|
Sie sind Hier:
Startseite
Service
Viren und Sicherheit
Firewalls
Firewall Grundlagen:
Soll ein Verwaltungsnetz
an das Internet angeschlossen werden, so kann
dies entweder durch einen zentralen Zugang oder
durch mehrere dezentrale erfolgen. Aus Sicherheitsgründen
ist für ein (Teil ) Netz mit einheitlichem Schutzbedarf
ein zentraler Zugang vorzuziehen. Die durch
die Anbindung hervorgerufenen Sicherheitsrisiken
lassen sich durch Einsatz einer Firewall reduzieren.
Unter einer
Firewall („Brandschutzmauer“) wird eine
Schwelle zwischen zwei Netzen verstanden, die
überwunden werden muss, um Systeme im jeweils
anderen Netz zu erreichen. Die Hauptaufgabe
einer Firewall besteht darin, zu erreichen,
dass jeweils nur zugelassene netzübergreifende
Aktivitäten möglich sind und dass Missbrauchsversuche
frühzeitig erkannt werden. Üblicherweise wird
dabei davon ausgegangen, dass die Teilnehmer
des internen Netzes (hier: des Verwaltungsnetzes)
vertrauenswürdiger sind als die Teilnehmer des
externen Netzes (hier: des Internet). Gleichwohl
sind Firewall - Lösungen auch geeignet, die
„grenzüberschreitenden“ Aktivitäten der internen
Nutzer, d. h. den Übergang zwischen verschiedenen
Teilnetzen (z. B. Ressortnetze) innerhalb eines
Verwaltungsnetzes zu begrenzen. Mit Hilfe von
Firewall - Systemen lassen sich die vorher in
der Kommunikationsanalyse definierten Anforderungen
weitgehend technisch erzwingen (Policy - Enforcer).
Charakteristika
von Firewall - Systemen:Firewalls weisen
die folgenden Charakteristika auf:
- Die Firewall
ist die definierte und kontrollierte Schnittstelle
zwischen dem zu schützenden und dem nicht
vertrauenswürdigen Netz.
- Im internen
Netz besteht jeweils ein einheitliches Sicherheitsniveau.
Eine weitere Differenzierung nach Sicherheitsstufen
geschieht – zumindest auf der Ebene des
Netzes – nicht.
- Die Firewall
setzt eine definierte Sicherheitspolitik
(Security Policy) für das zu schützende
Netz voraus; in diese müssen die Anforderungen
aller vernetzten Stellen einfließen.
- Es besteht
die Notwendigkeit die Benutzerprofile derjenigen
internen Teilnehmer, die mit Rechnern in
dem externen Netz kommunizieren dürfen,
auf die Firewall abzubilden.
Die Stärke
der Firewall hängt wesentlich von der eingesetzten
Technik und ihrer korrekten Administration ab;
entscheidend für die Sicherheit sind jedoch
auch die Staffelung und die organisatorische
Einbindung von Firewalls in die EDV-Infrastruktur.
Schutzniveau:Von besonderer
Relevanz ist es, für den von einer Firewall
geschützten Bereich das erforderliche Schutzniveau
zu definieren. Diese Anforderung kann mit drei
Lösungsvarianten erfüllt werden:
- 1. einheitlich
hohes Schutzniveau im internen Netz, d.
h. Orientierung am höchsten vorhandenen
Schutzbedarf;
2. einheitlich niedriges
Schutzniveau, d. h. Orientierung am niedrigsten
vorhandenen oder an einem insgesamt geringen
oder mittleren Schutzbedarf; 3. einheitlich
niedriges Schutzniveau sowie Durchführung
zusätzlicher Maßnahmen zum Schutz von Netzkomponenten
mit höherem Schutzbedarf.
Die Varianten
1 und 2 entsprechen am ehesten zentralen Firewall
- Lösungen, wobei angesichts der Sensibilität
der in der Verwaltung verarbeiteten Daten Variante
2 indiskutabel und mit den Anforderungen des
Datenschutzrechts unvereinbar sein dürfte. Variante
3 führt zur Lösung gestaffelter Firewalls, d.
h. zu einer Konstellation, bei der neben einer
zentralen, den mittleren Schutzbedarf abdeckenden
Firewall (die u. a. die interne Netzstruktur
nach außen sichert) bereichsbezogen und bedarfsorientiert
Firewall - Anschlüsse mit unterschiedlichem
Sicherheitsniveau implementiert werden können.
Allerdings können selbst bei einheitlich hohem
Schutzniveau im Gesamtnetz gestaffelte Firewalls
sinnvoll sein, um den möglichen Schaden, der
mit Sicherheitsverletzungen verbunden ist, auf
ein Netzsegment zu begrenzen. Dies gilt insbesondere
auch für die Abwehr von internem Missbrauch.

Die Firewall
fragt vor dem Download nach
Firewall -
Technologien:
Eine Firewall
kann durch verschiedene Konzepte realisiert
werden. Im wesentlichen unterscheidet man folgende
Grundkonzepte:
- Packet
Filter (Packet Screen, Screening Router)
- Application
Level Gateway (Dual-homed Gateway)
- Stateful
Inspection (Stateful Packet Filter, Dynamic
Packet Filter)
Ein Packet
Filter (auch Packet Screen oder
Screening Router) ist ein Router, der
IP-Pakete zur Unterscheidung zwischen der erlaubten
und unerlaubten Nutzung von Kommunikationsdiensten
filtert. Packet Filter können nach Quell- und
Zieladresse sowie nach Quell- und Zielport filtern.
Damit ist sowohl einschränkbar, welche Rechner
im zu schützenden und welche im unsicheren Netz
an der Kommunikation beteiligt sein dürfen,
als auch, welche Kommunikationsdienste erlaubt
sind. Die Filterregeln sind an die Netzschnittstellen
gebunden. Sie werden vom Packet Filter in der
Reihenfolge abgearbeitet, in der sie angegeben
sind.
Ein Application
Level Gateway ist ein speziell konfigurierbarer
Rechner, über den die gesamte Kommunikation
zwischen dem zu schützenden und dem unsicheren
Netz stattfindet. Ein Application Level Gateway
arbeitet im Gegensatz zum Packet Filter auf
der Anwendungsschicht, d. h. die Kontrolle der
Kommunikationsbeziehungen findet auf Anwendungsebene
statt. Für jeden Dienst (Telnet, FTP usw.) werden
Security Proxys eingeführt, die den direkten
Zugriff auf den Dienst verhindern. Hierbei bestehen
z. B. die Möglichkeiten einer ausführlichen
Protokollierung (Audit) und einer benutzerbezogenen
Authentisierung für die unterschiedlichen Dienste.
Die meisten Application Level Gateways sind
nicht in der Lage, zu unterscheiden, über welche
Netzschnittstelle ein Paket hereinkommt. Ein
Application Level Gateway mit zwei Netzschnittstellen
wird Dual-homed Gateway genannt.
Die Kombination
von Packet Filter und Application Level Gateway
wird als Screened Gateway, Transparent Application
Gateway oder Sandwich-System bezeichnet
und erhöht die Sicherheit der Firewall gegenüber
den beiden Einzelkomponenten erheblich. Die
Anordnung der beteiligten Komponenten kann variieren
und erlaubt die individuelle Realisierung eines
Firewall-Konzeptes.
Stateful
Inspection(auch Stateful Packet Filter
oder Dynamic Packet Filter) ist eine
recht neue Firewall-Technologie und arbeitet
sowohl auf der Netz- als auch auf der Anwendungsschicht.
Die IP-Pakete werden auf der Netzschicht entgegengenommen,
von einem Analysemodul, das dynamisch im Betriebssystemkern
geladen ist, zustandsabhängig inspiziert und
gegenüber einer Zustandstabelle abgeglichen.
Die Regeln, nach denen das Modul agiert, können
sehr differenziert vorgegeben werden. Für die
Kommunikationspartner stellt sich eine Firewall
mit Stateful Inspection als eine direkte Leitung
dar, die nur für eine den Regeln entsprechende
Kommunikation durchlässig ist. Im Out-Of-Band-Betrieb
erfolgt die Wartung und Konfiguration nicht
über TCP/IP. Die Firewall besitzt dann keine
eigene IP-Adresse, so dass keine Möglichkeit
besteht, sie über TCP/IP direkt aus den angeschlossenen
Netzen anzusprechen oder auf diesem Wege anzugreifen.
Optional führt die Firewall ein Rewriting durch,
d. h. Pakete werden vor dem Weitersenden nach
vorgegebenen Regeln transformiert.
Stateful Inspection
vereinigt bereits konzeptuell die Schutzmöglichkeiten
von Packet Filter und Application Level Gateway,
so dass diese beiden Funktionen nicht in getrennten
Komponenten realisiert werden müssen. Experten
streiten sich darüber, welches Konzept in welcher
Realisierung mehr Sicherheit mit sich bringt.
Inzwischen werden auch hybride Firewalls angeboten,
die zusätzlich zur Stateful Inspection Proxys
wie beim Application Gateway zur Verfügung stellen.
|
|
Vorteile |
Nachteile |
Packet Filter
(Router oder Rechner mit spezieller
Software)
|
leicht
realisierbar, da von vielen Routern
angeboten
leicht
erweiterbar für neue Dienste
Router
auf dem Markt verfügbar
Transparenz
für den Benutzer
Arbeitsgeschwindigkeit
|
Übernahme
des Paket Filter durcheinenAngreifer
führt zu einem vollständigen Verlust
der Sicherheit
es
ist bei den meisten Produkten nicht
möglich, Dienste nur für bestimmte Benutzer
zuzulassen
alle
Dienste, die erlaubt und erreicht werden
können, müssen sicher sein
Protokollierung
nur auf unteren Netzschichten möglich
keine
Authentisierung möglich
|
Dual-homed Gateway
(Application Level Gateway mit zwei
Netzschnittstellen)
|
kein Paket
kann ungefiltert passieren
aussagekräftige
Protokollierung auf höheren Schichten
möglich
interne
Netzstruktur wird verborgen durch den
Einsatz von Network Address Translation
(NAT)
|
Übernahme
des Gateways durch einen Angreifer führt
zum Verlust der Sicherheit
keine
Transparenz für den Benutzer
Probleme
bei neuen Diensten, schlechte Skalierbarkeit
|
Screened Gateway
(Anordnung aus Application Level Gateway
mit einem oder zwei Packet Filtern (Teilnetz-Bildung))
|
kein dierekter
Zugang zum Gateway möglich
interne
Netzstruktur wird verborgen
Network
Address Translation (NAT)
vereinfachte
Regeln durch 2. Filter
durch
Einsatz mehrerer Gateways lässt sich
die Verfügbarkeit steigern
aussagekräftige
Protokollierung möglich
|
keine
Transparenz für den Benutzer
bei
Realisation mit mehreren Rechnern und
Routern: erhöhter Platzbedarf
Probleme
bei neuen Diensten, schlechte Skalierbarkeit
|
Stateful Inspection
(Firewall-Rechner mit zustandsabhängiger
Analyse und Reaktion)
|
gute Skalierbarkeit
arbeitet
auf Netz- und Anwendungsschicht
Out-Of-Band-Betrieb:
keine Angriffsmöglichkeit über TCP/IP
interne
Netzstruktur wird verborgen
Rewriting
möglich (über NAT hinaus)
umfangreiche
Authentisierungsvarianten
|
Übernahme
des Gateway durch einen Angreifer führt
zu einem vollständigen Verlust der Sicherheit
keine
Zwischenspeicherung, daher nicht volle
Gateway-Funktionalität und kein Caching
schneller
Rechner erforderlich, da wegen der umfangreichen
Analyse und Aktionsmöglichkeiten sonst
Performance-Einbußen
|

Die Firewall bei
der Arbeit
Firewall -
Architekturen:
Neben den im
folgenden dargestellten Architekturen von Firewalls
sind auch Abwandlungen oder Kombinationen der
Anordnungen möglich.
Zentrale Firewalls:Rein zentrale
Firewall - Lösungen sind durch folgende Aspekte
charakterisiert:
- Die zentrale
Firewall bildet die einzige Schnittstelle
(Choke Point) zwischen dem kompletten zu
schützenden Verwaltungsnetz und dem übrigen
Internet.
- Innerhalb
des gesamten Verwaltungsnetzes besteht ein
einheitliches Sicherheitsniveau; eine weitere
Differenzierung nach Sicherheitsstufen erfolgt
nicht.
- Eine Kontrolle
der internen Verbindungen durch die Firewall
ist nicht möglich.
- Die zentrale
Firewall setzt eine definierte Sicherheitspolitik
für das gesamte Verwaltungsnetz voraus.
Abweichende Sicherheitspolitiken für besonders
schützenswerte Bereiche sind auf Netzebene
nicht durchsetzbar.
- Es besteht
die Notwendigkeit einer zentralen Benutzerverwaltung.
Für jeden Teilnehmer muss sowohl auf Dienstebene
als auch bezogen auf die zugelassenen Adressen
die zulässige Kommunikation festgelegt werden.
Da eine zentrale
Firewall eine Differenzierung nach Teilnetzen
nicht unterstützt und dementsprechend ein einheitliches
Sicherheitsniveau für das gesamte Verwaltungsnetz
voraussetzt, muss sich der Grad des gewährleisteten
Schutzes nach den sensibelsten Daten richten
und ist dementsprechend hoch. Dies hat jedoch
für Verwaltungsbereiche mit weniger sensiblen
Daten den Nachteil, unnötig hohe Schranken zu
errichten. Daraus ergibt sich die Gefahr, dass
gerade von diesen Stellen zusätzliche Internet-Zugänge
mit geringeren Restriktionen geschaffen werden,
wodurch der gesamte Zweck der Firewall ad absurdum
geführt wird.

Zentrale
Firewall-Anordnung
Ein weiterer
Nachteil zentraler Firewalls besteht in dem
– auch aus dem Großrechnerbereich bekannten
– Problem, dass eine Benutzerverwaltung, die
fernab von dem jeweiligen Fachbereich erfolgt,
häufig zu Abweichungen zwischen der Realität
von Benutzerrechten und deren Abbildung in Form
von Accounts führt.
Da eine Firewall
Zugriffe innerhalb des internen Netzes nicht
kontrolliert, besteht bei rein zentralen Lösungen
die Gefahr, dass das gesamte Verwaltungsnetz
als eine Einheit betrachtet wird und insofern
nur die Zugriffe von oder nach außen restringiert
werden. Dieser Aspekt ist zwar nur mittelbar
Teil des Themas „Internet-Anbindung“, muss bei
einer Gesamtbetrachtung von Netzsicherheit jedoch
unbedingt einbezogen werden.
Der Einsatz
einer alleinigen zentralen Firewall ist allenfalls
dann vertretbar, wenn alle angeschlossenen Teilnetze
über ein gleiches Sicherheitsbedürfnis bzw.
-niveau verfügen und zudem nicht die Gefahr
des internen Missbrauchs besteht. Davon kann
in behördenübergreifenden Verwaltungsnetzen
mit einer Vielzahl angeschlossener Rechner jedoch
nicht ausgegangen werden.
Gestaffelte
Firewalls:Gestaffelte
Firewall-Lösungen (vgl. Abbildung 3.2) sind
durch folgende Aspekte charakterisiert:
- Es handelt
sich um eine Kombination zentraler und dezentraler
Komponenten, wobei durch eine zentrale Firewall
ein Mindestschutz für das Gesamtnetz gegenüber
dem Internet realisiert wird und dezentrale
Firewalls in Subnetzen mit besonderem Schutzbedarf
ein angemessenes Schutzniveau sicherstellen.
- Innerhalb
des jeweiligen geschützten Subnetzes besteht
jeweils ein einheitliches Sicherheitsniveau.
- Eine Kontrolle
der verwaltungsinternen Verbindungen ist
möglich, sofern die Kommunikation den durch
dezentrale Firewalls geschützten Bereich
überschreitet.
- Auch ein
gestaffeltes Firewall-System setzt eine
definierte Sicherheitpolitik für das Gesamtnetz
voraus. Bei ihrer Definition müssen insbesondere
die Anforderungen an einen zu garantierenden
Grundschutz einfließen. Darüber hinaus sind
für die Subnetze gesonderte Sicherheitsanforderungen
zu definieren.
- Die Benutzerverwaltung
kann weitgehend dezentralisiert werden.
Allerdings sind einheitliche Regeln festzulegen,
nach denen Benutzer das Recht haben, über
die zentrale Firewall mit Systemen im Internet
in Verbindung zu treten.
- Auch die
dezentralen Firewalls müssen qualifiziert
administriert werden.

Gestaffelte
Firewall-Anordnung
Für die dezentralen
Firewalls bieten sich prinzipiell die gleichen
Technologien wie bei einer zentralen Firewall
an. Die Kombination zentraler und dezentraler
Schutzmechanismen erlaubt die Realisierung des
Prinzips eines autonomen Schutzes; bei sorgfältiger
Konfiguration bleiben besonders geschützte Subnetze
auch dann gesichert, wenn die zentrale Firewall
durch einen Eindringling überwunden wurde.
Mit gestaffelten
Firewalls kann – anders als bei zentralen Lösungen
– das datenschutzrechtlich bedeutsame Prinzip
der informationellen Gewaltenteilung abgebildet
werden, mit dem es nicht zu vereinbaren wäre,
wenn die Verwaltung als informatorisches Ganzes
betrachtet würde. Die Teilnetze können sowohl
gegen Angriffe von außen – aus dem Internet
– als auch untereinander abgeschottet werden.
Da gestaffelte
Lösungen besser als ausschließlich zentrale
Firewalls die Anforderungen der Benutzer abbilden
können, ist auch die Gefahr der Umgehung der
kontrollierten Schnittstellen durch Schaffung
„wilder“ Internet-Zugänge geringer. Zudem würden
sich die Folgen derartiger Verstöße gegen die
festgelegte Sicherheitspolitik besser isolieren
lassen.
Auch gestaffelte
Firewalls sind mit einem insgesamt hohen Administrations-
und Pflegeaufwand verbunden, der jedoch auf
die zentrale Firewall und die dezentralen Firewalls
verteilt ist. Die Festlegung der individuellen
Benutzerrechte kann dabei im wesentlichen den
anwendernäheren dezentralen Firewalls zugeordnet
werden.
Entmilitarisierte
Zone:
Server, die
Dienste für Internet-Nutzer zur Verfügung stellen
wie WWW oder Mail, werden häufig hinter einer
Firewall in der sogenannten entmilitarisierten
Zone (DMZ, Demilitarized Zone, auch Screened
Subnet) eingerichtet, von der das interne
Netz durch eine (weitere) Firewall abgeschottet
ist. Dies hat den Vorteil, dass das lokale Netz
auch dann noch geschützt ist, wenn ein Angreifer
bis zum WWW-Server gelangt.
Die entmilitarisierte
Zone kann beispielsweise zwischen zwei Firewalls
realisiert werden (vgl. Abbildung 3.3). Durch
Verwendung unterschiedlicher Firewall-Produkte
lässt sich dabei eine höhere Sicherheit erreichen,
da mögliche Fehlfunktionen bei unabhängiger
Entwicklung der Produkte wahrscheinlich nicht
gleichzeitig auftreten.

Kaskadierte
Firewall-Anordnung mit DMZ
Die Aufgaben
der beiden Firewalls können auch von nur einer
Firewall mit mehreren Schnittstellen übernommen
werden, mit denen sich mehrere Netze mit unterschiedlicher
Sicherheit bilden lassen. So können auch eine
oder mehrere entmilitarisierte Zonen eingerichtet
werden. Diese Lösung ist kostengünstiger, verzichtet
aber auf die erhöhte Sicherheit.
Screened Gateway:
Zumeist werden
neben der Firewall Router eingesetzt, die oft
die Funktion von Packet-Filtern übernehmen können.
Damit lässt sich eine „Sandwich-Lösung“ (vgl.
Abbildung 3.4) realisieren, die durch Verwendung
unterschiedlicher Systeme eine erhöhte Sicherheit
gewährleisten kann. Auch hier ist die Einrichtung
einer entmilitarisierten Zone möglich.

Screened
Gateway (Sandwich-System)
Die Anordnung
von Mail-, WWW- und DNS-Servern bei Sandwich-Systemen
mit entmilitarisierten Zonen wird in der folgenden
Abbildung beispielhaft veranschaulicht:

Screened
Gateway (Sandwich-System) mit DMZ
|