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Viren und Sicherheit
Freigaben unter Windows XP
Sichere
Freigaben für Windows XP:
Microsofts Windows
XP ist zwischenzeitlich das meist verwendete
Betriebssystem und liegt vielen Komplettrechnern
als Beigabe mit bei. So funktional, mächtig
und gleichzeitig bequem das System auch ist,
so viele Probleme verursacht es im Netzbetrieb
und ebenso viele Sicherheitsprobleme treten
auf, weil viele Netzfunktionen unter einer schicken
Oberfläche verpackt wurden und die wirklich
wichtigen Optionen sich darunter verstecken.
Ausgehend von einer Anfrage wird hier
eine Anleitung zur Verfügung gestellt, mit der
das Betriebssystem Windows XP Professional auf
eine sichere Benutzer Authentifizierungsverwaltung
und ebenso sichere Freigaben von Ressourcen
im LAN möglich sind.
Das darunter liegende
Problem ist, als Standard direkt nach der Installation
benutzt Windows XP die "Einfache Dateifreigabe",
mit der alle Zugriffe vom Netzwerk über das
Gastkonto abgewickelt werden. Das Verfahren
ist zwar einfach und ermöglicht auch unerfahrenen
Anwendern eine schnelle Einrichtung von LAN
Umgebungen, es ist jedoch alles andere als sicher,
weil die Rechte nicht auf einzelne Benutzer
beschränkt werden können. Windows XP Professional
bietet daher die Möglichkeit, auf das ältere
und von Windows 2000 bereits bekannte Verfahren
der Authentifizierung mittels Benutzername und
Passwort zurück zu schalten.
Die einzelnen
Schritte hierzu sind wie folgt als Administrator
auszuführen.
Als vorbereitende Maßnahme
muss zunächst die einfache Dateifreigabe deaktiviert
werden, um das System Schritt für Schritt sicher
zu machen.
Einfache Dateifreigabe
deaktivieren:
- Doppelklick
auf das Arbeitsplatzsymbol auf dem Desktop
- Auswahl
des Menüs "Extras"
- Auswahl
der "Ordneroptionen"
- Auswahl
der "Ansicht"
- Entfernen
des Häkchens an "Einfache Dateifreigabe
verwenden"
- Schließen
des Dialogs

Bei der
Gelegenheit können auch jetzt bereits weitere
Einstellungen vorgenommen werden, die der Sicherheit
im Umgang mit dem System dienlich sind. Nicht
alle Dateitypen werden nämlich nach der Installation
angezeigt und auch wichtige Systemdateien verstecken
sich zunächst. Virenversender bauen genau auf
diese Einstellungen und benutzen gerne doppelte
Dateiendungen, wobei die letzte nicht angezeigt
wird, weil es sich um eine registrierte Anwendung
handelt.
Alle
Datei - Endungen anzeigen:
- Doppelklick
auf das Arbeitsplatzsymbol auf dem Desktop
- Auswahl
des Menüs "Extras"
- Auswahl
der "Ordneroptionen"
- Auswahl
der "Ansicht"
- Entfernen
des Häkchens an "Erweiterungen bei bekannten
Dateitypen ausblenden"
- Entfernen
des Häkchens an "Geschützte Systemdateien
ausblenden"
- Unter
"Versteckte Dateien und Ordner" wechseln
auf "Alle Dateien und Ordner anzeigen"

Danach werden
sowohl alle Ordner wie auch fast alle Dateien
mit Dateiendung angezeigt.
Im Anschluss
daran müssen die bereits während der Installation
des Systems angelegten Benutzer auf das explizite
Kennwort-Verfahren umgestellt werden. Bei der
Gelegenheit wird auch gleich der umständliche
und Bonbon bunte Login-Bildschirm entfernt.
Benutzerkonten auf Kennwort umstellen:
- Aufruf
der Systemsteuerung
- Aufruf
der Benutzerkonten
- Auswahl
von "Art der Benutzeranmeldung ändern"
- Häkchen
entfernen von:
- Schnelle
Benutzerumschaltung verwenden
- Willkommensseite
verwenden

Danach
verschwindet das unübersichtliche bonbonbunte
Login Fenster und es zeigt sich der gewohnte
Login Bildschirm mit einem Dialog zur Eingabe
eines Benutzernamens und Passwortes. Anschließend
ist zwar keine schnelle Benutzerumschaltung
mehr möglich, dafür ist das System aber bereits
jetzt wesentlich sicherer. Bevor die neuen Einstellungen
nun benutzt werden können, müssen die Konten
mit Kennwörtern versehen werden. Dazu sind folgende
Schritte notwendig.
Kennwörter
für Benutzerkonten erstellen:
- Aufruf
der -> Systemsteuerung
- Aufruf
der -> Benutzerkonten
- Auswahl
eines beliebigen Benutzerkontos
- Auswahl
von "Kennwort erstellen"
- Eingabe
eines sicheren Kennworts"
- Wiederholung
der Schritte für alle vorhandenen Benutzerkonten
Wenn
nun für andere Rechner im LAN eine Freigabe
auf Ordner, Dateien, Drucker oder andere Ressourcen
erfolgen soll, müssen zunächst eigene Benutzerkonten
angelegt werden, über die sich externe Rechner
am freizugebenden System anmelden können. Ohne
diese Anmeldung kann kein Rechner (intern wie
extern) auf die Freigaben zugreifen, was genau
so auch gewollt ist. Ungeschützte Freigaben
ohne Authentifizierung mittels Benutzernamen
und Passwort sind potentiell unsicher und können
auf einfache Weise über eine Remote - Verbindung
angegriffen werden.
Merksatz dazu:
Auf jedem an den Freigaben teilnehmenden Rechner,
der auch selbst Freigaben erteilt, müssen jeweils
für die an der Freigabe ebenfalls teilnehmenden
Rechner ebenfalls Konten angelegt werden, um
einen wechselseitigen Zugriff auf die jeweiligen
Freigaben zu ermöglichen.
Sollen jetzt
gezielt einzelne Laufwerke, Ordner oder Dateien
für die Benutzung im LAN freigegeben werden,
sind folgende Schritte notwendig.
Freigaben erstellen:
- Starten
des Windows Explorers
- Rechte
Maustaste auf ein gewünschtes Laufwerk oder
Verzeichnis
- Auswahl
von "Freigabe und Sicherheit" im Kontextmenü
- Falls
noch keine Freigabe erteilt wurde, wechseln
auf "diesen Ordner freigeben" und einen
beliebigen Freigabe-Namen dafür eingeben.
- Mausklick
auf "Neue Freigabe"
- Freigabenamen
eingeben

- Mausklick
auf "Berechtigungen"
- Die Berechtigung
"Jeder" entfernen
- Mausklick
auf "Hinzufügen"
- Mausklick
auf "Jetzt suchen" (es werden alle legitimen
Benutzer angezeigt)

- Gewünschten
Benutzer markieren und mit "OK" bestätigen
- Auswahl
der Benutzer wiederholen, bis alle vorhanden
sind
- Berechtigungen
für die ausgewählten Benutzer ändern auf:
Vollzugriff, Lesen, Schreiben
- Sämtliche
Schritte für jede neue Freigabe wiederholen
Beim nächsten
Start des Rechners zeigt sich nicht mehr der
Bonbon bunte Login Bildschirm sondern der aus
Windows 2000 heraus bekannte Login-Dialog, der
zur Eingabe von Benutzer und Passwort auffordert.
Ohne diese Eingabe und Bestätigung erhält kein
Benutzer mehr Zugriff auf den Rechner.
Sollen jetzt dauerhaft Freigaben anderer
Rechner aktiviert werden, sind folgende Schritte
notwendig, die eine einmalige Anmeldung am jeweiligen
Rechner erfordern.
An Freigaben anmelden:
- Aufruf
der Netzwerkumgebung auf dem Desktop
- Aufruf
von "Gesamtes Netzwerk"
- Aufruf
von "Microsoft Windows Netzwerk"
- Aufruf
der gemeinsamen Arbeitsgruppe (ist die nicht
vorhanden bzw. wird kein weiterer Rechner
als der eigene angezeigt, wird mit größerer
Wahrscheinlichkeit bei der Konfiguration
des Netzwerks ein Fehler unterlaufen sein
und es wurden verschiedene Arbeitsgruppen
vergeben. In dem Fall ist zunächst die Systemsteuerung/System
und dort Computername aufzurufen und auf
"ändern" zu klicken. Hier wird die Arbeitsgruppe
angegeben, die für alle anderen LAN Rechner
auch vergeben wurde. Im Zweifelsfall an
einem anderen Rechner kontrollieren).
- Auswahl
der freigegebenen Ressource
- Eingabe
des Benutzernamens und Kennworts
Die Freigaben
anderer Rechner sind bereits nutzbar. Jetzt
werden sie dauerhaft im Windows Explorer verankert,
um jederzeit darauf zugreifen zu können.
Freigaben dauerhaft einrichten:
- Aufruf
des Windows Explorers
- Auswahl
des Menüs "Extras"
- Auswahl
von "Netzlaufwerk verbinden"
- Auswahl
eines beliebigen Laufwerks
- Mausklick
auf "Durchsuchen"
- Auswahl
von "Gesamtes Netzwerk/Microsoft Windows
Netzwerk /Arbeitsgruppe
- Auswahl
der gewünschten freigegebenen Ressource
- Die Freigabe
wird nun als zusätzliches Laufwerk im Windows
Explorer angezeigt und bleibt auch beim
Systemneustart erhalten, da die Einstellungen
gespeichert werden.
- Wiederholung
der Schritte für jede weitere gewünschte
Freigabe
Sollte dennoch
keine Verbindung zu einer Freigabe eines anderen
Rechners möglich sein, ist vermutlich ein installiertes
Firewallsystem daran beteiligt, weil es vermutlich
die IP Adresse des anderen LAN Rechners noch
nicht kennt oder sperrt. Je nach (Personal-)
Firewallsystem ist es möglich, die IP - -Adressen
innerhalb eines Netzwerkes freizugeben.
Spätestens
jetzt sollte der Zugriff auf die Freigaben jeweils
anderer Rechner möglich sein. Falls nicht, kann
nur noch ein Fehler in der Konfiguration des
TCP/IP Protokolls vorliegen oder an einer anderen
Netz-Komponente des Systems. Hierzu muss dann
wirklich das Handbuch zum System zu Rate gezogen
werden, weil die Fehlersuche in einem Artikel
wie diesem kaum leistbar ist.
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