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OSI Schicht 7 Teil 1

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Schicht 7: Application Layer -- Anwendungsschicht Teil 1

 

Merkmale der Anwendungsschicht:

Die Anwendungsschicht ist die Schicht, in der dem Anwender die Daten der Datenübertragung und Datenfernverarbeitung unmittelbar zur Verfügung stehen.

Funktionen innerhalb der Anwendungsschicht:

Zur Anwendungsschicht gehören alle Funktionen, die bei der Kommunikation offener Systeme erfüllt werden müssen, und die noch nicht von tieferen Schichten erfüllt wurden. Hierher gehören Funktionen, die durch Programme durchgeführt werden als auch Funktionen, die von Menschen ausgeführt werden.

Dienste der Anwendungsschicht:
CASE -- Common Application Service Elements

Allgemeine Funktionen, die zum Teil auch den Unterbau für SASE (Specific Application Service Elements) bilden.

Hier ist für den Benutzer vor allem von Interesse:

  • Naming Service (Directory Service) -- Verzeichnisdienste: Aufgabe der Naming services ist der Unterhalt von Namenszuordnungen und die Weitergabe dieser Werte an nachfragende Dienste. Häufigste Namenszuordnungsdienste:
    • Bestimmung einer Adresse zu einem Namen
    • Bestimmung einer Verteilerliste
    • Bestimmung eines Servers für eine Dienstleistung (Branchentelephonbuch / Yellow pages)

Kriterien für die Benutzeroberfläche eines Directory Service sind u.a.:

  • leicht durchschaubare (evtl. graphische) Benutzeroberfläche
  • Adressbuch häufig gesuchter Adressen
  • Suchmethode
  • Such-Agenten
SASE -- Specific Application Service Elements:

Benutzerorientierte Funktionen, die meist CASE (Common Application Service Elements) verwenden.

Grundfunktionen:

  • Benutzerorientierte Verzeichnisdienste (Directory service)
  • Virtual terminals
  • File transfer, access, management
  • e-mail
  • Job Transfer and Management (JTM)
  • Übertragung von Graphiken und Multimedia
  • Telematics
Protokolle für die Anwendungsschicht:

OSI Service Definitions:

  • X.217: Association control service definition
  • ISO 8649: Service definition for the association control element
  • X.218: Reliable transfer: model and service definition
  • ISO 9066-1: Reliable transfer -- part 1: model and service definition
  • X.219: Remote operations: model, notation and service definition
  • ISO 9072-1: Remote operations -- part 1: model, notation and service definition

OSI Protocol Specifications:

  • X.227: Association control protocol specification
  • ISO 8650: Protocol specification for the association control service element
  • X.228: Reliable transfer: protocol specification
  • ISO 9066-2: Reliable transfer -- part 2: protocol specification
  • X.229: Remote operations: protocol specification definition
  • ISO 9072-2: Remote operations -- part 2: protocol specification
  • ISO 9545
  • X.207 : Application layer structure

LAN:

  • ISO 9579: Remote database access
  • ISO 10026
  • ISO 8571/1-4: File Transfer, Access, and Management (FTAM)
  • ISO 8831: Job Transfer and Manipulation (JTM) service definition
  • ISO 8832: JTM protocol specification
  • ISO 9040: Virtual Terminal Service (VTS) service definition
  • ISO 9041: VTS specification
  • ISO 8649: Service definition for the Association control service element (ACSE)
  • ISO 8650: Protocol specification for the ACSE
  • ISO 9594
  • Packet-switched data network, Public-switched telephone network, ISDN:
  • ISO 9595/6
  • X.420: Message handling systems: Interpersonal messaging system
  • X. 400: Message handling services: message handling system and service overview
  • TTX
  • T.100: International information exchange for interactive videotex
  • T.101: International interworking for videotex services
  • T.0: Classification of facsimile apparatus for document transmission over the public networks
  • T.4: Standardization of group 3 facsimile apparatus for document transmission
  • X.500 - X.525: Information technology -- Open systems Interconnection -- The Directory

Internet

  • s. unten
Die Anwendungsschicht in öffentlichen Netzwerken:
CASE -- Common Application Service Elements in öffentlichen Netzwerken:
Naming Service (Directory Service) -- Verzeichnisdienst:

Directory Service nach X.500 -- X.525: Information technology -- Open systems Interconnection -- The Directory.

X.500 definiert, wie eine Organisation Verzeichnisnamen und die damit verbundenen Objekte über ein globales Netzwerk eindeutig bestimmen und damit gemeinsam nutzen kann X.500 definiert zu diesem Zweck hierarchisch in Baumstruktur nach Domains gegliederte Directories.

X.500 ist komplexer als es die meisten Organisationen benötigen. Deshalb hat sich eine "abgespeckte", weniger Ressourcen benötigende Form von X.500 weitgehend durchgesetzt: LDAP -- Lightweight Directory Acess Protocol (RFC 1777)

Als Beispiel für LDAP wird die Adresse cn=Monika, ou=Biblioth, o=HBI, c=DE in der folgenden Graphik erklärt:

Abb.: LDAP-Adresse: cn=Monika, ou=Biblioth, o=HBI, c=DE

SASE -- Specific Application Service Elements in öffentlichen Netzwerken:
Virtual Terminal:

Protocol Assembler Disassembler (PAD) nach X.29, X.28, X.3: PADs haben Virtual-Terminal-Funktionen bezüglich der Zeichendarstellung (International Alphabet -- 5ASCII) und der Vereinbarungen über Sonderzeichen (z.B. Carriage Return, Delete)

Virtual Terminal Service (VTS) nach ISO 9040: Virtual Terminal Service (VTS) service definition

ISO 9041: VTS protocol specification

Der ISO-Virtual-Terminal-Standard definiert nicht ein einziges Virtuelles Terminal für alle Anwendungen, sondern er will ermöglichen, dass die Anwender mittels dieses Standards ein VT definieren, das der jeweiligen Anwendung und den technischen Gegebenheiten angemessen ist. Zu diesem Zweck werden eine Vielzahl von VT-Parametern definiert.

File Transfer, Access and Management:

FTAM -- File Transfer, Access and Management nach ISO 8571/1-4: File Transfer, Access, and Management (FTAM).

Bisher scheint sich FTAM erst für Client-Server-Anwendungen von Mainframes bewährt zu haben. Es scheint noch keine Implementationen zu geben, die File Transfer zwischen LANs verschiedener Hersteller ermöglicht.

e-mail

Message-Oriented Text Interchange Systems (MOTIS) nach:

  • X.420: Message handling systems: Interpersonal messaging system
  • X.400: Message handling services: message handling system and service overview

MOTIS baut auf einem distributed client-server model auf mit folgenden Komponenten:

  • User Agent (UA): diese Komponente läuft auf dem Computer des Anwenders mit den Funktionen: Verfassen einer Nachricht, Lesen, Browsen und den anderen Funktionen einer e-mail-Anwendung
  • Message Transfer Agent (MTA): übernimmt die Übertragung und das Routing
  • Message Store (MS): Speicher für e-mail, die nicht gleich ausgeliefert werden kann, weil der Adressat off-line oder sonst momentan nicht erreichbar ist. Der Adressat kann von MS jederzeit seine e-mail herunterholen
  • Acess Unit (AU): Zugang zum e-mail-System für Faxgeräte, Teletex, Telex u.ä
  • Directory System: erfüllt Funktionen nach X.500

Abb.:  Komponenten eines X.400 Message Handling System

Andere Dienste nach X.400 sind:

  • Verteilerlisten (Mailing Lists)
  • Sicherheitsvorkehrungen

Eine weithin akzeptierte API (Application Programming Interface) zu X.400 ist CMC (Common Mail Calls), das u.a. von Novell, Microsoft und Lotus unterstützt wird.

Die Anwendungsschicht im Internet (ohne WWW):
Die Anwendungsschicht im Internet:

Viele der Anwendungen im Internet haben eine Client/Server- Software-Architektur:

der Client ist zuständig für die Interaktion mit dem Benutzer (z.B. Eingabe, Datendarstellung)

der Server ist für die Durchführung der Aufgaben zuständig, die ihm der Client stellt (z.B. Datenverarbeitung, Datenbereitstellung)

Client und Server (die beide Software sind!) können auf demselben Computer laufen, öfter aber laufen sie auf verschiedenen durchs Internet verbundenen Computern. Deswegen werden statt der Software oft die Computer selber Client bzw. Server genannt. Im Internet kann auf jedem direkt angeschlossenen Computer Server-Software laufen: es ist ein Netzwerk von grundsätzlich gleichberechtigten Computern. (Dies ist ein wichtiger Unterschied z.B. zu CompuServe, wo alle Serversoftware auf CompuServe Computern bzw. mit CompuServe verbundenen Computern (wie DIALOG) laufen muss).

Sich im Internet technisch zurecht finden, heißt vor allem, mit den jeweiligen Client-Programmen zurecht zu kommen. D.h. zu wissen:

wie man das betreffende Client-Programm für den betreffenden Dienst startet

wie man dem Client-Programm den entsprechenden Server mitteilt

welche Kommandos (oder Buttons oder Menupunkte) was bewirken

Da fast täglich neue Client-Programme mit neuen Features in den Verkehr kommen, nützt es nicht viel zu lernen, welcher Tastendruck was bewirkt. Es ist vielmehr nötig, eine entsprechende Hacker-Mentalität zu entwickeln, die spielerisch ausprobiert. [s. dazu: Spencer, Will: The alt.2600/#hack F.A.Q.. -- URL: http://www-personal.engin.umich.edu/~jgotts/underground/hack-faq.html

CASE -- Common Application Service Elements im Internet:

Im Internet Support Protocols genannt: Protokolle, die Systemfunktionen garantieren, z.B.:

Domain Naming Service (DNS)

Routing Information Protocol 2 (RIP 2)

Naming Service (Directory Service) -- Verzeichnisdienst: Internet Domain Naming Service (DNS):

Directory Service nach X.500

Internet Domain Naming Service (DNS): Verwaltung der Domain Names und ihrer Zuordnung zu IP-Adressen. Die Zuordnung von Domain-Namen zu IP-Adressen geschieht durch Domain Name Servers. Zu IP-Adressen Clients zu Domain Servers nennt man Resolver.

Kennzeichen:

DNS ist eine verteilte Datenbank: es gibt nicht eine Stelle, wo alle Domain Names erfasst wären. Damit umgeht man die Probleme, die die Größe und Verwaltung einer solchen universellen Domain-Name-Datenbank bereiten würden

DNS garantiert, dass die Informationen über Domain Names bei aktuellem Bedarf im Internet automatisch verbreitet werden. So werden Domain-Name-Informationen nur dorthin verbreitet, wo sie benötigt werden. Es entsteht keine Überlast an irrelevanten Informationen

Allgemeine Struktur eines DNS- Namens:

[account@][subdomainN]...[subdomain2.]subdomain1.domain

Die Namen werden von rechts nach links gelesen.

Erklärung der einzelnen Bestandteile des DNS-Namens:

domain, subdomains:

In den USA steht ganz rechts als domain im allgemeinen die Zugehörigkeit zu einem großen Bereich (es sind generische Domains):

gov = nichtmilitärische Regierungsstellen

edu = Universitäten und andere Bildungseinrichtungen

com = kommerzielle Unternehmen und Industrieorganisationen

mil = US-Militärisches

org = Non-profit Organisationen

net = Netzwerkbezogenes

int = internationale Organisationen (z.B. NATO)

.com; org und .int werden auch von entsprechenden Unternehmen usw. außerhalb der USA verwendet.

In der übrigen Welt ist domain oft die Angabe des Landes -- und zwar mit dem offiziellen zweiteiligen Ländercode nach ISO 3166 (es sind geographisch-politische Domains), z.B.:

at = Österreich

ch = Schweiz

de = Deutschland

fr = Frankreich

Auch für die USA gibt es die Länderdomain us, doch wird sie meist nicht benutzt. Wird sie benutzt kommt als erste Subdomain die Abkürzung für den Staat, als zweite Subdomain oft die Abkürzung für eine weitere politische Untergliederung, z.B.

well.com = well.sf.ca.us [nicht mehr in Gebrauch!] = WELL in San Francisco (sf), Californien (ca), USA

In manchen Ländern verwendet man auch für Subdomain1 standardisierte zweibuchstabige Codes, z.B.

ac = Akademische Einrichtungen (Universitäten usw.)

co = Kommerzielle Unternehmen und Industrieorganisationen

Durch die Hinzufügung immer neuer Subdomains können Domainnamen sehr unhandlich werden. Auch können solche Namen sehr wenig plausibel und merkbar sein. Deshalb schafft man Aliase. Ein Alias ist ein zusätzlicher Name für einen Hostnamen. So sind z.B. Aliase sehr häufig, die als untersten Domainnamen den Namen des Dienstes angeben, z.B.

www.flort.com als ein Alias für wonker.flort.com

ftp.flort.com als ein zweites Alias für wonker.flort.com

(Sowohl http als auch ftp laufen auf derselben Maschine, nämlich "wonker.flort.com")

Es gibt zur Zeit zwei große Vorschläge, das System der obersten domains zu erweitern:

  • Enhanced Domain Name Service (eDNS). -- URL: http://www.edns.net/ eDNS schlägt ein neues Vergabesystem der Top-Domains vor. eDNS hat auch schon viele neue Top-Domains registriert, allerdings werden diese nur von wenigen Name-Servers unterstützt.
  • Das Internet International Ad Hoc Committee (IHAC) [Aufgelöst am 1. Mai 1997] [WWW-Page des IHAC: http://www.iahc.org/], "a coalition of participants from the broad Internet community, working to satisfy the requirement for enhancements to the Internet's global Domain Name System (DNS)", legte am 4. Februar 1997 vor: Final Report of the International Ad Hoc Committee: Recommendations for Administration and Management of gTLDs [general Top Level Domains]. Darin schlägt das IHAC folgende sieben neuen internationalen Top-Domains vor:
  • firm = for businesses, or firms

    store = for businesses offering goods to purchase

    web = for entities emphasizing activities related to the WWW

    arts = for entities emphasizing cultural and entertainment activities

    rec = for entities emphasizing recreation/entertainment activities

    info = for entities providing information services

    nom = for those wishing individual or personal nomenclature

    Am 1. Mai 1997 wurde dieser Vorschlag zur Norm der ITU als Generic Top Level Domain Memorandum of Understanding. -- URL: http://www.gtld-mou.org/.

    Genf (dpa) - Vertreter der 56 wichtigsten Organisationen und im elektronischen Bereich tätigen Firmen haben eine Grundsatzvereinbarung zur künftigen Vergabe von Internet-Adressen verabschiedet. 23 weitere Firmen gaben zum Abschluss einer dreitägigen Konferenz am Donnerstag in Genf bekannt, der Vereinbarung in Kürze ebenfalls beitreten zu wollen. Die unter der Schirmherrschaft der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) verabschiedete Vereinbarung sieht die Ergänzung der drei wichtigsten bisherigen Anschriftenkürzel (.com, net, org) um sieben weitere Kürzel (.firm, .store, .web, .arts, .rec, .info und .nom) ab dem kommenden Herbst vor. Die Neuerung soll in erster Linie zur Entlastung der bestehenden Kürzel führen, die bereits von über einer Million Personen benutzt werden. Die Grundsatzvereinbarung sieht ferner die Beendigung der Monopolstellung der US-Firma Network Solutions Incorporation (NSI) vor, die bislang alle Registrierungen unter den drei bisher existierenden Kürzeln gegen Gebühr vornahm. Die Vereinbarung sieht zudem erste Schritte zum Schutz von Marken- und Firmennamen in Adressnamen vor. Bei Streitfällen soll ein Schiedsgericht angerufen werden können. dpa 1. Mai 1997

    Account@:

    Die Bezeichnung, die vor allem bei e-mail-Adressen links von @ = at steht ist meistens die Bezeichnung für ein bestimmtes User-Account. Es ist auch möglich, bestimmten Funktionen solche User-Namen zuzuordnen,

    z.B. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

    Wenn man dorthin eine e-mail z.B. mit dem Text info oder help schickt, bekommt man automatisch entsprechende Informationen zugesandt.

    Hinweise zum Namen:

  • der Name gibt zwar meist eine Institution an, die für den betreffenden Host bzw. die Zuordnung des Namens für den betreffenden Host zuständig ist. Der Name sagt aber nichts über den geographischen Standort des Rechners. So könnte z.B. ein Domainname einer amerikanischen Universität einen Rechner in Australien bezeichnen
  • die Teile eines Namens sagen auch nicht unbedingt etwas aus über das Netzwerk, dem der Rechner angehört. Zwei Rechner mit gleichen Subdomains können in verschiedenen Netzwerken sein
  • es ist im Allgemeinen besser, DNS-Namen zu notieren als IP-Adressen. Wenn z.B. der Computer für eine bestimmte Dienstleistung in ein anderes Gebäude kommt, kann sich seine Netzwerknummer und damit die IP-Adresse ändern, sein DNS-Name bleibt aber oft gleich
  • Für die Bildung von Domain Names gelten folgende Regeln:

  • der gesamte Domainname mit allen Subdomains darf nicht länger als 255 Zeichen sein
  • jede einzelne Teildomain darf maximal 63 Zeichen lang sein
  • das erste Zeichen in einem Domainnamen muss einer der Buchstaben a - z oder A - Z sein
  • alle anderen Zeichen müssen entweder Buchstaben (A - Z, a- z), Ziffern (0 bis 9) oder der Bindestrich "-" sein. Andere Sonderzeichen, Spatien oder Umlaute sind nicht erlaubt
  • die Groß- und Kleinschreibung wird beibehalten, aber ignoriert (http://WWW.Payer.DE wird gleich behandelt wie http://www.payer.de ; dies gilt aber nicht für die Pfadangaben: diese sind case sensitive!)
  • Die Vergabe der Domain Names muss, damit jeder Domain Name einmalig bleibt, reguliert werden:

  • die .de-Domains werden verwaltet von DE-NIC -- Deutsches Network Information Center [URL: http://www.nic.de/]. DE-NIC ist eine eingetragene Genossenschaft von Internet Service Providers (ISP). Die ab April 1999 gültigen Registrierungstarife für .de-Domains sind:
  • Registrierung: DM 232. -

    Verlängerung der Registrierung pro Jahr: DM 116.-

  • bis Herbst 1998 war für die Koordination der IP- und DNS-Vergabe die IANA -- Internet Assigned Number Authority (URL: http://www.iana.org/) zuständig. Die Vergabe der kommerziellen generischen Domains .com, .org, .net hatte die US-Regierung 1993 exklusiv an die börsennotierte Gesellschaft Network Solutions Inc. (NSI) (URL: http://www.networksolutions.com/) übertragen: InterNIC (Internet Network Information Center) war ein gemeinsames Unternehmen der US NSF (National Science Foundation) mit AT&T und Network Solutions Inc. s. http://www.networksolutions.com/internic/internic.html
  • Root Server System Advisory Committee

    Protocol Supporting Organization (PSO)

    Adress Supporting Organization (ASO) und

    Domain Names Supporting Organization (DNSO)

  • weltweit: CORE Council of Internet Registrars. -- URL: http://www.corenic.net.
  • USA: America Online. -- URL: http://www.aol.com.
  • USA: register.com . -- URL: http://www.register.com.

  • Frankreich: France Telecom/Oleane. -- URL: http://www.oleane.com.
  • Australien: Melbourne IT. -- URL: http://www.ina.com.au.
  • Da kein Domain Name Server alle Internet-Adressen enthält, gibt es ein ausgeklügeltes System, wie Domain Name Servers bei anderen Servern nach Adressen nachfragen. So kommt es auch, dass ein Domain Name Server, der zunächst mit Host unknown antwortet, nach einiger Zeit (Stunden oder Tagen) die Adresse des betreffenden Host in sein Verzeichnis aufgenommen hat.

    Im Einzelnen:

    Wenn ein lokaler DNS Server die Anfrage nach der IP-Adresse für einen Namen erhält, für den er keine Information hat, dann leitet er die Anfrage an einen Authoritative Server weiter. Ein Authoritative Server ist ein Server, der verantwortlich ist, für eine bestimmte Domain DNS-Informationen auf dem Laufenden zu halten. Wenn der Authoritative Server antwortet, speichert der lokale DNS Server die Information. Wenn der lokale DNS Server wieder eine Anfrage nach derselben IP-Adresse erhält, beantwortet er selbst die Anfrage.

    Die Authoritative Servers sind nach der Domain-Hierarchie gegliedert. Die in der Domain-Hierarchie höher stehenden Authoritative Servers haben nicht Informationen über alle darunter stehenden Domains, sie "wissen" aber, welche Authoritative Server auf einer niedrigeren Hierarchiestufe zuständig sind bzw. weiterhelfen können.

    Beispiel:

    **

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Abb.: Diagramm zum Verständnis der Beispiels

    Der Resolver muss den Namen girigiri.grmpa.gov.au in eine IP-Adresse umwandeln. Ablauf:

    Ein Programm mit dem man -- z.B. bei auftretenden Problemen -- das Vorgehen des Resolvers und des Local Name Server simulieren kann ist nslookup (Bestandteil des BIND-Paketes, aber z.B. auch in einer Version für MS-Windows erhältlich).

    Ein Web-Interface für nslookup ist:

    http://ipalloc.utah.edu/HTML_Docs/NSLookup.html.

    Auf UNIX-Systemen ist DNS meist durch die Software BIND -- Berkeley Internet Name Domain implementiert.

    Routing Information Protocol (RIP):

    Mittels RIP erfüllen Router folgende Aufgaben:

    Bestimmung der günstigsten Route

    Anforderung von Routing-Information von anderen Routern

    Routing-Information auf Anforderung an andere Router weitergeben

    regelmäßig (mindestens alle 180 Sekunden) die eigene Existenz an andere Router weitermelden, sodass andere Router über die Internetzwerk-Konfiguration auf dem Laufenden bleiben

    an andere Router weitermelden, wenn eine Veränderung in der Internetzwerk-Konfiguration entdeckt wird

    BOOTP -- BOOTstrap Protocol:

    RFC 951.

    TCP Port 67

    BOOTP übermittelt einer Workstation die IP-Adresse und sonstige Informationen zum Booten einer Internetverbindung. BOOTP kann z.B. von Workstations (PCs) verwendet werden, die über PPP/SLIP mit dem Internet verbunden sind.

    SASE -- Specific Application Service Elements im Internet:

    Im Internet als User Protocols bezeichnet: Protokolle für Dienstleistungen direkt an den Benutzer:

    Adressdienste
    Finger

    RFC 1288.

    TCP Port 79

    Finger kann neben der Übermittlung von Adressdiensten (z.B. voller Name zu bestimmter e-mail-Adresse) auch dazu verwendet werden, kurze Informationen wie Börsenquoten oder Wettermeldungen zu übermitteln. Jeder Benutzer auf einem System kann in seinem Home Directory ein .plan File plazieren. Dieses File ist allen zugänglich, die sein Login fingern. Der Vorteil von Finger ist also, dass jeder Benutzer Information zugänglich machen kann, nicht nur der Systemverwalter. Es gibt in UNIX Möglichkeiten, die Informationen in .plan immer automatisch auf dem aktuellsten Stand zu halten.

    Beispiel:

    finger Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
    Antwort: der gegenwärtige Füllzustand eines Getränkeautomaten

    finger Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
    Antwort: Zustand des SWB

    WHOIS

    RFC 954.

    TCP Port 43

    Das WHOIS-System sammelte Namen und Adressen in einem Computer, solche WHOIS server sind teilweise noch zu finden

    Web-Interface to WHOIS: URL: http://www.networksolutions.com/cgi-bin/whois/whois. [Ermöglicht Zugang zu WHOIS  über das WWW]

    WHOIS zu .de-Domains ermöglicht:

    http://www.denic.de/servlet/Whois.

    Auf die Anfrage nach der Domain hbi-stuttgart.de erhält man (am 24.6.1999) z.B. folgende Auskunft:

    Domainname:

    hbi-stuttgart.de

    Domaininhaber:

    Fachhochschule Stuttgart
    Hochschule fuer Bibliotheks- und Informationswesen
    Feuerbacher Heide 38-42
    D-70192 Stuttgart
    Germany

    Admin-c:

    BH5-RIPE

    Tech-c:

    HJC1-RIPE

    Zone-c:

    HJC1-RIPE

    Nameserver:

    noc.belwue.de

    Nameserver:

    sun0.urz.uni-heidelberg.de

    Nameserver:

    sun1.urz.uni-heidelberg.de

    Status:

    connect

    Stand:

    Wed Jun 23 14:25:27 CEST 1999

    Personendaten

    Name:

    Bernhard Huetter

    Kontakttyp:

    Person

    Adresse:

    Fachhochschule fuer Bibliothekswesen Stuttgart
    Wolframstrasse 32
    D-70191 Stuttgart
    Germany

    Telefon:

    +49 711 25706 35

    Telefax:

    +49 711 25706 47

    E-Mail:

    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

    NIC-Handle:

    BH5-RIPE

    Plus ein ähnlicher Eintrag für Hans-Joachim Czech.

    USENET User List:

    Jedes USENET-Posting läuft aus Forschungsgründen automatisch durch die MIT-Server. Dort sammelt ein Programm alle Namen und Adressen derer, die irgendeinmal irgendetwas im USENET gepostet haben und baut damit eine Adress-Datenbank auf.

    Zugang:

    http://usenet-addresses.mit.edu/

    e-mail

    WWW:

    Homepage des Internet Mail Consortium. -- URL: http://www.imc.org/.["The Internet Mail Consortium is the only international organization focused on cooperatively managing and promoting the rapidly-expanding world of electronic mail on the Internet. The goals of the IMC include greatly expanding the role of mail on the Internet into areas such as commerce and entertainment, advancing new Internet mail technologies, and making it easier for all Internet users, particularly novices, to get the most out of this growing communications medium."]

    Übersicht:

    E-Mail ist der im Internet am häufigsten benutzte Dienst. Man kann Briefe auch in andere Netze schicken und von dort empfangen, z.B. über CompuServe oder AOL. (Das Empfangen ist der schwierigere Teil, da dann der eigene Computer ein Server wird und immer bereit stehen müsste.)

    Um Post jederzeit zu empfangen, richtet man in Organisationen PC-mail-Systeme ein (HBI: Pegasus): es wird ein Rechner als Server dediziert, der ständig e-mails empfängt. Von diesem holt dann der einzelne Mitarbeiter sich seine Post ab. (Bitte beachten, dass gelesene Post weiterhin auf der Festplatte des Servers liegt. Man sollte auch mal löschen oder die Dateien herunterladen!)

    Privatleute zu Hause haben die Möglichkeit sich Platz in einer Mailbox oder einem Internethost zu reservieren. Man holt dann bei Gelegenheit die Post dort ab.

    Um sicher zu gehen, dass die Mails überall gelesen werden können, muss man sich an den US-ASCII-Code halten (also keine deutschen Umlaute und ß).

    Die Kopffelder einer e-mail:

    RFC 822 Standard for the format of ARPA Internet text messages (1982).

    Ergänzungen:

    RFC 1327.

    RFC 1138.

    RFC 1148.

    RFC 822 definiert u.a. die obligatorischen und optionellen Felder im Header einer e-mail.

    Die wichtigsten Felder sind:

    To: Adresse des Empfängers

    Date: Datum und Zeit der Abfassung der e-mail. Vom Computer automatisch hinzugefügt

    From: Adresse und Name des Absenders. Normalerweise vom Computer hinzugefügt

    Subject: Gegenstand der Nachricht

    Mail reply to: Wenn die Adresse für die Antwort verschieden ist von der Absenderadresse. z.B., wenn der Absender ein Dialup-IP Account hat und die Antwort an einen POP oder IMAP Server gehen soll

    Keywords: optionell, Schlagworte zum Inhalt der Nachricht

    Cc: Carbon copy = Kopie an ... Achtung: eine Antwort auf eine Cc-Nachricht geht ebenfalls an alle Cc-Empfänger

    Bcc: Blind carbon copy = Kopie an ... Im Unterschied zu Cc: erfahren die Empfänger nicht, an wen sonst noch die Nachricht verschickt wurde. Auch wird eine Antwort auf eine Bcc-Nachricht nur an den Absender geschickt, nicht an die anderen Empfänger der Bcc-Nachricht

    Fcc: Folder copy: Kopie der Nachricht in Ablage des Absenders. Nicht in RFC 822, aber Teil vieler e-mail-Programme

    SMTP -- Simple Mail Transfer Protocol:

    RFC 821, Standard.

    TCP Port 25

    Das Protokoll für e-mail im Internet ist SMTP (Simple Mail Transfer Protocol). Es geht davon aus, dass alle Rechner im Internet jederzeit zum Empfangen und Versenden bereit stehen.

    SMTP: siehe auch Kapitel Netzwerk Protokolle - SMTP

    MIME -- Multipurpose Internet Mail Extensions:

    RFC 1341.

    MIME ermöglicht e-mail mit

    unterschiedlichen Teilen (multipart)

    unterschiedlichen Datentypen (multimedia) (z.B. Text, Graphik, Audio, Video)

    Da nun aber nicht jeder Rechner und jedes Netz solche Dateien bearbeiten kann, wandelt MIME grundsätzlich alle Dateien in ASCII-Dateien um. Content-Type-Header definieren die Datentypen. Entsprechend konfigurierte Reader leiten die jeweiligen Teile der entsprechenden Software zur Bearbeitung zu.

    Sollten Sie einen Geburtstagsgruß mit Gesang erhalten, müssten Sie eine Soundkarte und entsprechende Software haben, um den Gesang zu genießen.

    Content Type Header:

    Format:

    Content-type: type/subtype

    Types:

    image

    audio

    text

    video

    application [Anwendungen, wie Komprimierungsprogramme, MS Word u.ä.]

    multipart [= aus unterschiedlichen Teilen bestehend]

    message [= message nach dem alten mail-Protokoll RFC 822]

    model z.B. VRML

    x- [selbstdefiniert, die entsprechenden subtypes werden durch x- gekennzeichnet]

    Die folgende Liste nennt einige der wichtigeren offiziell anerkannten Sub-types (daneben gibt es noch eine Reihe noch nicht anerkannter):

    Media type

    Sub-type

    application mathematica, msword, octet-stream, pdf, pgp-encrypted, pgp-keys, pgp-signature, postscript, vnd.3m.post-it-notes, vnd.framemaker, vnd.lotus-1-2-3, vnd.ms-excel, vnd.ms-powerpoint, vnd.ms-project, vnd.ms-works, vnd.visio, wordperfect5.1, zip
    audio 32kadpcm basic, vnd.qcelp,
    image cgm, gif, jpeg, png, tiff,
    message delivery-status, http, news, rfc822
    model vrml
    multipart alternative, digest, encrypted, fmixed, parallel, voice-message
    text css, html, plain,, richtext, rtf, sgml,
    video mpeg, quicktime

    Vollständige Liste: http://www.qnx.com/~chrish/Be/info/mime-types.html.

    Beispiele für MIME Content-types:

    message/rfc822

    application/zip

    audio/x-wav

    image/gif

    text/html

    video/mpeg

    application/mathematica

    model/vrml

    Weiterführende Ressourcen

    Virtual Libraries:

    MIME. -- URL: http://www.stars.com/Vlib/Authoring/MIME.html.

    S/MIME:

    S/MIME (Secure MIME) ist eine RSA Data Security Specification für verschlüsselte e-mails. Zu Einzelheiten siehe die weiterführenden Ressourcen

    Weiterführende Ressourcen zu S/MIME:

    POP-3 -- Post Office Protocol, version 3

    RFC 1225

    TCP Port 110

    POP -- Post Office Protocols ermöglichen, dass die e-mail an einen zentralen Computer geschickt wird, und dass der Adressat diese e-mail auf seinen eigenen Computer (PC) laden kann, wann es ihm passt. Ein Client-Programm verbindet dann mit dem zentralen mail-Computer und lädt die ganze wartende e-mail herunter. Es gab einige Zeit nebeneinander zwei miteinander nicht kompatible POPs: POP-2 und POP-3, schließlich hat sich POP-3 durchgesetzt und POP-2 ist jetzt obsolete.

    Weiterführende Ressourcen zu POP-3:

    IMAP4-- Interactive Mail Access Protocol:

    Version 3: RFC 1203

    Version 4:

    RFC 1730

    RFC 1731

    RFC 1732

    RFC 1733

    TCP Port 220

    IMAP erlaubt im remote access die Verwaltung von Mail Boxes. Ein IMAP-Client hat Zugriff auf e-mail folders auf einem IMAP-Server. IMAP4 hat gegenüber POP3 mehr Möglichkeiten:

    hierarchische Mailboxen (Postfächer, Folder) können auf dem Server eingerichtet werden:

    z.B.:

    Geschäftliches\Rechnungen
    Geschäftliches\Angebote
    Privates\Lieblinge\Ehemann
    Privates\Lieblinge\Katzen

    In Postfachnamen können auch Nicht-ASCII-Zeichen nach UNICODE verwendet werden. Sie werden so kodiert: &[Code]- , z.B. &ZeV3Ur88- für den chinesischen Namen "Ling"

    selektiver Zugriff auf jede dieser Mailboxen ist möglich

    man kann externe Ressourcen, z.B. Newsgroups, Lotus-Notes einsehen, falls man dazu berechtigt ist

    man kann sich einzeln Nachrichtenstatus, Header und Struktur abrufen

    bei e-mail mit Attachements kann der Nachrichtentext allein oder einzelne Teile der Attachements herunter geladen werden

    man kann auf dem Server den Nachrichtenstatus verändern.
    Als Nachrichtenstatus sind folgende Attribute vorgesehen:

    \Seen = Nachricht wurde bereits gelesen

    \Answered = Nachricht wurde bereits beantwortet

    \Flagged = Hervorhebung wichtiger oder dringender Nachrichten

    \Deleted = Nachricht wurde zum Löschen markiert

    \Draft = Entwurf

    \Recent = neue Nachricht

    man kann auf Server Speichern, Kopieren und Löschen

    man kann Nachrichten auf dem Server durchsuchen

    Deswegen wird IMAP4 oft der Vorzug vor POP gegeben. Allerdings konnte sich IMAP4 und seine Vorgänger noch nicht so recht durchsetzen. Das liegt vor allem daran, dass IMAP4 in der Praxis recht langsam ist, und dass der Ressourcenbedarf für den Provider deutlich höher ist als bei POP3. Alle wichtige Software für Mail-Clients und Mail-Server unterstützt aber IMAP4.

    Weiterführende Ressourcen zu IMAP4:

    WWW:

  • The IMAP connection / University of Washington. -- URL: http://www.imap.org/
  • Spamming:

    Mit "spam" [wörtlich "Dosenfleisch"] bezeichnet man unerwünschte postwurfartige e-mail bzw. Postings im USENET.

    Die wichtigsten Formen von e-mail-spam sind:

  • unangeforderte Werbesendungen (auch als junk mail bezeichnet)
  • unangeforderte sonstige Postwurfsendungen (z.B. politischen Inhalts oder einfach als Belästigung gedacht)
  • Kettenbriefe und Verkaufspyramiden: "Mach schnell Geld -- den letzten beißen die Hunde"
  • Angriffe auf den guten Ruf: unter dem Namen eines anderen (z.B. Geschäftskonkurrenten) versendet man Postwurfsendungen, damit die Empfänger sich über den angeblichen Absender ärgern und sich beschweren u.dgl.
  • Spamming ist ein ernsthaftes Problem sowohl für Internet Service Provider (hoher Ressourcenverbrauch!) als auch für die Empfänger des spam: nach verschiedenen Schätzungen ist 15% bis 35% des e-mail-Verkehrs auf dem Internet spam!

    Als Gegenmittel gegen spam sind zu empfehlen:

    Weiterführende Ressourcen zu Spamming:

    Voice Mail over Internet:

    Voice Mail wird an e-mail als MIME-Attachement angehängt. Folgende Organisation arbeitet an einem Standard Voice Profile for Internet Mail (VPIM):

    Voice Profile for Internet Mail Work Group der Electronic Messaging Association (EMA). -- URL: http://www.ema.org/vpimdir/index.html
    ["The goals of the Voice Profile for Internet Mail Work Group include establishing an internationally accepted standard profile of ESMTP/MIME to allow the interexchange of voice and fax messages between voice messaging systems; ensuring that this profile also allows interexchange with non-voice messaging MIME compatible email systems, establishing a directory service to support lookup of the routable address, and establishing a defined mapping specification with other voice messaging."]

    Auf e-mail basierend:

    Über einfache e-mail hat man über entsprechende kostenlose Mailingdienste Zugang zum WWW und dem übrigen Internet. Dies ist besonders für Länder, in denen es kaum Internet Service Provider gibt und/oder ein voller Internetzugang an den horrenden Telekommunikationskosten scheitert (Entwicklungsländer, besonders Afrikas!).

    Mailing Lists:

    Mailing-Listen nutzen die Möglichkeiten der e-mail aus, indem man eine Botschaft an eine solche Liste schickt, die dann wiederum diese Botschaft an eine Liste von Leuten verschickt. Man meldet sich also bei einer Liste, für deren Thema man sich interessiert, an und erhält von da an sämtliche eingehenden Briefe zu diesem Thema. Da für diese Mailing-Listen kein zusätzliches Protokoll nötig ist, kann man sich netzübergreifend an solchen Listen beteiligen.

    Weiterführende Ressourcen:

    WWW:

  • Mailing lists on the Net / Internet Resource Database. URL: http://www.internetdatabase.com/maillist.htm. -- [Verzeichnis von über 7300 Mailinglists]
  • Publicly accessible mailing lists / Stephanie da Silva. URL: http://www.neosoft.com/internet/paml/default.html
  • TILE.NET/LISTS. -- URL: http://tile.net/lists/[Verzeichnisse mit Beschreibung der Mailinglisten sowie thematische Suchmaschine]
  • Liszt, the mailing list directory. -- URL: http://www.liszt.com/
  • Arten von Mailing-Listen:

    Es gibt moderierte und unmoderierte Mailing-Listen: in den unmoderierten läuft ein Programm, das automatisch jede an die Liste adressierte Mail unverzüglich weiterschickt. Bei der moderierten Liste werden die Einzelbeiträge an den Moderator der Liste gesendet, dieser wählt aus (z.B. ob der Brief zum Thema der Liste passt).

    Server-Programme für Mailing-Listen:

    Die gebräuchlichsten Server-Programme für Mailing-Listen sind:

    LISTSERV

    Majordomo

    Listproc

     LISTSERV:

    Ein Beispiel für Programme, die solche Mailing-Listen verwalten, ist LISTSERV.

    LISTSERV wurde 1986 entwickelt vom BITNET Information Centre (BITNIC), um Nachrichten an Teilnehmer einer Liste zu senden. Dieser Server konnte eine große Anzahl solcher Listen managen, d.h. die unterschiedlichen Teilnehmern der unterschiedlichen Listen können richtig zugeordnet werden. Inzwischen sind viele dieser LISTSERV-Server eingesetzt. Man meldet sich also beim LISTSERV-Server, um automatisch einer gewünschten Liste hinzugefügt zu werden (z.B. autocat für Katalogisierer, usmarc, coopcat für Fragen der Verbundkatalogisierung). Da die LISTSERV-Server miteinander kommunizieren, könnte man sich für alle Listen in einem Vorgang anmelden.

    Weitere Funktionen von LISTSERV:

  • zusätzlich zur Mailing-Funktion verwalten die Server zu jeder Liste eine Datenbank. Diese enthält jede Botschaft, die einmal über die Liste versendet wurde, meistens list archive genannt. Das ist sehr hilfreich, wenn zu viele Nachrichten kommen (z.B. in Liste "Telecommunications" täglich etwa 2000). Im Archiv kann man sachlich suchen.
  • Auf LISTSERV: man kann zugreifen über e-mail:

    Botschaften, die man den anderen Teilnehmern zukommen lassen will, werden direkt an die Liste geschickt. Geht es um die Aufnahme in die Liste, wende man sich an den LISTSERV-Server.

    Weitere wichtige Befehle:

    set <list> nomail bei Urlaub

    set <list> mail wenn der Urlaub vorbei ist

    set <list> digest statt jede Nachricht einzeln zugesandt zu bekommen, werden die Nachrichten z.B. eines Tages zusammengefasst und als Digest geschickt. Spart Speicherplatz, da der Kopfteil nur einmal geschickt wird

    unsub <list> wenn man genug hat (unsubscribe)

    Wie erfährt man, wo eine Liste vorhanden ist? Entweder durch Hinweis in der Literatur oder durch Suche, am besten in:

    http://www.lsoft.com/lists/LIST_Q.html

    Welche Themen werden behandelt? Nahezu alles zu Forschung und Lehre.

    Weiterführende Ressourcen zu LISTSERV:

    LISTSERV® – The mailing list management classic. -- http://www.lsoft.com/listserv.stm.

    Listproc:

    Listproc ist ein Mailing-List-System für UNIX. Seine Befehle sind im allgemeinen dieselben wie für LISTSERV.

    Weiterführende Ressourcen zu Listproc:

    ListProcessor : List-Management and File-Distribution System / CREN. -- URL: http://www.cren.net/listproc/docs/index.html.[User Manual u.ä.]

    MajorDomo:

    MajorDomo ist ein Mailing-List-System für UNIX. Im Unterschied zu LISTSERV sind MajorDomo-Systeme nicht miteinander verbunden, sodass man nur beim jeweiligen System subskribieren usw. kann.

    Die wichtigsten Majordomo-Kommandos sind:

    subscribe [Listenname]

    unsubscribe [Listenname]

    help

    who [Listenname] = gibt alle eingetragenen Teilnehmer der Liste aus

    index [Listenname] = Auflistung aller Archivdateien

    Weiterführende Ressourcen zu Majordomo:

    Newsletter:

    Ein Newsletter ist im Gegensatz zu einer Mailingliste kein interaktives Diskussionsforum, sondern ein Eine-zu-Viele-Verteiler. Ein Newsletter ist mit einer Mailingliste vergleichbar, bei der viele Funktionen nicht benutzt werden bzw. sogar unerwünscht sind. Deshalb empfiehlt es sich meist, für Newsletter nicht die Mailinglisten-Software zu verwenden, sondern spezielle Lösungen. Als Newsletter können z.B. Inhaltsverzeichnisse von elektronischen Zeitschriften versandt werden.

    Virtual Terminals: Telnet (remote login):

    RFC 854, Standard

    RFC 855, Standard

    TCP Port 23

    Telnet (remote login) schafft ein virtuelles zeichenbezogenes Terminal.

    Sicherheitsproblem bei Telnet: Telnet verwendet Klartext, sodass auf der ganzen Route User-Name und Passwort abgefangen werden können.

    Telnet ist ein Protokoll, mit dessen Hilfe ein PC mit einem entfernten Rechner kommunizieren kann. Der eigene PC wird zu einem Network Virtual Terminal, d.h. er benimmt sich wie ein Terminal des fremden Rechners. Im Normalfall wird die Terminalemulation VT 100 verlangt. Sobald man eingeloggt ist, muss man die Sprache des fremden Rechners sprechen.

    Telnet ist damit das wichtigste Protokoll für die Abfrage von entfernten OPAC's. Weil es sehr mühsam ist, alle die unterschiedlichen Sprachen zu beherrschen, gibt es große Bemühungen per Programm zu erreichen, dass man mit einer (und zwar mit der eigenen gewohnten) Sprache in allen entsprechenden Datenbanken arbeiten kann: s. Z39.50 in den USA bzw. S+R bei uns.

    Weiter ist bei Telnet zu beachten: Beim Einloggen in eine IBM-Mainframe ist als Protokoll tn 3270 zu verwenden.

    Nicht alle Datenbanken lassen kostenlose Telnet-sessions zu z.B. OCLC mit OLUC.

    Wichtige telnet Befehle (auf vielen UNIX-Systemen):

    open N.N. open connection zu N.N.

    close close connection

    quit beendet telnet-Programm

    ? Hilfe

    Hytelnet:

    Ein guter Führer zu Telnet-Resourcen (vor allem auch Bibliothekskataloge!) ist (bzw. war) Hytelnet:

    http://galaxy.einet.net/hytelnet/HYTELNET.html

    HYTELNET on the WorldWideWeb. -- http://www.lights.com/hytelnet/

    Es handelt sich dabei um eine Liste in Hypertext mit Adressen öffentlich zugänglicher Bibliothekskataloge und anderer Datenbanken. Hytelnet wird aber seit Ende 1997 nicht mehr aktualisiert! (s. Hytelent is closing down. -- URL: http://www.lights.com/hytelnet/closing.html.

    IRC -- Internet Relay Chat:

    RFC 1459

    TCP Port 6667

    IRC ist ein weltweites Teleconferencing system, besser ein Schwätzle-Netzwerk. IRC ist in Kanäle eingeteilt. Sobald man einen Kanal gewählt hat (join), wird alles, was man eintippt, sofort an die anderen Teilnehmer in diesem Kanal geschickt. IRC ist also ein offenes Konferenzsystem. IRC ist über IRC-Client-Programme zugänglich.

    Weiterführende Ressourcen:

  • Chatset. -- URL: http://chat.web.de/[Chatset, die "Suchmaschine für den weltweiten Chat mit einfachem Zugang zu mehr als 10.000 Channels auf 35 Netzwerken, einer Channel - Suchmaschine durch alle Kanäle, Java basiertem IRC-Client", ein sehr guter Einstig ins Chatten]
  • IRC. -- URL:http://irc.pages.de/[Bietet gute Informationen über IRC, ein guter Einstiegspunkt für Anfänger]
  • EFnet #IRChelp help archive. -- URL: http://www.irchelp.org/["The most complete Internet Relay Chat (IRC) help site: 800+ helpful files incl. FAQs, primers, guides, downloadable clients & scripts, server lists, etc."]
  • MUD -- Multiuser Dungeons:

    MUD -- Multiuser Dungeons (wörtl. "Burgverlies für mehrere Anwender"), auch Interactive multi-user-realities genannt, sind Abenteuer- und Rollenspiele für viele Teilnehmer. MUDs basieren auf Telnet, doch gibt es auch spezielle Clients für MUDs.

    Hauptarten von MUDs:

    Wettbewerb- und Kampf-orientierte MUDs: LPMUD, AberMUD, DikuMUD

    Sozial-orientierte MUDs (Rollenspiele): TinyMUD, TinyMUSH, TinyMUCK, TinyMOO

    Schwätzle-Spiele: IRC (s.oben), Havens

    Internet-Echtzeit-Fernsprechen (Voice over IP):

    Seit Anfang 1995 setzt sich wegen der geringen Kosten Echtzeit-Telephonie über das Internet (Voice over IP, VoIP) durch. Grundsätzlich gibt es drei Arten der Internet-Telefonie:

    mit Mikrofon, Soundkarte und Telefoniesoftware ausgestattete PCs, die direkt über das Internet miteinander kommunizieren

    Verbindung von mit Internet verbundenem PC zu über das öffentliche Telefonnetz verbundenem herkömmlichen Telefon

    Verbindung zwischen zwei herkömmlichen Telefonen, die über öffentliches Telefon mit Internet verbunden sind

    Das Verfahren ist in allen drei Fällen im Prinzip gleich:

    Sprache wird in Datenpakete umgewandelt: dazu sind Kompressionstechniken nötig (Standards: H.323, G723.1, G.729 der ITU -- International Telecommunications Union)

    der Aufbau der VoIP-Verbindung erfolgt über TCP (Transmission Control Protocol)

    Datenübertragung geschieht über UDP (User Datagram Protocol), da dieses recht schnell ist

    Verlorengegangene Datenpakete werden nicht nachgefordert, sondern durch die Software interpoliert

    "Probleme kann etwa die unter IP nicht gewährleistete Dienstequalität hervorrufen. Sprachübertragungen sind sehr empfindlich, bereits kleinste Verzögerungen oder Hall werden von Gesprächspartnern als störend empfunden, vom Abbrechen der Verbindung ganz zu schweigen. Anders als beim geswitchten Telefonnetz stehen unter IP keine dedizierten Leitungswege für die Vermittlung der Sprache zur Verfügung. Da Router oder Switches von sich aus nicht erkennen können, ob ein IP-Paket Sprache oder Daten enthält, teilen sich IP-Telefonate und Datenübertragungen prinzipiell gleichberechtigt die Transferwege. Bei Bandbreitenengpässen können also leicht auch Sprachpakete verloren gehen, was möglichst vermieden werden soll. Dem lässt sich etwa durch Verfahren entgegenwirken, die IP-Übertragungen bestimmte Dienstequalitäten (Quality of Service = QoS) etwa durch das Setzen bestimmter Signal-Bits im IP-Header zuweisen. Obwohl sich unter anderem die Internet Engineering Task Force (IETF) um die Standardisierung entsprechender Techniken bemüht, kochen die Hersteller hier derzeit noch ihre eigenen Süppchen. Probleme können daher auftauchen, wenn Funktionen etwa zur Bandbreitenreservierung für bestimmte Übertragungen via Resource Reservation Protocol (RSVP) herstellerübergreifend implementiert werden sollen."

    Weiterführende Ressourcen zu Internet-Telefonie:

    Organisationen:

  • MIT Internet & Telecoms Convergence Consortium (ITC). -- URL: http://itel.mit.edu/ ["The MIT Internet & Telecoms Convergence Consortium (ITC) consists of member firms and selected academics who collaborate on research into technical, economic, strategic and policy issues that arise from the convergence of telecommunications and the Internet."]
  • EP TIPHON -- Telecommunications and Internet Protocol
    Harmonization Over Networks / ETSI (European Telecommunications Standards Institute). --
    URL: http://www.etsi.org/TIPHON/. ["The project's objective is to support the market for voice communication and related voiceband communication (such as facsimile) between users. It will ensure that users connected to IP based networks can communicate with users in Switched Circuit Networks (SCN - such as PSTN /ISDN and GSM), and vice versa. As well as between users in SCN, where IP-based networks are used for connection/trunking between the SCN involved. The support comes in the production of appropriate ETSI deliverables: technical specifications and reports. In addition, the activity will include validation and demonstrations, in order to confirm the appropriateness of the solutions proposed."]

  • FAQ:

    http://www.virtual-voice.com/FAQS/index.html

    Internet-Video-Konferenzen:

    Programme wie CUSeeMe (=Can you see me) ermöglichen Echtzeit-Video-Konferenzen über das Internet mit geringen Kosten für die Grundausrüstung. Für Videokonferenzen hat die ITU (International Telecommunications Union) den Standard H.323 erlassen. Internet-Videokonferencing hat in verstärktem Masse die oben für Internet-Telefonie genannten Probleme.

    Weiterführende Ressourcen zu Internet-Videokonferenzen:

    Organisationen:

    The International Multimedia Teleconferencing Consortium, Inc. (IMTC). -- URL: http://www.imtc.org/ ["The International Multimedia Teleconferencing Consortium, Inc. (IMTC) is a non-profit corporation comprising more than 150 companies from around the globe. The IMTC's mission is to promote, encourage, and facilitate the development and implementation of interoperable multimedia teleconferencing solutions based on open international standards."]

    International Teleconferencin Association (ITCA). -- URL: http://www.itca.org/

    File transfer:

    (FTP: siehe auch Netzwerk Protokolle - FTP )

    FTP -- File Transfer Protocol

    RFC 959, Standard

    TCP Port 21

    FTP errichtet zwei Verbindungen nach TCP zwischen Server und Client:

    eine Verbindung zur Kontrolle der Verbindung: wird während der ganzen FTP-Sitzung aufrecht erhalten

    eine Verbindung zum Datentransfer (File transfer): wird bei aktuellem Bedarf auf- und abgebaut

    Während Telnet das aktive Arbeiten mit dem fremden Computer erlaubt, ermöglicht FTP nur das Lesen der Dateinamen und Directories, das Herunterladen und das Aufladen von Daten. FTP ist entwickelt worden, um besonders verlässlich Programme und andere Daten zu transportieren.

    Sowohl der eigene PC -- also der Client-Computer -- als auch der Server-Computer muss eine FTP-Software geladen haben (auf Server-Seite ein FTP daemon). In einen FTP-Server loggt man sich mit Zugangsnummer und Passwort ein, wodurch eine Verbindung für Befehle geöffnet wird. Man kann sich dann die Dateien in verschiedenen Verzeichnissen zeigen lassen. Wenn man sich eine Datei zum Herunterladen ausgewählt hat, eröffnet der FTP-Server eine zweite Verbindung entweder im binären oder im ASCII-Modus -- je nach Auswahl -- und überträgt die Daten an den PC.

    Viele FTP-Server erlauben den Zugang unter Umständen eingeschränkt auf bestimmte Texte auch ohne Passwort. Man muss dann als Login: anonymous und als Passwort die eigene Adresse angeben.

    Wichtige FTP-Befehle:

    ftp [N.N.] starte ftp [und open connection zu N.N.]

    open N.N. open connection zu N.N.

    close close connection

    disconnect close connection

    quit beendet ftp-Programm

    help Hilfe, Auflistung aller zulässigen Befehle

    ? Hilfe

    cd N.N. change directory auf N.N.

    pwd print working directory = zeige das aktive Directory

    dir Auflistung des Directory in Langform

    ls Auflistung des Directory in Kurzform

    get N.N. download File N.N.

    ascii Einstellung zur Übertragung von ASCII-Files

    binary Einstellung zur Übertragung von binären Files (sehr wichtig!)

    Weiterführende Ressourcen:

    Archie:

    Wie findet man Dateien, die auf FTP-Servern liegen?

    Archie ist ein Katalog, der die Verzeichnisse von vielen FTP-Servern enthält. Er wird täglich erneuert, indem täglich ein Teil der FTP-Server nach Änderungen abgefragt wird. Archie bietet auch einen Katalog mit Dateibeschreibungen - allerdings nur mit den Dateititeln. Es gibt verschiedene Implementationen von Archie-Client-Software, die mit Archie-Servern verbindet. Man kann auch über ein Archie-Gateway aus dem WWW auf Archie zugreifen:

    http://marvin.physik.uni-oldenburg.de/Docs/net-serv/archie-gate.html

    Archie unterhält auch eine Software Description Database mit Kurzbeschreibungen vieler über ftp zugänglicher Files. Diese Beschreibungen sind über whatis [Filename] abfragbar. Leider ist diese Datenbank sehr unvollständig. Besser ist es nach README-Files in den betreffenden Directories Ausschau zu halten.

    Trivial File Transfer Protocol:

    RFC 783

    TCP Port 691

    TFTP ist eine abgespeckte Version von FTP:

    kein Auflisten von Directories

    keine Benutzer-Authentication

    nur nackter File Transfer

    Gopher:

    Gopher0: RFC 1436

    Gopher+

    TCP Port 70

    Gopher ist eine Client/Server-Software, die in der Universität von Minnesota entwickelt wurde, um den Universitätsangehörigen einen einfachen Zugang zu Daten auf unterschiedlichen Computern der Universität zu ermöglichen. Für den Benutzer ist es nicht nötig, zu wissen, wo die Dateien liegen (das macht das Programm für ihn), für ihn sieht es aus, als ob alle Dateien an einer Stelle lägen. Das Programm hatt sich so bewährt, dass fast alle Internet-Server einen Gopher-Server anboten. Da die Software von Minnesota frei ist, hatten auch viele einzelne Personen, die Internet benutzen, sich einen persönlichen Gopher installiert. Jetzt wird allerdings Gopher durch http völlig zurückgedrängt und hat bald nur noch historische Bedeutung.

    Ein Gopher bringt auf der ersten Bildschirmseite eine sachliche Übersicht über die Angebote der Institution (einschließlich ausgewählter Zugriffe auf fremde Angebote). Wählt man einen solchen Menuepunkt aus, bekommt man im allgemeinen ein weiteres differenziertes Menue angeboten. Dieses weitere Menue kann aber durchaus schon von einem anderen Computer kommen.

    Die Verbindungen selbst dauern immer nur so lange, bis der nächste Bildschirm heruntergeladen ist. Mit jedem Auswählen eines Menuepunktes wird eine neue Verbindung aufgebaut.

    WAIS -- Wide Area Information Server:

    WAIS (Wide-Area Information Server) ist eine Möglichkeit, im Internet sachlich zu suchen. Um WAIS voll auszunutzen, benötigt man einen WAIS-Client.

    WAIS führt Stichwortsuche im Inhalt der Dokumente durch (nicht-kontextabhängige Volltextsuche). Das Interessanteste an WAIS ist Relevance feedback, d.h. das Programm teilt mit, welche der gefundenen Texte wohl der Anfrage am nächsten kommen. Die Wichtigkeit ergibt sich aus der Häufigkeit des gesuchten Stichworts im Text, die Nachbarkeit der Stichwörter, der Gebrauch des Stichworts im Text im Verhältnis zum Gebrauch im Titel usw. Sucht man sich das Passendste heraus, kann man dieses WAIS als Beispiel übergeben, damit weiteres Relevantes gesucht werden kann.

    Da WAIS nur OR-Verknüpfungen durchführen und keine Kontextbegrenzung kennt, kann man leicht eine Riesenmenge "Treffer" erhalten. WAIS ist ein verteiltes System, d.h. die Indices sind auf viele Computer thematisch verteilt, so dass man sich die Adressen der Datenbanken notieren sollte, die dem eigenen Thema entsprechen. Nicht alle öffentlichen WAIS-Server bieten dieselben Ressourcen, sodass man u.U. verschiedene Server für dieselbe Researche ausprobieren sollte.

    WAIS basiert auf dem Standard Z39.50.

    Weiterführende Ressourcen:

    Virtual Libraries:

    WAIS. -- URL: http://www.stars.com/Vlib/Location/WAIS.html

    ACAP -- Application Control Access Protocol:

    RFC 2244

    ACAP ist ein universelles Protokoll, mit dessen Hilfe der Nutzer individuelle Einstellungen auf einem Server vornehmen kann. ACAP wurde entwickelt, um aus der Ferne das Speichern von sowie den Zugriff auf Programmoptionen, Konfigurationen und Voreinstellungen auf dem Server zu ermöglichen.

    Eine Schlüsselfunktion ist die "Vererbung": Grundeinstellungen für die Konfiguration werden damit z.B. gruppenspezifisch von der Gruppe auf die einzelnen Mitglieder "vererbt".

    • im Juni 1998 gab das US-Wirtschaftministerium einen Bericht (White Paper) zu Neuregelung des DNS heraus. Darin werden die Internet-Interessengruppen aufgefordert, eine gemeinnützige (non-profit) Gesellschaft zur zentralen Verwaltung des Internet zu gründen, da es zu einer breiten Unzufriedenheit über den fehlenden Wettbewerb bei der Registrierung besonders der .com-Domain-Namen gekommen sei. Auch wird die Internet-Gemeinde in diesem White Paper aufgefordert, Vorschläge zur künftigen Finanzierung des Internet auszuarbeiten, da die US-Regierung nicht bereit sei, die Weiterentwicklung des kommerziellen Internet zu finanzieren. Als Frist für die Gründung einer solchen neuen gemeinnützigen Gesellschaft wurde der 30. September 1998 genannt: an diesem Tag lief auch der Exklusivvertrag mit Network Solutions ab.
    • "Die Gründung einer neuen Dachorganisation war mit vielen Fragen behaftet: Sollte es eine oder mehrere Organisationen geben? Wo sollten sie niedergelassen sein -- die USA und die Schweiz standen zur Debatte --, und wer sollte sie finanzieren? Fraglich war auch, wer in dem Gremium sitzen und die Kontrolle innehaben sollte. Und schließlich blieb ungewiss, ob und wie es gelingen würde, Wettbewerb in den Registrierungsprozess einziehen zu lassen."
    • Im Herbst 1998 wurde ICANN [The Internet Corporation for Assigned Names and Numbers. -- URL: http://www.icann.org/] gegründet . ICANN "ist eine Non-Profit-Organisation, der unter anderem die weltweite Vergabe von Top-Level-Domains, das Management des Root Server System, die Festlegung von Protokollparametern für das Internet und andere Aufgaben obliegen. Der ICANN steht zur Zeit Esther Dyson als Interims-Chairman vor. Dyson gilt als graue Eminenz auf dem weltweiten IT-Sektor ... Als Interims-President und Chief Executive Officer (CEO) fungiert Michael Roberts."

    • "Nach den bisherigen Überlegungen kann jede natürliche und juristische Person Mitglied bei ICANN werden. Streitpunkt ist derzeit noch der Mitgliedsbeitrag, der hoch genug sein sollte, um Karteileichen zu verhindern, aber so gering, dass sich keine Eintrittshürde für Geringverdienende ergibt.

    • Die Mitgliederversammlung hat das Recht, neun der 18 Vorstände zu wählen. Die restlichen neun Vorstände werden von den Komitees gewählt. Entsprechend den vier Kernaufgaben wurden bisher folgende Komitees eingerichtet:

    • Nur die drei letztgenannten dürfen jeweils drei weitere Vorstände stellen.

    • Finanziert wird ICANN durch die Beiträge der Domain-Name Registratoren (ca 1 US$ pro Domain-Name).

    • Die Top Level Domain .com, die bisher ausschließlich von Network Solutions Inc. (NSI) vergeben wurde, soll aufgrund eines Übertragungsvertrages der US-Regierung ab Sommer 1999 von fünf weiteren Registratoren vergeben werden können:

      1. Resolver stellt Anfrage an den für ihn zuständigen Local Name Server
      2. Local Name Server kennt diesen Namen noch nicht, stellt deshalb Anfrage an Root Name Server. Root Name Server sind Name Server, die weltweit zuständig sind für die Lokalisierung der zuständigen Domain Name Server. Weltweit gibt es z.Zt. 13 Root Name Server: den A Root Server, in den die Änderungen eingegeben werden, sowie 12 weitere (B bis M), auf die der A Root Server seine Eintragungen überträgt. Mit Ausnahme der Root Server I (Stockholm), K (London) und M (Tokio) befinden sich alle Root Server in den USA.
      3. Root Name Server sendet an Local Name Server Namen und Adressen der autoritativen Domain Name Server für die Domain .au (Australien)
      4. Local Name Server stellt nun Anfrage an einen der autoritativen Domain Name Server für .au
      5. Domain Name Server für .au sendet an Local Name Server Namen und Adressen der autoritativen Subdomain Name Server für .gov.au
      6. Local Name Server stellt nun Anfrage an einen der Subdomain Server für .gov.au
      7. Subdomain Name Server für .gov.au sender an Local Name Server Name und Adresse des autoritativen Subdomain Name Server für gbrmpa.gov.au
      8. Local Name Server stellt nun Anfrage an Subdomain Name Server für gbrmpa.gov.au
      9. Subdomain name Server für gbrmpa.gov.au hat die IP-Adresse von girigiri.gbrmpa.gov.au und sendet sie an Local Name Server
      10. Local Name Server leitet diese Antwort an Resolver weiter
      11. Resolver gibt die IP-Adresse an IP (Internet Protocol) weiter, Routing kann beginnen
      1. die eigene e-mail-Adresse für Spammer schwer zugänglich halten:

        z.B. die e-mail-Adresse durch etwas ergänzen, was ein automatischer Agent nicht erkennt, ein menschlicher Nutzer aber erkennt und entfernt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

      2. Filtern der e-mail mit entsprechenden Programmen
      3. den Spammer ausfindig machen und sich beim Spammer sowie bei seinem Internet Service Provider (ISP) beschweren (so dass ihm z.B. das Account gesperrt wird)
      z.B. Bitte um die Aufnahme in die PACS-L (Public-Access Computer Systems Forum) liste:
      e-mail an Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
      (keine Angabe des subjects)
      als Text: sub PACS-L Vorname Nachname


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