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Dienste unter Windows 2000 und XP deaktivieren:

Die Betriebssysteme Windows2000 und XP starten beim Systemstart viele Dienste, die nicht unbedingt notwendig sind und als Eintrittspforte für Angreifer benutzt werden können. Die Anleitungen helfen dabei, diese nicht benötigten Dienste zu deaktivieren.

- Windows 2000 Dienste deaktivieren:

Vor dem Einsatz eines Firewallsystems sollten zunächst sämtliche Dienste überprüft und gegebenenfalls die nicht notwendigen Dienste deaktiviert werden. Ein deaktivierter Dienst kann nicht über eine Verbindung angesprochen und muss demnach auch nicht durch ein Firewall blockiert werden.

Die nachfolgende Anleitung bezieht sich auf eine Standardinstallation des Betriebssystems Windows 2000 Professional und dem Einsatz auf einem Einzelplatzrechner. Wird der Rechner innerhalb eines LANs oder mit Serverdiensten für ein Netzwerk mit beispielsweise Proxy-, Web-, FTP-, Mailserver oder Router eingesetzt, müssen die Dienste weitgehend bestehen bleiben, da die Netzfunktionalität ansonsten nicht mehr gegeben ist.

Vor der Änderung der Dienste ist eine Sicherung der Systemkonfiguration in Form eines Backups der Systempartition empfehlenswert, um nicht funktionierende Änderungen zeitnah restaurieren zu können.

Als Hilfsmittel zur Bewertung der Konfiguration und der Änderungen sind nachfolgende Netz-Werkzeuge empfehlenswert:

TCPView zur Kontrolle offener Ports

Bei der Standardinstallation des Systems sind verschiedene Dienste und somit Ports offen, die auf einem Einzelplatzrechner nicht notwendig sind:
  • epmap (Port TCP/UDP 135)
  • isakmp (Port UDP 500)
  • microsoft-ds (Port TCP/UDP 445)
  • netbios-ssn (Port TCP 139)
  • netbios-ns (Port UDP 137)
  • netbios-dgm (Port UDP 138)

So werden die Dienste netbios-ssn, netbios-ns und netbios-dgm deaktiviert:

  • Aufruf der Systemsteuerung
  • Auswahl von Netzwerk- und DFÜ Verbindungen
  • Eigenschaften auswählen
  • TCP/IP Protokoll markieren
  • Eigenschaften auswählen
  • Erweiterte Eigenschaften auswählen
  • Tabellenreiter WINS auswählen
  • NetBIOS über TCP/IP deaktivieren
  • Dialog mit OK bestätigen und Meldung mit Ja bestätigen
  • Im Hauptdialog DFÜ-Verbindung markieren
  • Eigenschaften auswählen
  • Tabellenreiter Netzwerk auswählen
  • Häkchen an "Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft Netzwerke" entfernen
  • Client für Microsoft Netzwerke entfernen
  • Im Hauptdialog Netzwerk- und DFÜ Verbindungen auswählen
  • Erweiterte Einstellungen auswählen
  • Häkchen entfernen an "Bindung für LAN-Verbindungen"

Die Ports 137, 138 und 139 sind damit geschlossen und die Dienste netbios-ssn, netbios-ns und netbios-dgm deaktiviert. Port 445 ist ebenfalls geschlossen, obwohl er bei der Kontrolle noch als "Listening" also als horchend anzeigt wird.

Als nächstes gilt es, epmap, isakmp und microsoft-ds zu deaktivieren, was auf folgende Weise ausgeführt werden kann:

  • Auf "Start" und "Ausführen" klicken
  • Eingabe von dcomcnfg.exe und mit der Eingabetaste bestätigen
  • Tabellenreiter Standardeigenschaften auswählen
  • Häkchen entfernen an "DCOM (Distributed COM) auf diesem Computer aktivieren"
  • Tabellenreiter "Standardprotokolle" auswählen
  • Alle Protokoll-Bindungen entfernen
  • Alles mit OK bestätigen und den Dialog beenden

Anschließend werden die Dienste neu konfiguriert. Die Konfiguration wird über die Verwaltung der Dienste durchgeführt, die wie folgt aufgerufen wird:

  • Systemsteuerung/Verwaltung/Dienste

Es wird ein Fenster mit einer tabellenartigen Struktur und einer Auflistung der Dienste angezeigt. Die Einstellungen der Dienste können mit einem Doppelklick auf den Dienst geöffnet werden. Eingestellt wird der Starttyp, der sich mittig des Eigenschaftenfensters befindet. Hier stehen verschiedene Starttypen zur Verfügung. Der erforderliche Starttyp wird immer an erster Stelle genannt, dann die nachfolgend so einzurichteten Dienste:

  • Manuell
    • Ablagemappe
    • Anmeldedienst
    • Anwendungsverwaltung
    • COM+-Ereignissystem
    • Computerbrowser
    • DHCP-Client
    • Dienst für "Ausführen als"
    • Distributed Transaction Coordinator
    • DNS-Client
    • Faxdienst
    • Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung
    • Hilfsprogramm-Manager
    • IPSEC Richtlinienagent
    • Leistungsdatenprotokolle und Warnungen
    • Nachrichtendienst
    • NetMeeting-Remotedesktop-Freigabe
    • Netzwerk-DDE-Dienst
    • Netzwerk-DDE-Serverdienst
    • Netzwerkverbindungen
    • NT- LM-Sicherheitsdienst
    • AoS RSVP
    • RAS-Verbindungsverwaltung
    • Remoteprozeduraufruf (RPC)
    • Remote-Registrierungsdienst
    • RPC Locator
    • Server
    • Sicherheitskontenverwaltung
    • Smartcard
    • Smartcard Hilfsprogramm
    • Taskplaner
    • TCP/IP NetBIOS Hilfsprogramm
    • Telefonie
    • Überwachung verteilter Verknüpfungen (Client)
    • Unterbrechungsfreie Spannungsversorgung
    • Verwaltung für automatische RAS Verbindung
    • Verwaltungsdienst für die Verwaltung logischer Datenträger
    • Verwaltungsdienst für Datenträgerverwaltungsanforderungen
    • Wechselmedien
    • Windows Installer
    • Windows Verwaltungsinstrumentation
    • Windows Verwaltungsinstrumentations-Treibererweiterungen
    • Bietet Systemverwaltungsinformationen für und von Treibern
    • Windows Zeitgeber

  • Automatisch
    • Arbeitsstationsdienst
    • Druckerwarteschlange
    • Ereignisprotokoll
    • Geschützter Speicher
    • Plug & Play
    • Systemereignisüberachung
    • Verwaltung logischer Datenträger
    • Überwachungsdienst für die Verwaltung logischer Datenträger
    • Warndienst

  • Deaktiviert
    • Indexdienst
    • Routing und RAS
    • Telnet

    - Windows XP Dienste deaktivieren:

Vor dem Einsatz eines Firewallsystems sollten zunächst sämtliche Dienste überprüft und gegebenenfalls die nicht notwendigen Dienste deaktiviert werden. Ein deaktivierter Dienst kann nicht über eine Verbindung angesprochen und muss demnach auch nicht durch ein Firewall blockiert werden.

Die nachfolgende Anleitung bezieht sich auf eine Standardinstallation des Betriebssystems WindowsXP Professional und dem Einsatz auf einem Einzelplatzrechner. Wird der Rechner innerhalb eines LANs oder mit Serverdiensten für ein Netzwerk mit beispielsweise Proxy-, Web-, FTP-, Mailserver oder Router eingesetzt, müssen die Dienste weitgehend bestehen bleiben, da die Netzfunktionalität ansonsten nicht mehr gegeben ist.

Vor der Änderung der Dienste ist eine Sicherung der Systemkonfiguration in Form eines Backups der Systempartition empfehlenswert, um nicht funktionierende Änderungen zeitnah restaurieren zu können.

Als Hilfsmittel zur Bewertung der Konfiguration und der Änderungen sind nachfolgende Netz-Werkzeuge empfehlenswert:

TCPView zur Kontrolle offener Ports

So werden die Dienste netbios-ssn, netbios-ns und netbios-dgm deaktiviert:

  • Aufruf der Systemsteuerung und dort Netzwerkverbindungen
  • Eintrag unter DFÜ auswählen und mit der rechten Maustaste markieren
  • Eigenschaften auswählen
  • Tabellenreiter Netzwerk auswählen
  • Häkchen entfernen an "Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft Netzwerke
  • Client für Microsoft Netzwerke entfernen
  • Internet-Protokoll TCP/IP auswählen
  • Eigenschaften auswählen
  • Tabellenreiter WINS auswählen
  • Auswählen von "NetBIOS über TCP/IP deaktivieren"
  • Dialoge mit OK bestätigen
  • Rechner neu starten

Falls eine Netzwerkkarte installiert ist:

  • Aufruf der Systemsteuerung und dort Netzverbindungen
  • LAN oder Hochgeschwindigkeitsinternet auswählen
  • Eigenschaften auswählen
  • Tabellenreiter WINS auswählen
  • Auswählen von "NetBIOS über TCP/IP deaktivieren"
  • Dialoge mit OK bestätigen
  • Rechner neu starten

Erweiterte Einstellungen:

  • Arbeitsplatz aufrufen
  • Unter "Netzwerkaufgaben" die Netzverbindungen auswählen
  • LAN Verbindung markieren
  • Menü "Erweitert" auswählen
  • Dort "Erweiterte Einstellungen" auswählen
  • Alle vorhandenen Bindungen zu "LAN Verbindung" und "RAS Verbindungen" entfernen

Die Ports 137, 138 und 139 sind damit geschlossen und die Dienste netbios-ssn, netbios-ns und netbios-dgm deaktiviert.

Beenden von epmap (Port 135):

  • Klicken auf "Start" und "Ausführen"
  • Eingabe von scomcnfg.exe
  • Auswahl von "Konsolenstamm/Komponentendienste/Computer/Arbeitsplatz"
  • Eigenschaften auswählen über Menüpunkt "Aktion"
  • Tabellenreiter "Standardeigenschaften" auswählen
  • Häkchen entfernen an "DCOM (Distributed COM) auf diesem Computer aktivieren"
  • Tabellenreiter Standardprotokolle auswählen
  • Alle Protokollbindungen entfernen
  • Neustart des Rechners

Anschließend werden die Dienste neu konfiguriert. Die Konfiguration wird über die Verwaltung der Dienste durchgeführt, die wie folgt aufgerufen wird:

  • Systemsteuerung/Verwaltung/Dienste

Es wird ein Fenster mit einer tabellenartigen Struktur und einer Auflistung der Dienste angezeigt. Die Einstellungen der Dienste können mit einem Doppelklick auf den Dienst geöffnet werden. Eingestellt wird der Starttyp, der sich mittig des Eigenschaftenfensters befindet. Hier stehen verschiedene Starttypen zur Verfügung. Der erforderliche Starttyp wird immer an erster Stelle genannt, dann die nachfolgend so einzurichteten Dienste:

  • Manuell
    • Ablagemappe
    • Anwendungsverwaltung
    • COM+ Ereignissystem
    • COM+ Systemanwendung
    • Computerbrowser
    • Designs
    • DHCP Client
    • Distributed Transaction Coordinator
    • DNS Client
    • Gatewaydienst für Anwendungsebene
    • Hilfe und Support
    • IMAPI CD- Brenn- COM Dienste
    • Intelligenter Hintergrundübertragunsdienst
    • Internetverbindungsfirewall
    • Gemeinsame Nutzung der Internetverbindung
    • IPSEC Richtlinienagent
    • Leistungsdatenprotokolle und Warnunen
    • Kompatibilität für schnelle Benutzerumschaltung
    • Konfigurationsfreie drahtlose Verbindung
    • MS Software Shadow Copy Provider
    • NetMeeting Remotedesktop Freigabe
    • Netzwerk DDE Dienst
    • Netzwerk DDE Serverdienst
    • Netzwerkverbindungen
    • NLA
    • NT LM Sicherheitsdienst
    • QoS RSVP
    • RAS Verbindungsverwaltung
    • Remote-Registrierung
    • Sekundäre Anmeldung
    • Seriennummern der tragbaren Medien
    • Sicherheitskontenverwaltung
    • Sitzungsmanager für Remotedesktophilfe
    • Smartcard
    • Smartcard Hilfsprogramm
    • Taskplaner
    • TCP/IP NetBIOS Hilfsprogramm
    • Telefonie
    • Terminaldienste
    • Treiberverwaltung für Windows Verwaltungsinstrumentation
    • Überwachung verteilter Verknüpfungen (Client)
    • Universeller Plug & Play Gerätehost
    • Unterbrechungsfreie Spannungsversorgung
    • Verwaltung für automatische RAS Verbindungen
    • Verwaltungsdienst für die Verwaltung logischer Datenträger
    • Columenschattenkopie
    • Wechselmedien
    • Windows Installer
    • Windows Bilderfassung (WIA)
    • Windows Verwaltungsinstrumentation
    • Windows Zeitgeber
    • WMI Leistungsadapter

  • Automatisch
    • Druckerwarteschlange
    • Ereignisprotokoll
    • Geschützter Speicher
    • InteractiveLogon
    • Kryptographiedienste
    • Plug & Play
    • Remoteprozeduraufruf (RPC)
    • Shellhardwareerkennung
    • Systemereignisbenachrichtigung
    • Systemwiederherstellungsdienst
    • Upload-Manager
    • Verwaltung für automatische RAS Verbindungen
    • Verwaltung logischer Datenträger
    • Web-Client
    • Windows Audio

  • Deaktiviert
    • Automatische Updates
    • Eingabegerätezugang
    • Fehlerbenachrichtigungsdienst
    • Indexdienst
    • Routing und RAS
    • SSDP Suchdienst
    • Telnet

 

 

 

 

 
 
 
 
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