Dienste der Anwendungsschicht:
CASE -- Common Application Service Elements
Allgemeine Funktionen, die zum Teil auch den
Unterbau für SASE (Specific Application Service Elements) bilden.
Hier ist für den Benutzer vor allem von
Interesse:
- Naming Service (Directory Service)
-- Verzeichnisdienste:
Aufgabe der Naming services ist der Unterhalt von Namenszuordnungen und die
Weitergabe dieser Werte an nachfragende Dienste. Häufigste
Namenszuordnungsdienste:
- Bestimmung einer Adresse zu einem Namen
- Bestimmung einer Verteilerliste
- Bestimmung eines Servers für eine
Dienstleistung (Branchentelephonbuch / Yellow pages)
Kriterien für die Benutzeroberfläche eines
Directory Service sind u.a.:
- leicht durchschaubare (evtl. graphische)
Benutzeroberfläche
- Adressbuch häufig gesuchter Adressen
- Suchmethode
- Such-Agenten
SASE -- Specific Application Service Elements:
Benutzerorientierte Funktionen, die meist CASE
(Common Application Service Elements) verwenden.
Grundfunktionen:
- Benutzerorientierte Verzeichnisdienste
(Directory service)
- Virtual terminals
- File transfer, access, management
- e-mail
- Job Transfer and Management (JTM)
- Übertragung von Graphiken und Multimedia
- Telematics
Protokolle für die Anwendungsschicht:
OSI Service Definitions:
-
X.217: Association control service definition
- ISO 8649: Service definition for the
association control element
-
X.218: Reliable transfer: model and service
definition
- ISO 9066-1: Reliable transfer -- part 1:
model and service definition
-
X.219: Remote operations: model, notation and
service definition
- ISO 9072-1: Remote operations -- part 1:
model, notation and service definition
OSI Protocol Specifications:
-
X.227: Association control protocol
specification
- ISO 8650: Protocol specification for the
association control service element
-
X.228: Reliable transfer: protocol specification
- ISO 9066-2: Reliable transfer -- part 2:
protocol specification
-
X.229: Remote operations: protocol specification
definition
- ISO 9072-2: Remote operations -- part 2:
protocol specification
- ISO 9545
-
X.207 : Application layer structure
LAN:
- ISO 9579: Remote database access
- ISO 10026
- ISO 8571/1-4: File Transfer, Access, and
Management (FTAM)
- ISO 8831: Job Transfer and Manipulation
(JTM) service definition
- ISO 8832: JTM protocol specification
- ISO 9040: Virtual Terminal Service (VTS)
service definition
- ISO 9041: VTS specification
- ISO 8649: Service definition for the
Association control service element (ACSE)
- ISO 8650: Protocol specification for the
ACSE
- ISO 9594
- Packet-switched data network,
Public-switched telephone network, ISDN:
- ISO 9595/6
-
X.420: Message handling systems: Interpersonal
messaging system
- X. 400: Message handling services: message
handling system and service overview
- TTX
-
T.100: International information exchange for
interactive videotex
- T.101: International interworking for
videotex services
- T.0: Classification of facsimile apparatus
for document transmission over the public networks
-
T.4: Standardization of group 3 facsimile
apparatus for document transmission
- X.500 - X.525: Information technology -- Open systems Interconnection -- The
Directory
Internet
Die Anwendungsschicht in öffentlichen
Netzwerken:
CASE -- Common Application Service Elements in
öffentlichen Netzwerken:
Naming Service (Directory Service) --
Verzeichnisdienst:
Directory Service nach X.500 -- X.525:
Information technology -- Open systems Interconnection -- The Directory.
X.500 definiert, wie eine Organisation
Verzeichnisnamen und die damit verbundenen Objekte über ein globales Netzwerk
eindeutig bestimmen und damit gemeinsam nutzen kann X.500 definiert zu diesem
Zweck hierarchisch in Baumstruktur nach Domains gegliederte Directories.
X.500 ist komplexer als es die meisten
Organisationen benötigen. Deshalb hat sich eine "abgespeckte", weniger
Ressourcen benötigende Form von X.500 weitgehend durchgesetzt: LDAP --
Lightweight Directory Acess Protocol (RFC 1777)
Als Beispiel für LDAP wird die Adresse
cn=Monika, ou=Biblioth, o=HBI, c=DE
in der folgenden Graphik erklärt:
Abb.: LDAP-Adresse: cn=Monika,
ou=Biblioth, o=HBI, c=DE
SASE -- Specific Application Service Elements
in öffentlichen Netzwerken:
Virtual Terminal:
Protocol Assembler Disassembler (PAD)
nach X.29, X.28, X.3: PADs haben Virtual-Terminal-Funktionen bezüglich der
Zeichendarstellung (International Alphabet -- 5ASCII) und der Vereinbarungen
über Sonderzeichen (z.B. Carriage Return, Delete)
Virtual Terminal Service (VTS)
nach ISO 9040: Virtual Terminal Service (VTS) service definition
ISO 9041: VTS protocol specification
Der ISO-Virtual-Terminal-Standard definiert
nicht ein einziges Virtuelles Terminal für alle Anwendungen, sondern er will
ermöglichen, dass die Anwender mittels dieses Standards ein VT definieren, das
der jeweiligen Anwendung und den technischen Gegebenheiten angemessen ist. Zu
diesem Zweck werden eine Vielzahl von VT-Parametern definiert.
File Transfer, Access and Management:
FTAM -- File Transfer,
Access and Management nach ISO 8571/1-4: File Transfer, Access, and
Management (FTAM).
Bisher scheint sich FTAM erst für
Client-Server-Anwendungen von Mainframes bewährt zu haben. Es scheint noch keine
Implementationen zu geben, die File Transfer zwischen LANs verschiedener
Hersteller ermöglicht.
e-mail
Message-Oriented Text Interchange Systems
(MOTIS)
nach:
- X.420: Message handling systems:
Interpersonal messaging system
- X.400: Message handling services: message
handling system and service overview
MOTIS baut auf einem distributed client-server
model auf mit folgenden Komponenten:
- User Agent (UA): diese Komponente läuft auf
dem Computer des Anwenders mit den Funktionen: Verfassen einer Nachricht,
Lesen, Browsen und den anderen Funktionen einer e-mail-Anwendung
- Message Transfer Agent (MTA): übernimmt die
Übertragung und das Routing
- Message Store (MS): Speicher für e-mail, die
nicht gleich ausgeliefert werden kann, weil der Adressat off-line oder sonst
momentan nicht erreichbar ist. Der Adressat kann von MS jederzeit seine
e-mail herunterholen
- Acess Unit (AU): Zugang zum e-mail-System
für Faxgeräte, Teletex, Telex u.ä
- Directory System: erfüllt Funktionen nach
X.500

Abb.: Komponenten eines
X.400 Message Handling System
Andere Dienste nach X.400 sind:
- Verteilerlisten (Mailing Lists)
- Sicherheitsvorkehrungen
Eine weithin akzeptierte API (Application
Programming Interface) zu X.400 ist CMC (Common Mail Calls), das u.a. von
Novell, Microsoft und Lotus unterstützt wird.
Die Anwendungsschicht im
Internet (ohne WWW):
Die Anwendungsschicht im Internet:
Viele der Anwendungen im Internet haben eine
Client/Server- Software-Architektur:
der Client ist zuständig für die
Interaktion mit dem Benutzer (z.B. Eingabe, Datendarstellung)
der Server ist für die
Durchführung der Aufgaben zuständig, die ihm der Client stellt (z.B.
Datenverarbeitung, Datenbereitstellung)
Client und Server (die beide Software sind!)
können auf demselben Computer laufen, öfter aber laufen sie auf verschiedenen
durchs Internet verbundenen Computern. Deswegen werden statt der Software oft
die Computer selber Client bzw. Server genannt. Im Internet kann auf jedem
direkt angeschlossenen Computer Server-Software laufen: es ist ein Netzwerk von
grundsätzlich gleichberechtigten Computern. (Dies ist ein wichtiger Unterschied
z.B. zu CompuServe, wo alle Serversoftware auf CompuServe Computern bzw. mit
CompuServe verbundenen Computern (wie DIALOG) laufen muss).
Sich im Internet technisch zurecht finden,
heißt vor allem, mit den jeweiligen Client-Programmen zurecht zu kommen. D.h. zu
wissen:
wie man das betreffende Client-Programm für
den betreffenden Dienst startet
wie man dem Client-Programm den
entsprechenden Server mitteilt
welche Kommandos (oder Buttons oder
Menupunkte) was bewirken
Da fast täglich neue Client-Programme mit neuen
Features in den Verkehr kommen, nützt es nicht viel zu lernen, welcher
Tastendruck was bewirkt. Es ist vielmehr nötig, eine entsprechende
Hacker-Mentalität zu entwickeln, die spielerisch ausprobiert. [s. dazu:
Spencer, Will:
The alt.2600/#hack F.A.Q.. -- URL:
http://www-personal.engin.umich.edu/~jgotts/underground/hack-faq.html
CASE -- Common Application Service Elements im
Internet:
Im Internet Support Protocols genannt:
Protokolle, die Systemfunktionen garantieren, z.B.:
Domain Naming Service (DNS)
Routing Information Protocol 2 (RIP 2)
Naming Service (Directory Service) --
Verzeichnisdienst: Internet Domain Naming Service (DNS):
Directory Service nach X.500
Internet Domain Naming Service (DNS):
Verwaltung der Domain Names und ihrer Zuordnung zu IP-Adressen. Die Zuordnung
von Domain-Namen zu IP-Adressen geschieht durch Domain Name Servers. Zu
IP-Adressen Clients zu Domain Servers nennt man Resolver.
Kennzeichen:
DNS ist eine verteilte Datenbank: es gibt
nicht eine Stelle, wo alle Domain Names erfasst wären. Damit umgeht man die
Probleme, die die Größe und Verwaltung einer solchen universellen
Domain-Name-Datenbank bereiten würden
DNS garantiert, dass die Informationen über
Domain Names bei aktuellem Bedarf im Internet automatisch verbreitet werden.
So werden Domain-Name-Informationen nur dorthin verbreitet, wo sie benötigt
werden. Es entsteht keine Überlast an irrelevanten Informationen
Allgemeine Struktur eines DNS- Namens:
|
[account@][subdomainN]...[subdomain2.]subdomain1.domain |
Die Namen werden von rechts nach
links gelesen.
Erklärung der einzelnen Bestandteile des
DNS-Namens:
domain, subdomains:
In den USA steht ganz rechts als domain
im allgemeinen die Zugehörigkeit zu einem großen Bereich (es sind generische
Domains):
gov
= nichtmilitärische Regierungsstellen
edu
= Universitäten und andere Bildungseinrichtungen
com
= kommerzielle Unternehmen und Industrieorganisationen
mil
= US-Militärisches
org
= Non-profit Organisationen
net
= Netzwerkbezogenes
int
= internationale Organisationen (z.B. NATO)
.com; org und .int werden auch von
entsprechenden Unternehmen usw. außerhalb der USA verwendet.
In der übrigen Welt ist domain oft die
Angabe des Landes -- und zwar mit dem offiziellen zweiteiligen Ländercode nach
ISO 3166 (es sind geographisch-politische Domains), z.B.:
at
= Österreich
ch = Schweiz
de
= Deutschland
fr
= Frankreich
Auch für die USA gibt es die Länderdomain
us, doch wird sie meist nicht benutzt. Wird sie benutzt kommt als erste
Subdomain die Abkürzung für den Staat, als zweite Subdomain oft die
Abkürzung für eine weitere politische Untergliederung, z.B.
well.com = well.sf.ca.us [nicht mehr in
Gebrauch!] = WELL in San Francisco (sf), Californien (ca), USA
In manchen Ländern verwendet man auch für
Subdomain1 standardisierte zweibuchstabige Codes, z.B.
ac
= Akademische Einrichtungen (Universitäten usw.)
co
= Kommerzielle Unternehmen und Industrieorganisationen
Durch die Hinzufügung immer neuer Subdomains
können Domainnamen sehr unhandlich werden. Auch können solche Namen sehr wenig
plausibel und merkbar sein. Deshalb schafft man Aliase. Ein Alias ist
ein zusätzlicher Name für einen Hostnamen. So sind z.B. Aliase sehr häufig, die
als untersten Domainnamen den Namen des Dienstes angeben, z.B.
www.flort.com als ein Alias für
wonker.flort.com
ftp.flort.com als ein zweites Alias für
wonker.flort.com
(Sowohl http als auch ftp laufen auf derselben
Maschine, nämlich "wonker.flort.com")
Es gibt zur Zeit zwei große Vorschläge, das
System der obersten domains
zu erweitern:
Enhanced Domain Name Service (eDNS).
-- URL:
http://www.edns.net/
eDNS schlägt ein neues Vergabesystem der Top-Domains vor. eDNS
hat auch schon viele neue Top-Domains registriert, allerdings werden diese
nur von wenigen Name-Servers unterstützt.
Das Internet International Ad Hoc
Committee (IHAC) [Aufgelöst am 1. Mai 1997] [WWW-Page des IHAC:
http://www.iahc.org/], "a
coalition of participants from the broad Internet community, working to
satisfy the requirement for enhancements to the Internet's global Domain
Name System (DNS)", legte am 4. Februar 1997 vor: Final Report of the
International Ad Hoc Committee: Recommendations for Administration and
Management of gTLDs [general Top Level Domains]. Darin schlägt das IHAC
folgende sieben neuen internationalen Top-Domains vor:
firm = for businesses, or firms
store = for businesses offering goods
to purchase
web = for entities emphasizing
activities related to the WWW
arts = for entities emphasizing
cultural and entertainment activities
rec = for entities emphasizing
recreation/entertainment activities
info = for entities providing
information services
nom = for those wishing individual or
personal nomenclature
Am 1. Mai 1997 wurde dieser
Vorschlag zur Norm der ITU als Generic Top Level Domain Memorandum of
Understanding. -- URL:
http://www.gtld-mou.org/.
Genf (dpa) - Vertreter der 56 wichtigsten
Organisationen und im elektronischen Bereich tätigen Firmen haben eine
Grundsatzvereinbarung zur künftigen Vergabe von Internet-Adressen
verabschiedet. 23 weitere Firmen gaben zum Abschluss einer dreitägigen
Konferenz am Donnerstag in Genf bekannt, der Vereinbarung in Kürze ebenfalls
beitreten zu wollen. Die unter der Schirmherrschaft der Internationalen
Fernmeldeunion (ITU) verabschiedete Vereinbarung sieht die Ergänzung der
drei wichtigsten bisherigen Anschriftenkürzel (.com, net, org) um sieben
weitere Kürzel (.firm, .store, .web, .arts, .rec, .info und .nom) ab dem
kommenden Herbst vor. Die Neuerung soll in erster Linie zur Entlastung der
bestehenden Kürzel führen, die bereits von über einer Million Personen
benutzt werden. Die Grundsatzvereinbarung sieht ferner die Beendigung der
Monopolstellung der US-Firma Network Solutions Incorporation (NSI) vor, die
bislang alle Registrierungen unter den drei bisher existierenden Kürzeln
gegen Gebühr vornahm. Die Vereinbarung sieht zudem erste Schritte zum Schutz
von Marken- und Firmennamen in Adressnamen vor. Bei Streitfällen soll ein
Schiedsgericht angerufen werden können. dpa 1. Mai 1997
Account@:
Die Bezeichnung, die vor allem bei
e-mail-Adressen links von @ = at
steht ist meistens die Bezeichnung für ein bestimmtes User-Account. Es ist auch
möglich, bestimmten Funktionen solche User-Namen zuzuordnen,
z.B. info@organisation.org
Wenn man dorthin eine e-mail z.B. mit dem Text
info oder help
schickt, bekommt man automatisch entsprechende Informationen zugesandt.
Hinweise zum Namen:
der Name gibt zwar meist eine Institution
an, die für den betreffenden Host bzw. die Zuordnung des Namens für den
betreffenden Host zuständig ist. Der Name sagt aber nichts über den
geographischen Standort des Rechners. So könnte z.B. ein Domainname einer
amerikanischen Universität einen Rechner in Australien bezeichnen
die Teile eines Namens sagen auch nicht
unbedingt etwas aus über das Netzwerk, dem der Rechner angehört. Zwei
Rechner mit gleichen Subdomains können in verschiedenen Netzwerken sein
es ist im Allgemeinen besser, DNS-Namen zu
notieren als IP-Adressen. Wenn z.B. der Computer für eine bestimmte
Dienstleistung in ein anderes Gebäude kommt, kann sich seine Netzwerknummer
und damit die IP-Adresse ändern, sein DNS-Name bleibt aber oft gleich
Für die Bildung von Domain Names gelten
folgende Regeln:
der gesamte Domainname mit allen Subdomains
darf nicht länger als 255 Zeichen sein
jede einzelne Teildomain darf maximal 63
Zeichen lang sein
das erste Zeichen in einem Domainnamen muss
einer der Buchstaben a - z oder A - Z sein
alle anderen Zeichen müssen entweder
Buchstaben (A - Z, a- z), Ziffern (0 bis 9) oder der Bindestrich "-" sein.
Andere Sonderzeichen, Spatien oder Umlaute sind nicht erlaubt
die Groß- und Kleinschreibung wird
beibehalten, aber ignoriert (http://WWW.Payer.DE wird gleich behandelt wie
http://www.payer.de ; dies gilt aber nicht für die Pfadangaben: diese sind
case sensitive!)
Die Vergabe der Domain Names muss, damit
jeder Domain Name einmalig bleibt, reguliert werden:
die .de-Domains werden verwaltet von DE-NIC
-- Deutsches Network Information Center [URL:
http://www.nic.de/]. DE-NIC ist eine eingetragene Genossenschaft von
Internet Service Providers (ISP). Die ab April 1999 gültigen
Registrierungstarife für .de-Domains sind:
Registrierung: DM 232. -
Verlängerung der Registrierung pro
Jahr: DM 116.-
bis Herbst 1998 war für die Koordination der
IP- und DNS-Vergabe die IANA -- Internet Assigned Number Authority (URL:
http://www.iana.org/)
zuständig. Die Vergabe der kommerziellen generischen Domains .com, .org,
.net hatte die US-Regierung 1993 exklusiv an die börsennotierte Gesellschaft
Network Solutions Inc. (NSI) (URL:
http://www.networksolutions.com/) übertragen: InterNIC (Internet Network
Information Center) war ein gemeinsames Unternehmen der US NSF (National
Science Foundation) mit AT&T und Network Solutions Inc. s.
http://www.networksolutions.com/internic/internic.html
im Juni 1998 gab das
US-Wirtschaftministerium einen Bericht (White Paper) zu Neuregelung des DNS
heraus. Darin werden die Internet-Interessengruppen aufgefordert, eine
gemeinnützige (non-profit) Gesellschaft zur zentralen Verwaltung des
Internet zu gründen, da es zu einer breiten Unzufriedenheit über den
fehlenden Wettbewerb bei der Registrierung besonders der .com-Domain-Namen
gekommen sei. Auch wird die Internet-Gemeinde in diesem White Paper
aufgefordert, Vorschläge zur künftigen Finanzierung des Internet
auszuarbeiten, da die US-Regierung nicht bereit sei, die Weiterentwicklung
des kommerziellen Internet zu finanzieren. Als Frist für die Gründung einer
solchen neuen gemeinnützigen Gesellschaft wurde der 30. September 1998
genannt: an diesem Tag lief auch der Exklusivvertrag mit Network Solutions
ab.
"Die Gründung einer neuen Dachorganisation
war mit vielen Fragen behaftet: Sollte es eine oder mehrere Organisationen
geben? Wo sollten sie niedergelassen sein -- die USA und die Schweiz standen
zur Debatte --, und wer sollte sie finanzieren? Fraglich war auch, wer in
dem Gremium sitzen und die Kontrolle innehaben sollte. Und schließlich blieb
ungewiss, ob und wie es gelingen würde, Wettbewerb in den
Registrierungsprozess einziehen zu lassen."
Im Herbst 1998 wurde ICANN
[The Internet Corporation for Assigned Names and Numbers. -- URL:
http://www.icann.org/]
gegründet . ICANN "ist eine Non-Profit-Organisation, der unter anderem die
weltweite Vergabe von Top-Level-Domains, das Management des Root Server
System, die Festlegung von Protokollparametern für das Internet und andere
Aufgaben obliegen. Der ICANN steht zur Zeit Esther Dyson als
Interims-Chairman vor. Dyson gilt als graue Eminenz auf dem weltweiten
IT-Sektor ... Als Interims-President und Chief Executive Officer (CEO)
fungiert Michael Roberts."
"Nach den bisherigen
Überlegungen kann jede natürliche und juristische Person Mitglied bei ICANN
werden. Streitpunkt ist derzeit noch der Mitgliedsbeitrag, der hoch genug
sein sollte, um Karteileichen zu verhindern, aber so gering, dass sich keine
Eintrittshürde für Geringverdienende ergibt.
Die Mitgliederversammlung hat
das Recht, neun der 18 Vorstände zu wählen. Die restlichen neun Vorstände
werden von den Komitees gewählt. Entsprechend den vier Kernaufgaben wurden
bisher folgende Komitees eingerichtet:
Root Server System
Advisory Committee
Protocol Supporting
Organization (PSO)
Adress Supporting
Organization (ASO) und
Domain Names Supporting
Organization (DNSO)
Nur die drei letztgenannten
dürfen jeweils drei weitere Vorstände stellen.
Finanziert wird ICANN durch
die Beiträge der Domain-Name Registratoren (ca 1 US$ pro Domain-Name).
Die Top Level Domain .com, die
bisher ausschließlich von Network Solutions Inc. (NSI) vergeben wurde, soll
aufgrund eines Übertragungsvertrages der US-Regierung ab Sommer 1999 von
fünf weiteren Registratoren vergeben werden können:
weltweit: CORE Council of Internet
Registrars. -- URL:
http://www.corenic.net.
USA: America Online. -- URL:
http://www.aol.com.
USA: register.com . --
URL:
http://www.register.com.
Frankreich: France Telecom/Oleane. --
URL:
http://www.oleane.com.
Australien: Melbourne IT. -- URL:
http://www.ina.com.au.
Da kein Domain Name Server alle
Internet-Adressen enthält, gibt es ein ausgeklügeltes System, wie Domain Name
Servers bei anderen Servern nach Adressen nachfragen. So kommt es auch, dass ein
Domain Name Server, der zunächst mit
Host unknown antwortet, nach einiger Zeit (Stunden oder Tagen) die Adresse
des betreffenden Host in sein Verzeichnis aufgenommen hat.
Im Einzelnen:
Wenn ein lokaler DNS Server die Anfrage nach
der IP-Adresse für einen Namen erhält, für den er keine Information hat, dann
leitet er die Anfrage an einen
Authoritative Server weiter. Ein Authoritative Server ist ein Server,
der verantwortlich ist, für eine bestimmte Domain DNS-Informationen auf dem
Laufenden zu halten. Wenn der Authoritative Server antwortet, speichert der
lokale DNS Server die Information. Wenn der lokale DNS Server wieder eine
Anfrage nach derselben IP-Adresse erhält, beantwortet er selbst die Anfrage.
Die Authoritative Servers sind nach der
Domain-Hierarchie gegliedert. Die in der Domain-Hierarchie höher stehenden
Authoritative Servers haben nicht Informationen über alle darunter stehenden
Domains, sie "wissen" aber, welche Authoritative Server auf einer niedrigeren
Hierarchiestufe zuständig sind bzw. weiterhelfen können.
Beispiel:
**
Abb.: Diagramm zum Verständnis
der Beispiels
Der Resolver muss den Namen
girigiri.grmpa.gov.au in eine IP-Adresse umwandeln. Ablauf:
- Resolver
stellt Anfrage an den für ihn zuständigen Local Name Server
- Local Name Server kennt diesen Namen noch
nicht, stellt deshalb Anfrage an
Root Name Server. Root Name Server sind Name Server, die
weltweit zuständig sind für die Lokalisierung der zuständigen Domain Name
Server. Weltweit gibt es z.Zt. 13 Root Name Server: den A Root Server, in
den die Änderungen eingegeben werden, sowie 12 weitere (B bis M), auf die
der A Root Server seine Eintragungen überträgt. Mit Ausnahme der Root Server
I (Stockholm), K (London) und M (Tokio) befinden sich alle Root Server in
den USA.
- Root Name Server sendet an Local Name Server
Namen und Adressen der autoritativen Domain Name Server für die Domain
.au
(Australien)
- Local Name Server stellt nun Anfrage an
einen der autoritativen
Domain Name Server für .au
- Domain Name Server für .au sendet
an Local Name Server Namen und Adressen der autoritativen Subdomain
Name Server für .gov.au
- Local Name Server stellt nun Anfrage an
einen der Subdomain Server für
.gov.au
- Subdomain Name Server für .gov.au
sender an Local Name Server Name und Adresse des autoritativen
Subdomain Name Server für gbrmpa.gov.au
- Local Name Server stellt nun Anfrage an
Subdomain Name Server für
gbrmpa.gov.au
- Subdomain name Server für gbrmpa.gov.au
hat die IP-Adresse von
girigiri.gbrmpa.gov.au und sendet sie an
Local Name Server
- Local Name Server leitet diese Antwort an
Resolver weiter
- Resolver gibt die IP-Adresse an IP (Internet
Protocol) weiter, Routing kann beginnen
Ein Programm mit dem man -- z.B. bei
auftretenden Problemen -- das Vorgehen des Resolvers und des Local Name Server
simulieren kann ist nslookup
(Bestandteil des BIND-Paketes, aber z.B. auch in einer Version für MS-Windows
erhältlich).
Ein Web-Interface für nslookup ist:
http://ipalloc.utah.edu/HTML_Docs/NSLookup.html.
Auf UNIX-Systemen ist DNS meist durch die
Software BIND -- Berkeley Internet Name Domain implementiert.
Routing Information Protocol (RIP):
Mittels RIP erfüllen Router folgende Aufgaben:
Bestimmung der günstigsten Route
Anforderung von Routing-Information von
anderen Routern
Routing-Information auf Anforderung an
andere Router weitergeben
regelmäßig (mindestens alle 180 Sekunden)
die eigene Existenz an andere Router weitermelden, sodass andere Router über
die Internetzwerk-Konfiguration auf dem Laufenden bleiben
an andere Router weitermelden, wenn eine
Veränderung in der Internetzwerk-Konfiguration entdeckt wird
BOOTP -- BOOTstrap Protocol:
RFC 951.
TCP Port 67
BOOTP übermittelt einer Workstation die
IP-Adresse und sonstige Informationen zum Booten einer Internetverbindung. BOOTP
kann z.B. von Workstations (PCs) verwendet werden, die über PPP/SLIP mit dem
Internet verbunden sind.
SASE -- Specific Application Service Elements
im Internet:
Im Internet als User Protocols
bezeichnet: Protokolle für Dienstleistungen direkt an den Benutzer:
Adressdienste
Finger
RFC 1288.
TCP Port 79
Finger kann neben der Übermittlung von
Adressdiensten (z.B. voller Name zu bestimmter e-mail-Adresse) auch dazu
verwendet werden, kurze Informationen wie Börsenquoten oder Wettermeldungen zu
übermitteln. Jeder Benutzer auf einem System kann in seinem Home Directory ein
.plan File plazieren. Dieses File ist allen zugänglich, die sein Login
fingern. Der Vorteil von Finger ist also, dass jeder Benutzer Information
zugänglich machen kann, nicht nur der Systemverwalter. Es gibt in UNIX
Möglichkeiten, die Informationen in .plan
immer automatisch auf dem aktuellsten Stand zu halten.
Beispiel:
finger pepsi@www.cc.columbia.edu
Antwort: der gegenwärtige Füllzustand eines Getränkeautomaten
finger info@gw1.swbv.uni-konstanz.de
Antwort: Zustand des SWB
WHOIS
RFC 954.
TCP Port 43
Das WHOIS-System sammelte Namen und Adressen in
einem Computer, solche WHOIS server sind teilweise noch zu finden
Web-Interface to WHOIS:
URL:
http://www.networksolutions.com/cgi-bin/whois/whois. [Ermöglicht Zugang
zu WHOIS über das WWW]
WHOIS zu .de-Domains ermöglicht:
http://www.denic.de/servlet/Whois.
Auf die Anfrage nach der Domain
hbi-stuttgart.de erhält man (am 24.6.1999) z.B. folgende Auskunft:
|
Domainname: |
hbi-stuttgart.de |
|
Domaininhaber: |
Fachhochschule Stuttgart
Hochschule fuer Bibliotheks- und Informationswesen
Feuerbacher Heide 38-42
D-70192 Stuttgart
Germany |
|
Admin-c: |
BH5-RIPE |
|
Tech-c: |
HJC1-RIPE |
|
Zone-c: |
HJC1-RIPE |
|
Nameserver: |
noc.belwue.de |
|
Nameserver: |
sun0.urz.uni-heidelberg.de
|
|
Nameserver: |
sun1.urz.uni-heidelberg.de
|
|
Status: |
connect |
|
Stand: |
Wed Jun 23 14:25:27 CEST 1999
|
Personendaten
|
Name: |
Bernhard Huetter |
|
Kontakttyp: |
Person |
|
Adresse: |
Fachhochschule fuer
Bibliothekswesen Stuttgart
Wolframstrasse 32
D-70191 Stuttgart
Germany |
|
Telefon: |
+49 711 25706 35 |
|
Telefax: |
+49 711 25706 47 |
|
E-Mail: |
huetter@belwue.de |
|
NIC-Handle: |
BH5-RIPE |
Plus ein ähnlicher Eintrag für
Hans-Joachim Czech.
USENET User List:
Jedes USENET-Posting läuft aus
Forschungsgründen automatisch durch die MIT-Server. Dort sammelt ein Programm
alle Namen und Adressen derer, die irgendeinmal irgendetwas im USENET gepostet
haben und baut damit eine Adress-Datenbank auf.
Zugang:
http://usenet-addresses.mit.edu/
e-mail
WWW:
Homepage des Internet Mail Consortium.
-- URL:
http://www.imc.org/.["The
Internet Mail Consortium is the only international organization focused on
cooperatively managing and promoting the rapidly-expanding world of
electronic mail on the Internet. The goals of the IMC include greatly
expanding the role of mail on the Internet into areas such as commerce and
entertainment, advancing new Internet mail technologies, and making it
easier for all Internet users, particularly novices, to get the most out of
this growing communications medium."]
Übersicht:
E-Mail ist der im Internet am häufigsten
benutzte Dienst. Man kann Briefe auch in andere Netze schicken und von dort
empfangen, z.B. über CompuServe oder AOL. (Das Empfangen ist der schwierigere
Teil, da dann der eigene Computer ein Server wird und immer bereit stehen
müsste.)
Um Post jederzeit zu empfangen, richtet man in
Organisationen PC-mail-Systeme ein (HBI: Pegasus): es wird ein Rechner als
Server dediziert, der ständig e-mails empfängt. Von diesem holt dann der
einzelne Mitarbeiter sich seine Post ab. (Bitte beachten, dass gelesene Post
weiterhin auf der Festplatte des Servers liegt. Man sollte auch mal löschen oder
die Dateien herunterladen!)
Privatleute zu Hause haben die Möglichkeit sich
Platz in einer Mailbox oder einem Internethost zu reservieren. Man holt dann bei
Gelegenheit die Post dort ab.
Um sicher zu gehen, dass die Mails überall
gelesen werden können, muss man sich an den US-ASCII-Code halten (also keine
deutschen Umlaute und ß).
Die Kopffelder einer e-mail:
RFC 822 Standard for the format of ARPA
Internet text messages (1982).
Ergänzungen:
RFC 1327.
RFC 1138.
RFC 1148.
RFC 822 definiert u.a. die obligatorischen und
optionellen Felder im Header einer e-mail.
Die wichtigsten Felder sind:
To:
Adresse des Empfängers
Date:
Datum und Zeit der Abfassung der e-mail. Vom Computer automatisch
hinzugefügt
From:
Adresse und Name des Absenders. Normalerweise vom Computer hinzugefügt
Subject:
Gegenstand der Nachricht
Mail reply to:
Wenn die Adresse für die Antwort verschieden ist von der Absenderadresse.
z.B., wenn der Absender ein Dialup-IP Account hat und die Antwort an einen
POP oder IMAP Server gehen soll
Keywords:
optionell, Schlagworte zum Inhalt der Nachricht
Cc: Carbon copy
= Kopie an ... Achtung: eine Antwort auf eine Cc-Nachricht geht ebenfalls an
alle Cc-Empfänger
Bcc: Blind carbon copy
= Kopie an ... Im Unterschied zu Cc: erfahren die Empfänger nicht, an wen
sonst noch die Nachricht verschickt wurde. Auch wird eine Antwort auf eine
Bcc-Nachricht nur an den Absender geschickt, nicht an die anderen Empfänger
der Bcc-Nachricht
Fcc: Folder copy:
Kopie der Nachricht in Ablage des Absenders. Nicht in RFC 822, aber Teil
vieler e-mail-Programme
SMTP
--
Simple Mail Transfer
Protocol:
RFC 821, Standard.
TCP Port 25
Das Protokoll für e-mail im Internet ist SMTP
(Simple Mail Transfer Protocol). Es geht davon aus, dass alle Rechner im
Internet jederzeit zum Empfangen und Versenden bereit stehen.
SMTP: siehe
auch Kapitel Netzwerk Protokolle - SMTP
MIME -- Multipurpose Internet Mail Extensions:
RFC 1341.
MIME ermöglicht e-mail mit
unterschiedlichen Teilen (multipart)
unterschiedlichen Datentypen
(multimedia) (z.B. Text, Graphik, Audio, Video)
Da nun aber nicht jeder Rechner und jedes Netz
solche Dateien bearbeiten kann, wandelt MIME grundsätzlich alle Dateien in
ASCII-Dateien um. Content-Type-Header definieren die Datentypen. Entsprechend
konfigurierte Reader leiten die jeweiligen Teile der entsprechenden Software zur
Bearbeitung zu.
Sollten Sie einen Geburtstagsgruß mit Gesang
erhalten, müssten Sie eine Soundkarte und entsprechende Software haben, um den
Gesang zu genießen.
Content Type Header:
Format:
Content-type: type/subtype
Types :
image
audio
text
video
application [Anwendungen, wie
Komprimierungsprogramme, MS Word u.ä.]
multipart [= aus unterschiedlichen Teilen
bestehend]
message [= message nach dem alten
mail-Protokoll RFC 822]
model z.B. VRML
x- [selbstdefiniert, die entsprechenden
subtypes werden durch x- gekennzeichnet]
Die folgende Liste nennt einige der wichtigeren
offiziell anerkannten Sub-types (daneben gibt es noch eine Reihe noch nicht
anerkannter):
|
Media type |
Sub-type |
|
application |
mathematica,
msword,
octet-stream,
pdf,
pgp-encrypted,
pgp-keys,
pgp-signature, postscript,
vnd.3m.post-it-notes,
vnd.framemaker,
vnd.lotus-1-2-3,
vnd.ms-excel,
vnd.ms-powerpoint,
vnd.ms-project,
vnd.ms-works,
vnd.visio,
wordperfect5.1,
zip
|
|
audio |
32kadpcm
basic,
vnd.qcelp,
|
| image |
cgm,
gif,
jpeg,
png,
tiff,
|
|
message |
delivery-status,
http,
news, rfc822
|
|
model |
vrml
|
|
multipart |
alternative,
digest,
encrypted,
fmixed,
parallel,
voice-message
|
| text |
css,
html,
plain,,
richtext,
rtf,
sgml,
|
|
video |
mpeg,
quicktime
|
Vollständige Liste:
http://www.qnx.com/~chrish/Be/info/mime-types.html.
Beispiele für MIME Content-types:
message/rfc822
application/zip
audio/x-wav
image/gif
text/html
video/mpeg
application/mathematica
model/vrml
Weiterführende Ressourcen
Virtual Libraries:
MIME .
-- URL:
http://www.stars.com/Vlib/Authoring/MIME.html.
S/MIME:
S/MIME (Secure MIME) ist eine RSA Data Security
Specification für verschlüsselte e-mails. Zu Einzelheiten siehe die
weiterführenden Ressourcen
Weiterführende Ressourcen zu S/MIME:
POP-3 -- Post Office Protocol, version 3
RFC 1225
TCP Port 110
POP -- Post Office Protocols ermöglichen, dass
die e-mail an einen zentralen Computer geschickt wird, und dass der Adressat
diese e-mail auf seinen eigenen Computer (PC) laden kann, wann es ihm passt. Ein
Client-Programm verbindet dann mit dem zentralen mail-Computer und lädt die
ganze wartende e-mail herunter. Es gab einige Zeit nebeneinander zwei
miteinander nicht kompatible POPs: POP-2 und POP-3, schließlich hat sich POP-3
durchgesetzt und POP-2 ist jetzt obsolete.
Weiterführende Ressourcen zu POP-3:
IMAP4-- Interactive Mail Access Protocol:
Version 3: RFC 1203
Version 4:
RFC 1730
RFC 1731
RFC 1732
RFC 1733
TCP Port 220
IMAP erlaubt im remote access die Verwaltung
von Mail Boxes. Ein IMAP-Client hat Zugriff auf e-mail folders auf einem
IMAP-Server. IMAP4 hat gegenüber POP3 mehr Möglichkeiten:
hierarchische Mailboxen (Postfächer,
Folder) können auf dem Server eingerichtet werden:
z.B.:
Geschäftliches\Rechnungen
Geschäftliches\Angebote
Privates\Lieblinge\Ehemann
Privates\Lieblinge\Katzen
In Postfachnamen können auch
Nicht-ASCII-Zeichen nach UNICODE verwendet werden. Sie werden so kodiert:
&[Code]- , z.B. &ZeV3Ur88- für den chinesischen Namen "Ling"
selektiver Zugriff auf jede dieser
Mailboxen ist möglich
man kann externe Ressourcen, z.B.
Newsgroups, Lotus-Notes einsehen, falls man dazu berechtigt ist
man kann sich einzeln Nachrichtenstatus,
Header und Struktur abrufen
bei e-mail mit Attachements kann der
Nachrichtentext allein oder einzelne Teile der Attachements herunter geladen
werden
man kann auf dem Server den
Nachrichtenstatus verändern.
Als Nachrichtenstatus sind folgende Attribute vorgesehen:
\Seen = Nachricht wurde bereits gelesen
\Answered = Nachricht wurde bereits
beantwortet
\Flagged = Hervorhebung wichtiger oder
dringender Nachrichten
\Deleted = Nachricht wurde zum Löschen
markiert
\Draft = Entwurf
\Recent = neue Nachricht
man kann auf Server Speichern, Kopieren und
Löschen
man kann Nachrichten auf dem Server
durchsuchen
Deswegen wird IMAP4 oft der Vorzug vor POP
gegeben. Allerdings konnte sich IMAP4 und seine Vorgänger noch nicht so recht
durchsetzen. Das liegt vor allem daran, dass IMAP4 in der Praxis recht langsam
ist, und dass der Ressourcenbedarf für den Provider deutlich höher ist als bei
POP3. Alle wichtige Software für Mail-Clients und Mail-Server unterstützt aber
IMAP4.
Weiterführende Ressourcen zu IMAP4:
WWW:
The IMAP connection
/ University of Washington. -- URL:
http://www.imap.org/
Spamming:
Mit "spam" [wörtlich "Dosenfleisch"] bezeichnet
man unerwünschte postwurfartige e-mail bzw. Postings im USENET.
Die wichtigsten Formen von e-mail-spam sind:
unangeforderte Werbesendungen (auch als junk
mail bezeichnet)
unangeforderte sonstige Postwurfsendungen
(z.B. politischen Inhalts oder einfach als Belästigung gedacht)
Kettenbriefe und Verkaufspyramiden: "Mach
schnell Geld -- den letzten beißen die Hunde"
Angriffe auf den guten Ruf: unter dem Namen
eines anderen (z.B. Geschäftskonkurrenten) versendet man Postwurfsendungen,
damit die Empfänger sich über den angeblichen Absender ärgern und sich
beschweren u.dgl.
Spamming ist ein ernsthaftes Problem sowohl für
Internet Service Provider (hoher Ressourcenverbrauch!) als auch für die
Empfänger des spam: nach verschiedenen Schätzungen ist 15% bis 35% des
e-mail-Verkehrs auf dem Internet spam!
Als Gegenmittel gegen spam sind zu empfehlen:
- die eigene e-mail-Adresse für Spammer schwer
zugänglich halten:
z.B. die e-mail-Adresse durch etwas ergänzen,
was ein automatischer Agent nicht erkennt, ein menschlicher Nutzer aber
erkennt und entfernt: karl@entfernedas-hbi-stuttgart.de
- Filtern der e-mail mit entsprechenden
Programmen
- den Spammer ausfindig machen und sich beim
Spammer sowie bei seinem Internet Service Provider (ISP) beschweren (so dass
ihm z.B. das Account gesperrt wird)
Weiterführende Ressourcen zu Spamming:
Voice Mail over Internet:
Voice Mail wird an e-mail als MIME-Attachement
angehängt. Folgende Organisation arbeitet an einem Standard Voice Profile for
Internet Mail (VPIM):
Voice Profile for Internet Mail Work Group
der Electronic Messaging Association (EMA).
-- URL:
http://www.ema.org/vpimdir/index.html ["The goals of the Voice
Profile for Internet Mail Work Group include establishing an internationally
accepted standard profile of ESMTP/MIME to allow the interexchange of voice
and fax messages between voice messaging systems; ensuring that this profile
also allows interexchange with non-voice messaging MIME compatible email
systems, establishing a directory service to support lookup of the routable
address, and establishing a defined mapping specification with other voice
messaging."]
Auf e-mail basierend:
Über einfache e-mail hat man über entsprechende
kostenlose Mailingdienste Zugang zum WWW und dem übrigen Internet. Dies ist
besonders für Länder, in denen es kaum Internet Service Provider gibt und/oder
ein voller Internetzugang an den horrenden Telekommunikationskosten scheitert
(Entwicklungsländer, besonders Afrikas!).
Mailing Lists:
Mailing-Listen nutzen die Möglichkeiten der
e-mail aus, indem man eine Botschaft an eine solche Liste schickt, die dann
wiederum diese Botschaft an eine Liste von Leuten verschickt. Man meldet sich
also bei einer Liste, für deren Thema man sich interessiert, an und erhält von
da an sämtliche eingehenden Briefe zu diesem Thema. Da für diese Mailing-Listen
kein zusätzliches Protokoll nötig ist, kann man sich netzübergreifend an solchen
Listen beteiligen.
Weiterführende Ressourcen:
WWW:
Mailing lists on the Net
/ Internet Resource Database. URL:
http://www.internetdatabase.com/maillist.htm. -- [Verzeichnis von über
7300 Mailinglists]
Publicly accessible mailing lists
/ Stephanie da Silva. URL:
http://www.neosoft.com/internet/paml/default.html
TILE.NET/LISTS.
-- URL:
http://tile.net/lists/[Verzeichnisse
mit Beschreibung der Mailinglisten sowie thematische Suchmaschine]
Liszt, the mailing list directory.
-- URL:
http://www.liszt.com/
Arten von Mailing-Listen:
Es gibt moderierte und unmoderierte
Mailing-Listen: in den unmoderierten läuft ein Programm, das automatisch jede an
die Liste adressierte Mail unverzüglich weiterschickt. Bei der moderierten Liste
werden die Einzelbeiträge an den Moderator der Liste gesendet, dieser wählt aus
(z.B. ob der Brief zum Thema der Liste passt).
Server-Programme für Mailing-Listen:
Die gebräuchlichsten Server-Programme für
Mailing-Listen sind:
LISTSERV
Majordomo
Listproc
LISTSERV:
Ein Beispiel für Programme, die solche
Mailing-Listen verwalten, ist LISTSERV.
LISTSERV wurde 1986 entwickelt vom BITNET
Information Centre (BITNIC), um Nachrichten an Teilnehmer einer Liste zu senden.
Dieser Server konnte eine große Anzahl solcher Listen managen, d.h. die
unterschiedlichen Teilnehmern der unterschiedlichen Listen können richtig
zugeordnet werden. Inzwischen sind viele dieser LISTSERV-Server eingesetzt. Man
meldet sich also beim LISTSERV-Server, um automatisch einer gewünschten Liste
hinzugefügt zu werden (z.B. autocat
für Katalogisierer, usmarc, coopcat für Fragen der
Verbundkatalogisierung). Da die LISTSERV-Server miteinander kommunizieren,
könnte man sich für alle Listen in einem Vorgang anmelden.
Weitere Funktionen von LISTSERV:
zusätzlich zur Mailing-Funktion verwalten
die Server zu jeder Liste eine Datenbank. Diese enthält jede Botschaft, die
einmal über die Liste versendet wurde, meistens list archive genannt. Das
ist sehr hilfreich, wenn zu viele Nachrichten kommen (z.B. in Liste
"Telecommunications" täglich etwa 2000). Im Archiv kann man sachlich suchen.
Auf LISTSERV: man kann zugreifen über e-mail:
Botschaften, die man den anderen Teilnehmern
zukommen lassen will, werden direkt an die Liste geschickt. Geht es um die
Aufnahme in die Liste, wende man sich an den LISTSERV-Server.
- z.B. Bitte um die Aufnahme in die PACS-L
(Public-Access Computer Systems Forum) liste:
- e-mail an Adresse:
PACS-L@LISTSERV.UH.EDU
- (keine Angabe des subjects)
- als Text: sub PACS-L Vorname Nachname
Weitere wichtige Befehle:
set <list> nomail
bei Urlaub
set <list> mail
wenn der Urlaub vorbei ist
set <list> digest
statt jede Nachricht einzeln zugesandt zu bekommen, werden die
Nachrichten z.B. eines Tages zusammengefasst und als Digest geschickt.
Spart Speicherplatz, da der Kopfteil nur einmal geschickt wird
unsub <list>
wenn man genug hat (unsubscribe)
Wie erfährt man, wo eine Liste vorhanden ist?
Entweder durch Hinweis in der Literatur oder durch Suche, am besten in:
http://www.lsoft.com/lists/LIST_Q.html
Welche Themen werden behandelt? Nahezu alles zu
Forschung und Lehre.
Weiterführende Ressourcen zu LISTSERV:
LISTSERV® – The mailing list
management classic. --
http://www.lsoft.com/listserv.stm.
Listproc:
Listproc ist ein Mailing-List-System für UNIX.
Seine Befehle sind im allgemeinen dieselben wie für LISTSERV.
Weiterführende Ressourcen zu Listproc:
ListProcessor : List-Management and
File-Distribution System / CREN. -- URL:
http://www.cren.net/listproc/docs/index.html.[User Manual u.ä.]
MajorDomo:
MajorDomo ist ein Mailing-List-System für UNIX.
Im Unterschied zu LISTSERV sind MajorDomo-Systeme nicht miteinander verbunden,
sodass man nur beim jeweiligen System subskribieren usw. kann.
Die wichtigsten Majordomo-Kommandos sind:
subscribe [Listenname]
unsubscribe [Listenname]
help
who [Listenname] = gibt alle eingetragenen
Teilnehmer der Liste aus
index [Listenname] = Auflistung aller
Archivdateien
Weiterführende Ressourcen zu Majordomo:
Newsletter:
Ein Newsletter ist im Gegensatz zu einer
Mailingliste kein interaktives Diskussionsforum, sondern ein
Eine-zu-Viele-Verteiler. Ein Newsletter ist mit einer Mailingliste vergleichbar,
bei der viele Funktionen nicht benutzt werden bzw. sogar unerwünscht sind.
Deshalb empfiehlt es sich meist, für Newsletter nicht die Mailinglisten-Software
zu verwenden, sondern spezielle Lösungen. Als Newsletter können z.B.
Inhaltsverzeichnisse von elektronischen Zeitschriften versandt werden.
Virtual Terminals: Telnet (remote login):
RFC 854, Standard
RFC 855, Standard
TCP Port 23
Telnet (remote login) schafft ein virtuelles
zeichenbezogenes Terminal.
Sicherheitsproblem bei Telnet: Telnet verwendet
Klartext, sodass auf der ganzen Route User-Name und Passwort abgefangen werden
können.
Telnet ist ein Protokoll, mit dessen Hilfe ein
PC mit einem entfernten Rechner kommunizieren kann. Der eigene PC wird zu einem
Network Virtual Terminal, d.h. er benimmt sich wie ein Terminal des fremden
Rechners. Im Normalfall wird die Terminalemulation VT 100 verlangt.
Sobald man eingeloggt ist, muss man die Sprache des fremden Rechners sprechen.
Telnet ist damit das wichtigste Protokoll für
die Abfrage von entfernten OPAC's. Weil es sehr mühsam ist, alle die
unterschiedlichen Sprachen zu beherrschen, gibt es große Bemühungen per Programm
zu erreichen, dass man mit einer (und zwar mit der eigenen gewohnten) Sprache in
allen entsprechenden Datenbanken arbeiten kann: s. Z39.50 in den USA bzw. S+R
bei uns.
Weiter ist bei Telnet zu beachten: Beim
Einloggen in eine IBM-Mainframe ist als Protokoll tn 3270 zu verwenden.
Nicht alle Datenbanken lassen kostenlose
Telnet-sessions zu z.B. OCLC mit OLUC.
Wichtige telnet Befehle (auf vielen
UNIX-Systemen):
open N.N.
open connection zu N.N.
close
close connection
quit
beendet telnet-Programm
?
Hilfe
Hytelnet:
Ein guter Führer zu Telnet-Resourcen (vor allem
auch Bibliothekskataloge!) ist (bzw. war) Hytelnet:
http://galaxy.einet.net/hytelnet/HYTELNET.html
HYTELNET on the WorldWideWeb.
--
http://www.lights.com/hytelnet/
Es handelt sich dabei um eine Liste in
Hypertext mit Adressen öffentlich zugänglicher Bibliothekskataloge und anderer
Datenbanken. Hytelnet wird aber seit Ende 1997 nicht mehr aktualisiert!
(s. Hytelent is closing down. -- URL:
http://www.lights.com/hytelnet/closing.html.
IRC -- Internet Relay Chat:
RFC 1459
TCP Port 6667
IRC ist ein weltweites Teleconferencing system,
besser ein Schwätzle-Netzwerk. IRC ist in Kanäle eingeteilt. Sobald man einen
Kanal gewählt hat (join), wird alles, was man eintippt, sofort an die anderen
Teilnehmer in diesem Kanal geschickt. IRC ist also ein offenes Konferenzsystem.
IRC ist über IRC-Client-Programme zugänglich.
Weiterführende Ressourcen:
Chatset. --
URL:
http://chat.web.de/[Chatset,
die "Suchmaschine für den weltweiten Chat mit einfachem Zugang zu mehr als
10.000 Channels auf 35 Netzwerken, einer Channel - Suchmaschine durch alle
Kanäle, Java basiertem IRC-Client", ein sehr guter Einstig ins Chatten]
IRC.
-- URL:http://irc.pages.de/[Bietet
gute Informationen über IRC, ein guter Einstiegspunkt für Anfänger]
EFnet #IRChelp help archive.
-- URL:
http://www.irchelp.org/["The
most complete Internet Relay Chat (IRC) help site: 800+ helpful files incl.
FAQs, primers, guides, downloadable clients & scripts, server lists, etc."]
MUD -- Multiuser Dungeons:
MUD -- Multiuser Dungeons (wörtl. "Burgverlies
für mehrere Anwender"), auch Interactive multi-user-realities genannt, sind
Abenteuer- und Rollenspiele für viele Teilnehmer. MUDs basieren auf Telnet, doch
gibt es auch spezielle Clients für MUDs.
Hauptarten von MUDs:
Wettbewerb- und Kampf-orientierte MUDs:
LPMUD, AberMUD, DikuMUD
Sozial-orientierte MUDs (Rollenspiele):
TinyMUD, TinyMUSH, TinyMUCK, TinyMOO
Schwätzle-Spiele: IRC (s.oben), Havens
Internet-Echtzeit-Fernsprechen (Voice over
IP):
Seit Anfang 1995 setzt sich wegen der geringen
Kosten Echtzeit-Telephonie über das Internet (Voice over IP, VoIP) durch.
Grundsätzlich gibt es drei Arten der Internet-Telefonie:
mit Mikrofon, Soundkarte und
Telefoniesoftware ausgestattete PCs, die direkt über das Internet
miteinander kommunizieren
Verbindung von mit Internet verbundenem PC
zu über das öffentliche Telefonnetz verbundenem herkömmlichen Telefon
Verbindung zwischen zwei herkömmlichen
Telefonen, die über öffentliches Telefon mit Internet verbunden sind
Das Verfahren ist in allen drei Fällen im
Prinzip gleich:
Sprache wird in Datenpakete umgewandelt:
dazu sind Kompressionstechniken nötig (Standards: H.323, G723.1, G.729 der
ITU -- International Telecommunications Union)
der Aufbau der VoIP-Verbindung erfolgt über
TCP (Transmission Control Protocol)
Datenübertragung geschieht über UDP (User
Datagram Protocol), da dieses recht schnell ist
Verlorengegangene Datenpakete werden nicht
nachgefordert, sondern durch die Software interpoliert
"Probleme kann etwa die unter IP nicht
gewährleistete Dienstequalität hervorrufen. Sprachübertragungen sind sehr
empfindlich, bereits kleinste Verzögerungen oder Hall werden von
Gesprächspartnern als störend empfunden, vom Abbrechen der Verbindung ganz
zu schweigen. Anders als beim geswitchten Telefonnetz stehen unter IP keine
dedizierten Leitungswege für die Vermittlung der Sprache zur Verfügung. Da
Router oder Switches von sich aus nicht erkennen können, ob ein IP-Paket
Sprache oder Daten enthält, teilen sich IP-Telefonate und Datenübertragungen
prinzipiell gleichberechtigt die Transferwege. Bei Bandbreitenengpässen
können also leicht auch Sprachpakete verloren gehen, was möglichst vermieden
werden soll. Dem lässt sich etwa durch Verfahren entgegenwirken, die
IP-Übertragungen bestimmte Dienstequalitäten (Quality of Service = QoS) etwa
durch das Setzen bestimmter Signal-Bits im IP-Header zuweisen. Obwohl sich
unter anderem die Internet Engineering Task Force (IETF) um die
Standardisierung entsprechender Techniken bemüht, kochen die Hersteller hier
derzeit noch ihre eigenen Süppchen. Probleme können daher auftauchen, wenn
Funktionen etwa zur Bandbreitenreservierung für bestimmte Übertragungen via
Resource Reservation Protocol (RSVP) herstellerübergreifend implementiert
werden sollen."
Weiterführende Ressourcen zu
Internet-Telefonie:
Organisationen:
MIT Internet & Telecoms Convergence
Consortium (ITC). -- URL:
http://itel.mit.edu/ ["The
MIT Internet & Telecoms Convergence Consortium (ITC) consists of member
firms and selected academics who collaborate on research into technical,
economic, strategic and policy issues that arise from the convergence of
telecommunications and the Internet."]
EP TIPHON
-- Telecommunications and Internet Protocol
Harmonization Over Networks / ETSI (European Telecommunications Standards
Institute). -- URL:
http://www.etsi.org/TIPHON/. ["The project's objective is to support the
market for voice communication and related voiceband communication (such as
facsimile) between users. It will ensure that users connected to IP based
networks can communicate with users in Switched Circuit Networks (SCN - such
as PSTN /ISDN and GSM), and vice versa. As well as between users in SCN,
where IP-based networks are used for connection/trunking between the SCN
involved. The support comes in the production of appropriate ETSI
deliverables: technical specifications and reports. In addition, the
activity will include validation and demonstrations, in order to confirm the
appropriateness of the solutions proposed."]
FAQ:
http://www.virtual-voice.com/FAQS/index.html
Internet-Video-Konferenzen:
Programme wie CUSeeMe (=Can you see me)
ermöglichen Echtzeit-Video-Konferenzen über das Internet mit geringen Kosten für
die Grundausrüstung. Für Videokonferenzen hat die ITU (International
Telecommunications Union) den Standard H.323 erlassen.
Internet-Videokonferencing hat in verstärktem Masse die oben für
Internet-Telefonie genannten Probleme.
Weiterführende Ressourcen zu
Internet-Videokonferenzen:
Organisationen:
The International Multimedia
Teleconferencing Consortium, Inc. (IMTC). -- URL:
http://www.imtc.org/ ["The International Multimedia Teleconferencing
Consortium, Inc. (IMTC) is a non-profit corporation comprising more than 150
companies from around the globe. The IMTC's mission is to promote,
encourage, and facilitate the development and implementation of
interoperable multimedia teleconferencing solutions based on open
international standards."]
International Teleconferencin Association
(ITCA). -- URL:
http://www.itca.org/
File transfer:
(FTP:
siehe auch Netzwerk Protokolle - FTP )
FTP -- File Transfer Protocol
RFC 959, Standard
TCP Port 21
FTP errichtet zwei Verbindungen nach TCP
zwischen Server und Client:
eine Verbindung zur Kontrolle der
Verbindung: wird während der ganzen FTP-Sitzung aufrecht erhalten
eine Verbindung zum Datentransfer (File
transfer): wird bei aktuellem Bedarf auf- und abgebaut
Während Telnet das aktive Arbeiten mit dem
fremden Computer erlaubt, ermöglicht FTP nur das Lesen der Dateinamen und
Directories, das Herunterladen und das Aufladen von Daten. FTP ist entwickelt
worden, um besonders verlässlich Programme und andere Daten zu transportieren.
Sowohl der eigene PC -- also der
Client-Computer -- als auch der Server-Computer muss eine FTP-Software geladen
haben (auf Server-Seite ein FTP daemon). In einen FTP-Server loggt man sich mit
Zugangsnummer und Passwort ein, wodurch eine Verbindung für Befehle geöffnet
wird. Man kann sich dann die Dateien in verschiedenen Verzeichnissen zeigen
lassen. Wenn man sich eine Datei zum Herunterladen ausgewählt hat, eröffnet der
FTP-Server eine zweite Verbindung entweder im binären oder im ASCII-Modus -- je
nach Auswahl -- und überträgt die Daten an den PC.
Viele FTP-Server erlauben den Zugang unter
Umständen eingeschränkt auf bestimmte Texte auch ohne Passwort. Man muss dann
als Login: anonymous
und als Passwort die eigene Adresse angeben.
Wichtige FTP-Befehle:
ftp [N.N.]
starte ftp [und open connection zu N.N.]
open N.N.
open connection zu N.N.
close
close connection
disconnect
close connection
quit
beendet ftp-Programm
help
Hilfe, Auflistung aller zulässigen Befehle
?
Hilfe
cd N.N.
change directory auf N.N.
pwd
print working directory = zeige das aktive Directory
dir
Auflistung des Directory in Langform
ls
Auflistung des Directory in Kurzform
get
N.N. download File N.N.
ascii
Einstellung zur Übertragung von ASCII-Files
binary
Einstellung zur Übertragung von binären Files (sehr wichtig!)
Weiterführende Ressourcen:
Archie:
Wie findet man Dateien, die auf FTP-Servern
liegen?
Archie ist ein Katalog, der die Verzeichnisse
von vielen FTP-Servern enthält. Er wird täglich erneuert, indem täglich ein Teil
der FTP-Server nach Änderungen abgefragt wird. Archie bietet auch einen Katalog
mit Dateibeschreibungen - allerdings nur mit den Dateititeln. Es gibt
verschiedene Implementationen von Archie-Client-Software, die mit Archie-Servern
verbindet. Man kann auch über ein Archie-Gateway aus dem WWW auf Archie
zugreifen:
http://marvin.physik.uni-oldenburg.de/Docs/net-serv/archie-gate.html
Archie unterhält auch eine Software Description
Database mit Kurzbeschreibungen vieler über ftp zugänglicher Files. Diese
Beschreibungen sind über whatis [Filename] abfragbar. Leider ist diese
Datenbank sehr unvollständig. Besser ist es nach README-Files in den
betreffenden Directories Ausschau zu halten.
Trivial File Transfer Protocol:
RFC 783
TCP Port 691
TFTP ist eine abgespeckte Version von FTP:
kein Auflisten von Directories
keine Benutzer-Authentication
nur nackter File Transfer
Gopher:
Gopher0: RFC 1436
Gopher+
TCP Port 70
Gopher ist eine Client/Server-Software, die in
der Universität von Minnesota entwickelt wurde, um den Universitätsangehörigen
einen einfachen Zugang zu Daten auf unterschiedlichen Computern der Universität
zu ermöglichen. Für den Benutzer ist es nicht nötig, zu wissen, wo die Dateien
liegen (das macht das Programm für ihn), für ihn sieht es aus, als ob alle
Dateien an einer Stelle lägen. Das Programm hatt sich so bewährt, dass fast alle
Internet-Server einen Gopher-Server anboten. Da die Software von Minnesota frei
ist, hatten auch viele einzelne Personen, die Internet benutzen, sich einen
persönlichen Gopher installiert. Jetzt wird allerdings Gopher durch http völlig
zurückgedrängt und hat bald nur noch historische Bedeutung.
Ein Gopher bringt auf der ersten
Bildschirmseite eine sachliche Übersicht über die Angebote der Institution
(einschließlich ausgewählter Zugriffe auf fremde Angebote). Wählt man einen
solchen Menuepunkt aus, bekommt man im allgemeinen ein weiteres differenziertes
Menue angeboten. Dieses weitere Menue kann aber durchaus schon von einem anderen
Computer kommen.
Die Verbindungen selbst dauern immer nur so
lange, bis der nächste Bildschirm heruntergeladen ist. Mit jedem Auswählen eines
Menuepunktes wird eine neue Verbindung aufgebaut.
WAIS -- Wide Area Information Server:
WAIS (Wide-Area Information Server) ist eine
Möglichkeit, im Internet sachlich zu suchen. Um WAIS voll auszunutzen, benötigt
man einen WAIS-Client.
WAIS führt Stichwortsuche im Inhalt der
Dokumente durch (nicht-kontextabhängige Volltextsuche). Das Interessanteste an
WAIS ist Relevance feedback, d.h. das Programm teilt mit, welche der gefundenen
Texte wohl der Anfrage am nächsten kommen. Die Wichtigkeit ergibt sich aus der
Häufigkeit des gesuchten Stichworts im Text, die Nachbarkeit der Stichwörter,
der Gebrauch des Stichworts im Text im Verhältnis zum Gebrauch im Titel usw.
Sucht man sich das Passendste heraus, kann man dieses WAIS als Beispiel
übergeben, damit weiteres Relevantes gesucht werden kann.
Da WAIS nur OR-Verknüpfungen
durchführen und keine Kontextbegrenzung kennt, kann man leicht eine Riesenmenge
"Treffer" erhalten. WAIS ist ein verteiltes System, d.h. die Indices sind auf
viele Computer thematisch verteilt, so dass man sich die Adressen der
Datenbanken notieren sollte, die dem eigenen Thema entsprechen. Nicht alle
öffentlichen WAIS-Server bieten dieselben Ressourcen, sodass man u.U.
verschiedene Server für dieselbe Researche ausprobieren sollte.
WAIS basiert auf dem Standard Z39.50.
Weiterführende Ressourcen:
Virtual Libraries:
WAIS .
-- URL:
http://www.stars.com/Vlib/Location/WAIS.html
ACAP -- Application Control Access Protocol:
RFC 2244
ACAP ist ein universelles Protokoll, mit dessen
Hilfe der Nutzer individuelle Einstellungen auf einem Server vornehmen kann.
ACAP wurde entwickelt, um aus der Ferne das Speichern von sowie den Zugriff auf
Programmoptionen, Konfigurationen und Voreinstellungen auf dem Server zu
ermöglichen.
Eine Schlüsselfunktion ist die "Vererbung":
Grundeinstellungen für die Konfiguration werden damit z.B. gruppenspezifisch von
der Gruppe auf die einzelnen Mitglieder "vererbt".
Weiterführende Ressourcen zu ACAP:
The ACAP Home Page / Carnegie Mellon
University. --
http://andrew2.andrew.cmu.edu/cyrus/acap/
►
HIER
geht es zum 2. Teil - Die Anwendungsschicht im Internet: WWW -
HTTP und URI
|