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Viren und Sicherheit
Freigaben unter Windows
Versteckte Freigaben sind nicht ganz
ungefährlich:
Freigegebene Ordner und andere Ressourcen sind
eine nützliche Eigenschaft für Rechner, die innerhalb eines internen Netzwerks
(LAN = Lokal Area Network) wechselseitig Ressourcen zur Verfügung stellen, weil
auf die Weise zum Beispiel Dokumentenordner nur auf einem Rechner und in der
Regel dem Server innerhalb eines Windows Netzwerks erstellt und gepflegt werden
müssen.
Solche Freigaben werden zielgerichtet erstellt und auf Systemen ab Windows
NT/2000/XP mit einem Benutzer - Account bestehend aus Benutzernamen und Passwort
vor einer unberechtigten Benutzung von externen Quellen geschützt, da
freigegebene Ordner auch über das Internet verfügbar sind, falls der Zugriff auf
NetBIOS Funktionen des betroffenen Rechners nicht durch ein Firewallsystem
geschützt ist.
So viel zur funktionalen Theorie, die leider einen kleinen Schönheitsfehler
besitzt, denn die Betriebssysteme legen bereits bei der Installation so genannte
versteckte Freigaben auf Ordner an, die vom Sinn her für administrative Zwecke
genutzt werden können bzw. sollen. Diese Freigaben besitzen eine spezielle
Syntax, um sie vor den Blicken Neugieriger verborgen werden. Exakt heisst das,
eine versteckte Freigabe endet immer mit einem $ Zeichen, wie im folgenden
Schaubild zu sehen:

Betroffen sind hierbei sämtliche verfügbaren Laufwerke eines Rechners also zum
Beispiel C$, D$, E$ etc. sowie zusätzlich besondere Freigaben:
ADMIN$ (zeigt auf das Verzeichnis winnt)
IPC$
Es existieren im Netz bereits komfortable Exploits, die über ein Shell Kommando
solche versteckten Freigaben unbemerkt erstellen, die nicht durch ein Passwort
geschützt sind und auf die Weise von unberechtigten Personen zum Zugriff auf
freigegebene Ressourcen über eine Remote-Verbindung benutzt werden können.
Verteilt werden solche Exploits auf ähnliche Weise wie auch bei anderen
Schädlingen wie zum Beispiel Trojaner oder Würmer. Hierbei wird die eigentliche
destruktive Datei mittels einer speziellen Technik (Joinen) so in eine
unverfängliche Trägerdatei wie zum Beispiel ein Bildschirmschoner oder andere
kleinere nützliche Programme eingefügt, dass sie unbemerkt beim Start der
Trägerdatei ausgeführt werden.
Das Mittel der Wahl ist neben der Installation eines leistungsfähigen
Firewallsystems, dass den externen Zugriff auf NetBIOS Funktionen des Rechners
blockiert, die regelmäßige Kontrolle der Freigaben und gegebenenfalls die
Entfernung der versteckten Freigaben.
Hierzu sind folgende Schritte
notwendig:
- Rechtsklick auf das Arbeitsplatz-Symbol auf
dem Desktop
- Auswahl von "Verwalten" im Kontextmenü
- Auswahl von "System" in der
Management-Konsole
- Auswahl von "Freigegebene Ordner"
- Auswahl von "Freigaben"
Im rechten Teil der Management-Konsole zeigt
sich nun eine Auflistung der auf dem Rechner freigegebenen Verzeichnisse, die
via Rechtsklick der Maustaste ausgewählt werden können. Über den obersten
Menüpunkt im Kontextmenü kann durch die Auswahl von "Freigabe aufheben" die
gewünschte Freigabe dauerhaft entfernt werden. Eventuelle Warnmeldungen des
Systems sind entsprechend zu ignorieren, da keine System-Beeinträchtigungen
entstehen.
Es empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen, sämtliche Freigaben zu entfernen, die
mit einem $ Zeichen enden.
Einzig die Freigabe "IPC$" darf nicht entfernt werden, da sie für die
Interprozesskommunikation zuständig ist und ein Entfernen der Freigabe die
Netzwerkfunktionalität des Systems beeinträchtigen würde.
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